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Thema: Psychologiestudium ohne Englisch?

  1. #1
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    Standard Psychologiestudium ohne Englisch?

    Hallo Leute

    Ich habe in diesem Jahr mein Abitur mit 1,0 (Nrw) abgeschlossen, dementsprechend mache ich mir große Gedanken welches Studium überhaupt mit meiner Persönlichkeit kompatibel wäre. In diesem Sinne wäre es leichter, wenn ich ein kleines Persönlichkeitsprofil bzw. Leistungsprofil anlege.

    (1) Ich hatte das Fach Mathematik als Lesitungskurs, des Weiteren ist empirische Statistik für mich ein Hobby geworden.

    (2) Ich hatte auch Biologie als LK-Fach, dabei sei wichtig zu erwähnen, dass Neurophysiologie für mich das interessanteste und einfachste Thema in der ganzen Abiturzeit war.

    (3) Ich hatte auch das Fach Psychologie im schriftlichen Abitur belegt, dies war definitiv mein Lieblingsfach und dementsprechend hatte ich dort die besten Leistungen gehabt.

    Ich kann von mir aus sagen, dass meine Psychologiekenntnisse überaus umfangreich sind, sodass ich mich schnell im Studium zurecht finden werde.

    (4) Nun kommen wir zu einem dunklen Kapitel. Ich war nie gut in Englisch daraus erwuchs eine starke Aversion gegen diese Sprache, sodass ich das Fach Englisch in der 11. Klasse angewählt habe- und seitdem habe ich mit dem Fach nichts zu tun.

    - Da Englischkenntnisse ein signifikantes Kriterium bzgl. des Psychologiestudium ist, frage ich mich ob man dies auch ohne Kenntnisse schaffen kann? Ich meine die Literatur in der Psychologie ist zu 80 % in der ENGLISCH angefasst?

    Demnach frage ich mich ob dieses Kriterium für mich ein unüberwindbare Hürde für mich wäre?- Es wäre überaus zuvorkommend, wenn ihr hier mit einer realistischen und unverschönten Einschätzung agieren könntet.

    Gruß

    Magnus88

  2. #2
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    Hallo Magnus,

    erst mal glückwunsch zu wirklich sehr guten Abi

    Ich studiere nicht Psychologie, deswegen kann ich dir dazu nichts sagen. Ich kann dir nur mitteilen, was meine Erfahrungen mit Uni und Englisch sind. Es werden meistens zwei moderne Fremdsprachen erwartet (ob sie dann in der Praxis irgendwie angewendet werden müssen, ist ein anderes Thema) und soweit ich weiß werden überall Englischkenntnisse vorausgesetzt. Nicht nur wegen der Fachliteratur (von der kommentarlos erwartet wird, dass man sie versteht, wenn sie auf Englisch ist), sondern auch einfach deshalb, weil manche Vorlesungen, Seminare, Übungen auf Englisch stattfinden, wenn man mal internationale Studenten drinsitzen hat oder weil der/die Dozent/in nicht deutsch-Muttersprachler ist und sich schwertut.

    Deswegen würde ich dir dringend empfehlen, wenn du schon so lange aus der Sprache draußen bist, sie irgendwie aufzufrischen. Vll bietet ja deine Uni kostenlose Sprachkurse an oder du kennst irgendwelche Englisch-Muttersprachler die dir helfen können Meine Erfahrung ist eben, dass man um Englisch an der Uni nicht vorbeikommt...

    Und noch etwas hierzu:
    Zitat Zitat von Magnus88 Beitrag anzeigen
    Ich kann von mir aus sagen, dass meine Psychologiekenntnisse überaus umfangreich sind, sodass ich mich schnell im Studium zurecht finden werde.
    Schule und Uni sind zwei verdammt unterschiedliche Stiefel und was dir in der Schule leicht gefallen sein mag und wo du gute Noten bekommen hast, kann an der Uni auch sehr schnell zu deinem absoluten Hassfach werden und anders herum. Glaub mir, ich schreibe aus Erfahrung

    Ich will dir wirklich nichts schlechtreden, wenn dich Psychologie interessiert und du dir vorstellen kannst, das dein restliches Leben zu machen, dann ist das super und tu das auch!
    Aber informier dich besser vorher bei der Fachstudienberatung und (wen du da Kontakte hast) anderen Studenten über das Fach und was genau da gemacht wird. (Ich weiß nicht, gibts Psycho schon auf Bachelor? Wenn ja, dann lies mal die Modulhandbücher der Unis).

    Ich wünsch dir viel Glück bei der Entscheidungsfindung!
    Krümel
    Und will ich die Sterne dann finde ich selbst dorthin
    Ich wachse und lerne und bleibe doch wie ich bin
    Ich wehr mich bevor ich mich verlier
    Denn ich gehör nur mir!

    Elisabeth, "Ich gehör nur mir"

  3. #3
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    Standard

    Hallo,

    auch von mir herzlichen Glückwunsch zu deinem echt guten Abitut!!!
    Also ich studiere Psychologie in Wuppertal und muss sagen, dass es gut ist sich schon vorher damit beschäftigt zu haben. Manche von uns wussten erst als sie das Studium angefangen hatten, dass Englisch wichtig ist.

    Also es stimmt schon, dass Englisch wichtig ist. Eigentlich fast alle wissenschaftlichen Artikel sind auf Englisch, aber was Bücher angeht, würde ich (bis jetzt!!!!) nicht behaupten, dass sie zu 80% auf Englisch sind. Das Englisch ist auch wirklich nicht so wie auf der Schule. Ich hatte Englisch Lk und meiner Meinung nach, hat mich das jetzt auch nicht in dem Studium weitergebracht.
    Außerdem hat man sich nach ein paar Artikeln schnell an das fachliche Niveau gewöhnt, da die Artikel im Prinzip immer gleich aufgebaut sind.

    Mach dir keine Sorgen: ein Kommilitone von mir, der von sich aussagt, dass er absolut kein Englisch kann schreibt trotzdem nur einsen. Und bei uns finden definitiv KÈINE Vorlesungen auf Englisch statt. Wir haben zwar auch ausländische Studenten, aber die hätten, wenn sich sich mti Deutsch nciht anstrengen würden arge Probleme! Schon allein weil wir viele Referate in Seminaren halten müssen...... :-(

    Also ich kann dir von mir aus sagen, dass man zumindestens in den ersten Semestern nur Englisch einigermaßen verstehen muss. Aber ich habe von keinem gehört, der selber englische Texte schreiben musste, was ja auch viel schwieriger ist.

    Meiner Meinung nach ist STATISTIK viiieeeeeel wichtiger als Englisch. Denn du musst auch bedenken, dass dich das Studium nicht zu einem kleinen Psychotherapeuten erziehen soll (wie das viele denken), sondern zunächst einmal zu einem kleinen Wissenschaftler der Versuche planen, Daten erheben und auswerten muss und dafür ist Statistik nunmal Grundvorraussetzung.
    Auch Biologie ist sehr, sehr wichtig. Davor hatte ich z.B. große Panik! Ich hatte in der 10ten Bio abgewählt und bei Vorlesungen über Synapsen, Neurotransmittern etc. hätte ich mich genauso gut in eine Kernphysik Vorlesung setzen können

    Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen! Du wirst mit dem Studium schon die richtige Wahl für dich treffen! Viel Glück dabei!

    Hier z.B. ein Artikel den ich letztens bearbeiten musste:
    http://books.google.de/books?hl=de&l...0state&f=false
    Geändert von Nicole89 (23.07.2010 um 17:49 Uhr)

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