Hallo. Ich wollte euch bloß mal von meinem psychotischen Ausbruch erzählen. Das war Anfang Juni eine Zeit voller Wahn, Panikattacken und realer, sehr realer Paranoia.
Während der Zeit habe ich auch viel mit mir selbst gesprochen, in Gedanken, und das nahm ich dann als Dialog mit meinem persönlichen Gott wahr. So kam etwas Spirituelles in mir hervor, was ich mir jahrelang nicht eingestehen wollte. Habe mir auch ein Buch zum Thema gekauft - "Der unbewußte Gott - Psychotherapie und Religion". Ich habe auch das Gefühl, dass in jedem etwas sehr Spirituelles schlummert.
Und so kamen wirklich religiöse, wahnartige Ahnungen in mein Leben, die unheimlich wahr schienen. Fantasien vom Weltende zum Beispiel. Oder ich dachte, ich sei eine Wiedergeburt von Johannes, dem Täufer. Oder Jesus. Bekannte wurden plötzlich teuflisch, ich dachte, alle außer mir in meiner Familie seien vom Teufel besessen.
Solche Geschichten waren das. Dazu kamen Halluzinationen im Augenwinkel (kennt jemand so etwas?) und Angst vor Poltergeistern.
Ich wollte nur mal einen kleinen Überblick bieten -- ich plane, das auch irgendwann mal als Buch umzusetzen, weil das im Nachhinein eine umwälzende Zeit war.
Über die Paranoia kann ich jetzt z.B. wieder etwas lachen, aber vieles prägt mich jetzt auch noch als "wieder psychisch Gesunder".
So hat sich mein Weltbild ist jetzt definitiv spirituell ausgerichtet. Diese Krise hat ziemlich viel angestoßen. Ich habe sehr viele Deja-Vus, und glaube an frühere Leben und Wiedergeburt. Alles wirkt wie ein Traum, und selbst in der ganzen Sch... die ich im Leben durchmachen musste, sehe ich jetzt einen Sinn, wenn auch auf chaotische Weise.
Ist vielleicht schwer nachzuvollziehen - meine Familie hat mich auch nicht verstanden und tut es immer noch nicht.


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