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Thema: Seelenpein

  1. #1
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    Standard Seelenpein

    Wie bereits mal angesprochen, wollte ich ein wenig meine momentanen Probleme schildern.

    Da es mir im Moment total Mies geht, find ich es den richtigen Zeitpunkt, genau so auch meine Gefühle zu repräsentieren.
    Hoffe, das gelingt mir, auch, wenn ich meist keinen passenden Anfang finde. Hoffe, platze nicht so mittenrein in das Thema.

    Im Endeffekt kann ich sagen, ich weiß nicht, was mein Platz ist in dieser Gesellschaft. Ich fühl mich so belogen und ausgeschlossen...

    Erstmal ein wenig Vergangenheit, was es so evtl. relevantes gibt:
    Ich hatte noch nie wirklich eine Freundin. Einmal in der KJP hatte ich für wenige Tage eine, die ich aber kaum sah und ohnehin eig. nicht so weit gemocht hab, dass ich sie als "Freundin" nennen würde.
    Ein ander Mal hatte ich ein "Projekt" mit einer 37-jährigen... Ich selber bin jetzt 20. Ich wollte nur wissen, ob ich vielleicht meines Alters schon zu weit bin, zudem noch, wie es eig. so ist, mit dem Altersunterschied. Wahrlich ernst nehmen konnte man das auch net.

    Freunde hatte ich schon immer wenig, dafür halten die Freundschaften. Eine von Ihnen ist schon mein halbes Leben eine standhafte Basis. Nur großen Kontakt zu "Massen" oder so pflegte ich nie. Ich fand die Menge immer unangenehm, war also eher so der Klein-Gruppen-Typ, bin ich heute auch noch sehr extrem.

    Nunja, fang ich mal an, mein Problem bestmöglich zu beschreiben.

    Verhasst, so fühle ich mich. Inakzeptiert und nur ausgenutzt.
    Hier mal einige Gedankengänge:

    Ich bin ein Tiger, gefangen im Käfig, alle schauen mich an und füttern mich, weil sie mich dann Kunststücke machen sehen wollen...

    Ich habe Menschen, die kennen mich, akzeptieren mich, finden mich Toll, nur mit niemandem kann ich einfach mal Ich sein.
    Wenn jemand wohin wollte und mich einlud, gab es immer seltsame Fragestellungen wie z.B.:
    -Hey, ist ein Platz im Auto noch frei, hast du Lust? (So als Reserve?)
    -Hey, will da hin, aber nicht alleine, hast du Lust? (Hauptsache ich bin net alleine)

    Meine Freude kann ich auch nur für mich genießen, niemand, der sie mit mir teilen möchte...
    -Wenn ich meine Musik höre, dann ist die so absonderlich, dass sie niemand mithört, sie wird verurteilt von vorn herein und verabscheut. Ich steh aber als Depp da, wenn ich andere Musik mal nicht gut finde.
    -Wenn ich Filme gucken will, dann will ich nicht wie alle die ich kenne nen sinnlosen Splatter-Film sehen, ja, ich steh halt noch auf Disney-Filme mit Sinn. Mein Lieblingsfilm ist "König der Löwen".
    -Wenn andere Party machen, dann muss immer Alkohol als aufheiterer zählen, Probleme müssen auf Partys geklärt werden, riesen Hauptthema ist immer Sex. Da kann ich einfach nicht mithalten. Ich trinke nunmal nicht, rauche nicht, bin nicht auf Sex aus, begehre eher ehrliche Liebe.
    -Wenn andere sich über alltägliche Dinge unterhalten, kann ich nie meine Meinung nennen, weil die so *******, wahnsinnig oder zu viel gedacht ist.
    -Wenn andere Okkultes, Spirituelles oder Religiöses erzählen, reiß ich garnicht erst mein Mund auf, sonst werd ich wieder als totaler Spinner hingehalten. Nur, weil ich inzwischen sogar eine eigene Religion entdeckt hab, die sich Tag für Tag bestätigt, immer mehr...
    -Wenn ich mal Lust auf irgendwas hab, dann ist das nicht mehr Zeitgerecht, es ist Kindisch, nicht Altersgerecht oder sonst was, langweilig, öde, eintönig und und und...

