Hi,
Nachdem ich mir in letzter Zeit einige Gedanken zu diesem Thema gemacht habe, stelle ich diese Frage einfach mal in den Raum, in der Hoffnung, dass sich eine Diskussion daraus entwickelt.
Dieser Thread ist nicht dazu gedacht ist einen Streit vom Zaun zu brechen oder irgendjemanden persönlich anzugreifen, es ist nur ein Meinungsaustausch.
Bevor ich anfing mir eigene Gedanken zu dem Thema zu machen und aus der Ferne betrachtet war ich der Psychologie gegenüber positiv eingestellt. Ich habe zwar nie eine Therapie gemacht, trotzdem dachte ich, wenn ich einmal psychische Probleme haben sollte, die ich nicht alleine bewältigen kann, würde ein Psychologe mir sicherlich helfen. Ich hätte mir wahrscheinlich keinen „Freudianer“ gesucht, weil meine Entscheidungen definitiv nicht zu 90% von meinem Sexualtrieb gesteuert^^ und mir persönlich Jungs Theorien symphatischer sind, trotzdem war ich überzeugt davon, dass ich dort iwie Hilfe bekommen würde. Eben so, wie wenn man mit nem gebrochenen Bein zum Arzt geht, nur, dass dann eben die Psyche gebrochen wäre.
Als ich allerdings anfing genauer hinzusehen, fiel mir auf, dass, um bei der Metapher mit dem Bein zu bleiben, man zu eben diesem Arzt geht und der sagt: "Ja... das Bein ist gebrochen. Komplizierter Splitterbruch! Hier - ein paar Paracetamol!" Kein Röntgenbild, kein Gips, keine Krücken!
In erster Linie, scheint es mir, wird eine psychologische Diagnose gestellt und dem Patienten suggeriert er müsse eben mit seiner Krankheit leben. Eine tatsächliche Heilung von Depressionen, Neurosen oder Psychosen ist demnach überhaupt nicht vorgesehen. Ausserdem glaube ich, dass der Gedanke „Ich bin krank und muss damit leben“ auf Dauer das Selbstwertgefühl nicht wirklich hebt.
Dann bin ich eines abends mal auf youtube unterwegs gewesen und sah mir verschiedene Diagnosen bzw Symptome einiger psychischer Erkrankungen an und stellte belustigt fest: Alles ist eine Neurose, oder kann als solche gedeutet werden! Ich habe Borderline und etliche Psychosen!
Im Grunde genommen kann ein Psychologe jeden Menschen für Krank befinden, indem er, für den Patienten, normale Verhaltensweisen nun als Krankheitssymptom wertet und eine Diagnose stellt. Dadurch, dass die vermeintliche Geisteskrankheit nun diagnostiziert und benannt wurde, reagiert der Patient wie man normalerweise reagiert. Er fühlt sich krank. Ob das nun durch unnötig dramatisierte, psychosomatische Beschwerden, eingeredet durch Diagnose und Benennung oder durch tatsächlich vorher bereits in der Stärke vorhandene Symptome hervorgerufen wird, sei mal so dahingestellt.
Auf verschiedene psychologische Experimente, wie zum Beispiel „Elektroschocks“ will ich jetz mal gar kein Wort verlieren. Auch nicht darüber, dass man jedes Verhalten irgendwie psychologisch klassifiziert. Früher „Kein Bock!“ heute „Burn-Out Syndrom!“ - Früher „Zappel-Phillip!“ heute „Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom!“ - Früher „Der Kleine is was schneller!“ Heute „Hyperaktiv“. Dass Ritalin eigentlich ne Straßendroge ist, wollen wir dann einfach mal auch nicht erwähnen.^^ Alles in Allem..... Ich weiss nicht, ob ich zu nem Psychologen gehen würde... ich meine, Betäubungsmittel kann ich auch anders besorgen, da brauch ich keine Anti-Depressiva, auf ne Diagnose kann ich verzichten und reden kann ich auch mit wem anders.... Tut mir Leid!
So, ich hoffe, auf Antwort!
*wink*


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Das ist ja mal ganz was neues



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