Als kleiner Junge war das Leben in Ordnung, doch als ich dann in den Kindergarten kam, wurde ich von Mädchen und Jungen (vereint) geschlagen. Meine Mütze wurde geklaut und mir ins Gesicht gespuckt. Ich hatte danach immer Angst, es könnte sich wiederholen. Berechtigt, denn das tat es auch. Später in der Schule ging es viel besser, weil ich hatte einen Freund und wir waren talentierte Fussballer und Schüler. Nach ein paar Jahren änderte sich wieder meine Situation. Meine Eltern stritten sich häufig. Kennt ihr das Gefühl alleine im Zimmer zu hocken und durch die Wände diese Hasserfüllten Stimmen zu hören. Es war schlimm und meine Mutter war sogar stärker als mein Vater. Das war auch das Problem, mein Vater fühlte sich nicht wie ein Mann, sondern wie ein Loser. Darum verliess er meine „Mutter“, obwohl eher seine Familie. Danach weinte meine Mutter, sie weinte und weinte. Niemand konnte sie trösten. Plötzlich war sie eine schwache Frau. Du kommst Heim von der Schule und siehst deine Mutter weinen. Dann gehst du zu deinem Vater in seine billige Wohnung und er sagt dir: „Ich bin ein Loser, werde nicht so wie ich.“ Dabei habe ich ihn mein lebenlang bewundert. In dieser Zeit habe ich mich so machtlos gefühlt. Dann kam in die Sekundarschule. Dort waren viele asozial, die Schwachen hatten es schwer. Und ich war schwach, aber nur psychisch. Denn seit der Pubertät wurde ich breit. Das reichte in dieser primitiven Horde um respektiert zu werden. Und mit der Zeit hatte ich sogar asoziale „Freunde“, welche mich respektieren, jedoch die schwachen moppten. Ich hätte den Opfern helfen können, doch hatte selbst Angst wieder eines zu werden. Dazu kam noch ein Schicksalsschlag, der Arzt hatte bei meiner Mutter Brustkrebs diagnostiziert. Mich hatte es tief getroffen und wie alles andere habe ich es verdrängt. Und irgendwie wurde ich immer trauriger. Ich ging nur noch mit einer Fassade nach draussen. Diese besteht aus Hass, Bluff und Alkohol. Dann fing ich noch an zu kiffen und musste, wegen finanziellen Problemen, klauen um meinen Hunger zu stillen. Und seit ich vor einigen Monaten 18 wurde, habe ich Angst mein Leben zu verpassen. Um ein normales/glückliches Leben zu führen, muss ich diese Angst und diesen Hass in mir loswerden.
Aber wie???
Darüber reden, Sport, Frauen, Cannabis hilft alles, aber nur kurzfristig. Bei der Arbeit bin ich so hasserfühlt, dass ich Lust hätte zu morden!
Das heisst wenn ich keinen Kick habe, werde ich aggressive oder suizidgefährdet. Hast du eine Idee, was mir helfen könnte?


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