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Thema: Psychologieaufgabe - Rhetorik

  1. #17
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    Bedankte sich ein mal in einem Post.

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    Da fällt mir nur

    "soweit gut, alles beim alten"

  2. #18
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    Zitat Zitat von Tinachen Beitrag anzeigen
    Erinnert mich in abgewandelter Form an das Milgram-Experiemnt. Im besten Fall? Getestet wird, wenn überhaupt, etwas ganz anderes. Ich glaube aber, dass das einfach nur ausgedachter Blödsinn ist.
    Deine Erinnerung stimmt schon.Getestet im Sinne eines Test,wo ich nacher auf einer Skala ablesen kann,wo ich genau stehe,wird nichts.Das ist richtig.
    Was mich aber wundert ist deine Aussage,du glaubst,das die Aufgabe Blödsinn ist. Wenn du etwas glaubst,hast du dafür keine Beweise, und dann bleibt es eine Behauptung.
    Bring doch mal Fakten dazu.

    Ich gehe mal davon aus,das die Aufgabe nicht von einem Spassvogel ausgearbeitet wurde und das der Zweck schon aus der Aufgabenstellung zu ersehen ist.
    Nehmen wir mal die Erste Antwort:

    Zitat Zitat von Gabiannarele Beitrag anzeigen
    Freund: "wie geht es dir?"
    Patient:
    Danke, - und Dir?


    PS: Du hast nix davon geschrieben, dass es keine Gegenfrage sein darf.
    Und bei dieser Formulierung merken die meisten Menschen nicht, dass sie keine Antwort bekommen haben, sondern assoziieren automatisch das erwartete "danke-gut" rein.
    Was steht da unter PS:? "Die meisten Menschen merken nicht..."

    Aha! Das heisst nicht alle Menschen.
    So,und das bedeutet,das es eine Unsicherheit gibt,ob der Freund sich damit zufrieden gibt oder doch noch mal nach dem Befinden fragt.Also Aufgabenstellung wurde nicht beachtet.
    Damit lässt sich schon mal folgendes einkreisen:
    Die Antwortgeberin hat die Aufgabe nicht richtig gelesen,oder sie hat sie nicht verstanden.

    Ganz ohne Sinn scheint die Aufgabe nicht zu sein und es gibt auch noch ein paar andere Gesichtspunkte,die zu beachten sind.

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei amonda für den sinnvollen Beitrag:

    honeymoon (13.07.2011)

  4. #19
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    Ob man hier nun Lösungen findet oder nicht.

    Ich kann hier viele Lösungen sehen oder eben gar keine.
    Interessant ist für mich die Sichtweise der zu Testenden und vor allem ist es interessant was ich hier alles daraus ziehen kann.

    Ob der Test nun eine Suggestion ist oder nicht.
    Auf jeden Fall können hier mehrere Ebenen erschlossen werden:

    Ist die Person in der Lage den Test überhaupt zu verstehen?
    (Aufnahme/Konzentration)

    Ist die Person in der Lage eine richtige Antwort zu geben?
    (Verhalten/Reaktion/Kommunikation/Empathie)

    wenn ja:
    Wie löst sie dieses Dilemma, das aus der Aufgabe hervorgeht?
    Wie geht sie mit diesem Dilemma um, wie verhält sie sich, wie würde die zu Testende handeln? Schweigen geht nicht -> d.h. es soll ja hier eine Reaktion geben.

    Wenn nein:
    Ich kann mir vorstellen, dass hier eine falsche Antwort gar nicht so von Interesse ist, sondern eher die Reaktion und das Verhalten getestet werden soll.


    Also im Großen und Ganzen könnte man sich damit auf jedenfall ein aktuelles Bild von der Person machen, die ihn beantwortet.

    Vielleicht meldet sich hier ja doch noch der Threadersteller und löst den Sinn und Zweck des Testes auf.
    Geändert von honeymoon (14.07.2011 um 00:59 Uhr)

    Das Glück - Kein Reiter wird's erjagen, es ist nicht dort und ist nicht hier.
    Lern überwinden, lern entsagen, und ungeahnt erblüht es dir.

    Theodor Fontane

  5. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei honeymoon für den sinnvollen Beitrag:

    amonda (15.07.2011),Lavender (14.07.2011)

  6. #20
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    *lach* - erstaunlich, worüber man sich so Gedanken machen kann

    Hab grad einen Denkfehler bei mir selbst entdeckt - weil die Frage unter "Religion & Psychologie" platziert ist bin ich einfach davon ausgegangen, daß da jemand nach Antwortmöglichkeiten sucht, weil er nicht lügen darf/will (deswegen unter Religion), aber auch nicht weiter gelöchert werden will.

    Allerdings, wäre dem so, dann hätte er/sie vermutlich auch keine Prüfungssituation mit 50 Probanten erfunden.

  7. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Suppenhuhn für den sinnvollen Beitrag:

    amonda (15.07.2011)

  8. #21
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    Dann lasst uns eben nicht darauf eingestellt sein, dass sich der Threadersteller wiedermelden wird, sondern lasst uns gemeinsam spielen.

