Hi,
ich bin 24 und hatte noch nie eine Freundin. Das macht mich ziemlich fertig, da ich gerne eine Beziehung hätte. Ich hätte halt gerne jemanden, mit dem ich gerne zusammen Zeit verbringe, denselben Humor teile, neue Sachen aus probiere. Jemanden der auf einen wartet wenn man abends nach Hause kommt außer meinem dämlichen Diabetiker-Mitbewohner. Und Sex spielt sicherlich auch eine Rolle, wobei ich hierbei die Form von Sex meine bei der man auch das Gefühl hat von der Gegenseite geliebt zu werden. Und vll auch irgendwo jemanden, für den man sich im Studium/ bei der Arbeit etc. besonders anstrengt, um ihr auch etwas bieten zu können/damit sie zu einem aufschauen und stolz sein kann. Ich denke es ist ein urmenschliches Bedürfnis eine Partnerschaft inkl. seelischer und körperlicher Nähe zu haben.
Ich bin nicht unsozial, habe viele Freunde, allerdings wenig weibliche, die zu allem Übel auch vergeben/verheiratet sind. Mein Aussehen empfinde ich als normal/unscheinbar, normalgewichtig, weder nerdig, noch übermäßig gestyled. Eigentlich ziemlich natürlich. Evtl. etwas weichere Züge. Charakterlich bin ich eher der ruhige sanftmütige (peace!) Typ, wobei ich auch sehr humorvoll sein kann. Ich kann mir vor stellen dass ich durch meine normalerweise ausgeprägt ruhige und unscheinbare Art evtl. nach außen wie ein Softie wirke, wobei das nicht stimmt, da ich mich ggf. sehr energisch (auch physisch) behaupten kann und auch schon habe, wenn ich dazu gezwungen werde/wurde.
Meine bisherigen Erfahrungen mit Frauen sahen so aus, dass ich A.) entweder von Frauen Annäherungsversuche erhalten habe mit denen ich nicht richtig umgehen konnte bzw. auf Distanz gegangen bin oder B.) ich auch viele Körbe einstecken musste oder C.) ich mich aus Apathie, Fatalismus, Verkrampfung, Angst vor Zurückweisung dazu entschlossen habe jemanden gar nicht erst anzusprechen.
Es ist nicht so, dass ich mir keine Mühe geben würde. Tatsächlich habe ich mich auch sehr mit Pick-Up beschäftigt, aber da lernt man nur eine andere Person (alpha-Rolle) darzustellen und das ist zwar kurzfristig durchaus erfolgreich, aber langfristig ziemlich energieraubend diese Rolle aufrecht zu erhalten und ich halte inzwischen auch prinzipiell nicht wirklich was davon. Ich möchte als der akzeptiert werden der ich bin.
Ich denke mir auch irgendwo, dass es vll damit zusammen hängt, dass ich eine sehr schwierige Beziehung zu meiner Mutter hatte, die eine sehr dominante kontrollierende hysterische manipulative männerhassende und aggressive Person ist und die mir lange Zeit mein Leben zur Hölle gemacht hat.
Aus einem anderen medizinischen Grund heraus habe ich mir meine Hormone mal bestimmen lassen. Dabei stellte sich heraus, dass meine Geschlechtshormone grenzwertig niedrig sind. Ich frage mich ob meine ruhige Art und meine weichen Züge evtl. mit diesem Befund korrelieren und ich vll aufgrund meiner "Unmännlichkeit" Schwierigkeiten habe mit dem anderen Geschlecht umzugehen oder dadurch unattraktiv wirke?!
Meine Einsamkeit und meine Ursachenforschung beginnen einen Teufelskreis zu bilden. Je mehr ich mich mit den Ursachen beschäftige desto fatalistischer und apathischer werde ich und desto mehr Minderwertigkeitsgefühle entwickle ich. Und die Apathie und der Fatalismus und die Minderwertigkeitsgefühle verstärken die Einsamkeit. Ich wünschte mir manchmal ich wär religiös oder schwul oder autistisch, oder eine Kombination dieser drei Kategorien dann wäre vieles einfacher. Aber leider kann ich mit Religion nicht viel anfangen, steh auf Frauen und ordne auch meine Schnürsenkel nicht nach Farbe und Durchmesser.
Vielleicht ist es ja wie im Märchen und eine hübsche Prinzessin findet irgendwann den misanthropischen Frosch am Brunnen, hebt ihn auf küsst ihn und er verwandelt sich in einen Playboy, oder aber ich ende als Froschschenkel auf dem Teller eines französischen Gourmets?!
Ich hab diesen Beitrag einerseits geschrieben weil ich mal meine Gedanken ordnen wollte andererseits bin ich für Inspirationen jeglicher Art offen, nur beachtet bitte, dass ich mir sehr viel Mühe mit diesem Beitrag gemacht und sehr viel und intensiv nach gedacht habe und ich ungern mit 0850-Antworten abserviert werden möchte a la "Kopf hoch" oder "ist doch nicht so schlimm" etc.. Da fühlt man sich nämlich nicht ernst genommen.
Peace und Greetz
Zalzala


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feiere, genieße dein Leben, sei gesellig und offen und warte ab.
Die T-Werte sind normal und ich sehe auch nicht wirklich feminin aus. Das ist nur eine der zahlreichen Neurosen, die ich permanent ausbilde.

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