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Thema: Psychotherapie - total enttäuscht - Psychologen wechseln, aber wie?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Psychotherapie - total enttäuscht - Psychologen wechseln, aber wie?

    Hallo,

    zunächst mal ein freundliches Hallo, sehr interessantes Forum, bisher war ich nur lesender "Teilnehmer".

    Kurz zu meiner Geschichte: Ich bin 40 Jahre alt, männlich und wegen Erschöpfung im September lezuzen Jahres zum Hausarzt, dieser hat mir erstmal 2 Wochen krankgeschrieben. Auf Empfehlung bin ich dann zu einem Arzt für Allgemeinmedizin & Psychologie. Ich habe mich auf anraten dieses Psychlogen, nennen wir ihn mal Dr. Müller-Meier, 4 Wochen in eine psychosomatische Abteilung eines Krankenhauses begeben. Diese Belegabteilung wird vom o.g. Psychologen geleitet. In diesen 4 Wochen wurde eine von einer dort angestellten Psychlogin, nennen wir sie einmal Frau Dr. Angst, eine generalisierte Angststörung diagnostiziert und es wurden wöchentlich 2-3 Gespräche á 30 Minuten geführt. Diese Gespräche halfen mir, mir wurde einiges klar, ich kam mit der Psychologin sehr gut zurecht.

    Die 4 Wochen neigten sich dem Ende zu, mir wurde eine weiterführende Psychotherapie empfohlen, der Psychologe Dr. Müller-Meier hätte gerade Termine frei, Frau Dr. Angst arbeitet ab dem 01.01.2011 nicht mehr dort.

    Ich habe dann über meine Krankenkasse eine Psychotherapie beantragt und diese wurde auch genehmigt.

    Zu meinem Erstaunen musste ich zu Beginn der Therapie bei Herrn Dr. Müller-Meier wieder bei Null anfangen, also alle meine Probleme, Sorgen aund Ängste erzählen. Das wunderte mich dann doch, bei meinem Aufenthalt in seiner Abteilung wurde doch eine Buchstarke Akte angelegt. Naja, ich wieder alles erzählt und erzählt...

    Und dabei ist es geblieben! Ich nehme alle 2 Wochen eine längere Anfahrt in Kauf, u dann 20-30 Minuten zu erzählen wie es mir geht. Währenddessen schaut er immer auf die Uhr (die hängt rechts über mir, ich kann seine Blicke immer sehen). Von seiner Seite kommt fast nichts! Auf verschiedene Fragen, z.B. was ich denn gegen meine generalisierte Angststörung machen könne, was ich gegen Ängste in verschiedenen Situationen machen könne, antwortet er nur lapidar mit "da kann man nichts machen". Ich weiß aber dass es eine Therapie gegen die generalisierte Ansgtstörung gibt und hatte schon mit der Psychologin Frau Dr. Angst darüber gesprochen.

    Ich werde einfach das Gefühl nicht los, es geht bei Dr. Müller-Meier nur ums liebe Geld. In Gesprächen mit anderen Patienten wir mir dies immer klarer. Auch hier ist er immer kurz angebunden, einer Patientin hat er z.B. einen nochmaligen Aufenthalt in seiner Abteilung angeboten "die Kasse zahlt das einmal im Jahr", danach könne sie ja noch eine Kur machen.

    Die Hutschnur ist mir dann letzte Woche hochgegangen: Ich hatte um 17:00 Uhr einen Termin, wartete eine Stunde mittlerweile mit zwei anderen Patienten. Dann, endlich an der Reihe, erkundigte er sich wie es mir geht m nach 15 Minuten das Gespräch zu beenden "Wir haben ja immer nur 20-30 Minuten, draußen warten noch weitere Patienten, bis in 2 Wochen, Danke und Tschüß! Für solche Termine gehen dann incl. Fahrzeit 3 Stunden ins Land.

    Ich hatte mir das ganze mit der Psychotherapie doch etwas anders vorgestellt und möchte nun den Psychologen wechseln, da akzepiere ich lieber eine Wartezeit, als Termine wahrzunehmen die mir nichts bringen.

    Wie muss ich in solch einem Fall vorgehen? Die Stunden wurden ja von der Kasse genehmigt. Krankenkasse anrufen und dann einen anderen Psychologen suchen?

    Oder mache ich mir nur unnötige Gedanken, ist dies vielleicht schon eine Therapie und ich merke nichts davon? Lieber bei Dr. Müller-Meier bleiben?

    Ich weiß derzeit wirklich nicht was ich tun soll...

  2. #2
    Gast9159
    Gast

    Lächeln

    Hallo Frizzly,

    welche Art von Therapie war das denn? Ein Therapeut, der sagt "Da kann man nichts machen!" erscheint mir nicht sehr seriös oder wenig kompetent. Eine normale Therapiesitzung dauert auch immer 50 Minuten, und nicht 15 oder 20.
    Ich würde dir raten, deinem (schlechten) Gefühl zu trauen und den Therapeuten zu wechseln.

