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Thema: Psychotherapie ja oder nein?

  1. #1
    Neuling Avatar von smile
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    Standard Psychotherapie ja oder nein?

    Hm, ich hoffe, ich bin hier richtig...

    Hallo erstmal

    Ich war die letzten Monate, ganz besonders im Winter, depressiv. Jetzt nehme ich seit etwas mehr als 3 Wochen Johanniskraut und gerade die letzten Tage habe ich gemerkt, dass es mir besser geht.
    Ich wollte eigentlich eine Therapie anfangen (da ich nicht glaube, dass es bei mir NUR Winterdepressionen sind), konnte mich aber nicht so richtig aufraffen, mal nach einem Psychotherapeuten zu suchen. Jetzt habe ich eine Liste mit Telefonnummern vor mir liegen und könnte es endlich machen, bin mir aber gar nicht mehr so sicher, ob es sich noch lohnt - immerhin geht es mir die letzten Tage gut...

    Was meint ihr? Trotzdem Therapie? Oder erst, wenn es mir wieder schlimmer geht? Oder zur Vorbeugung...?

    Zweite Frage (die ich dann gleich schon mal jetzt kläre): Kann ich eigentlich bei mehreren Therapeuten einen Termin machen und die "ausprobieren" oder muss ich das "nacheinander" machen, dh. erst bei einem und falls der mir nicht gefällt bei wem anders?

    Ach ja, und noch was Drittes: Wer entscheidet eigentlich, ob es eine Verhaltenstherapie wird oder Tiefenpsychologie? Der Therapeut oder kann ich einen Wunsch anbringen? Oder ist auch eine Mischform möglich? (Tataaa, man notiere: smile hat keine Ahnung )

    Vielen Dank für jeden Ratschlag,
    liebe Grüße,
    smile
    Betrachte immer die helle Seite der Dinge! Und wenn sie keine haben, dann reibe die dunkle, bis sie glänzt.

  2. #2
    Bestseller Autor Avatar von glasheuler
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    Standard Hi smile,

    Den letzten Abschnitt Deines Threads betreffend können wir uns die Hand reichen, da habe ich mindestens so viel Ahnung wie Du.

    Allgemein ist anzumerken dass Johanniskraut eher bei Befindlichkeitsstörungen greift, bei Depressionen ist natürlich ein
    Therapeut angesagt.

    Ein Aussenstehender kann erwartungsgemäss mindestens so gut wie Du bewerten was angebracht wäre. Evtl hast Du noch eine Hemmschwelle den Therapeuten aufzusuchen und lügst Dir selbst einen in die Tasche.

    Andererseits könnte man argumentieren dass es keine Depressionen
    im klassischen Sinne waren sonst hätte Johanniskraut nicht seine Aufgabe
    erfüllt. Hoffe dass ich Dir zumindest eine kleine Entscheidungshilfe gegeben habe.


    Liebe Grüße
    glasi
    Das Wort "Glück" würde seine Bedeutung verlieren hätte es nicht
    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

  3. #3
    Neuling Avatar von smile
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    Standard

    Hey,

    danke erstmal für die Antwort!

    Allgemein ist anzumerken dass Johanniskraut eher bei Befindlichkeitsstörungen greift, bei Depressionen ist natürlich ein
    Therapeut angesagt.
    Da hab ich was anderes gehört... Johanniskraut ist doch ein normales Antidepressivum?! Ich weiß auch von Therapeuten, die das verschreiben (konkret bei Depressionen!), ich habe von Leuten gehört, denen Johanniskraut bei einer als schwer diagnostizierten Depression geholfen hat, es steht sogar im Beipackzettel... deshalb wundert mich deine Aussage jetzt

    Ein Aussenstehender kann erwartungsgemäss mindestens so gut wie Du bewerten was angebracht wäre. Evtl hast Du noch eine Hemmschwelle den Therapeuten aufzusuchen und lügst Dir selbst einen in die Tasche.
    Es gibt leider, glaube ich, keine Aussenstehenden, die beurteilen können, wie es mir geht... meine Freunde kennen mich nur als die immer fröhliche, immer gut gelaunte, lebensfrohe smile... Ich bin gut darin, anderen vorzuspielen, es ginge mir besser, als es mir wirklich geht.

    Joah... dafür bin ich zu mir umso ehrlicher... kann ich natürlich nicht ausschließen, aber ich glaube schon, dass ich mir zumindest eingestehen würde, dass ich zum Therapeuten muss. Ich kann es halt jetzt nur nicht einschätzen, wie dringend es noch ist oder ob es sich jetzt gar nicht mehr lohnen würde...

    Würde mich noch über weitere Antworten freuen!
    Liebe Grüße,
    smile
    Betrachte immer die helle Seite der Dinge! Und wenn sie keine haben, dann reibe die dunkle, bis sie glänzt.

  4. #4
    Bestseller Autor Avatar von glasheuler
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    Standard

    Morgen smile,


    ein erfüllteres Leben wäre es schon wenn sich Freunde zu Deiner Seelenlage äußern könnten. Ein Mensch kann (fast nur) über Reflexionen seiner Umwelt Bestätigung und Zufriedenheit erlangen.

