Hallo Zusammen,
Ich hab in meiner Schule einen Arbeitsauftrag bekommen, der sich um 1 Fallbeispiel handelt und mithilfe der Psychoanalytischen Theorie nach Freud bearbeitet werden soll...
Da ich in dem Thema noch nicht so ganz den Durchblick habe und es sehr umfangreich finde, hoffe ich, dass mir jemand helfen und erklären kann " Wieso - Weshalb - Warum"
Man sollte idealer Weise chronologisch vorgehen, d.h. vom aktuellen Krankheitsbild bis zu den möglichen Ursachen.
Anschließend die Auswirkungen überlegen, die sich durch den Verlust seiner Frau ergeben werden ( Zukunft) und begründen aus psychoanalytischer Sicht.
Fallbeispiel:
Herr X. hat sich vor einigen Wochen bei mir angemeldet. Er leidet unter den verscheidenen Beschwerden. Am meisten beunruhigt ihn eine ihm unerklärliche Angst, häufig mit Herzklopfen und Schweißausbrüchen verbunden. Seit längerer Zeit hat er verschiedene Ärzte und Kliniken aufgesucht. Die Kollegen haben mir freundlicherweise die Befunde geschickt. Ein Internist hat ihm vor kurzem geraten, einen Psychotherapeuten aufzusuchen, da sich bei der Kontrolle seiner Organfunktionen, insbesondere am Herzen, kein krankhafter Befund gezeigt hatte. Herr X. hat sich aber nicht gleich dazu entschließen können. Der Kollege hatte viel Verständnis für seine Befürchtung, als "eingebildeter Kranker" beurteilt und vielleicht abgewertet zu werden. So versicherte er dem Patienten, dass natürlich auch ein gesundes Herz gelegentlich völlig unerklärliche Sprünge machen könne, wenn die inneren Vorstellungen so stark wirksam werden, dass sich Angst und Erregung damit verbinden. Alle Kollegen waren sehr gewissenhaft und haben auch alle Möglichkeiten gedacht, um nichts Organisches zu übersehen. So konnte ich ihm Gespräch mit Herrn X. und in den ersten Untersuchungen von der Wahrscheinlichkeit ausgehen, dass seelische Ursachen für seine unangenehmen Beschwerden bestehen.
Aus telefonischen Schilderungen von Herrn X. und aus dem Bericht des Hausarztes habe ich auch schon ein gewisses bild über seine Familie. Er lebt sehr zurückgezogen. Es scheint keine Besonderheiten in dieser alltäglichen Umwelt zu geben. Und nun klagt Herr X über folgendes:
!Wissen Sie, ich kann es gar nicht richtig beschreiben, manchmal wenn ich über einen Platz gehe, den Parkplatz zum Beispiel, überfällt mich plötzlich eine unerklärliche Angst. Die Knie werden mir weich. Ich muss mich festhalten. Dann bekomme ich rasendes Herzklopfen. Ich fühle meinen Puls und weiß nicht, was ich tun soll. Mir ist das alles so peinlich. Die Leute starren einen an ..."
"Erinnern Sie sich eigentlich noch daran, wie das angefangen hat?"
"Eigentlich nicht genau...Ich glaube, ich kam von Hannover zurück. Nein, das war später. Aber mir fällt jetzt eben etwas ganz anderes ein. Als kleiner Hunge gatte ich ein paar Mal Angst als meine mutter nicht nach Hause kam. Ich hatte Angst, sie käme nicht wieder. Aber das hat ja wohl nichts damit zu tun. Komisch, dass mir das jetzt einfällt."
So begann also diese Geschichte, wie viele andere, ähnliche Schilderungen. Herr X. kannten den wirklichen Zusammenhang überhaupt nicht, und es hätte ihm auch sicher nichts genützt, wenn ich ihm irgendwas erklärt hätte. Im gegenteil, vielleicht wäre das Ganze für ihn viel schwieriger geworden. und er hätte gerade dann das Gefühl gehabt, man verstünde ihn nicht, man nehme seine Krankheit nicht ernst und glaube, er bilde sich alles nur ein.
Eine Reihe von Enttäuschungen in der Familie und im Betrieb waren im letzten Jahr zusammengekommen, er hatte in dieser Zeit auch angestrengt arbeiten müssen. Aber ein entscheidenes Ereignis erwähnte er nunächst gar nicht und dann nur beiläufig: dass im selben Jahr seine Mutter gestorben war. Er fühlte sich dadurch gleichzeitig verlassen, hatte Wut und Ärger, konnte beides nicht zum Ausdruck bringen, und mit dem Augenblick des Todes der mutter, deren Bedeutung er verleugnete, stiegen in ihm alte Erinnerungen und Kindheitsgefühle auf, die sich nicht ohne weiteres beherrschen ließen.
Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen!!!
Danke
Miamausi


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