    Mir würde spontan eine kognitive Verhaltenstherapie gegen Angststörungen einfallen für dich.

    Du kannst bei der Krankenkasse anrufen und Bescheid sagen, dass du zu diesem Herrn nicht mehr gehen möchtest. Frage, ob sie dir eine Liste mit niedergelassenen Psychotherapeuten geben, die kannst du durchtelefonieren. Vielleicht findest du ja sogar deine "Dr. Angst" wieder?

    Man hat imemr das recht als Patient, einige Probestunden zu machen und sich dann erst zu entscheiden, es ist auch nicht schlimm und sogar sehr oft der Fall, dass man erst einen oder mehrere "ausprobiert", denn die Chemie muss stimmen, wenn man sich festlegt.

    Ich wünsche viel Erfolg!

  3. #3
    Schreiberling Avatar von Schatten
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    Hallo Frizzly.

    Was Du schreibst klingt glaubhaft und obwohl ich in aller Regel erst mal raten würde, zu schauen, wie sich eine Therapie entwickelt, klingt das was Du schreibst wirklich so, als ob Du den Therapeuten wechseln solltest. Ich würde auch nach der bewährten Psychologin suchen, dass man bei generalisierten Angststörungen nichts machen könne, ist barer Unfug.
    Medikamente, Verhaltenstherapie, dialektisch-behaviorale Therapie, übertragungszentrierte Therapie (TFP), tiefenpsychologische Therapien, all das und mehr (Sport, Meditation, progressive Muskelentspannung, Partnerschaft, manchen hilft es einfach auf Kaffee zu verzichten) kann bei Angststörungen helfen.
    Entweder der Mann hat keine Ahnung, oder ist ein Zyniker, oder er glaubt nicht an Dich, in allen drei Fällen würde ich an Deiner Stelle die Therapie beenden.

    Du musst nur darauf achten, ob und wann Du bei einem Wechsel die Therapie noch auf Kasse bekommst.

    Gruß,

    Schatten

  4. #4
    Gast784
    Gast

    Standard

    ich würde in dem Fall auch noch bei Kasse direkt fragen, ob das überhaupt noch rechtens ist, was der macht. Womöglich rechnet der nen Satz für die übliche Zeit ab, obwohl die Gespräche nur so kurz sind. Und schlecht beraten bist Du da ja wohl auch, denn Angststörungen sind gut behandelbar, wie schon gepostet.

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Waris (17.06.2011)

  6. #5
    Verleger Avatar von Waris
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    Zitat Zitat von Tinachen Beitrag anzeigen

    Man hat imemr das recht als Patient, einige Probestunden zu machen und sich dann erst zu entscheiden, es ist auch nicht schlimm und sogar sehr oft der Fall, dass man erst einen oder mehrere "ausprobiert", denn die Chemie muss stimmen, wenn man sich festlegt.
    Ja, aber nur 5! Ich finde aber, dass das plausibele Gründe sind, die du da beschreibst. Finde es in höchstem Maße unseriös. Alle zwei Wochen 30 Min reicht auch nicht, um Fortschritte zu machen. Wenn so eine tiefe Antiphatie besteht, bringt eine Therapie nichts. Man sollte die Person schon mögen und ihr vertrauen. Vielleicht kommst du ja mit einer Frau besser zu Rande?
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  7. #6
    Gast784
    Gast

    Standard

    Weisst Du denn, wohin die Fr. Dr. Angst ging? Wenns mit ihr gepasst hat, dann kannst Du die Therapie bei ihr vll ja fortsetzen? Das wird nach mehr als 5 Std. Verhandlungssache mit der KK sein, aber wenn der Mann nicht die Leistung bringt, die er abrechnet, dürfte ein Wechsel ja auch im Sinne der KK sein, noch dazu, wenn schon eine Grundlage zur "neuen" Thera da wäre.

  8. #7
    Neuling
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    Hallo Frizzly

    Vielleicht solltest du mal einen Therapie machen, die sich die Bilder anschaut, hinter denen du deine Ängste, Sorgen und Nöte versteckt hast. Diese Bilder kann man aufdecken, bewußt machen und die dahinter verborgenen Themen aufarbeiten.
    Dies geht mit Imaginationstherapie, Organsprache und Trance-Arbeit.
    Fragen ? Frage!

  9. #8
    Neuling
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    Ich habe mit der Abteilung Leistungen der Krankenkasse gesprochen. Dort habe ich den Rat bekommen den Psychologen zu wechseln. Dieser soll mir mitteilen wieviele der genehmigten 25 Stunden bereits abgerechnet wurden. Hier kann ich dann sehen, ob ausahmsweise halbe oder ganze Stundensätze abgerechnet wurden. Eine Pschychotherapie-Stunde dauert immer 50 Minuten.

    Sollten ganze Stunden abgerechnet worden sein, werde ich bei der zuständigen Ärtzekammer Beschwerde einreichen und die zuständige Abrechnungsstelle informieren.

    So nicht!

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