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Thema: Schlimme Träume

  1. #17
    Gast9159
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Bella05 Beitrag anzeigen
    Er sagt zu mir, dass das normal ist und dass ich einfach abwarten soll. Aber ich halte das kaum aus und ich möchte wissen, wie ich das verändern kann. Ich habe nicht die Kraft dafür das jeden Abend durchzustehen.
    Hallo Bella,

    ich glaube, es geht nicht darum, wie man die Träume abstellen kann, sondern deine Situation verbessern kann, die im Moment zu solchen Träumen führt. Anscheinend passiert gerade sehr viel an emotionaler Arbeit am Tag. Und nachts "sortiert" das Gehirn das, was es am Tag aufgenommen hat, natürlich nicht "1:1", aber Gefühle werden in Bilder gelegt, die wirr oder nicht angenehm sind, weil die Gefühle auch wirr und nicht angenehm sind. Es findet eine gedankliche und unbewusste Verarbeitung statt, die notwendig ist, sonst würde dein Kopf irgendwann "platzen". Nachts plappern die Neuronen im Gehirn weiter, auch wenn man schläft, oder gerade, weil man schläft und der Körper zur Ruhe kommt. Geschützt vor Neuaufnahme von Eindrücken hat der ganze Körper, alle Organe, nicht nur das Gehirn, nachts endlich mal Zeit und die Möglichkeit, alles "zu verdauen".

    Darum solltest du die Träume akzeptieren, denn sie spiegeln nur deinen momentanen Zustand wider. Du musst den Zustand ändern, und dann werden auch die Träume wieder besser.

    Es gibt aber dennoch ein paar Tipps, wie man trotz Belastung den Schlaf ruhiger bekommt, d.h. besser schlafen kann. Entspannungsmethoden abends im Bett helfen sehr gut (Muskelentspannung, autogenes Training). Auch vorher kannst du einiges tun: Versuchs mit einigen Ritualen, die den Tag ausklingen lassen: Vorher spazieren gehen, nichts Aufregendes mehr lesen, irgendwas Schönes machen (heiße Badewanne, schöne Musik). Es gibt auch Entspannungs-CDs für die, die sich anleiten lassen wollen, die sind auch sehr gut. Sieh den Schlaf als Möglichkeit der Regenation, also positiv. Alle Organe kommen zur Ruhe, so auch das Gehirn. Sieh zu, dass dein Schlafzimmer nur zum Schlafen ist und eine Ruhezone darstellt. Kein Fernsehen oder so, kein PC zwischendurch, so puscht du dich nur wieder auf. Dein Schlafzimmer ist ein Raum, der dir allein gehört und deiner Erholung, in dem nur positive Dinge passieren sollen , du kannst gedanklich die Schlafzimmertür einfach zumachen und negativen Gedanken so "die Tür weisen". Wenn sie kommen, sag dir: Du bleibst draußen! Das ist hier privat, hier kommst du nicht rein, ich lasse dich hier nicht rein. Wenn Anflüge von Ärger, Wut oder Angst kommen, mach dir das gleich rechtzeitig bewusst und unterbrich diese Spirale, die sich sonst aufschraubt. Verschiebe negative Gedanken auf morgen, sag dir: O.k., das ist jetzt da, aber JETZT ist nicht die Zeit, darüber nachzudenken, das vertage ich auf morgen. Schreib dir die Lösung von problemen praktisch in deinen outlook-Kalender für morgen und JETZT beschäftigst du dich nicht damit!

    Mit solchen gedanklichen "Schranken" kannst du versuchen, auch imaginären Eindringlingen wie Sorgen ihren richtigen Platz zu zeigen. Ich weiss nicht, ob ich mich jetzt nicht ZU "esoterisch" anhöre, aber deine Gedanken kannst du auch etwas programmieren.

