Ich lese zur Zeit einige Bücher gleichzeitig.
Eines davon geht um die Odenwaldschule (Stichwort Missbrauch) und ein anders ist von Albert Speer und geht ums dritte Reich.
Mir geht zur Zeit durch den Kopf, warum es in allen Schichten und Klassen der Gesellschaft so viel Perversion und Gewalt gibt. Ob linke oder rechte, junge oder Alte, Frauen oder Männer, Reformpädagogen genauso wie Pfarrer oder Nazis, überall Gewalt und Sadismus.
Dazu kommt der Kapitalismus, die Ausbeutung von Mensch und Tier als Ware und Konsument gleichermassen. Die Vergewaltigung der Natur, die weltweiten Systeme von Macht, Krieg und Gewalt.
Aber das alls fängt ja schon im Kindergarten an. Kaum erblickt der Zögling ein anderes Menschenwesen, geht es los mit dem Zoff und Stress. Bis zum erreichen des Jugendalters haben viele Menschen bereits schwere Gewalt erlebt, über die sie nicht reden können, weil es niemand hören will. Mal ganz abgesehen von all dem Stumpfsinn, den die jungen Menschn zuhause und an den Schulen täglich ausgesetzt sind.
Ich denke, dass der Mensch am ehesten als Raubtier anzusehen ist, als ein soziales Raubtier. Er ist durchaus in der Lage sich kooperativ zu verhalten, weil er weiß, dass ihm das unschätzbare Vorteile einbringen kann und dies meist ohne Anstrengung und ohne Gefahr verletzt zu werden. Aber ebenso kann ein Mensch den anderen jederzeit abschlachten, ob im sozialen Sinne oder im realen. Dazwischen ist nur ein schmaler Grat.
Wie seht ihr das? Wie erlebt ihr das Leben als Mensch unter Menschen, sei es auf der kulturellen, der emotionale oder der spirituellen Ebene?
Grüße
Ste


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