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Thema: Schreckhaftigkeit

  1. #1
    Gast5028
    Gast

    Standard Schreckhaftigkeit

    Hallo zusammen!

    Ich würde gerne eure Meinung zu meiner Schreckhaftigkeit (ist das richtig nominalisiert??) hören - vielleicht ist ja der ein oder andere dabei, der mir ein paar Tipps geben kann.

    Zu meinem "Problem": Ich bin ziemlich schreckhaft. Ein paar Szenarien wären zum Beispiel, wenn

    • ich mich umdrehe und ich plötzlich jemand hinter mir befindet
    • ich einen Raum betrete/verlasse, dabei die Tür öffne und jemadn vor mir steht
    • ich am Schreibtisch sitze, und ich auf einmal angesprochen werde
    • ich auf dem Weg zur Toilette bin und mein Mitbewohner kommt mir entgegen

    In sochen Situation bleibt mir fast das Herz stehen und ich zucke stark und sehbar zusammen. Dieses Verhalten ist meines Erachtens viel stärker ausgeprägt als bei den meisten Menschen, die ich kenne und nicht von Tageszeiten, Schlafenszeiten, Alkohol, etc. abhängig.

    Ich habe hier schon einige Beiträge durchgelesen - bei den meisten bezieht sich das schreckhaft sein auf Geräusche. Dies ist bei mir weniger der Fall. Böller, etc. machen mir nichts aus. Auch wenn ich z.B. Auto fahre und auf der Straße passiert plötzlich etwas (Tür vom parkendem Auto geht auf, usw.): Im Straßenverkehr erschrecke ich mich bei plötzlichen Ereignissen eigentlich nie. Im Gegenteil, ich reagiere ziemlich schnell und souverän.
    Also, falls jemand unter euch ist, der etwas darüber zu berichten weiß, ein paar Tipps geben kann oder mir sonst etwas dazu schreiben möchte - oder ich aber mehr Informationen geben soll: Dann bitte, schreibt los ;-)

    Geist der Zeit

  2. #2
    Wunderlampe
    Gast

    Standard nicht damit rechne

    Hallo Geist der Zeit

    nur kurz:
    Ich erschrecke mich auch aus den gleichen Gründen dann, wenn ich in Gedanken versunken nicht damit rechne, dass ich auf jemand treffe. bzw. treffen könnte.
    Je tiefer ich in Gedanken bin, je mehr erschrecke ich mich.

    Tipp:
    vielleicht der, dass du dich an Orten der Öffentlichkeit immer darauf einstellst jemanden zu begegnen. Dass du dich nicht zu sehr in deine innere Welt begibst, wenn du dich an öffentlich zugänglichen Orten aufhältst.

  3. #3
    Gast5028
    Gast

    Standard Bin ich ängstlicher? Konditionierung

    Danke Wunderlampe für dein Tipp

    Nun, in Gedanken bin ich oft. Aber auch an nicht öffentlichen Orten, z.B. zu Hause passiert mir sowas häufig... Ich finde es an sich nicht schlimm. Die Leute die ich kenne, wissen auch, dass ich so schreckhaft bin ... und nutzen das nicht aus!

    So am Rande: Aber ist schreckhaft zu sein nicht eine Schutzmaßnahme? Also, der Sinn und Zweck ist doch, die Sinne zu schärfen, den Körper in Fahrt zu bringen (Adrenalin) um dann bei Gefahr besser zu handeln, oder? Weil, wenn dem so ist, dann ließe sich ja vermuten, dass ich halt ängstlicher bin als andere (Ich kann das jetzt nicht ganz so schreiben, wie ich es meine)? Ist es denn möglich, dies zu konditionieren? Manche Pferde - soweit ich weiß - werden ja z.B. für den Polizeidienst auf mehr Schreckresistenz konditioniert.

    Hilft dir, Wunderlampe, es denn, wenn du dich gedanklich darauf vorbereitest? Ich könnte mir vorstellen, dass ich mich dann zu intensiv damit beschäftige, nicht erschreckt zu werden, dass ich mich dann doch wieder erschrecke

  4. #4
    Wunderlampe
    Gast

    Standard Schlagartig wach

    Hallo Geist

    Aber ist schreckhaft zu sein nicht eine Schutzmaßnahme?
    Das ist gut möglich. Beim Erschrecken wird man ja schlagartig hellwach.