    Ich gehe oft auf Dinge ein, die mir nicht taugen. Frage ich mich, warum andere das nicht können aber es von mir verlangen?

    Ich war, wie jeder Jugendliche schon einige Male ein wenig verschossen in jemand. Anders, wie bei anderen, hat es bei mir nur noch nie geklappt.
    Es gab ganz seltsame Situationen:
    -Die eine küsste mich eines Abends einfach auf den Mund, da wir uns schon lange SUPER verstanden. Am nächsten Tag war sie mit jemand zusammen, der alleine vom Szene-Typ und Verhalten GARNICHT zu ihr passte -.-
    Dementsprechend "sauer" war ich dann und hab den Kontakt zu ihr eher gemieden.
    -Die andere war in der Psychiatrie wegen ihrem Ex-Freund, das kann ich immerhin verstehen, dass sie da Vorsicht gibt.
    -Eine andere wollte mich garnicht erst kennenlernen, obwohl ich die öfters mal in so einer Gruppe sah. Es war eine "Interaktionsgruppe".
    So Storys könnt ich noch mehr erzählen, das hat einfach NOCH NIE geklappt, ich wurde noch nie aus Liebe, außer als Kind von der Mutter, in den Arm genommen, noch nie geküsst wahrlich, noch nie mit Herzklopf wurde mir in die Augen gesehen, und ich konnte das auch noch nie abgeben. Wobei ich so ein liebebedürftiger Mensch bin. Innerlich sehr friedliebig...

    Da komm ich auch schon zum nächsten Problem:
    Viele der "Enttäuschungen" aber auch andere Mädels, inzwischen macht es mich aggressiv, nennen mich gern "den besten Freund", den "Teddy-Bär-Freund" oder sonst wie. Ich scheine immer perfekt zu sein, was ganz Besonderes oder sowas von Vernünftig, aber immer nur dieser "Schmusefreund".
    Ich komm damit nicht klar, wenn ich so gut bin, warum immer nur dieser beste Männerfreund? Ich versteh das nicht, das macht mich kaputt...

    Was Besonderes, ja nicht nur die Mädchen sagen das, mindestens zwei dreimal die Woche höre ich, dass ich was Besonderes sei. Entweder besonders faszinierend, besonders Eigenartig, besonders als Mensch, was ganz Eigenes.
    Wenn ich mit dem mir gesagtem dann auch so umgehe, heißt es immer: Ich soll mich nicht so besonders darstellen. <-- Ist ja eig. auch das, was ich tu, mich nicht so darstellen. Nur, immer Situationsgerecht bin ich Besonders oder nicht, selbst widersprechen sich teils die, die mir schon die jeweils andere Sache gesagt hatten.
    Ich komm damit nicht klar, wie nehmen mich denn die Leute letztendlich auf? Kann ich dazugehören oder werd ich ausgegliedert, nur weil ich "Besonders" bin?

    Ich trau mich nicht mehr so an Menschen ran, bin extrem vorsichtig und scheu geworden. Wenn mich jemand berührt, zucke ich reflexartig weg, wenn mich jemand anlächelt, kann ich die Bedeutung nie deuten.
    Ich kann kaum noch zwischen Ironie und Ernst unterscheiden und muss immer fragen, wies gemeint war. Dann werd ich aber auch für dumm dargestellt...

    Ob bei Menschen, aber vor Allem in der Liebe heißt es immer wieder: Es wird die Richtige kommen. Frag ich mich nur: Wieso ist bei jedem das Leben gleich vorgegeben? Muss ja nicht sein, dass ich die Richtige bekomme.
    Und offen für Menschen sein, das ist für mich eine Hürde. Ich sage mir:
    Wenn ich einen Pilz gegessen hab, von dem ich mich übergeben musste, dann probier ich vielleicht noch nen anderen. Irgendwann muss ich aber kapieren, dass ich mich generell von Pilzen übergeben muss...
    Die Sache ist, ich bin es irgendwann satt, mich übergeben zu müssen.

