Das Christentum, zu dem sich über 2 Milliarden Gläubige bekennen, ist die größte und der Islam ist mit über 1,3 Milliarden Anhängern die zweitgrößte Religion.
Religion bedeutet Geborgenheit, Hoffnung und Halt und kann zur Lösung von Konflikten beitragen. Der Glaube gibt Kraft und in schwierigen Situationen schöpft man aus ihm Trost. Rücksicht und Respekt spielen darin eine große Rolle. Es werden wichtige Dinge wie zum Beispiel: den Nächsten zu achten, nicht zu stehlen oder zu morden, vermittelt. Selbstmord und Abtreibung werden Verachtung und Ablehnung entgegen gebracht.
Kinder sollten in frühem Alter lernen, dass es auch noch Menschen mit anderem Glauben gibt, die jeweils ziemlich ähnliche Grundinhalten besitzen. Sie sollen von den Bräuchen und Riten erfahren und diese respektieren.
Der Glaube an Gott bedeutet, sein Kind weltoffen und tolerant zu erziehen.
Wenn Gott etwas erschafft, so tut er es nicht durch Zeugung, sondern durch die Allmacht seines schöpferischen Wortes. Der Mensch ist zwar eine Schöpfung Gottes, die aber in sich Schwachheit und Sündhaftigkeit trägt. Sünde, Umkehr und Vergebung wiederholen sich im Leben der Menschen. Er ist unbeständig, neigt zur Ungerechtigkeit und Mutlosigkeit.
Jede Einzelheit im Leben des Menschen wird auf Gott und seine Vorsehung zurückgefühlt und als Zeichen seiner Güte und Barmherzigkeit verstanden und gedeutet. Gott ist die alleinige Ursache jedes Geschehens.
Unglück, Katastrophen, Schicksalsschläge, alles eben. Der Mensch darf das Böse, das ihm passiert, nicht auf Gott schieben. Die Verantwortung dafür liegt bei ihm selbst, entweder weil er dieses Böse tut oder weil er es als Strafe verdient hat.
„Was dich an Gutem trifft, ist von Gott. Und was dich an Schlechtem trifft, ist von dir selbst.“(4,79)
Alles Gute und Schlechte, das ihm widerfährt, dient als Prüfung. Auch die vielen Situationen des Lebens machen es möglich, sich in Bedrängnis und Leid, zu bewähren. Alle Werke des Menschen sind also Gottes Werke. Der Mensch hat sich trotzdem für diese Werke zu verantworten.
Um dies zu bestehen und Gott zu gefallen, muss der Mensch die Wahrheit finden und den Glauben annehmen. Wahrheit und Toleranz sollen die Menschen füreinander öffnen und sie einander näher bringen.
Wenn man in eine völlig andere Kultur eintritt, muss man versuchen, sich anzupassen, um akzeptiert zu werden und sich Gehör zu verschaffen. Die Kultur spiegelt sich in den Lebens- und Handlungsformen, Werten und Zielen wider. Sie drückt sich durch die Sprache, Religion, Familien, Recht, Wissenschaft, Philosophie, Kunst und Musik aus.
Wir müssen jede Religion respektieren und können von jeder Kultur lernen. Vorurteile entstehen nicht aus dem Nichts, sondern durch die subjektive Wahrnehmung und Bewertung eines Sachverhaltes, der durch Klischees meist sehr verzerrt wird. Hier zwischen Dichtung und Wahrheit zu unterscheiden, möge ein Schritt zu mehr gegenseitigen Verständnis sein.
Es gibt keinen Zwang in der Religion. Dieser Grundsatz gilt als Fundament der religiösen Praxis.


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