    Ich hab bisher noch nicht nachgedacht wie ich das Erschrecken vermeiden könnte. Ich nehme es halt wie es ist. Aber ich habe heute doch etwas darüber gegrübelt und festgestellt, dass ich mich sehr ungern mit dem Rücken zur Tür setze, dass ich froh bin über meine vierbeinige Alarmanlage und dass ich selten verträumt an Orte gehe, die mir unheimlich erscheinen. ( bei Nacht in den Keller oder so, das übliche halt. )

  5. #5
    Gast5028
    Gast

    Standard

    Ich nehme es auch einfach hin. Die Sache ist ja nicht groß und an sich kein Problem, welches mich einschränkt. Mir ist halt nur aufgefallen, dass ich mich sehr oft verjage, wenn mir plötzlich Menschen über den Weg laufen. In allen anderen Situationen ist dies nicht so ausgeprägt.

    Bis jetzt habe ich aber erfahren, dass das Erschrecken an sich eine nützliche Eigenschaft ist - aber auch in Situationen auftritt, wo man es nicht für angebracht hält. Zudem ist oftmals eine Konditionierung zu erhöhter Schreckresistenz möglich (zumindest bei Tieren im Bereich Geräusche).

    Dir, Wunderlampe, danke ich auch: Bislang dachte ich immer - da ich keine kenne, der so schreckhaft ist, wie ich -, dass ich ein Einzelexemplar bin Aber wenn andere Menschen auch etwas empfindlicher sind, liegt es bei mir wahrscheinlich auch noch im normalen Bereich.

    Von meiner Seite aus erkläre ich das Thema für beantwortet. Ihr könnt aber gerne weitere Beiträge schreiben, wenn euch etwas einfällt. Z.B. weiß ich noch immer nicht, welche Gründe es haben kann, warum manch einer mehr schreckhaft ist als andere...

    Geist der Zeit

  6. #6
    Roman Verfasser Avatar von Corelli-Crystal
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    Standard

    Hallo zusammen,

    ich bin eigentlich nicht so sehr schreckhaft,
    aber es passiert mir auch häufig, das ich in Gedanken versunken
    bin und dann hochschrecke wenn mich jemand anspricht.

    Mich nervt es dann immer, wenn Bekannte oder Familienmitglieder
    dann sagen: Hast Du ein schlechtes Gewissen?

    Kennt ihr diesen Spruch auch den man wohl sagt wenn jemand
    erschreckt? Wobei ich nicht wirklich verstehe was das mit einem
    schlechten Gewissen zu tun haben soll....

    Lg
    corelli

    Es ist Unsinn, sagt die Vernunft
    Es ist Unglück, sagt die Berechnung
    Es ist nichts als Schmerz, sagt die Angst
    Es ist aussichtslos,sagt die Einsicht
    Es ist lächerlich, sagt der Stolz
    Es ist leichtsinnig, sagt die Vorsicht
    Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung

    Es ist was es ist, sagt die Liebe

    Erich Fried

  7. #7
    Wunderlampe
    Gast

    Standard ertappt

    Hallo Corelli

    Klar den Spruch kenn ich auch. Der kommt wohl daher, dass man sich ähnlich erschreckt, wenn man bei einer bösen Tat ertappt wird.

    z.B. die Sahne vom Kuchen mit den Fingern schlecken....

  8. #8
    Verleger Avatar von Natz
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    Standard

    Hallo Ihrs!
    Was für ein Mistspruch-habe ich persönlich noch nicht gehört und macht ja dann automatisch ein schlechtes Gewissen, selbst, wenn man vorher gar keins hatte
    Ich finde die Schreckhaftigkeit in Gedanken eigentlich ziemlich normal, obwohl ich selbst nicht so schreckhaft bin. Vor kurzem habe ich z.B. meine Kollegin, welche mit dem Rücken zu mir am Kopierer stand, angesprochen. Die bekam fast einen Herzinfarkt und mir ist es auch schon passiert. Man rechnet in dem Moment einfach nicht damit, das jemand da ist und erschrickt eben. Da wird sich die Natur schon was dabei gedacht haben
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

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