    Wenn ich mit Menschen offen über meine Probleme reden, dann fass ich die Dinge aus deren Augen immer wieder falsch auf.
    Auch, wenn ich künstlerische Dinge mache, Gedichte schreibe, Liedtexte entwerfe oder mal ein Spiel entwickeln möchte (kein elektronisches Spiel), dann ist es für andere immer schlecht, unwirklich, fehlt was, die wissen also immer alles sofort besser.
    Wenn jemand anderes aber nur mal einen Satz sagt, dann ist der sowas von brillant, epic oder sonst was. Warum? Was interpretier ich falsch, oder die anderen?
    Es gab auch noch nie einen Menschen, der mal nur auf einen einzigen Rat von mir gehört hatte. Oft werd ich um die Meinung gefragt, ob Schule weil ich da mit die besten Noten hab, ob in Lebenssituationen weil ich es auf Anhieb mit eigener Wohnung und alles schaffte, klar, ich werd gefragt. Nur, NIEMAND hat je einen Tipp von mir befolgt.
    Ohne lügen zu müssen, ich kann keine Situation erinnern...
    Selbst, wenn die "Vermutungen" der Leute "mit weniger oder keiner Erfahrung" die Fragenden einmal in den Boden setzte.

    Manchmal weiß ich nicht, ob ich "Dauer-Psychisch-Gestört" bin oder doch etwas ganz Besonderes, wo die anderen nicht hinkommen, was aber sehr Arrogant wirkt.

    Auch im Leben fühl ich mich so unterdrückt:
    Ich bin ein durchaus kreativer Mensch. Ich lebe für Musik, Poesie, Philosophie und solche Dinge. Ich bin ein reiner Denker, mir fällt es schwer, meinen Kopf auszuschalten. Drum benötige ich auch mindestens eine Stunde zum einschlafen, zur Zeit, wo mir so viel durch den Kopf geht schau ich ab und zu nach zwei Stunden mal auf die Uhr...

    Ich muss arbeiten, damit ich meine Wohnung finanzieren kann, ist ja soweit ok. Nur werd ich förmlich zu Dingen gezwungen, die nicht ich sind.
    Ich mach zur Zeit Einzelhandel, ist ja gut und Recht, in Ausbildung. Ding ist, ich bin nicht der Mensch, der so in den "Willen" anderer eingreifen möchte, damit er kauft. Ich bin kein Mensch, der Geld so als wichtig erachtet, dass mir jeder Cent Umsatz ein Gefühl der Freude gibt.
    Ich bin dann zufrieden, wenn der Kunde zufrieden ist. Zum Glück ist das auch in unserem Laden immerhin ein Prinzip, was wir aber so in der Schule und so alles lernen, strebt der Beruf völlig gegen meine Philosophie.
    Würde ich aber die Ausbildung nicht machen, eine andere passende fand ich nicht, müsste ich Zeitarbeit belegen und dass ich dort "versklavt" werde, wo ich doch eher der "Kunst-Denker-Typ" bin, ist klar.
    Keine Chance mal auszuweichen, das ist aber weniger das Schlimme, das kann ich immerhin noch nachvollziehen, wieso das so ist. Nur benötige ich einfach mehr Freiraum und Freizeit für mich, um mich zu entspannen.
    Nach Feierabend krieg ich nichts auf die Reihe, die Wohnung verdreckt jedes mal förmlich und Erledigungen gehen auch nur meist auf den letzten Drücker.
    Das Aufstehen Morgens ist ein totales Hindernis, so dass ich mir jetzt immer den Wecker schon ne Stunde früher stelle, um eine "Aufwachphase" zu haben.
    Um die "Einschlaf- und Aufwachphase" gewährleisten zu können, muss ich dementsprechend auf Zeitig ins Bett, um genug Schlaf zu bekommen, was auch nicht immer funktioniert. Die Zeit, die ich mehr investieren muss, fehlt mir Tagsüber dann, also Abends und Morgens.

