Wie bereits mal angesprochen, wollte ich ein wenig meine momentanen Probleme schildern.
Da es mir im Moment total Mies geht, find ich es den richtigen Zeitpunkt, genau so auch meine Gefühle zu repräsentieren.
Hoffe, das gelingt mir, auch, wenn ich meist keinen passenden Anfang finde. Hoffe, platze nicht so mittenrein in das Thema.
Im Endeffekt kann ich sagen, ich weiß nicht, was mein Platz ist in dieser Gesellschaft. Ich fühl mich so belogen und ausgeschlossen...
Erstmal ein wenig Vergangenheit, was es so evtl. relevantes gibt:
Ich hatte noch nie wirklich eine Freundin. Einmal in der KJP hatte ich für wenige Tage eine, die ich aber kaum sah und ohnehin eig. nicht so weit gemocht hab, dass ich sie als "Freundin" nennen würde.
Ein ander Mal hatte ich ein "Projekt" mit einer 37-jährigen... Ich selber bin jetzt 20. Ich wollte nur wissen, ob ich vielleicht meines Alters schon zu weit bin, zudem noch, wie es eig. so ist, mit dem Altersunterschied. Wahrlich ernst nehmen konnte man das auch net.
Freunde hatte ich schon immer wenig, dafür halten die Freundschaften. Eine von Ihnen ist schon mein halbes Leben eine standhafte Basis. Nur großen Kontakt zu "Massen" oder so pflegte ich nie. Ich fand die Menge immer unangenehm, war also eher so der Klein-Gruppen-Typ, bin ich heute auch noch sehr extrem.
Nunja, fang ich mal an, mein Problem bestmöglich zu beschreiben.
Verhasst, so fühle ich mich. Inakzeptiert und nur ausgenutzt.
Hier mal einige Gedankengänge:
Ich bin ein Tiger, gefangen im Käfig, alle schauen mich an und füttern mich, weil sie mich dann Kunststücke machen sehen wollen...
Ich habe Menschen, die kennen mich, akzeptieren mich, finden mich Toll, nur mit niemandem kann ich einfach mal Ich sein.
Wenn jemand wohin wollte und mich einlud, gab es immer seltsame Fragestellungen wie z.B.:
-Hey, ist ein Platz im Auto noch frei, hast du Lust? (So als Reserve?)
-Hey, will da hin, aber nicht alleine, hast du Lust? (Hauptsache ich bin net alleine)
Meine Freude kann ich auch nur für mich genießen, niemand, der sie mit mir teilen möchte...
-Wenn ich meine Musik höre, dann ist die so absonderlich, dass sie niemand mithört, sie wird verurteilt von vorn herein und verabscheut. Ich steh aber als Depp da, wenn ich andere Musik mal nicht gut finde.
-Wenn ich Filme gucken will, dann will ich nicht wie alle die ich kenne nen sinnlosen Splatter-Film sehen, ja, ich steh halt noch auf Disney-Filme mit Sinn. Mein Lieblingsfilm ist "König der Löwen".
-Wenn andere Party machen, dann muss immer Alkohol als aufheiterer zählen, Probleme müssen auf Partys geklärt werden, riesen Hauptthema ist immer Sex. Da kann ich einfach nicht mithalten. Ich trinke nunmal nicht, rauche nicht, bin nicht auf Sex aus, begehre eher ehrliche Liebe.
-Wenn andere sich über alltägliche Dinge unterhalten, kann ich nie meine Meinung nennen, weil die so *******, wahnsinnig oder zu viel gedacht ist.
-Wenn andere Okkultes, Spirituelles oder Religiöses erzählen, reiß ich garnicht erst mein Mund auf, sonst werd ich wieder als totaler Spinner hingehalten. Nur, weil ich inzwischen sogar eine eigene Religion entdeckt hab, die sich Tag für Tag bestätigt, immer mehr...
-Wenn ich mal Lust auf irgendwas hab, dann ist das nicht mehr Zeitgerecht, es ist Kindisch, nicht Altersgerecht oder sonst was, langweilig, öde, eintönig und und und...
