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09.02.2010, 12:54
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#9 (permalink)
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Gast
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Zitat:
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Zitat von Shade
Keine Wissenschaft ist objektiv, weil erst einmal ein Mensch dahintersteckt mit subjektiven Erwartungen.
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Und du glaubst, die Wissenschaft sei sich dem nicht bewusst?
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09.02.2010, 16:34
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#10 (permalink)
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Gast
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Zitat:
Zitat von Sprawl
Und du glaubst, die Wissenschaft sei sich dem nicht bewusst? 
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Die Wissenschaft bestimmt nicht, wenn dann höchstens die Wissenschaftler, wenn wir schon wortklauben spielen  
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09.02.2010, 18:48
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#11 (permalink)
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Schreiberling
Registriert seit: 30.11.2009
Beiträge: 348
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Hallo Sprawl,
Wissenschaftler sind auch bloss Menschen. Zu glauben alle davon seien intelligenter und weiser als der Normalo oder als Psychologen grenzt an gefährlicher Naivität. Immerhin ist bei dem Ausdruck Fachidiot der Idiot nicht zu ignorieren.
Also entweder ist jede Art von Wissenschaftler fähig, seine Grenzen und Irrtümer, die aus seiner Subjektivität entstehen, zu erkennen und mit einzuberechnen und dann können es auch Psychologen.
Oder niemand kann es, und dann können es auch Wissenschaftler nicht.
Letzte Woche habe ich mich in Trier mit jemandem festgequatscht, der es meines Erachtens auf den Punkt gebracht hat: Die Religion vieler nichtgläubiger Menschen heisst Wissenschaft
Gruss
Shade
__________________
Ich bin nur verantwortlich für das, was ich sage, nicht dafür, was du verstehst
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09.02.2010, 19:00
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#12 (permalink)
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Gast
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Zitat:
Zitat von Shade
Die Religion vieler nichtgläubiger Menschen heisst Wissenschaft 
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Stimmt, kriegt man hier immer wieder bestätigt..
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09.02.2010, 20:34
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#13 (permalink)
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Gast
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Zitat:
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Zitat von Shade
Wissenschaftler sind auch bloss Menschen. Zu glauben alle davon seien intelligenter und weiser als der Normalo oder als Psychologen grenzt an gefährlicher Naivität. Immerhin ist bei dem Ausdruck Fachidiot der Idiot nicht zu ignorieren.
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Zu glauben, die gesamte Wissenschaft sei in einer ihrer Grundannahmen irrtümlich, grenzt nicht nur an beispielloser Naivität, sondern zeugt auch davon, sich nicht im Entferntesten auszukennen.
Jede Wissenschaft wird von Subjekten betrieben und die Sozialwissenschaften im Besonderen forscht mit Subjekten, doch ist allein diese Tatsache kein Beweis für falsche Ergebnisse, für die unmögliche Objektivität oder dafür, nichts Brauchbares damit anzustellen - auch strebt Wissenschaft nicht an, auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner zu kommen.
Zitat:
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Also entweder ist jede Art von Wissenschaftler fähig, seine Grenzen und Irrtümer, die aus seiner Subjektivität entstehen, zu erkennen und mit einzuberechnen und dann können es auch Psychologen.
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Dass es stets bei jedem Forschungsprozess ein methodisches Problem bleibt, alle Gütekriterien zu erfüllen, ist trivial, aber auch das bedeutet nicht, dass dieses Problem unlösbar ist und dazu keine Forschung vorliegt. Es gibt genügend Lesestoff, der dir deine jungfräuliche Überzeugung schnellstens raubt.
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09.02.2010, 21:20
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#14 (permalink)
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Schreiberling
Registriert seit: 30.11.2009
Beiträge: 348
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Hallöchen,
Ja, man kann die Dinge natürlich bloss einseitig sehen. Dass viele Wissenschaftler aber feststellen müssen, dass sie wieder von neu anfangen müssen, zeigt, dass ihre Kriterien - die ja auch nur menschlich (und somit subjektiv) sind - auch nicht immer wirksam sein.
Auch dazu gibt es einiges an Lesestoff.
