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Thema: Sadist ?

  1. #25
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    Zitat Zitat von Kaja Beitrag anzeigen
    Deine Pornosammlung muss ja enorm sein oder Du hast Erfahrungen, die einer Massenstudie gleichzusetzen ist. Keine Ahnung, woher Deine Weisheit kommt.
    Ich disskutiere da gar nicht drüber, denn ich sehe da für mich keinen Sinn drin.
    Wenn Du meinst, Menschen, die S/M - Praktiken in ihrem Liebesleben haben, sind krank, ok. Wenn Du meinst, dass sie automatisch uglücklich in ihrer Beziehung sein müssen, auch ok. Sind Deine Erfahrungen. Meine zählen hier offenbar nicht, also lassen wirs.

    LG, Kaja
    Hahaha Übelgelaunt weil die Argumente ausgehen? Behalte Deinen Frust für Dich, der hat mit mir nichts zu tun. Darauf steig ich nicht ein. Jammere nicht über das was angeblich nicht zählt, das ist doch nur ein Vorwand, bring halt einfach Argumente.

    Ich habe in meiner Gruppentherapie 25 weitere Menschen erlebt die im Großen und Ganzen die gleichen Erfahrungen gemacht haben. Mein Umfeld besteht aus Menschen die diese Meinung teilen. Daher nehme ich meine Sicherheit.

    Ich sage nichts dagegen ab und an mal seine Perversionen auszuleben. Oder auch ständig. Wems Spaß macht. Ich frage nur, STIMMT es denn auch für einen. Also nicht nur jaja alles ganz toll, sondern, stimmt es denn WIRKLICH. Ist man den WIRKLICH erfüllt. Ich habe festgestellt, mich erfüllen Perversionen auf Dauer nicht. Wenn Du es aber mit gutem Gewissen mit Ja beantworten kannst, Du total erfüllt bist, wieso tangiert Dich meine Auffassung dann überhaupt.
    Geändert von Erwin (22.03.2012 um 13:43 Uhr)

  2. #26
    Kaja
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    Weil ich es beleideigend empfinde, wenn mir wer "schwer gestört" unterstellt. Siehe Deinen 1. Post hier.

  3. #27
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    Zitat Zitat von Kaja Beitrag anzeigen
    Weil ich es beleideigend empfinde, wenn mir wer "schwer gestört" unterstellt. Siehe Deinen 1. Post hier.
    Falsch, ICH unterstelle DIR gar nichts. Das ist eine Unterstellung Deinerseits. Ich sage einfach meine Auffassung. Was Du daraus für Dich interpretierst ist allein DEIN PROBLEM. Wenns Dich so beleidigt, wirds wohl einen Grund haben, der bei Dir liegt.

  4. #28
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    Oder anders gesagt Kaja...

    "schwer gestört" ist bewußt zugespitzt. Siehe die letzten Begründungen in meinem großen Post von vorhin. Schwer gestört bezieht sich dabei nicht auf Dich und Deine Art, ich schätze Dich hier als Gesprächspartner. Was wäre denn nun so schlimm daran wenn Du da eben gestört bist und es nicht normal wäre. Also, was soll ich sagen, es ist ein Massenbefund, Du stehst nicht alleine damit. Denkst Du ich bin nicht masochistisch veranlagt, hab ich genauso, ich lebs nur an der Stelle nicht aus, ich lebs anders aus. Ich leb meine Perversionen eben anders aus. Aus der Sicht, Massenbefund, Flächendeckung, wieder eine ganz normale Sache. Leider. Von daher, falls Du da einen Vorwurf lesen solltest, der ist nicht enthalten, das liegt mir fern.

