Hallo Bella,
ich glaube, es geht nicht darum, wie man die Träume abstellen kann, sondern deine Situation verbessern kann, die im Moment zu solchen Träumen führt. Anscheinend passiert gerade sehr viel an emotionaler Arbeit am Tag. Und nachts "sortiert" das Gehirn das, was es am Tag aufgenommen hat, natürlich nicht "1:1", aber Gefühle werden in Bilder gelegt, die wirr oder nicht angenehm sind, weil die Gefühle auch wirr und nicht angenehm sind. Es findet eine gedankliche und unbewusste Verarbeitung statt, die notwendig ist, sonst würde dein Kopf irgendwann "platzen". Nachts plappern die Neuronen im Gehirn weiter, auch wenn man schläft, oder gerade, weil man schläft und der Körper zur Ruhe kommt. Geschützt vor Neuaufnahme von Eindrücken hat der ganze Körper, alle Organe, nicht nur das Gehirn, nachts endlich mal Zeit und die Möglichkeit, alles "zu verdauen".
Darum solltest du die Träume akzeptieren, denn sie spiegeln nur deinen momentanen Zustand wider. Du musst den Zustand ändern, und dann werden auch die Träume wieder besser.
Es gibt aber dennoch ein paar Tipps, wie man trotz Belastung den Schlaf ruhiger bekommt, d.h. besser schlafen kann. Entspannungsmethoden abends im Bett helfen sehr gut (Muskelentspannung, autogenes Training). Auch vorher kannst du einiges tun: Versuchs mit einigen Ritualen, die den Tag ausklingen lassen: Vorher spazieren gehen, nichts Aufregendes mehr lesen, irgendwas Schönes machen (heiße Badewanne, schöne Musik). Es gibt auch Entspannungs-CDs für die, die sich anleiten lassen wollen, die sind auch sehr gut. Sieh den Schlaf als Möglichkeit der Regenation, also positiv. Alle Organe kommen zur Ruhe, so auch das Gehirn. Sieh zu, dass dein Schlafzimmer nur zum Schlafen ist und eine Ruhezone darstellt. Kein Fernsehen oder so, kein PC zwischendurch, so puscht du dich nur wieder auf. Dein Schlafzimmer ist ein Raum, der dir allein gehört und deiner Erholung, in dem nur positive Dinge passieren sollen, du kannst gedanklich die Schlafzimmertür einfach zumachen und negativen Gedanken so "die Tür weisen". Wenn sie kommen, sag dir: Du bleibst draußen! Das ist hier privat, hier kommst du nicht rein, ich lasse dich hier nicht rein. Wenn Anflüge von Ärger, Wut oder Angst kommen, mach dir das gleich rechtzeitig bewusst und unterbrich diese Spirale, die sich sonst aufschraubt. Verschiebe negative Gedanken auf morgen, sag dir: O.k., das ist jetzt da, aber JETZT ist nicht die Zeit, darüber nachzudenken, das vertage ich auf morgen. Schreib dir die Lösung von problemen praktisch in deinen outlook-Kalender für morgen und JETZT beschäftigst du dich nicht damit!
Mit solchen gedanklichen "Schranken" kannst du versuchen, auch imaginären Eindringlingen wie Sorgen ihren richtigen Platz zu zeigen. Ich weiss nicht, ob ich mich jetzt nicht ZU "esoterisch" anhöre, aber deine Gedanken kannst du auch etwas programmieren.
Wenn du aber abends schon Angst hast, ins Bett zu gehen und schwere Träume erwartest, dann steigerst du dich nur noch mehr da rein. Und es wird sich deine Prophezeihung erfüllen, je mehr du dich da reinsteigerst und die Angst vor den Träumen immer wieder (verbal) bestätigst.
Und wenn sie doch kommen, die Träume, dann nimm sie einfach an. Sie sind das Ergebnis von unbewältigten Erfahrungen und Gefühlen, und die behandelst du ja in Therapie. Sieh es als Verrarbeitungszeit, als "Heilung". Aber tagsüber denken und nachts entspannen, das ist das Ziel.


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