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Alt 06.09.2009, 19:59   #17 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 25.08.2009
Beiträge: 16
Standard

Zitat:
Zitat von Gabiannarele Beitrag anzeigen
Das dumme an der Sache ist auch, dass die Umstellung auf Allesklein relativ einfach ist, aber wenn man sich jemals wieder anders umstellen will, wirds schwierig. Das ist so ähnlich wie von Deutsch auf Schwäbisch Das ist dermaßen eine Schludersprache, drum können die auch kein Deutsch

Bei dieser Aussage kann ich wiedersprechen!
Ich habe meine Umstellung von groß auf klein von heut auf morgen geschaft!
Ich habe mein leben lang nur Hochdeutsch gesprochen daher kann ich dein vergleich nicht beurteilen es wäre aber dann sehr leicht!
Wenn ich in Teamspeak mit jemanden auf Englisch spreche und im nächsten moment dann wieder mit einem anderen deutsch reden möcht ist mein erster Satz hin und wieder auch mal englisch
nickname ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2009, 14:01   #18 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 24.08.2009
Ort: BW
Beiträge: 14
Standard

Hallo nickname,

...mein Leben lang... ...ich dein Vergleich... ...im nächsten Moment...

Ich habe früher im Internet hauptsächlich auf Kleinschreibung gesetzt, so konnte ich meine Rechtschreibschwäche etwas tuschirren. Heute bin ich immer noch kein talentierter Texter und bediene mich oft der Rechtschreibkorrektur in Word, sowie meines Gehirns. Ein schnell dahin gekritzelter Text ist bei mir oft mit Fehlern verbunden und ich erwische mich häufig dabei bewusst über Geschriebenes zu reflektieren. Ausgehend von meiner Selbstbeobachtung würde ich einfach mal dreist behaupten, dass ein durchschnittlich begabter Mensch nicht in der Lage ist einen Text fehlerfrei zu produzieren, ohne sich bewusst mit dem Text auseinander zu setzen.

Ich bin der Meinung, dass eine Umstellung nicht so einfach erfolgen kann. Vor allem dann nicht, wenn die Person die Groß- u. Kleinschreibung schon eh nie richtig beherrscht hat. Während des chronischen Kleinschreibens konditionierst du dein Gehirn die Groß- u. Kleinschreibe-Filter zu "deaktivieren" bzw. zu hemmen. Vernachlässigen einer grammatikalischen Komponente fällt jedem Menschen leichter als deren Beachtung. Möchte man im Nachhinein wieder auf Groß- u. Kleinschreibung umsteigen greifen die dafür zuständigen Filter nicht mehr so wie sie es tun sollten.

Ich habe bspw. alle drei Schularten komplett durchlaufen und muss sagen, dass von der Hauptschule bis zum Gymnasium kaum Sprachkompetenz gefördert wird. Natürlich steigt auf dem Gymnasium die Anforderung analog zur Bewertung. Es werden höhere Maßstäbe gesetzt aber es findet keine Förderung an sich statt.

Ein weiteres Manko ist, dass die Motivation der Schüler stark unter der Bewertungswillkür und der Inkompetenz mancher Deutschlehrer leidet. Die Bewertungswillkür hat eigentlich so ziemlich jeder schon mal erlebt. Mit Inkompetenz meine ich, dass einige Deutschlehrer nicht mal selbst in der Lage sind einen Text vorzulegen bzw. eine Korrektur zu erarbeiten, die nach der Meinung des Lehrer eine Eins oder Zwei wärt wäre. Die Schüler fühlen sich im Dunkeln gelassen; Der Vorführeffekt fehlt hier gänzlich. (Den besten Deutschlehrer hatte ich eindeutig an der Berufsschule – Der hat wirklich erklären können wieso er was und wie bewertet. – Ein seltenes Exemplar)

Das eigentliche Problem eines schlechten Schreibstiels bei Jugendlichen ist meiner Auffassung nach, dass sie einfach zu viel „schlecht“ chatten und viiiiiel zu wenig lesen. Der durchschnittliche Chatter schreibt alles klein (auch Eigennamen werden oft klein geschrieben) und drückt sich in kurzen und einfachen Sätzen aus. Spätestens wenn mal ein längerer und zusammenhängender Text geschrieben werden soll fehlt hier die Übung.

