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Ergebnis 17 bis 22 von 22

Thema: Schwach

  1. #17
    Gast5559
    Gast

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    Hallo!

    Tolle Beiträge hier - alle Achtung. Viele, viele der Ratschläge sind nur gut.

    Ich weiß nicht, wie alt Du bist, Kina, aber sicher um einiges jünger als ich. Deshalb möchte ich Dir noch etwas aus meiner Warte als reife Frau sagen: Du kannst immer so weitermachen wie es Dein Eingangsbeitrag aufzeigt, Dich überkritisch sehen, alles nach außen hin überspielen und möglichst verbergen, wie es wirklich in Dir aussieht - helfen wird Dir das letztenendes nicht unbedingt. Selbst wenn es Dir gelingen sollte, eine Menge an Gewicht abzunehmen; Du wirst immer noch neue, andere Kritikpunkte an Dir finden können.

    Denn meines Erachtens ist Deine Blickrichtung mehr der Grund dafür, dass Du Dich schlecht fühlst, als Dein Übergewicht, nicht so perfekte Gesichtszüge etc. - Die Medien reden uns ein - möglichst auch noch bis in alle Ewigkeit - dünn, faltenfrei und JUNG herumzulaufen, sei unabdingbar, um sich zu mögen. Dagegen sage ich:
    Nein, es ist genau umgekehrt: Gutes Aussehen kann vielmehr die FOLGE dessen sein, DASS man sich gut fühlt, wenn man sich nämlich - und das ist der springende Punkt - lernt, selbst zu mögen. Also umgekehrt wird eher ein Schuh draus.

    Du hast Deinen Wert ja schon, nämlich einfach als MENSCH; Du bist ein geliebtes Kind Deines Schöpfers, und Du wirst auf viele andere Menschen anziehend wirken, wenn Du a) echt bist, also nicht schauspielerst, und es b) schaffst, Dir eine freundliche und fröhliche Ausstrahlung zu erarbeiten. Die hängt nicht unbedingt von ein paar kg zuviel ab (aber dass Du daran etwas veränderst, wenn Du wirklich zu schwer bist, ist sicher auch nicht verkehrt).

    Wenn Du so oft daran denkst, was alles "nicht stimmt" an Dir, wird das Deine Ausstrahlung allerdings kaum positiv beeinflussen. WEIL Du so selbstkritisch bist, wird Dich die Umwelt mit einer gewissen Skepsis betrachten, und Du wertest das als Bestätigung dafür, dass Du nicht genügst. So dreht sich der Teufelskreis weiter in die unerwünschte Richtung.

    Soll ich Dir ein Geheimnis verraten? Wieso man mit einer Gewichtsabnahme besser ankommt, liegt gar nicht (nur) am verlorenen Gewicht und an der neuen, schickeren Kleidung - sondern in Dir, an DIR, in Deiner neuen und durch die Abnahme bedingten guten Laune, an der Euphorie. Letztlich liegt alles in Deiner Ausstrahlung. Und DIE kannst Du auch schon jetzt aufpeppen, ohne ein einziges Kilo weniger. Wie?

    Vielleicht ja so: Richte Dich auf, halte Dich so gerade wie möglich - macht sofort 5 kg schlanker! Lass die Freundlichkeit, die Dein Wesen beinhaltet, 'raus und leuchte und strahle - macht sofort um Längen hübscher. Begrüße jeden Tag mit Freude und Spannung, was er Dir wohl bringen wird - nur Positives natürlich - das macht einen wachen und hellen Gesichtsausdruck. Und am Ende jeden Tages rufst Du Dir in Erinnerung, was an Schönem und Gutem geschehen ist, und Du bist dankbar dafür. (Wenn Du einen "Draht nach oben" hast, kannst Du Dich auch im Gebet richtig bedanken, schaden kanns nicht.)

    Probiers mal aus. Aber hab auch dabei Geduld mit Dir selbst: Nobody is perfect.

    Liebe Grüße
    sendet Dir Biggi
    Geändert von Gast5559 (15.08.2010 um 13:26 Uhr) Grund: Kleine Korrekturen

  2. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast5559 für den sinnvollen Beitrag:

    Lib (17.08.2010)

  3. #18
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    Hallo Sweetmama,

    ja, es waren viele gute Beiträge mit vielen guten Tipps dabei. Es hat mir auch wirklich gut getan, diese zu lesen. Dein Beitrag gehört definitiv dazu.

    Ich frage mich oft, ob es alleine an meinem Gewicht liegt... NEIN. Schön wäre es.
    Aber ich denke auch, dass bei jedem Kilo was ich verliere (und ich möchte abnehmen, weil ich mein Gewicht definitiv nicht aktzeptiere), dies auch austrahlen werde.

