psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 8 von 13

Thema: Schwerer Nervenzusammenbruch nach monatelangem Mobbing

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    19.10.2011
    Beiträge
    7
    Danke
    1
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard Schwerer Nervenzusammenbruch nach monatelangem Mobbing

    Hallo, meine FAmilie und ich sind total verzweifelt und wissen nicht was wir tun sollen.
    Mein Bruder wurde seit Monaten von seinen MItarbeitern gemobbt. ERhat dann eine Woche kaum geschlafen und nach einer erneuten Provokation erlitt er einen Nervenzusammenbruch auf der Arbeit und ist seitdem nicht mehr wiederzuerkennen. Er hat zwischendurch starke Heulkrämpfe. Er schreit um Hilfe und fällt auf dem Boden. Außerdem fühlt er sich von den Mitarbeitern verfolgt und redet zwischendurch wirre Sachen die keinen Sinn ergeben. Außerdem kann er nicht richtig schlafen. Meine Famile und ich kümmern uns 24 stunden um ihn, weil wir hoffen dass er in vertrauter umgebung wieder der alte wird. Er nimmt auch schon Antidepressiva und ist auch etwas ruhiger heute. Aber so richtig gebessert hat sich sein zustand noch nicht.
    Könnt ihr mir einen RAt geben was wir in solch einer Situation noch machen können? Wir wollen ihn nicht in die Psychiatrie einweisen, doch einen Psychotherapeuten werden wir auf jeden fall consultieren. Hat jemand schon Erfahrungen mit einer ähnlichen Situation gemacht? Ist es möglich dass sein momentaner Zustand mit Medikamenten und viel Hlfe von seiner Familie wieder sich von allein bessert? Und was könen wir gegen die Firma unternehmen?
    Ich hoffe ihr könnt mir helfen

  2. #2
    Neuling Avatar von Ligeia
    Registriert seit
    27.06.2011
    Beiträge
    40
    Danke
    2
    12 mal in 9 Beiträgen bedankt

    Standard

    Unterstützung von der Familie ist ein wichtiger und auch sehr guter Schritt zur Besserung, meiner Meinung nach.

    Was heißt ihr werdet einen Psychotherapeuten konsultieren? Dies scheint in der Zunkunft zu liegen?! Sein Problem wirkt doch aber sehr akut... wenn ihr eine Psychatrie ausschließt, würde ich doch ZEITNAH Kontakt zu jemanden aufnehmen - in diesem Fall eventuell ein Psychiater, da du auch von Medikation sprichst.
    Woher hat er die Antidepressiva? Könnt ihr den Fall nicht mit der Person besprechen, die ihm auch diese verschrieben hat?
    Von "Eigenmedikation" - also gänzlich ohne begleitender Gesprächstherapie o.ä. halte ich eher wenig. So bekommt man das ganze zwar kurzfristig in Griff, aber ob so ein langfristiger Erfolg erzielt werden kann steht auf einem anderen Blatt.

    Alles Gute an deinen Bruder!

  3. #3
    Schreiberling
    Registriert seit
    12.10.2011
    Beiträge
    491
    Danke
    79
    83 mal in 71 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo,
    Unterstützung von der Familie ist ein wichtiger und auch sehr guter Schritt
    Stimme ich zu. Doch die "Besserung" wird wahrscheinlich in der Arbeit sogleich wieder weg sein. Da ist auch die Familie fern. Er ist dann wieder in dem schädigenden Milieu.

    -Als erstes würde ich einen Arzt konsultieren, ihm geradeheraus von Mobbing erzählen. Die Stimmung würde ich vorerst von Medikamenten behandeln lassen. So bald wie möglich unbedingt psychotherapeutisch aufarbeiten
    -Es gibt auch Ärzte mit dem Zusatz Psychologe oder so. Der Arzt sollte den gemobbten so schnell wie möglich von der Arbeit nehmen.
    -Nebenbei sollte das Mobbingopfer insgeheim Datum, Uhrzeit, Beteiligte und Art des Mobbings dokumentieren. Wichtig!
    -Im Internet dürfte es auch Adressen geben, sogar Selbsthilfegruppen könnte man suchen. Die geben ihre Erfahrungen weiter. Das Mobbingopfer hat dann Gewissheit, dass es mit seinem Leiden nicht allein ist, sondern dass es verstanden wird.
    -
    So weit ich weiß, ist laut Gesetz beim Arbeitgeber ein Beauftragter oder der Chef verpflichtet, bei Mobbing aktiv zu werden. Wenn dieser nicht zuverlässig ist, dann lieber vorsichtig agieren. Gut informiert zu sein, nimmt etwas von der Angst (Ungewissheit).

