Hallo allerseits. Es ist schon einige Zeit her, als ich das letzte mal geschrieben habe. Ich hoffe die Vielzahl an Threads die ich erstellte sind keine Belastung oder Störend.
Vorweg: Ich habe mittlerweile mit einer Therapie angefangen, stehe aber irgendwo vor dem selben Problem wie ich es schon bei meinen Threads hatte. Es fällt mir äußerst schwer diese vage und dennoch starke Unstimmigkeit in mir zu umschreiben.
Da es mir unmöglich ist diese Unstimmigkeit zu beschreiben, beschreibe ich mal meine Situation und hoffe, dass diese Hilfreich für die Beantwortung der Fragen sind.
Neben meiner Familie und einem Freund, der leider weggezogen ist und mit dem ich ausschließlich Kontakt über das Internet pflege (aber auch nur vielleicht 1 mal im Monat), bin ich ziemlich alleine. Ich bin (so mein Eindruck) recht angesehen in meiner Klasse und verstehe mich mit allen sehr gut, aber Freundschaft ist das wohl noch nicht. Ich entwickele stetig mehr Empathie, bzw. es fällt mir immer leichter die Gefühle von anderen zu erkennen und darauf zu reagieren. Das finde ich schön und tragisch zu gleich, da ich nun auch den Schmerz und die Angst von Anderen besser spüre. Mein Therapeut sagte mir, dass ich irgendwo gespalten bin zwischen selbstsicher und selbst-unsicher. Er sagte auch, dass ich wohl gerade einen geistigen Entwicklungsschub habe. Beides kann ich aus meiner Sicht bestätigen. In der Zeit von der 5.-10. Klasse (vielleicht auch in der Grundschule schon), habe ich begonnen weit hinter mein Potential zurückzufallen (aufgrund meiner Mitschüler, Lehrer, Situation, etc.). Und nun löst sich der Knoten mehr und mehr und immer schneller und ich habe das Gefühl, ich könnte Platzen...
Hinzu kommt ein anhaltendes Gefühl, ein anhaltender Wunsch nach Freunden und nach Liebe.
Und obwohl ich so fühle, scheine ich nur zu Schlafwandeln. Ich spüre den Drang alles zu unternehmen und nichts zu unternehmen. Ich habe viel Selbstvertrauen und fast gar keines. Ich habe (langsam pulsierend) mal "zu viel" Lebensenergie für meine kleine Seele (aber ohne manisch zu werden) und mal "zu wenig" (aber ohne Depressiv oder Hoffnungslos zu werden). Ich habe den Drang nach innerer Freiheit und fühle mich eingeengt. Einen Drang nach Liebe und zu lieben und scheine mich selbst nicht "voll und ganz" zu lieben.
Was muss ich tun, um mich selbst (mehr) zu lieben? Was muss ich tun, um mein Selbstvertrauen zu steigern und was, damit die andere Hälfte selbst-unsicherheit auch endlich verschwindet? Wie durchdringt man Ängste? Wie verlerne ich "falsche" Denkmuster (bzw. Handlungsweisen) und lerne neue? Wie lerne ich auf mein Herz zu hören? Wie werde ich lockerer bzw. wie lockert man seine übertriebenen inneren Kontrollmechanismen? Wie werde ich offener und freier?
Wie wache ich endlich auf und lebe?
(Ich wäre auch für Buchempfehlungen oder Links dankbar.)
MfG
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