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Thema: Schulverweigerung

  1. #1
    Schreiberling Avatar von Mariposa
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    Standard Schulverweigerung

    Hallo Forenmitglieder,

    ich wende mich an euch mit einem Problem, welches nicht bei mir, sondern meiner Freundin aufgetreten ist.
    Ihr Sohn (10) besucht seit dem neuen Schuljahr eine neue Schule.
    Die ersten paar Tage problemlos, dann erklärte er ganz plötzlich, dass er nicht mehr zur Schule gehen kann, weil er nicht mehr Schulbus fahren kann. Ihm ginge es im Bus ganz schlecht.
    Meine Freundin brachte ihn daraufhin mit ihrem PKW zur Schule, doch sobald sie sich der Schule näherten klagte er über ganz massive Schmerzen: Magenschmerzen, Herzstechen, er fing an zu weinen und zu schreien, sie musste ihn wieder mit nach Hause nehmen.
    Sie und die ganze Familie sprach viel mit ihm, ob irgendetwas in der Schule vorgefallen sei, er verneint strikt.
    Der Kinderarzt verschrieb ein leichtes Beruhigungsmittel.
    Der Beratungslehrer in der Schule ist ratlos, er hat trotz Nachforschungen nichts gefunden, was die Angst auslösen hätte können.
    Der Klassenlehrer erklärt, die Schüler der Klasse gingen harmonisch miteinander um, er kann sich nicht erklärenm, was die Angst ausgelöst haben könnte.
    Die 2 Jahre ältere Schwester, die die gleiche Schule besucht, hat nachgeforscht aber ist zu keinem Ergebnis gekommen.
    Meine Freundin ist ratlos.
    Sie hat eine Art "Notfall-Medizin" als Globuli von einer Heilpraktikerin (?) für ihren Sohn bekommen, die sie ihm morgen früh verabreichen will.
    Ich jedoch denke, dass die Weigerung des Jungen einen konkreten Auslöser gehabt haben muss. Ich denke, dass die Ursache gefunden werden muss, daran gearbeitet werden muss.
    Ich denke, der Junge gehört zu einem Kinderpsychologen, der sicherlich durch seine Gesprächsführung die Ursache der Schulverweigerung erkennen wird.
    Meine Freundin glaubt nicht, dass das möglich ist.
    Nun drängt meiner Meinung nach die Zeit, die Schule drängt auch auf ein Attest, weshalb der Junge nun schon länger nicht mehr am Unterricht teilnimmt, die Familie ist völlig aufgewühlt und ratlos.
    Ich selbst denke, der Junge könnte immer mehr Schaden nehmen, wenn zu lange Zeit in diesem Schulverweigerungszustand vergeht.
    Was sollte meine Freundin eurer Meinung nach mit ihrem Sohn tun?
    Wohin kann sie sich (möglichst zeitnah) mit ihrem Sohn wenden?

    Danke für eure Hilfe,
    LG von Mari
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  2. #2
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    Standard

    Hallo,

    gibt es Sozial abreiter an seiner Schule?
    Die haben meist einen anden zugang zu den Schülern und die Schülern zu den Sozial arbeitern.

    Ansonsten würde ich aus denken das es einen Auslößer gegeben muss und nun die Ursache gefunden werden sollte im ihm zu helfen.

    Ich kann mir auch vorstellen das ein Psychologe helfen würde um möglichst nicht lange aus der Schule zu fehlen, weil er ja auch eine Schulpflicht hat.

    Hat er Freunde an der neuen Schule ?
    Kommt er mit den Lehrern gut klar?
    Kann er sich sein Verhalten erklären?

    liebe grüße licht

  3. #3
    Schreiberling Avatar von Mariposa
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    Hallo lichthand,