  5. #29
    Kaja
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    Sicher liegt das auch daran, dass für mich das Urteil "schwer gestört" mit Serienmördern und Vergewaltigern einhergeht und ich da wirklich nichts von in ungewöhnlichen Sexpraktiken sehe. Nähe, Liebe und Zärtlichkeit schließe ich hier übrigens auch nicht aus! UNd sicher hast Du recht, dass es bei mir ist, wenn mir jemand "krankheit" unterstellt, und ich das als Beleidigung ansehe. Aber wenn Du bewußt zuspitzt, rechnest Du sicher auch genau damit. Und nein, ich empfinde es als immer noch nicht krank, wenn jemand all die Seiten eines Lebens mit in seinen Sex integriert.
    Ich bin mit meinem Sexleben grundlegend zufrieden und eher dankbar, dass ich mich traue, meine Wünsche zu äußern und dazu stehen kann, was ich möchte. Dass ich mich auch traue, klar "nein" zu sagen und noch nie was gemacht hab, was ich nicht wirklich wollte. Wie oft schon hörte ich von Menschen, die da leider schlechte Erfahrungen haben.
    Sicher kann man fragen, woher diese Wünsche kommen, aber ...1. was bringt mir das? und 2. gibts da wirklich schlüssige Antworten drauf?
    Ich bin da nicht sicher. Klar kann man JETZT sagen, später willst Du das alles vielleicht nicht mehr - ok, weiß ich nicht. Aber im Moment genieße ich es, dass ich einen Sexpartner habe, der mit mir harmoniert und meine Wünsche teilt. ich nenne es eher gesund, auf sich zu hören und das, was man sich wünscht, und dann dazu zu stehen.

    LG, Kaja

  6. #30
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    Hallo Rostrot,

    Zitat Zitat von Rostrot Beitrag anzeigen
    aber ich werde nicht damit aufhören . Denn ich füge ja niemandem leid zu
    bei aller Ehre und allem Respekt, aber wer sich nur dann verändern will, wenn er anderen Leid zufügt, der kommt nicht besonders weit in seiner eigenen psychischen Entwicklung. Primär sollte es um einen selbst gehen anstatt um die anderen.



    Hallo an alle zusammen,

    die Diskussion mit Kaja finde ich ehrlich gesagt bisher unproduktiv. Ich habe nichts gegen Menschen mit sadistisch-masochistischen Neigungen - warum sollte ich auch? -, aber so etwas wie Gegenargumente habe ich keine gefunden. Worte wie "Aber mir macht es Spaß", "Aber ich verletze niemanden damit", "Trotzdem geht es mir gut und ich bin glücklich" sind keine Rechtfertigungen - im Gegenteil: sie zeigen doch gerade, wie tief das Problem bereits in der Lebensgeschichte des Betroffenen verwurzelt ist. Dass man sich nicht selbst angemessen reflektieren kann, ist keine Sache, die man selbst und ohne Beihilfe herausfinden kann. Das ist auch der Grund, warum fast jeder, der zwar ein Problem hat, aber nicht dadurch bewusst leidet, stillsteht und sich psychisch in diesem Bereich nicht mehr weiterentwickelt, sondern alles so weitermacht, wie er es bisher getan hat. Worte wie "Ich sehe keinen Sinn in dieser Diskussion" sind noch schlimmer, sie zerstören mit einer Faust jede Hilfe, die sich ihnen bietet.

    Zitat Zitat von Kaja Beitrag anzeigen
    Hey, gut für mich, bin ich wohl doch "norm"al in manchen Dingen.
    Ich kann das einfach nicht ernst nehmen, das ist das Problem. Vielleicht, weil ich das pathologisieren von physischen sowie psychischen Abnormalitäten grundsätzlich in Frage stelle.
    Ehrlich gesagt glaube ich Dir nicht - nicht, weil Du etwa lügtest, sondern weil ich vermute, dass Du das nur sagst, weil das ein potenzielles Gegenargument darstellen kann, ein Ausweg, aus dem Du Dich meinen und Erwins Beiträgen contra Deinem Verhalten befreist. Dass ich Dir hier nicht glaube, mag vielleicht mein eigenes Problem sein (und das kannst Du mir auch gerne vorwerfen), aber wie wir das Verhalten nun kategorisieren, spielt im Grunde wenig Rolle. Wir können's Schönheitsfehler nennen, Abweichung, abnormal, Krankheit, es kann von allen bejubelt oder verhasst werden, aber das Verhalten bleibt trotzdem, was es ist. Und gesund ist es wie gesagt nicht. Wenn doch, dann hätte ich doch schon gerne eine Ausführung dafür, warum es dies sein sollte.

