Hallo,
ich hab schon seit länger Zeit Probleme mit meiner Blase.
Alles find damals mit meinem Abitur an. Ich war eigentlich durschnittlich und hatte eine Zusage für einen Ausbildungsplatz. Ein Kumpel von mir meinte dann, dass eine Freundin von ihm, eine Ausbildungsplatz sicher hatte und sie ihr Abitur aber nicht schaffte. Also musste sie das Jahr wiederholen und der Ausbildungsplatz war weg...
Ich hab mich dann so in das Thema hineingesteigert ("Du MUSST das schaffen"), dass ich mich selber mental fertig gemacht habe.
Zur selben Zeit hatten mein Freund und ich noch eine Wohnungsbesichtung. Wir waren bei den Vermietern und tranken Kaffee und machten uns dann auf dem Weg zur Wohnung bzw. noch zu einem Tapetenladen um etwas abzuklären. Ich weiß heute gar nicht mehr, ob ich davor noch auf der Toilette war oder nicht, auf jedenfall merkte ich auf dem Weg zum Tapetenladen, dass ich wirklich mal dringend müsse. Im Laden sagte ich das dann meinem Freund, welcher antwortete "Muss das jetzt sein?. Wir sind doch gleich Zuhause..." Mir war das mehr als peinlich, aber nach endlosen Minuten des Zappelns und einem wirklich dringenden Bedürfnisses, fragte ich dann die Verkäuferin, die mir nur widerwillig (da Personaltoilette) den Weg zeigte.
Irgendwie haben sich diese beiden Situationen miteinander gekoppelt, sodass irgendwie eine "Psychosomatische Blasenentzündung" draus wurde. (Ist eine Schlussfolgerung von mir... Falls es so etwas überhaupt gibt)
Seit dem habe ich ständigen Harndrang, insbesondere wenn keine Toilette da ist oder ich weiß, dass ich die nächste Zeit nicht auf Toilette kann. Wenn ich dann eine Toilette vor mir habe, lässt der Harndrang meistens nach.
Hinzu kommt noch, dass ich durch diesen Harndrang lange auf der Toilette bin um auch ja den letzten Tropfen Urin herauszubekommen, damit ich auch nur ein paar Minuten länger aushalte.
Dieses Verhalten hat sich mittlerweile so eingewöhnt, dass ich selbst nach halbwegs normalen Toilettenzeiten (also über mehrere Stunden und nicht schon nach Minuten) immer noch sehr lange auf der Toilette sitze. Wenn dann jemand noch drängelt, bekomme ich Schweißausbrüche und Panikattacken...
Ich versuch mir zwar immer wieder zu sagen, selbst wenn ich Zuhause bin, dass ich jederzeit auf die Toilette gehen könne, aber es bringt nichts. Ich hab es dann mit einer Art "Ritual" versucht, indem ich mir die Zahl drei genommen habe und mir sage "noch drei mal pressen, dann stehst du auf". (Hört sich bestimmt für Außenstehende mehr als lustig an, aber dass ist es nicht. Wenn mann dann ständig von seinen Mitmenschen angemacht wird "Was brauchst du immer so lange auf Toilette?", geht das ziemlich an auf Nerven...)
Auch der Besuch beim Urologen brachte keine Besserung, da dieser nichts feststellen konnte und mir mehr oder weniger "harte" Medikamte zur Blasenentspannung geben wollte. Ich sollte Versuchskaninchen spielen....
Ich wollte das aber nicht, also hab ich es versucht selber in den Griff zu bekommen.
Aber nach gescheiterten Versuchen mit Miktionstabellen etc. bin ich solangsam wirklich am Ende.
Wenn man dann noch eine Freundin hat, die das genaue Gegenteil von einem ist, so macht einem das schwer zu schaffen. Sie muss aus anatomischen Gründen, wieso auch immer, extrem selten auf die Toilette.
Eines Tages sind wir nach Oberhausen zum Shoppen gefahren. Morgens (10 Uhr) los und abends (22 Uhr) zurück. Sie hat die ganze Zeit über Kaffee getrunken und war kein einziges Mal auf der Toilette! Wenn ich dann mal musste, kam nur wieder der Spruch "Schon wieder?!"....
Dabei war ich den ganzen Tag nur 3-4 mal.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen, auch wenn es nur Tipps sind, die ich ausprobieren kann.... und sry wegen dem etwas längerem Beitrag
P.s. Meinem Arbeitgeber ist dieses Verhalten natürlich auch aufgefallen und er fragte eine Kollegin, ob ich unter Magersucht leide, weil ich immer so lange auf der Toilette wäre...![]()


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Das ganze "sportlich" zu nehmen, könnte vll ein Ausweg sein




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