  2. #2
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    ERGÄNZUNG:
    ----------------------------------------------------------------------------

    Jetzt möcht ich dann noch einige so Ticks und was von mir erzählen:

    -Dauerdenker:
    Ich kann einfach nicht aufhören zu denken, umso komplizierter etwas wird, umso eher packt es mich.
    Als ich mal wieder vor einen Psychiatrie-Besuch stand (insgesamt 3 Stück, 2 je 6einhalb Wochen, ein Aufenthalt einerhalb Jahre), vor dem großen Genannten, hatte ich nochmal einen IQ-Test gemacht. Die Tage zuvor wollte ich mich mit einer Überdosis "Paracethamol" über die Runden bringen, wo ich aber heute nicht mehr gefährdet bin, vertraut mir
    Auf jeden Fall, bei diesem Ergebnis, trotz des Tiefpunkts meines Lebens (sofern das denn Auswirkungen hat) und meinem Dauerdenken, erreichte ich einfach so einen Durchschnitt von 136.
    Ich weiß, nicht der Höchste, aber vermutlich, so denke ich, auch nicht der Richtige, ohne jetzt wieder Arrogant wirken zu wollen

    -4er-Tick:
    Wenn ich im Auto sitze, dann schlage ich Gedanklich immer 3 Linien zwischen "Hindernissen", die aus den 50m-Abständen, Bäumen, Gebäude-Ecken, inzwischen auch Schatten, Mitverkehr und Gegenverkehr bestehen. Dabei versuch ich, den "Zwischenraum" in 4 gleichgroße Teile aufzuteilen. Was heißt versuche, ich mache es. Durchgehend.
    Auch Buchstaben von Sätzen zähle ich immer 4 auf einmal ab. Ich laufe immer auf 4 gleichfarbenen Fließen oder Stufen, meine Tritte sind auf 4 abgezählt, mein Essen wird nach durch 4 teilbaren Zahlen aufgeteilt und verzehrt, die Schlücke aus dem Glas sind immer 4, die Kreisungen mit der Zahnbürste ergeben immer eine Multible aus 4...
    Alles, alles dreht sich um die 4. Warum nur? Ich kanns auch nicht abstellen.

    -Fingerkitzeln:
    Gerade in Phasen wie der jetzigen kribbeln meine Fingerkuppen. Aber auch mein Herz sticht ab und zu, so dass ich denke, es hält gleich an. In der Regel, wenn ich aggressiv war, extrem traurig oder wütend, dann waren es 1-2 Finger auf der rechten Seite.
    Wenn ich in "deppressive Adern" fiel, dann 3. Vorher waren es leider 4 -.-
    Dabei fühlt sich das kribbeln an, als ob die Finger so "halbkalt" sind, als ob Luft durchfliegen könnte. Das hab ich bei "Herzensangelegenheiten" auch schonmal mit dem Herz, dass es sich anfühlt, als ob ein Wind da pfeifen würde.

    Was gibt es denn noch zu meiner Person zu sagen?
    Eigentlich so vieles...
    Wenn es hier jemand gibt, der überhaupt bis hier her gelesen hat, der bis hierhin auch folgen konnte, ohne Teile wieder zu vergessen, der kann mich ja einfach Fragen stellen.

    Vielleicht auch folgende:
    -Was "philosophiere" ich so
    -Was ist das für eine eigene Religion
    -Was hör ich eig. so für Musik oder was hab ich für Hobbys
    -Was schreibst du so für Gedichte, Beispiel oder so

    Das sind alles Fragen, die vermutlich einen weiteren Einblick in meine Lebenslage geben. Darum spreche ich das jetzt so spezifisch an.

