hallo zusammen
ich bin neu hier und froh das forum gefunden zu haben.
leider werde ich ein bisschen ausholen müssen um alles zu erklären. ich bin 27 jahre alt und ca. seit meinem 12. Lebensjahr leide ich unter depressionen und panikattacken und angst. Mir bereitet es große probleme unter menschen zu gehen, tagsüber aus dem haus zu gehen und generell direkten kontakt zu anderen menschen zu haben. Oft geht es mir so schlecht das ich das haus nicht verlassen kann und wenn ich das haus an besseren tagen verlasse habe ich angst vor blicken, kommentaren und reaktionen meiner mitmenschen. in der schule habe ich oft gefehlt deswegen und mir und meiner mutter wurde vorgewurfen ich würde simulieren und wäre einfach faul.ich habe versucht eine ausbildung zu machen als ich 17 war, musste jedoch abbrechen da ich einfach nicht mehr konnte. depressionen, minderwertigleistkomplexe wurden immer noch mehr genährt von meinen kollegen die mich täglich mobten und fertig machten.
ich habe dann für eine weile von zu hause gearbeitet und dann mit 21 geheiratet. mein exmann wusste von meinen problemen und hat mich nie gezwungen eine therapie zu machen da ich mich nicht bereit dazu gefühlt habe. nun bin ich geschieden und bin wieder in meinen alten wohnort zurück gezogen. da es mir nicht möglich ist mir einen job auszuüben musste ich zur arge. nach zahlreichen tests und untersuchungen wurde angeordnet das ich eine therapie mache muss. am anfang wollte ich das nicht da ich mich nicht stark genug fühlte, allerdings änderte sich das dann und ich begann hoffnung zu schöpfen. meine therapeutin kam aller 2 wochen zu mir aus einer anderen stadt da es zu dieser zeit keine therapeuten in meiner stadt gab und es mir unmöglich ist öffentliche verkehrsmittel zu nutzen durch meine angst.
ich fühlte mich gut bei meiner therapeutin aufgehoben bis sie eines tages die therapie abbrach weil ihr der weg von einer stunde fahrzeit zu lang war. zu der zeit hatte sich gerade eine neue therapeutín in meiner stadt niedergelassen und so musste ich zu ihr ausweichen.
seit anfang märz 2009 bin ich nun in behandlung bei meiner neuen therapeutin. das erste was mir sorgen bereitete war das sie in meinem alter ist und gerade die uni verlassen hat. ich arrangierte mich allerdings damit.am seit anfang der therapie fülle ich nun schon zettel aus und mache kreuzchen und immer wieder bekomme ich die selben fragen gestellt; warum habe ich angst, wovor habe ich angst, was empfinde ich ect. meine sitzungen finden wöchentlich statt also oftmals 5x monatlich.da es mir oft so schlecht geht, nicht nur seelich sondern auch körperlich bin ich durch meine angst oft sehr ausgepowert und erschöpft, ist es mir manchmal nicht möglich jede woche zur therapie zu gehen. oft muss ich einmal im monat absagen, allerdings ein oder 2 tage zuvor, nicht am selben tag. insgesammt habe ich ca 8 mal abgesagt seit märz 2010 und das war immer wieder ein thema.
ich sage allerdings nicht ab weil ich keine lust habe, ich sage ab weil ich einfach nicht kommen KANN. meine therapeutin weiß das und meinte zuerst wenn ich nicht kommen könnte dann würde sie mich holen von zu hause und mich versuchen zu überzeugen bis ich die therapiestunde doch wahrnehme.
das geht für mich allerdings gar nicht da es eine zwangsituation für mich darstellen würde. wir sind dann so verblieben das ich absagen kann wenn ich nicht kommen kann.
heute hatte ich nach ihrem 1 monatigen urlaub wieder zu einer therapiestunde und sie meinte zu mir sie würde keinen weg sehen eine erfolgreiche therapie durchzuführen wenn ich nicht immer jede woche erscheine. sie würde mir eine chance geben und 2 'freischüsse' bis weihnachten (ich kann 2x einen termin absagen bis weihnachten) ansonsten müsste ich eine stationäre oder teilstationäre therapie machen ohne sie.
ich fühle mich nun total unter druck gesetzt von 2 seiten. einmal von meiner therapeutin die mir die behandlung verweigert wenn ich nicht jede woche erscheine und dann einmal von der arge die mir droht wenn ich keine therapie mache sie mich vermitteln in einen lehrgang. das wäre für mich die hölle. ich bin im grunde nicht suizitgefährdet, ich möchte leben und glücklich sein, allerdings bereitet der gedanke an eine stationäre oder teilstationäre therapie mir solche angst das ich lieber mein leben abbrechen würde.
ich habe angst vor menschen und vor ansteckung, schmutz ect. wenn ich den ganzen tag mit anderen menschen verbringen würde wäre es für mich der pure horror. bitte denkt nicht das ich nicht will das mir geholfen wird. ich möchte hilfe allerdings kann ich nicht von 0% auf 100% in so kurzer zeit. ich benötige einfach mehr zeit.
ich finde es nicht ok das meine therapeutin mich so unter druck setzt. ist das denn normal und ist es normal das man ständig fragebögen ankreuzen muss seit monaten? mir fehlt es das man mir auch einfach mal zuhört in generell, nicht nur über meine angst, denn es gibt so vieles das mich beschäftigt unter anderem missbrauch und darüber reden wir gar nicht weil das erste ziel ist angstfrei einkaufen zu gehen, zu arbeiten ect. ich weiß einfach nicht was ich jetzt machen soll. ich bin total verzweifelt. ich wäre euch wirklich dankbar für eure hilfe in jeglicher hinsicht. sorry für den langen text <3
liebe grüße,
lyn


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