@Gabiannarele:
Ja, was „Sie/sie“ angeht da hast du schon recht. Ich hatte eigentlich an Substantive gedacht. Bspw: „Ich habe heute mein kaputtes auto (ein Peugeot) in ein autohaus gefahren und erhielt eine ausführliche beratung.“ würde rein semantisch keinen Unterschied zu der folgenden Version ergeben: „Ich habe heute mein kaputtes Auto (ein Peugeot) in ein Autohausgefahren und erhielt eine ausführliche Beratung.“ In anderen Sprachen geht es ja auch; Nur wir Deutschen brauchen eine extra Wurst.

viele Grüße,
Dante

Geändert von Dante (07.09.2009 um 14:04 Uhr)
Dante ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2009, 23:04   #19 (permalink)
Gast784
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

hi Dante,

ich finde die extra Wurst nicht schlecht. Wir haben eine sehr reichhaltige Sprache und für ein und das selbe Gefühl, eine Eigenschaft etc viel mehr Worte zur Verfügung als in manch anderen Sprachen. Ich finde es schön eine verschwenderische Sprache zu sprechen, auch wenn ich als Muttersprachler das viel zu wenig nütze. Ich habe keine Lust in der Sprache, einem der wenigen "Güter", die kostenlos sind, geizig zu sein.

Und es gibt mit Sicherheit kompliziertere Sprachen mit noch mehr extra Würsten

lg Gaby
  Mit Zitat antworten
Alt 09.10.2009, 01:34   #20 (permalink)
Gesperrt
 
Registriert seit: 02.10.2009
Ort: in der kulturellen Diaspora
Beiträge: 2.104
Standard

Hallo zusammen,

in den einzelnen Postings hier ist ja vieles aufgekommen, das absolut nicht unberechtigt ist - es kommt eben auf die Sichtweise oder Intention an.
Mich persönlich stören bestimmte Rechtschreibefehler oder Chaos im Satzbau absolut nicht. Ich glaube nicht, dass die Evolution den Plan hatte, ein Wesen zu erschaffen, das einmal seine Zeit damit verbringen wird, auf ein Plastikteil mit vielen Knöpfen einzuschlagen - entweder hätte sie dann die passende Tastatur gleich mit erfunden oder die Finger wären dünner

Es ist doch eher die Frage, was ich mit meinem Schreiben erreichen will: ich will etwas mitteilen, das mein Gegenüber so verstehen soll, wie ich es gemeint habe, will verstanden werden. Reine Rechtschreibfehler oder Vertipper geben da vielleicht ein schlechtes Bild ab, mehr dann aber auch nicht.
Wenn ich mich aber nicht darum bemühe, dem Adressaten überhaupt eine Chance zu geben, meine Sätze zu verstehen - warum schreibe ich dann?
Wenn ich hier poste, dann will ich ja etwas von Euch, also sollte ich mir ja diese Mühe auch machen (im Rahmen dessen, was ich gelernt habe, und auf denjenigen angepasst, an den ich mich wende).

Zitat:
...dass ein durchschnittlich begabter Mensch nicht in der Lage ist einen Text fehlerfrei zu produzieren, ohne sich bewusst mit dem Text auseinander zu setzen...
Wie soll ich das verstehen? Etwas schreiben, ohne mich bewusst mit dem auseinanderzusetzen, was und wie ich schreibe? Kann ich schreiben, ohne dabei zu denken?
Sicher, es gibt Situationen, in denen man wie unter einem Zwang schreibt: es muss alles raus, so schnell, als möglich. Man kann dann nichts dagegen tun. Aber sind wir doch mal ehrlich: so viele Zwangschreiber gibt es nun auch wieder nicht.
Gleiches gilt auch für die, die schreiben und dabei völlig durch den Wind sind.
In all diesen Fällen: Schwamm drüber, die Fehler sind irrelevant.

Groß-/Kleinschreibung: bin altmodisch, daher wäre es ungewohnt für mich. Es ist aber in sich unproblematisch, wenn man die möglichen Klippen kennt, und entsprechend formuliert - was aber auch mit Denken zu tun hat.