    Zitat Zitat von Kaja Beitrag anzeigen
    Erwin, noch vor 50 Jahren wurd über Schwule ebenso geredet.
    Hier werden die Sado-Maso-Betroffenen nicht diskriminiert. Wenn überhaupt, dann ist es nur Deine Interpretation aus unseren Beiträgen contra Deinem Standpunkt. Homosexuelle wurden das - und zwar aus unzureichenden Gründen. Die meisten von den Diskriminierenden tun es sogar aus Lust und Laune oder Ekel oder aus einem Rasseempfinden. Das hat sich bis heute übrigens nur sehr geringfügig geändert. Die Aussage, dass das Verhalten sadistisch-Masochistischer pathologisch begründet ist, hat nichts mit der Abneigung gegenüber Homosexuellen zu tun. Ich finde es daher nicht angebracht, dass Du Dich jetzt gemeinsam mit Homosexuelle in einen Topf der Opfer der Gesellschaft einwirfst.

    Zitat Zitat von Kaja Beitrag anzeigen
    Keine Ahnung, woher Deine Weisheit kommt.
    Für so etwas muss man nicht weise sein, sondern höchstens Bescheid über den psychologischen, psychotherapeutischen und psychiatrischen Mainstream Bescheid wissen.

    Zitat Zitat von Kaja Beitrag anzeigen
    Ich disskutiere da gar nicht drüber, denn ich sehe da für mich keinen Sinn drin.
    Leider kann ich hier nichts anderes sehen, als das berühmte "Wenn ich die Ohren zu mache, ist nichts davon da, was ich nicht hören will". Mir scheint, Du fühlst Dich persönlich angegriffen und beleidigt. Das verdirbt natürlich eine sinnvolle Diskussion.

    Zitat Zitat von Kaja Beitrag anzeigen
    Wenn Du meinst, dass sie automatisch uglücklich in ihrer Beziehung sein müssen, auch ok.
    Ich weiß, das ging eigentlich an Erwin, aber es geht hier nicht darum, ob Du in Deiner Beziehung glücklich bist oder nicht (das geht uns auch gar nichts an), sondern dass Demütigung und Verletzung eine negative Wirkung auf einen selbst hat und dieses Verhalten somit pathologisch begründet ist.

    Zitat Zitat von Kaja Beitrag anzeigen
    UNd sicher hast Du recht, dass es bei mir ist, wenn mir jemand "krankheit" unterstellt, und ich das als Beleidigung ansehe.
    Anscheinend hast Du ein Problem damit, dass jemand sagt, Du habest eine Krankheit (nennen wir's so, was es auch immer sein mag). Aber ich denke nicht, dass es daran liegt, dass Du grundsätzlich, wie Du sagtest, jedes abweichende Verhalten nicht pathologisch begründest.

    Zitat Zitat von Kaja Beitrag anzeigen
    Sicher kann man fragen, woher diese Wünsche kommen, aber ...1. was bringt mir das?
    Was bringt es denn jemandem, der einen starken sexuellen Fetisch hat und nun weiß, woher es kommt? Ist es Dir denn nicht wichtig, Deine Handlungen selbst zu verstehen? Hast Du Dich denn noch nie gefragt, wieso Du nicht einen ganz normalen, fetischlosen Sex hast, stattdessen aber Demütigung und Verletzungen brauchst, um ihn richtig genießen zu können?