    Was nutzt Dir Deine Freude über gelebte Ehrlichkeit wenn Du sie mit niemanden
    teilen kannst ?


    Gruß
    glasi
    Das Wort "Glück" würde seine Bedeutung verlieren hätte es nicht
    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

  5. #5
    Neuling Avatar von engelhafte
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    Hallo Smile,

    Du fragst hier was Du machen sollst - schön.

    Was willst Du denn selbst? Du hast Dich die ganze Zeit nicht aufraffen können nach einem Therapeuten zu suchen und sitzt jetzt vor einer Liste mit Telefonnummern, schön.

    Ich glaube in dieser Situation kann Dir niemand weiter helfen, außer Du selbst. Wenn Du es für richtig findest, dann lass Dir durch einen Therapeuten helfen. Wenn Du meinst es ist nicht notwendig, dann lass es sein.

    Ich denke Du bist viel zu unentschlossen und weißt gar nicht, was Du willst. Werde Dir erst einmal klar darüber, was Du von einem Therapeuten erwarten würdest und bedenke, er kann auch nicht Dein Leben für Dich leben, dass musst Du schon alleine machen.

    Ja und noch etwas, wenn Du anderen Leuten gegenüber immer gut gelaunt bist, dann machst Du nicht nur ihnen sondern auch Dir etwas vor.

    Versuche, wie oben schon gesagt, erst einmal herauszufinden, was Du wirklich willst und Du wirst sehen, dann wird die Sache schon klarer.

    Ich wünsche Dir viel Spaß dabei.

    engelhafte
    Sei Du selbst und nicht ein Abbild für andere! Wenn Du mehr wissen möchtest, dann melde Dich per PN.

  6. #6
    Moderator Avatar von Tänzerin
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    Standard

    Hallo smile,

    Zitat Zitat von smile
    Was meint ihr? Trotzdem Therapie? Oder erst, wenn es mir wieder schlimmer geht? Oder zur Vorbeugung...?
    Ich denke, du solltest eine Therapie machen. Es gibt ja keinen Tiefstand, den man erreichen muss, bei dem dann gerechtfertigt ist, dass man eine Therapie macht.
    Ich finde, gerade weil du so unsicher bist und depressive Phasen hast, könnte dir eine Therapie helfen, wieder zu dir selbst zu finden und für dich zu klären, wo du stehst und was du willst. Im Gegensatz zu engelhafte erscheint es mir also einleuchtend, dass du diese Klarheit nicht unbedingt vor der Therapie haben musst - sie kann auch das Ergebnis einer solchen sein.
    Wenn die Überwindung so groß ist: Sieh es nicht als "Therapie", sondern sag dir, dass du dir einfach Hilfe holst, um wieder klarer sehen zu können.
    Wenn du nicht therapiebedürftig sein solltest, dann wird der Therapeut dir das schon sagen
    Und wenn du während der Therapie feststellst, dass es nicht das Richtige für dich ist, dann bist du schon einen Schritt weiter, indem du klären kannst, was dir nicht gefallen hat, was du vll anderes erwartet hast oder was du brauchst und nicht bekommen hast.

    Viel Erfolg

    Noch was: Denk doch auch mal daran: auf deine jetzige Hochphase könnte doch auch wieder eine Tiefphase folgen. Daher wäre es doch sinnvoll, vorzubeugen und dich darauf vorzubereiten, damit es dich nicht (nochmal) so schlimm erwischt.
    Und engelhafte hat insofern Recht (wenn ich da jetzt nochmal drüber nachdenke): Klär für dich: Kannst du allein einen Weg durch deine Unsicherheit und Traurigkeit (?) bahnen oder hast du das Gefühl, dass es dich umhüllt, sodass du nicht weißt, wo ein Weg sein könnte? Will heißen, vll schaffst oder würdest du es allein schaffen, aber das kannst du ja auch im Rahmen einer Therapie feststellen.
    Geändert von Tänzerin (17.04.2010 um 19:21 Uhr) Grund: Was vergessen :)

  7. #7
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo smile,

    soweit ich das verstanden hab, macht Johanniskraut nix anderes, als die Lichtempfindlichkeit zu erhöhen. Daher gut gegen Winterdepressionen. Du könntest aber auch genauso gut joggen gehen, auch regelmäßiger Ausdauersport gilt inzwischen als anerkanntes natürliches Antidepressivum.

    Wenn Du Dich schon so viel mit dem Gedanken beschäftigst, Therapie ja oder nein, würd ich es an Deiner Stelle bejahen. Weil dieses grummeln sehr wahrscheinlich nicht grundlos ist. Möglich, dass Du intuitiv sehr wohl merkst, dass einiges in Deinem Leben nicht so ganz im Gleichgewicht ist und Du gern Hilfestellung dafür möchtest. Dann nimm sie Dir und trau Deiner Intuition.

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