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Thema: Seele, Geist, Bewusstsein

  1. #9
    Schreibkraft Avatar von Anubis
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    Hallo Schatten,

    Zitat Zitat von Schatten Beitrag anzeigen
    Aber die Deutung der unbewussten Signale, Symbole, usw. findet durch den Verstand statt.
    Das stimmt.

    nur darf dieser Liebesbegriff dann nicht einpolig und kitschig verstanden werden, sondern es würde sich um einen Liebesbegriff handeln, der gelernt hat die Gesamtheit der Erscheinungsformen zu lieben, also eben auch all das Leid und Unglück, was man gewöhnlich nicht haben will.
    Wow. Ja, genau so würde ich díesen Begriff Liebe auch definieren. Es hört sich im ersten Moment sehr schwer an, all diese Erscheinungsformen zu lieben, aber ich glaube dass es möglich ist.
    Vielleicht dann wenn man die ganzen Zusammenhänge verstanden (und verinnerlicht) hat, z.B. dass das Leid und das Unglück auch nur eine Form des Lernens und der Weiterentwicklung ist.

    Meines Erachtens sind sie das sogar in einem weitreichenden Maße, es verlängert bestimmte Muster, die ja auch die Psychologie findet (z.B. den Wiederholungszwang) sozusagen ins Unendliche.
    Das musst Du noch mal genauer erklären. Ich verstehe hier den Zusammenhang nicht so ganz.

    Eine Herausforderung für unser gewohntes Denken ist dabei, nicht eine Ursache ausfindig machen zu können, sondern eher Stränge oder Muster zu sehen, die – je nach Anschauung – jetzt zu ändern sind. Ein Konzept nicht ohne Reiz und weit weniger irre, als man uns zuweilen glauben machen will.
    Sehe ich genauso.

    Im Übrigen ist ja das Wort Heilung, was Du der Psychologie zuschreibst, ja eher aus einem religiösen Kontext, während die Sinnfrage auch atheistisch gelöst werden kann.
    Ich hätte Heilung jetzt eher als ein Ziel der Psychologie gesehen (so wie bei der Medizin). Der Religion hätte ich jetzt eher einen Begriff wie "Erlösung" zugeschrieben.

    Einen passend(er)en Rahmen für das eigene Leben zu finden kann manchmal auch therapeutisch effizient sein. Kommt halt immer drauf an, um was es geht.
    Auf jeden Fall.

    Ach, vorurteilsfrei geht vermutlich gar nicht, muss aber auch nicht.
    Es reicht, sich seiner Vorurteile bewusst zu sein und zu versuchen die Argumente des anderen nachzuvollziehen und erst mal gelten zu lassen, dass man die Dinge auch so sehen kann.
    Das meine ich eigentlich auch so.
    Vorurteilsfrei bedeutet für mich erst mal offen für Argumente zu sein und nicht direkt alles als falsch, unwissenschaftlich oder unbewiesen abzulehnen, nur weil es im ersten Moment nicht in das eigene angelernte Weltbild passt.

    Spannend finde ich dabei, dass eine konsequente Beschäftigung mit der Psychologie oder mit der eigenen Psyche über kurz oder lang bei gesellschaftlichen Themen landet und das trifft auch auf die Beschäftigung mit religiösen und spirituellen (ich würde beides trennen) Themen zu.
    Sehe ich genauso, aber wirklich trennen kann man spirituelle und religiöse Themen meines Erachtens nicht, da sie teilweise große Schnittmengen haben. Selbst wenn man sich ausschließlich mit spirituellen Themen beschäftigt, kann man schnell bei religiösen Anschauungen landen. Oder warum würdest Du hier eine Trennung vorziehen?

    Gruß
    Anubis
    „Allen ist das Denken erlaubt. Vielen bleibt es erspart.“
    (Curt Goetz)

  2. #10
    Schreiberling Avatar von Schatten
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    Hallo Anubis,

    die Antwort kommt noch, ich bin allerdings momentan fürchterlich knapp mit Zeit, sorry.

    Gruß,

    Schatten

  3. #11
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    Zitat Zitat von Jan1981 Beitrag anzeigen
    Welchen Weg nutzt du oder hast du genutzt, um deine Seele zu reinigen?
    Ich fand den Weg meine Bewußtsein zu reinigen, indem ich nicht mehr beurteile... Sag das Euch was?

    Gruß
    Rob

  4. #12
    Neuling Avatar von Plaitamin
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    @gral
    Aus dem alt thailändische Überlieferung, erlaube mir bitte in ein moderneres Beispiel als eine der Sichtweise zu berichten.

    Ein Linienbus = Körper, die mit der entsprechen Beschaffenheit und Funktionalität.

    Der Busfahrer = Geist , der die Bus von der Anfangspunkt bis zum Endziel fährt.

    Der Fahrgast = Seele, der der Erlebnis während der Fährzeit wahrnimmt.

    Der Bewusstsein = Wahrnehmung innerhalb der Fokus und der Unterbewusstsein = Wahrnehmung außerhalb der Fokus, sowie die Fokus ist der gegenwärtige Gedankenkanal.

    Bevor der Fahrgast in dem Linienbus einsteigen, setzt das Wissen über der Fahrtziel, Fahrt-komfortable voraus. (Geburt, Leben, Altsein und Tod als Mensch) Der Busfahrer (Geist) steuert mit dem Bewusst und Unbewusst allein den Linienbus nach ihr verfügbare Beschaffenheit und Funktionalität (Körper) auf dem Fahrtweg. Der Fahrgast (Seele) kann während der Fahrt, der ohne eigene zu tun nur über den Wegerlebnis wahrnimmt oder auch nicht.