Was mich bei einigen Postings allerdings irritiert: die Art, wie ich schreibe, sagt auch etwas darüber aus, wie ich denke und wie ich bin - und das ist in der Tat unbewusst ... Die Botschaft hinter den Worten ...
Dass wir uns hier nicht falsch verstehen: es geht nicht um Intelligenz!

Nennen wir es "Rücksichtnahme"?!

Und über die "Ausbildung" an den Schulen schweige ich lieber
Darkstar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.10.2009, 09:28   #21 (permalink)
Schreibkraft
 
Registriert seit: 03.09.2009
Beiträge: 116
Standard

Wäre ohnehin interesannt ob sich unsere Sprache auf Kleinschreibung einpendelt, im Englischen gehts ja auch problemlos, aber da zieht wohl noch ein Jahrhundert ins Land.

Man sollte auch bedenken, dass die verschiedenen Foren keinen Querschnitt der Gesellschaft bilden, sondern jedes andere "Zielgruppen" anzieht - deswegen schwer zu sagen, ob sich überhaupt etwas zu Früher geändert hat. Vermutlich nicht, denn alle, die nicht viel auf Text geben werden früher eben nichts geschrieben haben, heute ist es aber einfach durch das Internet

Wenn man sich das aber erstmal klar gemacht hat, es ist einfach ein Zeichen des Respekts vor den Lesern, dass man seinen Text wenigstens so aufbaut, dass er ohne Mühe gelesen werden kann, an kleinen Fehlern stört sich ja kein Mensch.
thousandsons ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.01.2010, 08:23   #22 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 11.01.2010
Beiträge: 17
Standard

Servus

Mich persönlich störts nicht, wenn jemand in Foren alles klein schreibt. Immer wenn ich gezwungener maßen länger nur Englisch nutze, schreibe ich meine ersten deutschen Texte immer klein, bzw. mache ich einige Groß- Kleinfehler.
Kommas sind mir persönlich in relativ kurzen und verständlichen Sätzen auch nicht so wichtig, in längeren Sätzen schaden sie aber nicht, wobei ich persönlich kein Beistrich Meister bin

Punkte sind mir aber sehr sehr wichtig. Endlose Satzwürste wie nickname einen als Beispiel angeführt hat, es gibt ja sehr viel schlimmere Varianten, werden von mir abgebrochen, weil sie mich tierisch nerven. Meine Hirnwindungen kann ich mir auch woanders massakrieren lassen.
Kürzel finde ich teilweise ok, so lange sie nicht den gesamten Post dominieren. Absätze gehören in meinen Augen zur Lesbarkeit dazu.
Wichtiger finde ich einen klaren Schreibstil, simpel aufgebaut und verständlich. Wer sich profilieren will, darf Fremdwörter einbauen, wenn das gemacht wird aber bitte korrekt, Tippfehler sind natürlich akzeptabel, wenn ich ein Wort nicht kenne und nachschlage aber nicht finde weils völlig unkorrekt geschrieben wurde, finde ich das nicht amüsant.
Wobei man sich darüber streiten kann, die ganzen Rechtschreibreformen hat wahrscheinlich nicht jeder mitgemacht, mal nebenbei gelten in Österreich / Schweiz eigentlich die selben Bestimmungen wie in Deutschland?

MfG
Blutsauger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.01.2010, 09:48   #23 (permalink)
Gast784
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Zitat von Blutsauger Beitrag anzeigen
Wobei man sich darüber streiten kann, die ganzen Rechtschreibreformen hat wahrscheinlich nicht jeder mitgemacht, mal nebenbei gelten in Österreich / Schweiz eigentlich die selben Bestimmungen wie in Deutschland?

MfG
ich weiss inzwischen nicht mal mehr, welche Bestimmungen in Deutschland gelten
  Mit Zitat antworten
Alt 16.01.2010, 10:05   #24 (permalink)
Neuling
 
Benutzerbild von Rosenrot
 
Registriert seit: 26.11.2009
Beiträge: 85
Standard

Ich stolpere immer über das Wort "garnicht" im Internet. Fast alle Leute glauben offensichtlich, dass "garnicht" 1 Wort ist. Man schreibt es aber nicht zusammen. Es sind 2 Wörter: gar nicht.

"Gar nicht" schreibt man gar nicht zusammen.

Geändert von Rosenrot (16.01.2010 um 12:11 Uhr)
Rosenrot ist offline   Mit Zitat antworten
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