Moin!
Wenn man sich mit Psychologie beschäftigt, tauchen ab und zu alberne Fragen auf, deren Antwort man sich nicht erklären kann. Zumindest ist das bei mir so. Ich möchte hier mal ein paar Fragen los werden, die sich mir ab und zu stellen.
Gibt es eine Art Ursprache? Jeder Mensch versteht das Lachen, Weinen und Stöhnen eines anderen Menschen unabhängig von Alter, Kultur und Kentnissstand. Aber wozu teilt sich der Mensch auf eine solche Weise mit und was meint er damit genau? Wer lacht, freut sich, wer weint, ist traurig und wer stöhnt, ist lüstern - aber nicht immer. Das Verständnis über diese Laute ist nicht gelernt, da es universell gilt und allseits verstanden wird, und ist dringend vonnöten, um sich sozial korrekt zu integrieren. Es gibt noch viele andere Laute, bei denen mir das aufgefallen ist: seufzen, gähnen, brummen, schnalzen, pfeifen, gespieltes husten usw. Seit wann existieren diese Laute und: trugen sie zur Entwicklung der heutigen Sprache bei (ist Sprache also zum Teil auch aus ihnen erwachsen)?
Die Psychologie postuliert, der Mensch befinde sich Zeit seines Leben stets in einer Entwicklung. Baby -> Kleinkind -> Adoleszenz -> frühes Erwachsenenalter -> Midlife -> gehobenes Alter -> Senior ... wie genau die Entwicklung ist, ob sie in dynamische Phasen eingeteilt werden kann und was sich darin genau entwickelt, ist für mich zunächst egal. Mich interessiert Folgendes: Durch Medizin, Technologie, Wirtschaft und sonstigen Fortschritt erhöht der Mensch seinen Lebensstandard, wodurch schließlich auch das Lebensalter angehoben wird. Der Mensch wird im Durchschnitt also immer älter. Gesetzt dem Fall der Mensch erreicht im Durchschnitt ein Lebensalter von 130. Wie erklärt die Entwicklungspsychologie nun die einzelne Entwicklung des Menschen? Treten neue Entwicklungsphasen hinzu? Werden die bekannten Entwicklungsphasen schlicht länger (was bereits bezweifelt werden kann, da die Wissenschaft die Entwicklung bis zur Adoleszenz weitgehend eingerahmt hat)? Tritt eine weitere Entwicklungsphase zwischen andere, bereits bekannte Entwicklungsphasen?
Wie wird Angst durch Wissen beeinflusst? Eines ist mir aufgefallen: Bringt man einem kleinen Kind bei, Taranteln seien giftig, entwickelt es bald eine allgemeine Angst vor Spinnen. Angst kann also erstens unnützerweise durch Wissen entstehen und zweitens generalisieren. Dasselbe gilt für Schlangen: die meisten Menschen haben auch vor einer Boa Angst, obwohl es eine Würgeschlange ist. Dennoch überwiegt die tödliche Angst um das Gift der Schlangen. Noch ein weiteres, einfaches Beispiel: Man lernt nicht, dass Feuer heiß ist (Angst), ohne sich zu verbrennen.
Sind Wissen und Angst unmittelbar aneinander gekoppelt? Entsteht vielleicht Angst nur, wenn das nötige Wissen vorhanden ist? Wie abstrakt darf Wissen sein, um noch Angst auszulösen (Feuer ist wenig abstrakt, zu wissen, dass Taranteln giftig sind, ohne je von einer gebissen worden zu sein (plus dem Umstand, nicht zu wissen, was Gift überhaupt ist), ist schon abstrakter....wie viel Angst löst nun eine politische Idee aus?)? Und wie zeigt sich Angst in Verbindung mit Wissen (zur Anregung: Hypochondrie, das Konversionssyndrom und das psychogene Schmerzsyndrom)?
Und vorerst die letzte Frage: Was ist der Grund für ständiges Dazwischenreden? Ist permanentes Dazwischenreden ein Symptom einer passiv-aggressiven Persönlichkeit?


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