    Er hat zwischendurch starke Heulkrämpfe. Er schreit um Hilfe und fällt auf dem Boden.
    Das ist aber schon heftig. Das dauert dann schon länger und dürfte sehr intensiv sein.
    Wichtig: Der Betroffene hat seine Selbstachtung verloren, sein "öffentliches Ansehen" etc. Wie schon körperlich, so ist er auch psychisch am Boden. Er gehört unbedingt psychisch so schnell wie möglich stabilisiert. Und vorerst mal weg von der Quelle des Mobbing.
    LG Grüße Sonnenkraut

  4. #4
    Neuling
    Registriert seit
    19.10.2011
    Beiträge
    7
    Danke
    1
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    ich hab so eine angst,
    ich hab auch vergessen zu sagen dass mein bruder seit der geburt an epilepsie leidet und eine woche vor seinem anfall einen sehr starken anfall hatte, ich befürchte nun dass das zusammenhängt....hat jemand schon sowas ähnliches erlebt, wie habt ihr gehandelt,
    ich freue mich über jeden weiteren rat und bedanke für eure hilfe

  5. #5
    Schreiberling
    Registriert seit
    12.10.2011
    Beiträge
    491
    Danke
    79
    83 mal in 71 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo SucheRat;
    ich hab auch vergessen zu sagen dass mein bruder seit der geburt an epilepsie leidet
    Das ändert aber schon einiges am Gesamtbild! Da könnte man vermuten, dass eventuell ein Zusammenhang besteht - vorsichtig ausgedrückt. In diesem Kontext weiß ich leider kaum etwas. Trotzdem finde ich es richtig, sich Hilfe zu holen, denn die Kräfte von mehreren machen stark. Ich wünsche Euch viel Hilfe und Erfolg
    PS: Habt Ihr schon mal nach entsprechenden "Selbsthilfegruppen" gesucht (Internetsuchmaschine) ? Da dürfte es einen großen Erfahrungsschatz geben.
    LG Sonnenkraut

  6. #6
    Neuling
    Registriert seit
    19.10.2011
    Beiträge
    7
    Danke
    1
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    ich hab hier was gefunden was passen könnte:
    http://www.swissepi.ch/web/swe.nsf/0...te%20Psychosen

    scrollt mal bitte ganz nach unten zu einteilung der psychosen nach epilepsie....der punkt postikal ist treffend....was haltet ihr davon?
    ich werde einen arzt natürlich das auch fragen
    danke für eure antworten

  7. #7
    Neuling Avatar von Ligeia
    Registriert seit
    27.06.2011
    Beiträge
    40
    Danke
    2
    12 mal in 9 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hab es mir durchgelesen und bin der Meinung, dass es schon zusammenhängen könnte. Die Reize häufen sich, was die Situation vielleicht erst dazu gemacht hat. Die Paranoia von der du gesprochen hast würde auch dafür sprechen.
    Am Ende von diesem Absatz steht auch, dass es mit Benzodiazepinen oder Neuroleptika behandelt wird und dann doch "schnell" vorüber gehen könnte.

    Dazu sollte er aber wirklich zu einem Neurologen/Psychiater!

    Ich würd ihn jetzt erstmal krank schreiben lassen, die Symptome mit Hilfe eines Arztes behandeln und anschließend, wenn das schlimmste überstanden ist, rechtliche Schritte einleiten. Ich glaube nicht, dass es zu einer gesundheitlichen Verbesserung kommen würde, wenn er sich jetzt sofort mit Anwälten rumschlagen muss.

    Eine Selbsthilfegruppe als zusätzliche Stütze schadet bestimmt nicht.

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Ligeia für den sinnvollen Beitrag:

    SucheRat (19.10.2011)

  9. #8
    Schreiberling Avatar von Mariposa
    Registriert seit
    09.08.2011
    Beiträge
    337
    Danke
    83
    101 mal in 78 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo SucheRat,

    ich habe schon im Bekanntenkreis von einem fast gleichen Fall gehört.
    Es liegt schon etwas zurück.
    Der Betroffene litt nicht unter Epilepsie, aber die Weinkrämpfe waren gleich.
    Er konnte auch mitunter nicht aufhören zu weinen.
    Die Familie ist ganz wichtig.
    Und auch ich denke, es ist dringend professionelle Hilfe nötig.
    Bitte liebe Fachleute, die ihr hier im Forum unterwegs seid, berichtigt mich wenn ich Unfug schreibe!!! Bei dem Betroffenen bestand Suizidgefahr.
    Alles Liebe Mari
    Nimm dir Zeit für deine Freunde, sonst nimmt die Zeit dir deine Freunde

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Nervenzusammenbruch
    Von hexi im Forum Depression
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 14.01.2012, 22:12
  2. Krankhafte Fixierung auf eine Frau - Nervenzusammenbruch
    Von Bingoman im Forum Liebe & Partnerschaft
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 08.07.2011, 10:52
  3. Nervenzusammenbruch/Was soll ich tun
    Von Seelchen74 im Forum Depression
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 22.11.2010, 17:28
  4. Schwerer Atem beim Küssen
    Von Oivi im Forum Ängste
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 09.03.2010, 14:44
  5. Mobbing nach langer Zeit,Folge unerklälich
    Von breakingbenjamin im Forum Mobbing
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 16.01.2009, 15:50

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!