    Zitat Zitat von Kaja Beitrag anzeigen
    2. gibts da wirklich schlüssige Antworten drauf?
    Das kannst Du nur herausfinden, wenn Du Dich damit befasst.

    Zitat Zitat von Kaja Beitrag anzeigen
    ich nenne es eher gesund, auf sich zu hören und das, was man sich wünscht, und dann dazu zu stehen.
    Auf sich zu hören und etwas zu tun, was sich aus einem Trieb ergibt sind zwei unterschiedliche Dinge. Wenn Du aber denkst, dass grundsätzlich alle Dinge, nach denen einem gerade ist und die getan werden, gesund sind, dann müssten nach Deiner Auffassung auch Zwangsgestörte gesund sein, denn auch ihre Zwangshandlungen ergeben sich aus einem inneren Trieb, einem Wunsch, es zu tun, und sie sind immer wieder innerlich befriedigt, nachdem sie es getan haben, auch wenn sie im Gegensatz zu Dir bewusst darunter leiden.

  7. #31
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    Ach, um Himmelswillen, Serienmörder, das ist ein anderes Thema. Das ist ja ganz klar, daß die an der Stelle nicht hineinpassen, da besteht ein Unterschied. Und auf den Gedanken Du würdest Liebe und Zärtlichkeit ausschließen bin ich nicht gekommen. Gerade wenn man ein auch anderweitig befriedigendes Sexleben hat, warum soll man nicht auch seine Perversionen ausleben dürfen. Nichts verwerfliches daran, sofern es für einen selbst stimmt und man nichts vermißt. Dann Glückwunsch, dann ist doch alles ok. Man kann nur dazu stehen, einzige Möglichkeit. Sehe ich nicht in Widerspruch zu meinen Überlegungen.

    Und mein erstes Post war spontan und auch nicht komplett, und ich will hier meine komplette Meinung zusammenfassen. Sadismus/Masochismus sind Störungen, Massenbefunde neben anderen Massenbefunden. Wenn man Zweifel hat und spürt, aha, das stößt mich ab, das ekelt mich an, dann soll man es lassen. Wenn man merkt, aha, das ist toll, das bereitet mir Spaß, dann soll man es ausleben. Man schämt sich ja auch nicht für seinen Schnupfen. Volle Akzeptanz. Und nach dem Punkt hake ich im Grunde erst ein. Dort frage ich nach, stimmt es denn wirklich, wie sieht es im Detail aus. Was genau stößt einen warum ab, oder, was findet man toll, und ebenfalls, warum. Wertfrei. Und nur wenn man sich das fragen will. Denn von außen ist das alles nicht bewertbar, äußere Bewertungen und Urteile darüber wären unangemessen. Das sind Dinge, die nur jeder für sich selbst entscheiden kann.

    LG, Christian


    PS: Und sicher, die Frage besteht, warum sollte man sich das anschauen. Nun, anschauen wird man sich seine Dinge dann, wenn man Probleme hat. Wenn man keine Probleme hat, wozu sollte man sich dann hinterfragen. Nicht notwendig.



    Zitat Zitat von Kaja Beitrag anzeigen
    Sicher liegt das auch daran, dass für mich das Urteil "schwer gestört" mit Serienmördern und Vergewaltigern einhergeht und ich da wirklich nichts von in ungewöhnlichen Sexpraktiken sehe. Nähe, Liebe und Zärtlichkeit schließe ich hier übrigens auch nicht aus! UNd sicher hast Du recht, dass es bei mir ist, wenn mir jemand "krankheit" unterstellt, und ich das als Beleidigung ansehe. Aber wenn Du bewußt zuspitzt, rechnest Du sicher auch genau damit. Und nein, ich empfinde es als immer noch nicht krank, wenn jemand all die Seiten eines Lebens mit in seinen Sex integriert.
    Ich bin mit meinem Sexleben grundlegend zufrieden und eher dankbar, dass ich mich traue, meine Wünsche zu äußern und dazu stehen kann, was ich möchte. Dass ich mich auch traue, klar "nein" zu sagen und noch nie was gemacht hab, was ich nicht wirklich wollte. Wie oft schon hörte ich von Menschen, die da leider schlechte Erfahrungen haben.
    Sicher kann man fragen, woher diese Wünsche kommen, aber ...1. was bringt mir das? und 2. gibts da wirklich schlüssige Antworten drauf?
    Ich bin da nicht sicher. Klar kann man JETZT sagen, später willst Du das alles vielleicht nicht mehr - ok, weiß ich nicht. Aber im Moment genieße ich es, dass ich einen Sexpartner habe, der mit mir harmoniert und meine Wünsche teilt. ich nenne es eher gesund, auf sich zu hören und das, was man sich wünscht, und dann dazu zu stehen.

