Hallo ihr da draußen!
Bin auf der Suche nach Hilfe, Meinungen, "Zuhörern", ich weiß es selber nicht, was noch helfen kann....
Ich (w 26) bzw wir (mein Freund m 27) stecken in einer tiefen Krise.
Wir sind seit ca 4,5 Jahren zusammen. Haben seit ca 2 Jahren ein Haus.
Seit Dez. 2010 läuft es nicht mehr so, wie wir es uns vorstellen.
Meiner Meinung nach ist daran die massive Eifersucht meines Freundes Schuld, in welche er sich hineinsteigert und darin "hilflos" gefangen ist. Ich habe ihm (aus meiner Sicht) nie irgend einen Grund / Anlass gegeben, sich darin weiter zu vertiefen.
Durch Drogen scheint er sich Hilfe suchen zu wollen, was aber alles nur noch schlimmer macht.
Er hat in seinem Leben schon mehrmals "Kontakt" zu Drogen gehabt (vor allem in der Jugend, falsche Freunde, familiäre Bedingungen,...) und kennt meine resolute Abneigung gegenüber diesen "Stoffen".
Gelegentlich "kifft" er und durch den, soweit ich weiß 2 maligen Konsum von Amphetaminen hat er massive, wenn auch nur zeitlich begrenzte (so lange die Amphetamine eben wirken) Wahnvorstellungen (und auch andere körperliche, wie psychische Symptome) bekommen und ich war der Mittelpunkt der Wahnideen um den es sich gedreht hat.
Den Drogenkonsum hat er zu 2 "auffälligen" Zeiten gehabt - zum einen mal, als er winterbedingt saisonal arbeitslos war und zum anderen mal, als die Arbeit wieder los ging und er Arbeit ohne Ende hatte!
Diese Wahngedanken / Eifersuchtsgedanken sind aber so fest in seinen Gedanken, auch wenn er wieder "nüchtern" ist, dass er davon nicht mehr abkommt. Er verdächtigt mich fremd zu gehen, ihm etwas zu verheimlichen, eine 2te Handykarte zu besitzen, in meiner Arbeit "etwas" zu haben,.... es geht / ging soweit, dass er mich auch massiv kontrolliert hat und dann angebliche Beweise gefunden hätte, die ihm seine Eifersucht bestätigen würden - er hätte meine Autospuren (im Schnee) an Orten gesehen, an denen ich nicht war, aber er davon überzeugt ist, dass ich dort war... - es sind so viele Dinge, die fernab der Realität sind, aber für ihn Realität darstellen. (meiner Meinung nach, aber ich bin ja kein Arzt schizophrene Anzeichen)
Wir sind zu einem Psychiater gegangen (Dez.), jedoch wollte mein Freund nur alleine mit dem Arzt sprechen, so dass nichts dabei heraus gekommen ist. Nur der Rat vom Arzt zu einer Beratung zu gehen.
Wir haben es im Dez. mit einer "Eheberatung" versucht, jedoch war diese Dame, wie wir beide empfunden haben inkompetent und deshalb sind wir da nicht weiter hingegangen.
Als nun die Situation wieder dermaßen extrem war, hab ich den Psychiater telefonisch über das Verhalten meines Freundes (Schlaflosigkeit, Wahngedanken, optische Halluzinationen, Ängste vor Beobachtern,...) informiert und mein Freund ging dann zusammen mit mir zum Arzt. (unter der Bedingung von ihm: wenn jetzt beim Arzt nichts rauskommt, dann solle ich mich schämen und mir überlegen, was ich will...) Dieser diagnostizierte ihm dann erstmal eine Anpassungsstörung und verschrieb ihm Psychopharmaka (Zyprexa). Daraufhin war mein Freund stinksauer auf mich - ich hätte ihn beeinflusst und würde ihn manipulieren und über ihn bestimmen wollen ... - er hat die Fachlichkeit des Arztes angezweifelt, das Rezept nicht eingelöst und darüber nicht mehr sprechen wollen;
als ich dann eine Nacht (um selbst wieder ordentlich Schlaf zu haben) bei meinen Eltern geschlafen habe, ist er nachgefahren und hat kontrolliert, ob ich dort auch wirklich bin, und ob nicht jemand anderes auch noch dort wäre...
daraufhin ist er sehr ruhig geworden und es kam mir vor, als ob er über sich ins Denken kommen würde;
ich konnte ihn überreden, dass wir beide eine "Therapie" oder Beratung benötigen; wir haben einen Termin bei meiner Tante (Heilpraktikerin für Psychotherapie) vereinbart (zur Tante haben wir beide eigentlich keinen großen Kontakt außer zu Geburtstagen - also ich meine damit, dass ich nicht mehr Kontakt zu ihr hätte als er, da sie ja zu meiner Familie gehört) aber als diese ihm dann versuchte mitzuteilen, wie Drogen wirken / wirken können und ihn darauf ansprach, dass es Voraussetzung ist, dass er die Finger davon lassen WILL, hat er sehr abwehrend reagiert. Er würde sich keine Vorschriften machen lassen. und außerdem sagt er, hat er die Kontrolle über sein Drogenkonsum-Verhalten.
Nach dem Termin bei der Tante hat er mir mitgeteilt, dass er nicht mehr mit hingehen wird, dass das doch alles Quatsch sei, ....
Ebenso hat meine Tante damit angefangen die Vergangenheit von uns beiden mit uns ein wenig zu "analysieren"; er meinte nur zu mir, dass weiß er doch alles schon - mir scheint es so, dass er einfach keine Hilfe akzeptieren will, da er nicht einsichtig ist, dass er / wir ein Problem haben...
als ich ihm sage, dass wir auch wo anders (neutrale Person, nicht aus der Familie) hingehen können um uns Hilfe zu holen, meint er nur, er braucht keine Hilfe - ich könne ja hingehen wo ich will,...
ja nun letztendlich weiß ich nicht mehr weiter,...
ich liebe ihn von ganzem Herzen - was er aber auch anzweifelt,... - aber so lange er keine Hilfe annimmt, kann ich auch nicht mehr,...
Ich wünsche mir einfach eine "drogenfreie" gemeinsame Zukunft, damit ich beruhigter bin. jedes Mal wenn ich merke, dass er gekifft hat, wende ich mich ab von ihm, weil ich das einfach nicht aushalten kann. ich habe Ängste, dass er in sein "früheres" Leben zurückfällt, in dem er sehr sehr viel mit Drogen zu tun hatte (habe ich nicht mitbekommen - war noch vor unserer Zeit, aber er hat es erzählt...) und so eine Zukunft möchte ich nicht vor mir haben...
auf Fragen, ob ich erstmal zu meinen Eltern gehen solle und wir uns räumlich vorübergehend trennen sollten sagt er nur "wie du meinst"; mir kommt es so vor, als wolle er keine Entscheidung treffen; nur indirekte Antworten bekomme ich (wenn du meinst, das denkst du,...) - er sagt seine Meinung nicht wirklich dazu,...
weiß von euch jemand einen Rat?!
Ich danke Euch fürs Lesen,...
Lieber Gruß Sile


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