    Deshalb „…Das Leben ist zur Erleben und nicht zu Erreichen….“

    Deshalb „…Das Lebenssinne kann erst nach dem Ableben beantwortet….“

    Deshalb „…Die Seele ist der Betrachter und nicht der Betroffen (Körper / Geist)

    Deshalb „…Alles was im Verlauf das Leben ein Gesammelt hat, liegt spätesten am Wegende zurück…“


    LG Plaitamin

  5. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Plaitamin für den sinnvollen Beitrag:

    Anubis (18.01.2011),Darkstar (19.01.2011)

  6. #13
    Schreiberling Avatar von Schatten
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    Hallo Anubis.

    nur darf dieser Liebesbegriff dann nicht einpolig und kitschig verstanden werden, sondern es würde sich um einen Liebesbegriff handeln, der gelernt hat die Gesamtheit der Erscheinungsformen zu lieben, also eben auch all das Leid und Unglück, was man gewöhnlich nicht haben will.

    Wow. Ja, genau so würde ich díesen Begriff Liebe auch definieren. Es hört sich im ersten Moment sehr schwer an, all diese Erscheinungsformen zu lieben, aber ich glaube dass es möglich ist.
    Ich auch.
    Natürlich kommt man dann schnell in Rechtfertigungsnöte, weil man den Sinn (oder Unsinn) des Leidens nicht generell erklären kann.

    Vielleicht dann wenn man die ganzen Zusammenhänge verstanden (und verinnerlicht) hat, z.B. dass das Leid und das Unglück auch nur eine Form des Lernens und der Weiterentwicklung ist.
    Die Frage ist: Kann man die ganzen Zusammenhänge verstehen?
    Vielleicht ist unser Denken da wirklich überfordert, weiß ich aber nicht.

    Meines Erachtens sind sie das sogar in einem weitreichenden Maße, es verlängert bestimmte Muster, die ja auch die Psychologie findet (z.B. den Wiederholungszwang) sozusagen ins Unendliche.

    Das musst Du noch mal genauer erklären. Ich verstehe hier den Zusammenhang nicht so ganz.
    Beim Wiederholungszwang handelt man nach gewissen, einem selbst zunächst unbewussten, psychischen Mustern, die dann in der Beziehung zu und mit anderen wiederholt und reinszeniert werden. Das passiert aber nicht einfach nur so, sondern immer wieder in der Absicht, dass der Konflikt doch noch gelöst werden kann.
    Bei dem was man Karma nennt, ist das in vielen Varianten ebenfalls der Fall, mein „Thema“ wird mir immer wieder aufs Brot gestrichen.

    Zitat:
    Im Übrigen ist ja das Wort Heilung, was Du der Psychologie zuschreibst, ja eher aus einem religiösen Kontext, während die Sinnfrage auch atheistisch gelöst werden kann.

    Ich hätte Heilung jetzt eher als ein Ziel der Psychologie gesehen (so wie bei der Medizin). Der Religion hätte ich jetzt eher einen Begriff wie "Erlösung" zugeschrieben.
    Kann man natürlich auch die sehen, es gibt ja keine Verpflichtung, wie man Begriffe zu benutzen hat.


    Zitat:
    Ach, vorurteilsfrei geht vermutlich gar nicht, muss aber auch nicht.
    Es reicht, sich seiner Vorurteile bewusst zu sein und zu versuchen die Argumente des anderen nachzuvollziehen und erst mal gelten zu lassen, dass man die Dinge auch so sehen kann.

    Das meine ich eigentlich auch so.
    Vorurteilsfrei bedeutet für mich erst mal offen für Argumente zu sein und nicht direkt alles als falsch, unwissenschaftlich oder unbewiesen abzulehnen, nur weil es im ersten Moment nicht in das eigene angelernte Weltbild passt.
    Ja, das empfinde ich auch als ein Problem, zumal oft größtmögliche Offenheit suggeriert wird, was dann aber oft weniger der Fall ist, als die Verpackung verspricht.

    Zitat:
    Spannend finde ich dabei, dass eine konsequente Beschäftigung mit der Psychologie oder mit der eigenen Psyche über kurz oder lang bei gesellschaftlichen Themen landet und das trifft auch auf die Beschäftigung mit religiösen und spirituellen (ich würde beides trennen) Themen zu.

    Sehe ich genauso, aber wirklich trennen kann man spirituelle und religiöse Themen meines Erachtens nicht, da sie teilweise große Schnittmengen haben. Selbst wenn man sich ausschließlich mit spirituellen Themen beschäftigt, kann man schnell bei religiösen Anschauungen landen. Oder warum würdest Du hier eine Trennung vorziehen?
    Religion hat für mich immer etwas mit Glauben zu tun und dieser Glaube ist es, der die Menschen die dieser Gemeinschaft angehören verbindet, eint und ihnen dadurch auch Halt und Kraft gibt – andere aber auch in ihrer Entwicklung und ihrem Wunsch nach Freiheit hemmen kann, das muss man auch klar betonen.
    Spiritualität verbinde ich in erster Linie mit Praktiken die nicht unbedingt einen Glauben benötigen. Oft ist es auch so, dass spirituell Praktizierende zu anderen Ergebnissen kommen, als der Glaube ihrer Gemeinschaft besagt.
    Schnittmengen können natürlich immer da sein, sind aber meiner Auffassung nach nicht zwingend.


    Gruß

    Schatten

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