Ich gehe oft auf Dinge ein, die mir nicht taugen. Frage ich mich, warum andere das nicht können aber es von mir verlangen?
Ich war, wie jeder Jugendliche schon einige Male ein wenig verschossen in jemand. Anders, wie bei anderen, hat es bei mir nur noch nie geklappt.
Es gab ganz seltsame Situationen:
-Die eine küsste mich eines Abends einfach auf den Mund, da wir uns schon lange SUPER verstanden. Am nächsten Tag war sie mit jemand zusammen, der alleine vom Szene-Typ und Verhalten GARNICHT zu ihr passte -.-
Dementsprechend "sauer" war ich dann und hab den Kontakt zu ihr eher gemieden.
-Die andere war in der Psychiatrie wegen ihrem Ex-Freund, das kann ich immerhin verstehen, dass sie da Vorsicht gibt.
-Eine andere wollte mich garnicht erst kennenlernen, obwohl ich die öfters mal in so einer Gruppe sah. Es war eine "Interaktionsgruppe".
So Storys könnt ich noch mehr erzählen, das hat einfach NOCH NIE geklappt, ich wurde noch nie aus Liebe, außer als Kind von der Mutter, in den Arm genommen, noch nie geküsst wahrlich, noch nie mit Herzklopf wurde mir in die Augen gesehen, und ich konnte das auch noch nie abgeben. Wobei ich so ein liebebedürftiger Mensch bin. Innerlich sehr friedliebig...
Da komm ich auch schon zum nächsten Problem:
Viele der "Enttäuschungen" aber auch andere Mädels, inzwischen macht es mich aggressiv, nennen mich gern "den besten Freund", den "Teddy-Bär-Freund" oder sonst wie. Ich scheine immer perfekt zu sein, was ganz Besonderes oder sowas von Vernünftig, aber immer nur dieser "Schmusefreund".
Ich komm damit nicht klar, wenn ich so gut bin, warum immer nur dieser beste Männerfreund? Ich versteh das nicht, das macht mich kaputt...
Was Besonderes, ja nicht nur die Mädchen sagen das, mindestens zwei dreimal die Woche höre ich, dass ich was Besonderes sei. Entweder besonders faszinierend, besonders Eigenartig, besonders als Mensch, was ganz Eigenes.
Wenn ich mit dem mir gesagtem dann auch so umgehe, heißt es immer: Ich soll mich nicht so besonders darstellen. <-- Ist ja eig. auch das, was ich tu, mich nicht so darstellen. Nur, immer Situationsgerecht bin ich Besonders oder nicht, selbst widersprechen sich teils die, die mir schon die jeweils andere Sache gesagt hatten.
Ich komm damit nicht klar, wie nehmen mich denn die Leute letztendlich auf? Kann ich dazugehören oder werd ich ausgegliedert, nur weil ich "Besonders" bin?
Ich trau mich nicht mehr so an Menschen ran, bin extrem vorsichtig und scheu geworden. Wenn mich jemand berührt, zucke ich reflexartig weg, wenn mich jemand anlächelt, kann ich die Bedeutung nie deuten.
Ich kann kaum noch zwischen Ironie und Ernst unterscheiden und muss immer fragen, wies gemeint war. Dann werd ich aber auch für dumm dargestellt...
Ob bei Menschen, aber vor Allem in der Liebe heißt es immer wieder: Es wird die Richtige kommen. Frag ich mich nur: Wieso ist bei jedem das Leben gleich vorgegeben? Muss ja nicht sein, dass ich die Richtige bekomme.
Und offen für Menschen sein, das ist für mich eine Hürde. Ich sage mir:
Wenn ich einen Pilz gegessen hab, von dem ich mich übergeben musste, dann probier ich vielleicht noch nen anderen. Irgendwann muss ich aber kapieren, dass ich mich generell von Pilzen übergeben muss...
