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Thema: Schicksalsschläge

  1. #1
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    Standard Schicksalsschläge

    Als kleiner Junge war das Leben in Ordnung, doch als ich dann in den Kindergarten kam, wurde ich von Mädchen und Jungen (vereint) geschlagen. Meine Mütze wurde geklaut und mir ins Gesicht gespuckt. Ich hatte danach immer Angst, es könnte sich wiederholen. Berechtigt, denn das tat es auch. Später in der Schule ging es viel besser, weil ich hatte einen Freund und wir waren talentierte Fussballer und Schüler. Nach ein paar Jahren änderte sich wieder meine Situation. Meine Eltern stritten sich häufig. Kennt ihr das Gefühl alleine im Zimmer zu hocken und durch die Wände diese Hasserfüllten Stimmen zu hören. Es war schlimm und meine Mutter war sogar stärker als mein Vater. Das war auch das Problem, mein Vater fühlte sich nicht wie ein Mann, sondern wie ein Loser. Darum verliess er meine „Mutter“, obwohl eher seine Familie. Danach weinte meine Mutter, sie weinte und weinte. Niemand konnte sie trösten. Plötzlich war sie eine schwache Frau. Du kommst Heim von der Schule und siehst deine Mutter weinen. Dann gehst du zu deinem Vater in seine billige Wohnung und er sagt dir: „Ich bin ein Loser, werde nicht so wie ich.“ Dabei habe ich ihn mein lebenlang bewundert. In dieser Zeit habe ich mich so machtlos gefühlt. Dann kam in die Sekundarschule. Dort waren viele asozial, die Schwachen hatten es schwer. Und ich war schwach, aber nur psychisch. Denn seit der Pubertät wurde ich breit. Das reichte in dieser primitiven Horde um respektiert zu werden. Und mit der Zeit hatte ich sogar asoziale „Freunde“, welche mich respektieren, jedoch die schwachen moppten. Ich hätte den Opfern helfen können, doch hatte selbst Angst wieder eines zu werden. Dazu kam noch ein Schicksalsschlag, der Arzt hatte bei meiner Mutter Brustkrebs diagnostiziert. Mich hatte es tief getroffen und wie alles andere habe ich es verdrängt. Und irgendwie wurde ich immer trauriger. Ich ging nur noch mit einer Fassade nach draussen. Diese besteht aus Hass, Bluff und Alkohol. Dann fing ich noch an zu kiffen und musste, wegen finanziellen Problemen, klauen um meinen Hunger zu stillen. Und seit ich vor einigen Monaten 18 wurde, habe ich Angst mein Leben zu verpassen. Um ein normales/glückliches Leben zu führen, muss ich diese Angst und diesen Hass in mir loswerden.
    Aber wie???
    Darüber reden, Sport, Frauen, Cannabis hilft alles, aber nur kurzfristig. Bei der Arbeit bin ich so hasserfühlt, dass ich Lust hätte zu morden!
    Das heisst wenn ich keinen Kick habe, werde ich aggressive oder suizidgefährdet. Hast du eine Idee, was mir helfen könnte?

  2. #2
    Moderator Avatar von Tänzerin
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    Hallo Apathy,
    wie wäre es damit, sich mit dir auseinander zu setzen? Mir scheint, dass du die Zeit eher mit kurzfristigem Ablenken und Verdrängen. Du schreibst es ja selbst:
    Mich hatte es tief getroffen und wie alles andere habe ich es verdrängt.
    Da solltest du ansetzen.
    nur diese vier worte: wenn wir uns küssen

  3. #3
    Schreiberling
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    He Apathie

    also erstmal möchte ich was zu deinem Vater sagen!! Er ist eben KEIN LOOSER!!! Frauen sind in einem Streit oft überlegen weil sie einfach ihre gefühle (nicht immer aber eben öfter) besser mit Worten zum Ausdruck bringen können. Männer sind noch so erzogen "stark und Supermann" zu sein und haben nie gelernt, adäquat zu reagieren. Das ist ihnen oft nicht beigebracht worden denn auch deine Eltern waren mal Kinder! Was sie nicht gelernt haben, können sie nicht anwenden! Deshalb kann er trotzdem stark sein, trotzdem jemand auf den man stolz sein darf.

    Deine Mutter hat im Konflikt eben so gehandelt und ihre Emotionen rausgelassen, stark und deutlich. Das sie hinterher weint ist eben weil sie sich VIELLEICHT ein wenig mehr Gefühl von ihm gewünscht hätte......beide für sich sind einfach sie selbst geblieben auch im Streit. Und keiner von Beiden ist ein Losser denn die Tränen haben bewiesen das die Ehe deiner Eltern keine Lüge war!!! Manchmal entwickeln sich Menschen in zwei Richtungen und es passt nicht mehr....und das sind eben auch Eltern. Deshalb ist keiner von den beiden schwächer oder ein Looser!!!

    Die Hänseleien und das Gefühl "schwach zu sein" waren halt in der Schulzeit da....und jetzt? DU bist jetzt an der Reihe etwas zu verändern, du bist der, der seinen weg finden muss und glaub mir, früher waren die meisten mit 18 fest in der ausbildung und im job....du bist heute einer VON VIELEN die nicht weiss wie es weitergeht und Angst haben....es ist ein Problem deiner Generation und viele sitzen daheim und fühlen genau wie du!!!

    Du wirst einen weg finden da bin ich sicher wenn ich sehe wie genau du deine Probleme reflektierst....das kann nicht jeder in deinem Alter!

    Wenn du Aggressionen bekommst, zu Cannabis greifst...sage dir....das brauchst du nicht denn es kommt wie es kommt!!! Du wirst deinen Weg gehen wenn auch vielleicht mit vielen kleinen Niederlagen. Das Problem hast du nicht alleine und das muss Mut machen....einfach zu wissen so wie du fühlst fühlen grade viele

    In 10 oder 20 Jahren sagst du dann ähnliches zu der nächsten Generation und denkst an diese Zeit...und hast einen Weg gefunden!

    Keine angst haben, einfach drauf los laufen....gibt noch viele spannende, traurige und super geile Momente in deinem Leben!!!!!

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