    LG, Kaja
    Geändert von Erwin (22.03.2012 um 16:05 Uhr)

  8. #32
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    Und ich war noch nicht einmal komplett... der eigentliche Punkt kommt noch...

    Ich halte (nicht nur) die sexuellen Störungen die es so gibt für in der Summe letztlich sehr bedenklich. Für mich sind sie der Indikator für eine insgesamt gestörte Gesellschaft. Man steht dem aber im Grunde nur machtlos gegenüber. Am Horizont ist vage der Punkt absehbar, an dem der Sex abgeschafft wird, weil er insgesamt zu viele Probleme bereitet. Ich begreife die Menschheitsentwicklung auch mit als eine Verneinung der eigenen Natürlichkeit, die sich überall, so auch im Sex, niederschlägt.

    Das ändert nichts am Punkt daß ich, daß der Einzelne, seine Störungen nur voll annehmen kann. Es wäre falsch deswegen in Schuldgefühlen zu leben oder zu denken man sei schlecht und verdorben. Trotzdem, wo führt es hin.

    Vor dem Hintergrund der allgemeinen Entwicklungen halte ich persönlich es für sehr wichtig genaustens unterteilen zu können, was ist krank, was ist gesund. Man sieht ganze Bevölkerungsgruppen gestörten Ideen nachrennen, siehe Gender mainstreaming. Das hat das Potential Schaden anzurichten. Und ich finde das sind Stellen, wo man aus Selbstschutz klar Stellung beziehen muß, dort besteht Gefahr daß Gesundheit letztlich als Krankheit diffamiert wird. Das hat erst einmal nichts mit Perversionen zu tun, aber der Irrtum fängt bei kleinen Dingen an. Dem ersten Irrtum zugestimmt, sitz ich in der Falle, muß ich auch allen anderen Irrtümern zustimmen, und zack, komm ich aus der Sache nicht mehr raus.

    Alles ist gesund was zwei Leute gut finden. Irgendwann finden es Leute gut und gesund Sex zu verbieten, künstliche Befruchtung ist sowieso besser gegen Gendefekte. Wer im Direktkontakt zeugt handelt daher unverantwortlich, kriminell. Solcher Schwachsinn würde mich nicht im Geringsten wundern. Daher, es fängt im Kleinen an, es fängt mit klaren Verhältnissen an und mit der Wahrheit über mich selbst. Klare Werte haben ihre Berechtigung, oftmals mehr noch als man spontan ermessen kann.

    Ein etwas realistischeres Beispiel, was kann ich meinen Kindern an Werten vermitteln. An Kindern zeigt sich noch am ehesten die Normalität. Kinder sind nicht von Natur aus pervers. Kann ich also meine Kinder angemessen in ihrer Wahrnehmung und ihren Gefühlen bestätigen: Ja, das und das ist gesund, das und das ist krank. Das wird nur gehen, wenn ich selbst gut über mich bescheid weiss.

    So. Damit habe ich nun wirklich alles gesagt, und hoffentlich meine Motivation noch etwas erläutern können. Nichts könnte mir ferner liegen als Verurteilung.

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