Die Sache ist, ich bin es irgendwann satt, mich übergeben zu müssen.
Wenn ich mit Menschen offen über meine Probleme reden, dann fass ich die Dinge aus deren Augen immer wieder falsch auf.
Auch, wenn ich künstlerische Dinge mache, Gedichte schreibe, Liedtexte entwerfe oder mal ein Spiel entwickeln möchte (kein elektronisches Spiel), dann ist es für andere immer schlecht, unwirklich, fehlt was, die wissen also immer alles sofort besser.
Wenn jemand anderes aber nur mal einen Satz sagt, dann ist der sowas von brillant, epic oder sonst was. Warum? Was interpretier ich falsch, oder die anderen?
Es gab auch noch nie einen Menschen, der mal nur auf einen einzigen Rat von mir gehört hatte. Oft werd ich um die Meinung gefragt, ob Schule weil ich da mit die besten Noten hab, ob in Lebenssituationen weil ich es auf Anhieb mit eigener Wohnung und alles schaffte, klar, ich werd gefragt. Nur, NIEMAND hat je einen Tipp von mir befolgt.
Ohne lügen zu müssen, ich kann keine Situation erinnern...
Selbst, wenn die "Vermutungen" der Leute "mit weniger oder keiner Erfahrung" die Fragenden einmal in den Boden setzte.
Manchmal weiß ich nicht, ob ich "Dauer-Psychisch-Gestört" bin oder doch etwas ganz Besonderes, wo die anderen nicht hinkommen, was aber sehr Arrogant wirkt.
Auch im Leben fühl ich mich so unterdrückt:
Ich bin ein durchaus kreativer Mensch. Ich lebe für Musik, Poesie, Philosophie und solche Dinge. Ich bin ein reiner Denker, mir fällt es schwer, meinen Kopf auszuschalten. Drum benötige ich auch mindestens eine Stunde zum einschlafen, zur Zeit, wo mir so viel durch den Kopf geht schau ich ab und zu nach zwei Stunden mal auf die Uhr...
Ich muss arbeiten, damit ich meine Wohnung finanzieren kann, ist ja soweit ok. Nur werd ich förmlich zu Dingen gezwungen, die nicht ich sind.
Ich mach zur Zeit Einzelhandel, ist ja gut und Recht, in Ausbildung. Ding ist, ich bin nicht der Mensch, der so in den "Willen" anderer eingreifen möchte, damit er kauft. Ich bin kein Mensch, der Geld so als wichtig erachtet, dass mir jeder Cent Umsatz ein Gefühl der Freude gibt.
Ich bin dann zufrieden, wenn der Kunde zufrieden ist. Zum Glück ist das auch in unserem Laden immerhin ein Prinzip, was wir aber so in der Schule und so alles lernen, strebt der Beruf völlig gegen meine Philosophie.
Würde ich aber die Ausbildung nicht machen, eine andere passende fand ich nicht, müsste ich Zeitarbeit belegen und dass ich dort "versklavt" werde, wo ich doch eher der "Kunst-Denker-Typ" bin, ist klar.
Keine Chance mal auszuweichen, das ist aber weniger das Schlimme, das kann ich immerhin noch nachvollziehen, wieso das so ist. Nur benötige ich einfach mehr Freiraum und Freizeit für mich, um mich zu entspannen.
Nach Feierabend krieg ich nichts auf die Reihe, die Wohnung verdreckt jedes mal förmlich und Erledigungen gehen auch nur meist auf den letzten Drücker.
Das Aufstehen Morgens ist ein totales Hindernis, so dass ich mir jetzt immer den Wecker schon ne Stunde früher stelle, um eine "Aufwachphase" zu haben.
Um die "Einschlaf- und Aufwachphase" gewährleisten zu können, muss ich dementsprechend auf Zeitig ins Bett, um genug Schlaf zu bekommen, was auch nicht immer funktioniert. Die Zeit, die ich mehr investieren muss, fehlt mir Tagsüber dann, also Abends und Morgens.


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