    Wenn du aber abends schon Angst hast, ins Bett zu gehen und schwere Träume erwartest, dann steigerst du dich nur noch mehr da rein. Und es wird sich deine Prophezeihung erfüllen, je mehr du dich da reinsteigerst und die Angst vor den Träumen immer wieder (verbal) bestätigst.

    Und wenn sie doch kommen, die Träume, dann nimm sie einfach an. Sie sind das Ergebnis von unbewältigten Erfahrungen und Gefühlen, und die behandelst du ja in Therapie. Sieh es als Verrarbeitungszeit, als "Heilung". Aber tagsüber denken und nachts entspannen, das ist das Ziel.

  2. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast9159 für den sinnvollen Beitrag:


  3. #18
    Gast784
    Gast

    Standard

    Eine weitere Möglichkeit, Träumen ihren Raum zu geben, ohne sich zu sehr davon belasten zu lassen, ist auch ein Traumtagebuch.

    Abends alles reinschreiben, was einem durch den Kopf geht, mit der Vorstellung, das ist jetzt im Buch und damit muss ich es nicht mehr im Kopf haben. Ich kanns mir morgen ja wieder aus dem Buch holen, um mich weiter damit zu befassen, wenn ich das dann noch möchte.

    Morgens oder nachts, falls man von solchen Träumen aufwacht, die Träume unzensiert ins Buch schreiben, vll auch malen, oder wie auch immer. Als Beobachter, so als hätte man grad nen Film gesehen. Alles zählt, auch Stimmungen, Farben, etc und es ist auch völlig egal, wenn vieles unlogisch und abwegig anmutet, was vorher im Traum noch völlig real erschien. Alles reinschreiben, ohne es zu bewerten und vor allem, ohne es zu analysieren.

    Dadurch kann es auch sein, dass sich Traumserien ergeben, oder dass die Träume sich wandeln und klarer werden, oder abschwächen.

    Das Verdrängen ist das eigentlich Destruktive, das die Träume verschärft. Denn die Angst davor kommt dann praktisch durch die Hintertür des Träumens um so deutlicher rein.

  4. #19
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    Naja, ich kann das Schlafzimmer momentan nicht nur als Schlafraum nutzen. Denn momentan wohne ich noch zuhause und habe nur dieses eine Zimmer.
    Ich habe mit meinem Arzt gesprochen. Entspannungskurse sind teuer und er hält überhaupt nichts von den CD's, weil ich nicht weiß, wie man sich entspannt. Ich bin in jeder Situation komplett angespannt. Und ich selber kann diese Verspannungen nicht lösen.
    Ich wache die letzte Zeit ständig nachts auf, habe das gefühle ich würde schlecht Luft bekommen und kann meinen Herzschlag kaum fühlen, bin fast vor einem zusammenbruch. Dann brauch ich frische Luft und ich muss mich bewegen. Ich hab totale Ängste. Meine Eltern sind auch nicht für mich da, weil die nur genervt sind. Dann brauche ich den Computer und den Fernseher. Weil mich nichts anderes ablenkt. Ich brauche Geräusche, Licht und ich muss merken, dass andere Personen mit mir wach sind und mit mir kommunizieren, wenn auch nur im Chat.
    Ich weiß, das klingt nicht normal, aber es ist nun mal so.

  5. #20
    Gast784
    Gast

    Standard

    PMR ist sehr simpel und effektiv und kann gut mit Hilfe von CDs erlernt werden.

    Dein Hauptproblem, Bella, scheint zu sein, dass Du ständig auf der Flucht bist und glaubst, nur durch Ablenkung Linderung oder gar Heilung zu erlangen. Aber das Gegenteil ist leider der Fall. Damit hältst Du Dich in dem Zustand fest und verschlimmerst ihn eher noch, weil Du die Reize zur Ablenkung immer mehr erhöhen musst und Dein Körper bzw Deine Seele deswegen auch immer lauter brüllen wird, um wahr-genommen (nimm den Ausdruck mal wörtlich) zu werden.

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