    Es mag ja schön und gut sein, dass vielfältige Kritik nach der Fragestellung erscheint, wie zum Beispiel, dass es hier weniger um den Test selbst als vielmehr um unsere psychologische Reaktion gehen oder dass ein Vergleich mit dem Milgram-Experiment bestehen könnte. Aber wo bleibt dann noch das Spielen übrig? Ist es denn nicht gleich, welche Absicht der Threadersteller mit seinem angeblich professionellen Test hatte und wollen wir lieber nicht daran Spaß und Vergnügen haben, an einem schwierigen Rätsel mitzumachen? Wenn ein beruflicher oder Hobbypsychologe einen Freund fragt, ob er auch Lust hat, Fußball zu spielen, dann wäre es doch eigentlich überflüssig, herumzuphilosophieren, ob der Psychologe nicht vielleicht doch nur dessen Reaktion prüfen will oder ähnliches - möge der Freund auch damit seine Intelligenz und Kritikfähigkeit äußern.



    Ich versuche mich mal an einer Antwort auf diesen sehr interessanten Test. Dafür habe ich zwei Lösungsmöglichkeiten. Die erste (1) bezieht sich auf einer Kommunikation auf gleicher Ebene und die zweite (2) auf unterschiedlichen Ebenen. Ich zeige euch mal, was ich meine:

    1)
    Da A weder die Wahrheit aussprechen noch lügen will, muss er sich einer anderen Methode bedienen. Die Methode der wahrheitsgemäßen und lügenden Aussage ist ja eine direkte Antwort auf die Frage ("Wie geht es Dir?"). Also muss er sich eine indirekte Antwort überlegen, also eine Antwort, die eigentlich nicht die Frage des Fragestellers, den ich mal B nenne, beantwortet, aber den eindeutigen und immergültigen Effekt hat, dass B davon überzeugt ist, A würde es gut gehen. A muss also von der Frage abschweifen, muss aber etwas erzählen, was B gerne hört, damit B nicht auf die Idee kommt, zu sagen: "Sage mir doch einfach: gut oder schlecht?". Und was jeder Mensch gerne hört, sind ja positive Dinge. Also erzählt A etwas Positives von sich. Ein Beispiel wäre: "Ich bin heute endlich mal früh aufgestanden, habe etwas Leckeres gekocht und hatte schön gelacht, als mein Freund mir tolle Witze erzählte, und ich gedachte den schönen Erlebnissen im Heide Park zurück!" Ich persönlich kann mir bei solchen Aussagen eigentlich nicht vorstellen, dass jemand auf Idee kommen würde, da nochmal nachzuhaken, oder? A hebt die positiven Dinge hervor und verbirgt die eigentlich überwiegenden negativen Dinge. Das, was A sagt, kommt auch für B so rüber.



    2)
    Die zweite Lösungsmöglichkeit wäre folgende: A spricht als Antwort einen Satz aus, von dem er weiß, wie ihn B verstehen würde. Zugleich aber meint A mit jener Aussage eigentlich etwas anderes. Folge: er umgeht so die Lüge. Sie kommunizieren also auf unterschiedlichem Niveau. Um nun ein Beispiel zu nennen, holen wir uns ein paar Beispielannahmen her, die A's Charakter und Überzeugungen betreffen. Zum Beispiel:

    - A ist ein philosophisch geprägter Mensch. Er weiß, dass bei der Frage "Wie geht es Dir?" dieses "geht" von Wohlergehen/Wohlstand kommt. Wohlstand definiert er als etwas, das man immer hat, nur dass der Wohlstand zwischen gut und schlecht variieren kann (das heißt: gut, wenn die Messlatte des Wohlstandes hoch liegt, oder schlecht, wenn die Messlatte unten liegt), aber man kann nie über keinen Wohlstand verfügen. Genauso wie man nie über keine Geschwindigkeit verfügen kann, sondern entweder 0 oder höher (da 0km/h auch eine Geschwindigkeit ist; manche sagen aber auch, 0km/h sei keine Geschwindigkeit).

    A weiß aber von B, dass B Wohlstand anders kennt und somit anders definiert. Denn B denkt, dass Wohlstand etwas ist, das man entweder hat (das heißt: gut) oder gar nicht hat (das heißt: schlecht). Während A ja der Ansicht ist, dass der Mensch immer Wohlstand hat. Und aus den Tatsachen kann A eine Aussage formulieren, von der er weiß, dass sie anders rüberkommen WIRD, als er gemeint hat, eben wegen der unterschiedlichen Definition.
    - (Und wenn es nicht das Kriterium "Wohlstand" ist, das beide unterschiedlich definieren, dann doch etwas anderes, wie die Frage selbst oder ein anderer Begriff und so weiter...)

    Also könnte A zum Beispiel antworten: "Mein Wohlstand ist vorhanden." oder ähnliches. Denn damit hat er nicht gelogen. Er hat nur bestätigt, dass in ihm das ist, was sonst in jedem steckt: ein Wohlstand. B definiert Wohlstand aber als etwas Positives und denkt so, es gehe ihm gut.



    Ich hoffe, ihr habt es verstanden. Vor allem das zweite. Das mit dem Wohlstand ist nur ein Beispiel von vielen Dingen, die Menschen unterschiedlich definieren.
    Geändert von Exot (14.07.2011 um 17:12 Uhr)

  9. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Exot für den sinnvollen Beitrag:

    amonda (15.07.2011),Suppenhuhn (14.07.2011)

  10. #22
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    Oder Patient:" Den Umständen entsprechend gut!"

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