    Du hast mit deinen Worten absolut Recht. Es fällt mir jedoch schwer, diese in die Tat umzusetzen. Wie zeige ich mein Wesen, wenn ich mir selber nicht gefalle?
    Ich sehe leider wirklich nur das schlechte an mir, und es fällt mir nicht leicht, meine positiven Eigenschaften zu sehen bzw. diese zu fördern. Ich weiß nicht, wann und wie es Klick machen soll? Ich suche noch danach.
    Ich sehe nur, dass andere ihren Haushalt besser machen, dass andere besser im Job sind, dass andere ausgeglichener sind, dass andere besser aussehen, beliebter sind, viele Freunde haben etc. Ich könnte weiter aufzählen.

    Es wäre zu viel, alles an mir zu ändern, was mir nicht gefällt. Ich weiß mittlerweile, was ich ändern kann/will. Anderes muss ich aktzeptieren lernen.
    Ich beneide jeden, der sich selbst mag, sein Leben führt wie er möchte und nicht danach geht, was andere denken. Davor ziehe ich den Hut! Denn alles andere kann einen sehr belasten, einige sogar kaputt machen.

    Aber ich nehme Eure Ratschläge sehr gerne an und möchte daran arbeiten, diese umzusetzen.
    Dennoch werde ich sicher noch einige Hänger und Tiefschläge erleben.
    Doch ich freu mich, dass hier auf dieser Seite Menschen sind, die einen verstehen, Ratschläge geben und damit auch aufbauen können.

    Danke an Euch!
    ;-)

  4. #19
    Gast5559
    Gast

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    Hallo Kina!

    Zitat Zitat von KiNa1980 Beitrag anzeigen
    Ich sehe nur, dass andere ihren Haushalt besser machen, dass andere besser im Job sind, dass andere ausgeglichener sind, dass andere besser aussehen, beliebter sind, viele Freunde haben etc. Ich könnte weiter aufzählen.
    Das verstehe ich, ging mir selbst auch lange so. - Wie war das bei mir?

    Ich wurde älter ... und verglich mich immer noch mit denen, denen es besser ging als mir, die beruflich das erreicht hatten, was ich auch gern erreicht hätte ... die schlanker waren .... besser aussahen. Und ich wurde noch älter ... und war IMMER noch unzufrieden

    Eines Tages sah ich ein Foto von mir, auf dem ich Ende Zwanzig war. Ich dachte zurück an diese Zeit und sah diese unzufriedene junge Frau, die immer meinte, sie sei nicht schlank und nicht schön genug, die nichts erreicht hatte - die nur sah, dass sie VERSAGT hatte ... die, die ich mal war. Und konnte auf einmal SEHEN, wie hübsch sie in Wirklichkeit war - und sie hat - ich habe - es nicht gewusst, als es so war, nicht wahrgenommen. Die hässliche Versagerin: Sie bestand nur in meiner Phantasie.

    Mir kamen in diesem wehmütigen Moment die Tränen.

    Tja, da muss ich wohl irgendwann irgendwas Wichtiges kapiert haben. Die Zeit zufrieden zu sein ist JETZT! Ganz unspektakulär konnte ich plötzlich aufhören, mich mit denen, denen es angeblich soviel besser ging und die mehr als ich und es soviel leichter hatten, zu vergleichen. Oder ich hab mir die angeschaut, denen es schlechter ging als mir. Das war wohl sowas wie der "Klick im Kopf".

    Ich hab begriffen, dass es IMMER Ziele geben wird, die ich nicht erreiche, andere, die ich längst erreicht habe und nicht immer zu schätzen weiß, und dass ich Zufriedenheit nur in mir selbst finden kann. Aber wie lange ich für diese Erkenntnis gebraucht habe ... oh je.

    Gib Dir also Zeit. Ich wünsch Dir nur, dass Du weniger benötigst als ich.
    Geändert von Gast5559 (16.08.2010 um 18:48 Uhr)

  5. #20
    Lib
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    Wirklich ein sehr interessanter Thread, habe mich besonders bei dem wieder gefunden, was Sweetmama gesagt hat.

    KiNa: Zum Aufbauen und als Beweis, was alles gehen kann:
    Ich war früher übergewichtig, blass, picklig und von Selbstzweifeln zerfressen. Zur Geburt meines 2. Sohnes ging ich ins Krankenhaus mit 106 Kilo. Ein Jahr später habe ich angefangen, mich zu schälen - und zu entkernen
    Will sagen: Ich habe mich innen genau so wie außen verändert. Das geht Hand in Hand. Meine Motivation war, meinen Kindern ein gutes Vorbild zu sein und mein Leben zu genießen, statt wegzuwerfen. Ich habe gelernt, dass ich etwas wert bin und mehr kriegen und geben kann als das bisschen, was ich hatte.
    Meine Therapeutin sagte einmal zu mir, dass ich die Klientin bin, von der sie sich Videoaufnahmen vorher/nachher gewünscht hätte, weil ich ein komplett anderer Mensch sei.