Aber fragt sich hier, ob es dir überhaupt darum geht, eine andere Sicht mit einfliessen zu lassen.
Gruss
Shade
__________________
Ich bin nur verantwortlich für das, was ich sage, nicht dafür, was du verstehst
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09.02.2010, 22:53
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#15 (permalink)
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Schreibkraft
Registriert seit: 27.08.2007
Beiträge: 243
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Zitat:
Zitat von Gabiannarele
Dazu mal ne blöde Laienfrage: wie objektiv kann denn etwas sein, das sich mit Subjekten befasst? 
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Die Frage ist nicht blöd,sondern durchaus berechtigt.Es gibt ja Wissenschaftler die einen Unterschied machen zwischen der Wirklichkeit wie sie ist und nennen diese Realität und der Wirklichkeit,wie wir diese Realität wahrnehmen.
Es gibt aber auch objektive Wirklichkeiten,aus denen sich bestimmte Schlüsse ziehen lassen,welche dann subjektiv sind,sich aber mit Wissen um bestimmte Vorgänge,z.B. Kommunikation,der Objektivität beliebig annähern lassen.
Um mal ein Beispiel zu nennen:
Wenn ich dir ein Teil aus einem Puzzle mit 1000 Teilen gebe wird es dir kaum möglich sein,auf das Gesamtbild zu schliessen.Hast du aber ein Puzzle vor dir,wo 999 Teile zusammengelegt sind,kannst du dir das letzte Teil vorstellen.
Zitat:
Zitat von Sprawl
Zitat von amonda
Allerdings teile ich deine Zweifel,ob die Psychologie als Wissenschaft Objektiv ist,meiner Ansicht nach ist sie das nicht.
Warum?
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Vielleicht habe ich das etwas zu allgemein ausgedrückt,ich bin andererseits überzeugt,das es Psychologen gibt,die wissenschaftlich arbeiten und dies auch gewissenhaft tun,keine Frage.
Nun ja,schaust du mal in deinem Link oben nach,dann steht da sinngemäss, das objektivität was damit zu tun hat,etwas möglichst emotionslos zu beurteilen.
Die Psychologen,die ich bisher kennengelernt habe reagierten sehr emotional,wurden aber nicht müde darauf hinzuweisen,wenn etwas nicht "wissenschaftlich" war.
Ich kann mir das schlecht vorstellen,das solche Menschen wirklich wissenschaftlich arbeiten.Wie "Objektiv" sind dann die Ergebnisse?
Desweiteren "messen" Psychologen Gefühlszustände.In einem Forum fragte mal ein Psychologie-Student,wie ein Techniker darüber urteilen würde.
Antwort:Für einen Techniker ist das Bullshit,weil Messen ein Vergleich mit einem Normal ist,und es für Gefühlszustände kein Normal gibt.
Für mich ist da einiges zweifelhaft.
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09.02.2010, 23:01
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#16 (permalink)
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Schreibkraft
Registriert seit: 27.08.2007
Beiträge: 243
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Zitat:
Zitat von Shade
Wissenschaftler sind auch bloss Menschen. Zu glauben alle davon seien intelligenter und weiser als der Normalo oder als Psychologen grenzt an gefährlicher Naivität. Immerhin ist bei dem Ausdruck Fachidiot der Idiot nicht zu ignorieren.
Also entweder ist jede Art von Wissenschaftler fähig, seine Grenzen und Irrtümer, die aus seiner Subjektivität entstehen, zu erkennen und mit einzuberechnen und dann können es auch Psychologen.
Oder niemand kann es, und dann können es auch Wissenschaftler nicht.
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Das ist so nicht richtig.Der Unterschied besteht darin,das Psychologen sich gewissermassen selbst erforschen.Das beeinflusst seine Ergebnisse.
Zitat:
Zitat von Shade
Letzte Woche habe ich mich in Trier mit jemandem festgequatscht, der es meines Erachtens auf den Punkt gebracht hat: Die Religion vieler nichtgläubiger Menschen heisst Wissenschaft 
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Das ist so.Es gab Vorgestern einen Artikel darüber,das die Klimadiskussion auch so eine Glaubensrichtung sein.
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