Hallo!
Ich bin in der 12 Klasse und muss am Montag meine erste Hausarbeit in Psychologie abgeben und da ich auch in Freuds Werken nichts gefunden habe, was mir helfen könnte, wende ich mich an euchund hoffe, dass ihr mir helfen könnt.
Wir bekamen einen Textausschnitt:
" So war es der Fall bei einer Patientin, die wir seit ihrem 27. Lebensjahr wiederholt in schweren Abmagerungszuständen konsiliarisch in einer Medizinischen Klinik zu untersuchen und zu betreuen hatten. Sie hatte sich schon in ihrem 13 Lebensjahr in einem lebensbedrohlichen, extrem abgemagerten Zustand befunden und war 17jährig in ein Kiderspital eingewiesen worden, wobei sie noch 23,9 kg gewogen hatte. Sie ist die Tochter eines alten Vaters, der als Akademiker eine differenzierte, jedoch hypochondrische, neurotische Persönlichkeit (=Einbilden von Körperkrankheiten,die er nicht hat) ist und selbst seit jungen Jahren an "nervösen" Magen-Darm- Symptomen leidet. Seine Ressentiments (Kritik) gegenüber der Gesellschaft lastet auf der Familie.
Die um viele Jahre jüngere Gattin, die Mutter der Patientin, anerkannte er innerlich nicht. Er verachtete sie wegen ihrer angeblich mangelnden Bildung. Sie ist indes, objektiv betrachtet, eine praktisch denkende, tüchtige und besorgte Hausfrau und Mutter. Ihr Wort hatte jedoch kein Gewicht in der Familie. Die Ehe war von Anbeginn unharmonisch und prägte das Eltern-Kind-Verhältnis. Unsere Kranke selbst erwies sich als ein schüchternes Kind, das sich bereits in der Primarschule im Klassenverband nur schlecht zu behaupten vermochte. Die Patientin konnte nicht - wie vom Vater geplant- das Gymnasium besuchen und litt, unter den Anforderungen der von ihr besuchten Mittelschule, an "Magenbeschwerden". Sie empfand sich als langweilige, farblose Außenseiterin. Mit etwa 13 Jahren trat die erste Menstruation bei ihr ein. Gleichzeitig begann sie abzumagern, und es kam zu einer sekundären Amenorrhoe (=Ausbleiben der Tage). Sie litt unter Durchfällen, sowie Angst und Ekel vor Erbrechen und Diarrhoe (=Durchfall). Mit 17 Jahren drohte sie wiederholt mit Suizid. Sie äußerte panische Angst vor den Mahlzeiten."
Die Frage dazu lautet: Warum wurde die Patientin magersüchtig, erst brav, dann aggressiv bzw. trotzig? (Letztere nicht im Text erwähnt)
Ich habe Ansätze gefunde, bin mir aber unsicher in ihrer Korrektheit.
weshalb sie magersüchtig ist:
Magersucht entsteht bevorzugt bei Jugendlichen in erfolgsorientierten Elternhäusern(, in der Vater und Mutter viel Wert aufs Aussehen legen) und in denen die Kinder den ANforderungen der Eltern nicht gerecht werden können. Da die Eltern höchste Leistungen von ihren Kindern erwarten und diese in totaler Abhängigkeit von ihren Eltern aufwachsen. Dabei wissen die Eltern was richtig und falsch ist, sie treffen alle Entscheidungen für sie.
weshalb sie zuerst brav und dann trotzig bzw aggresiv wurde:
Ich denke, dass dadruch, dass die Eltern ihr Leben vorplanten und dieses kontrollierten, sie anfangs die Position einer braven und gehorsamen Tochter einnahm, um dieAnforderungen der Eltern zu erfüllen. Doch als sie es aufs Gymnasium nicht schaffte und so den Vater enttäuschte wurde sie trotzig und aggressiv. Sie dachte vielleicht, dass sie nichts schaffen würde und fragte sich wieso sie sich da noch anstrengen sollte. Sie konnte diese Misserfolge nicht verarbeiten und schon gar nicht mit jemandem darüber reden. So stauten diese sich an und es kam zu Frustrationen und Selbstqual.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen, denn mir fällt sonst keine weitere plausible Lösung ein.
liebe grüße
Katharina


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und hoffe, dass ihr mir helfen könnt.
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aber vielen vielen dank!!

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