    danke für deine Antwort, ich werd die Anregungen an meine Freundin weiterleiten, und auch bezüglich der Sozialarbeiter nachfragen.
    Gemeinsam mit dem Sohn hat sie auch schon die schulpsychologische Beratung aufgesucht, Ergebnis des Gesprächs war jedoch nur, bezüglich Schulbesuch keinen Druck auf den Jungen auszuüben. Das ist sicherlich ein guter Rat, hat sie aber ohnehin schon so gehandhabt.
    Das Kind ist hochsensibel, hat noch keine Freunde an der neuen Schule gefunden, und nach eigener Aussage mit keinem der Lehrer Schwierigkeiten.
    Denke aber, da ist/war etwas was der Junge verschweigt. Leider kann man diesbezüglich nichts aus ihm herausbekommen.
    Er selbst sagt ja nur, ihm wird während der Fahrt zur Schule so ganz übel zumute. Das entspricht sicherlich der Wahrheit, die Ursache ist aber so meine ich ganz große Angst das Gebäude zu betreten.
    Ich denke auch hier kann nur ein Psychologe weiterhelfen.
    Und ich befürchte auch, dass sich das Problem nicht von heute auf morgen lösen lässt, leider.
    Wonit wir auch schon wieder beim Thema Schulpflicht wären.
    Von verschiedenen Seiten wurde meiner Freundin auch schon vorgehalten, dass sie sich am Ende strafbar macht, wenn sie nicht dafür sorgt, dass das Kind in der Schule anwesend ist.
    Sie bräuchte eine Art "Schnelle Hilfe" mit Behandlung des Sohnes und Attest für die Schule.

    Nochmals danke, LG von Mari
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  4. #4
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    Hallo Mariposa,

    ich finde, deine Freundin sollte nochmal mit dem Kinderarzt ihres Sohnes sprechen und darauf bestehen, dass der Junge erstmal ein Attest bekommt, damit der Druck wegen der Schulpflicht weg ist. Ein Beruhigungsmittel oder irgendwelche Globuli zu geben, ist ja wohl nicht Sinn der Sache. Wenn der Junge nicht sagen will, was los ist, bringt es auch nichts zu spekulieren. Gerade wenn er sehr sensibel ist, gibt es vielleicht Gründe, an die auf den ersten Blick niemand denkt. Der Kinderarzt sollte dann weitere Schritte wie z.B. den Gang zum Kinderpsychologen, Psychiater oder zu einer Beratungsstelle in die Wege leiten können.

    LG
    Anna

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Anna55 für den sinnvollen Beitrag:

    Mariposa (15.09.2011)

  6. #5
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    Bedankte sich ein mal in einem Post.

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    Auf den ersten Blick erscheint mir das "Nicht-zur-Schule-gehen-wollen", aus welchem Grund auch immer, als eine typische Reaktion auf den Schulwechsel vor geraumer Zeit. Ein Kind in so einem jungen Alter, und vor Allem ein solches, das dann noch besonders sensibel zu sein scheint, fühlt sich wahrscheinlich "gebrochen" und total hilflos in Anbetracht der rapiden Änderung seiner typischen Verhaltensmuster.
    Der Weg zur Schule ist nun ein Neuer, die Gebäude erscheinen ihm fremd.
    Er hat Bauchschmerzen auf der Fahrt zu seinem neuen Lerninstitut und klagt über Magenschmerzen in geraumer Sichtnähe eben jenen Gebäudes.
    Wichtig ist, denke ich, ein intensives Gespräch mit dem Jungen zu führen (von Mutter zu Sohn) und im Guten mit der Zeit auf der alten Schule abzuschließen.
    Vielleicht gibt es bestimmte Gründe, die dafür sorgen, dass das Denken und Handeln des Sohnes noch an seine alte Schule gebunden sind.
    Man sollte ihm klarmachen, dass er keine Angst vor der neuen Situation haben brauch und vor Allem sollte man ihn nicht schon in solch einem jungen Alter mit Beruhigungsmitteln "therapieren".

  7. Der folgende Benutzer bedankte sich bei -Guerilla- für den sinnvollen Beitrag:

    Mariposa (19.09.2011)

  8. #6
    Schreiberling Avatar von Mariposa
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    .....will nur mal kurz den weiteren Verlauf schildern:

    es wurde von einem Psychologen jetzt festgelegt, dass der Junge die Schule besuchen muss, egal wie er sich fühlt. Damit sich die Schulverweigerung nicht manifestiert.
    So bringen die Eltern den Jungen jetzt, egal wie doll er weint und über Schmerzen klagt, ins Schulzimmer und dort muss er bleiben.
    Er sagt, wenn er von der Schule heimkommt meist, es sei ok gewesen.
    Nur seiner Schwester hat er nachmittags während eines Weinkrampfes erzählt, wie sehr er die ganze Zeit über leidet, dass er in seiner Angst während des Schulaufenthaltes gefangen sei. Was dazu geführt hat, dass die sehr verständnisvolle Schwester tief betroffen ist und die Schilderungen seiner Angst ganz schrecklich fand....es fast nicht ertragen konnte ihm zuzuhören....
    die ganze Familie leidet sehr....
    LG von Mari
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