    Und das stimmt. Ich wiege 40 kg weniger, habe entsprechend innerlichen Ballast abgeworfen und mein gesamtes Leben verändert.
    Wenn der Anfang erst mal gemacht ist und erste Erfolge kommen, wird es viel leichter gehen...

    Alles Gute für Deinen Weg - geh ihn mit soviel Freude, wie möglich!
    Lib

    Es gibt zwei Wege aus der Dunkelheit:
    Entweder Du machst Licht, dort wo Du bist,
    oder Du gehst in die Sonne.


  6. #21
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    Ich freu mich zu lesen, dass ihr es geschafft habt. Ich denke, das baut mehr auf und schafft mehr Motivation als nur Ratschläge von Menschen, die das Problem nicht kennen.

    Ja, wenn die ersten Erfolge kommen, wird der Weg seinen Lauf gehen.

    @ Lip: ich kann mir gut vorstellen, dass deine Kinder dir auch viel Kraft gegeben haben. Ich ziehe den Hut davor, dass du nacher der 2. Geburt so viel abgenommen hast. Ich weiß, wie schwer das ist.

    @Sweetmama: ich hatte schon mal ähnliche Momente mit alten Fotos, die ich gesehen habe. Ich dachte mir auch: mensch, zu diesem Zeitpunkt hast du dich gut gefühlt. Ich hatte die richtigen Menschen um mich herum, die mir viel gegeben haben.
    Es änderte sich leider, und ich denke an die Zeit gerne zurück.
    Aber dieses Gefühl, dass alles eine Vision von mir ist, das kenne ich noch nicht. Vielleicht komme ich da mal hin. Ich habe einige kleine Schritte schon gemacht, die nur der Anfang sind. Aber ich arbeite dran, dass der Weg zu Ende geht. :-)
    Ich hoffe ich habe das Durchhaltungsvermögen, auch bei Steinen im Weg nicht wieder kehrt zu machen.

    Wie seid ihr mit Stolpersteinen umgegangen?

  7. #22
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    Ich schöpfe Kraft daraus, möglichst an meine Grenzen zu gehen. Neuerdings lasse ich mich in einem Fitnessstudio blicken. Speziell trainiere ich meine Beinmuskeln. Vor einigen Jahren hatte ich mir ein Rennrad gekauft. Fast alle 14 Tage bei schönem Wetter radle ich von IZ zum Timmendorfer Strand. Ich kann jetzt mit immer höherem Tempo dank meines Trainings nach Timmendorf brausen. Dort treffe ich dann meine Frau, die mit Zug angereist kommt. Auf dieser Tour, die an die 5 Stunden dauert, denke ich an nichts. Ich sehe nur den Radweg, die Bundesstraße, die sich bis zum Horizont hinzieht, und natürlich die herrliche Landschaft - mentale Entspannung pur. Wenn ich ankomme, bin ich stolz auf mich. Beim Fitnesstraining, z.B. beim Hanteln, muss ich beim letzten Durchgang kämpfen, um überhaupt noch die Hantel hochbringen zu können. Das Geheimnis, um fit zu sein, ist leider, bis an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit zu gehen. Damit beginnt erst der richtige Muskelaufbau. Ebenso beim Lernen. Die Psychologen können einem nur raten: "Lernen bis es wehtut."

    Durch das Hanteltraining habe ich praktisch auch das Durchhalten beim Rennradfahren gelernt. Mitunter möchte ich vom Rad absteigen; doch ich habe mittlerweile einen kleinen Willen entwickelt, der mich irgendwie weiter antreibt.

    Ich bin davon überzeugt, dass man irgendetwas für sich haben muss, das einen nur selbst interessiert. Manche tragen ein Geheimnis mit sich herum, das sie nie preisgeben würden - es tut ihnen gut zu wissen, dass ihnen dieses Geheimnis keiner wegnehmen kann, dass sie etwas wissen, was sonst keiner weiß. Ich würde das durchaus als eine Art von Urvertrauen bezeichnen.

    Wenn ich dann in Timmendorf vom RRad steige, bin ich stolz, diese Strecke wieder gemeistert zu haben. Dass ich mich besser als gut fühle nach der Tour, ist für Psychologen kein Wunder, denn: "Durch die gleichmäßige körperliche Belastung beim Radfahren wird die Produktion und Freisetzung dieser Glücksstoffe auf Touren gebracht. Die 'Happy Hormone Endorphine' durchfluten den Körper, und das Wachstumshormon STH steigert die Leistungsfähigkeit. Der Effekt: ein strömendes Glücksgefühl, das 'Fahrrad High'."

    Der angenehme Nebeneffekt: Ich nehme dabei auch noch ab, im Fitnessstudio und bei den RRadtouren. Bei den Radtouren lasse ich alles an Probleme hinter mir.

    Das RRad hat auch die Funktions eines Generator, mit dem ich jederzeit wieder positive Energie aufladen kann.
    Geändert von Bertrand (17.08.2010 um 20:32 Uhr)

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