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Thema: redehemmungen

  1. #1
    Neuling Avatar von junes
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    Idee redehemmungen

    neben schizophrenie, depressionen und sozialer phobie leide ich stark unter redehemmungen!. ich habe angst ich könnte 'ihm' u. 'ihn' verwechseln oder 'dem' und 'den' u.ä...ganz schlimm ist es wenn mehrere leute da sind, z.b. in der u-bahn.
    das komische daran ist, dass ich weiß wann man 'ihm' o. 'ihn' sagt, 'dem' o. 'den'....aber die angst ich könnte mich da verhaspeln ist riesengroß! oder auch die indirekte rede nicht korrekt wiedergeben zu können!
    vielleicht liegts an meinen depressionen? wenn ich depressive phasen habe, habe ich eh nicht allzugroße lust zu reden;wenn ich mal positive phasen habe und eher gut drauf bin, ist es nicht ganz so schlimm. dann ist man happier und könnte ein verhaspler ja schnell "witzig verpacken". positive phasen habe ich allerdings kaum

    hilfe! junes
    ~In der Ruhe liegt die Kraft~

  2. #2
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    Hallo Junes,
    probier doch Mal nur so als "Experiment", dich auf die "Redefehler" der anderen zu konzentrieren... egal, wem du zuhörst - du wirst wahrscheinlich einige Fehler finden - somal du dich scheinbar auch noch mit Grammatik (den Regeln der indirekten Rede) usw. auskennst. Damit hast du einigen Menschen was voraus
    In der Umgangssprache ist es ja auch "normal", dass man "fehlerhaft" redet.
    Ein Beispiel: "Er behauptet, ich sei gestern in dem Haus gewesen und morgen Abend werde er wieder in dem Haus gewesen sein." Das wäre grammatisch richtig... aber wer redet denn so?
    lg

  3. #3
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    Also, schreiben kannst du auf jeden Fall ohne Fehler, das heißt, du besitzt eine Sprachkompetenz... und zwar nicht sehr wenig. Du beweist, dass du die einzelnen Fälle unterscheiden kannst und dass du den Sinn auch über Nebensätze beibehalten kannst. Menschen versprechen sich sehr häufig, eine Sprache wie man sie idealisiert, existiert quasi nicht. Das können nur sehr wenige (ausgebildete) Leute. Es ist also ganz natürlich, sich zu versprechen und trotzdem schaffen es die meisten Menschen zu verstehen, was der andere ihnen gesagt hat, oder?

    Wenn du versuchst, Fehler zu vermeiden, ist das so ähnlich wie bei der Aufforderung: "Denk nicht an den blauen Eisbär!". Hast du an den blauen Eisbär gedacht? Und wenn ich dich jetzt dazu auffordere, noch weniger an ihn zu denken, wird das Bild dann hartnäckiger?
    Falls nein, Glückwunsch, dann kannst du dich nämlich gut konzentrieren. Dann brauchst du dich wahrscheinlich einfach nur auf etwas anderes zu konzentrieren (z.B. fremde Stimmen, Fingerhaltung, etc.).
    Falls ja, ist das nicht schlimm. Dann weist das vielleicht darauf hin, dass du dieses Konzentrieren auf andere Dinge lernen solltest. Gerade, wenn du vor größeren Gruppen stehst. Diese Hemmung kann jeder so weit nachvollziehen, denke ich. Vor vielen Leuten reden ist manchmal nicht einfach, aber wir alle sind halt nur Menschen und nicht perfekt. Sie werden Verständnis für deine Situation haben und dir vielleicht sogar helfen. Man ist da oft überrascht, wie viel Verständnis plötzlich von der anderen Seite kommt. Versuch einfach ein bisschen Kontrolle an deine Gesprächspartner abzugeben, damit du weniger Sorgen hast.
    Geändert von Fernsehturm (15.12.2010 um 22:05 Uhr) Grund: Wort vergessen

  4. #4
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    ... ich finde es (auch) schade, dass die Zeitschrift P.M. die "Rhetorik-Zeitschrift" eingestellt hat. Diese empfand ich als .... lustig, spannend,.... mal was anderes, als Zeitvertreib (wenn auch verhältnismäßig teuer).

    Aber einen "Wettbewerb" draus zu machen? In welchem Kreis bist Du denn unterwegs, wo so viel Wert auf die Aussprache gelegt wird? Eigene Perfektion? Wenn ja, wofür?

    Hoffentlich findest Du Hoffnungsschimmer in Deinem Leben. Etwas, das Dich weiterbringen wird. Also die Gründe der Depression verstummen lässt, damit Du reden kannst.

  5. #5
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    Hallo Junes,

    es tut mir leid, dass du so ein Paket an Problemen mit dir rumträgst. Eine der drei Sachen hätte für ein Leben gereicht...

    Ich habe früher gestottert. Da war es ähnlich. Besonders in Situationen, wo ich mich unwohl gefühlt habe, war das Stottern am stärksten. Weil ich dort so viel Angst davor entwickelt habe, dass ich stottern könnte.

    Ich könnte mir tatsächlich vorstellen, dass es etwas bringen könnte, wenn du dich während eines Gespräches auf etwas anderes konzentrierst. Zum Beispiel könntest du Däumchendrehen. Vielleicht fällt dir auch was besseres ein. Ich glaube, dass du damit die Angst vor den Versprechern mindern könntest.

    Das allein wird dir nicht viel nützen, aber auf jeden Fall denke ich, dass du da einen Komplex hast. Wäre nützlich, das mal in einer Verhaltenstherapeutischen Sitzung zu besprechen...


    Viel Erfolg.
    Gruß
    Jan

  6. #6
    Neuling Avatar von junes
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    lieben dank', für eure antworten!

    junes
    ~In der Ruhe liegt die Kraft~

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