    Hoffe, dass sich jemand meldet, aber wirklich durchdacht, nicht einfach, dass man ne Kleinigkeit gepostet hat. Auch nicht, dass ich Stunden zu lesen hab, denn ich hab Probleme mit Lesen.
    Ich bekomme meines Erachtens meist zu wenig Information auf einmal, als dass ich die Ausdauer des Weiterlesens halten könnte, da ich das, was inhaltlich sich über ewige Zeilen erstreckt meist in ein bis drei Sätzen zusammenfassen kann

    Vielen Dank, wenn jemand bis hierhin gelesen hat.
    MfG
    ImInneren
    (Name hat auch ne Bedeutung )

  3. #3
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    Hallo "Im Inneren",


    Interessen
    weißt Du... mit Hochbegabung ist es sehr oft schwieirig seinen eigenen Weg zu finden. Woran hast Du Freude, welchen Interessen gehst du nach? Vielleicht sind Deine Freunde, die Du nun hast, nicht an Deine Interessen interessiert, sodass Du einen anderen Kreis benötigst. Vielleicht um gemeinsam zu philosophieren.... kreativ sein.... ohne den ganzen Medienkonsum und das noch unsere Zeit bereit hält. Oder niht so viel, ganz wie Du magst.

    Therapie
    Worauf haben sich die Therapien spezialisiert, was war als Ziel angedacht und hast Du das Ziel erreichen können? Geht es Dir nach der Klinik besser, als vorher?


    Deine Freunde...
    Ich glaube nicht daran, dass Deine Freunde Dir absichtlich weh tun wollen. Sie wissen wahrscheinlich gar nicht anders mit Dir umzugehen. Hast Du ein offenes Gespräch mit ihnen geführt, vielleicht auch die Frage gestellt, wie Du auf sie wirkst? Vielleicht kann es ganz interessant sein. Also euch allen Rückmeldungen zu geben.... nicht nur Du könntest davon profitieren.




    Zu den Beziehungen.....
    doch, ich glaube schon, dass vielleicht irgendwann die "richtige Zeit" kommen wird. Denn Du liebst. Zumindest hast Du es getan. Im Inneren kannst Du es also, auch wenn nun vielleicht mehr verdeckt - aus Selbstschutz. Wahrscheinlich ist Dir die "besondere Frau", mit der Du philosophieren.... zweisamkeit erleben kannst.... und Teile Deiner Welt ... sie mit Dir teilt, hast Du noch nicht gefunden. Oder doch?


    Abschluss/Spekulationen
    Vielleicht wirkst Du tatsächlich auf andere Personen "sonderbar". Die meisten Menschen handeln aus ihrer Intuition heraus, nicht vom nachdenken her, wie Du scheinbar handelst. Es wird sich nicht nach dem Sinn gefragt... zumindest sehr oft nicht. Du hingegen schon. Es kann faszinierend auf andere wirken. Durchdacht... vielleicht ein Vorbild. Aber Vorbilder sind sehr oft einsam... teilweise auch, weil sie als "unnahbar" erlebt werden. Auch bei Dir habe ich meinen Eindruck, dass Du nach "höherem strebst".... in all Deiner inneren Unsicherheit, doch ein stabiles und *hohes* Selbstbild vermitteln magst. Es ist mein Einruck und unterliegt keinem Wahrheitswert.

    Du hast Erwartungen an andere Menschen, die Du aussprichst. Das ist gut. Für einige könnte das allerdings als "belehrend" ausgelegt werden und Unsicherheit hervorrufen. Denn "wo genau liegen die *vielen Informationen*? Werde ich den Bitten, Erwartungen vom Ratsuchenden gerecht, wenn ich hier Schreibe, welche Erwartungen genau hat er denn überhaupt, kann ich ihn richtig verstehen und wie wird er reagieren, wenn ich ihn nicht verstanden habe!?

    Und NEIN!
    Ändern.... das solltest Du nicht. Du bist so, wie Du bist (natürlich bist Du das). Bewahre Dir Deine Eigenheiten, Deinen Charakter, Deine Pholospohie, Moral und all das, was Du noch brauchst (Religion und so weiter). Aber suche nach Klarheit... reflektiere (wie Du sowieso bereits vorgehst).

    Was kann von anderen Menschen erwartet werden? Wissen sie von meiner Erwartungshaltung? Sehen die Menschen sie als realistisch an?



    Achte beim Denken auch auf Gegenspieler. Wie Entspannung (es kann auch laufen oder Fahrrad fahren oder meinetwegen Extremsport sein... oder einfach basteln, wenn Du dabei nicht nachdenken brauchst). Sonst kann es passieren, dass Du in 3-5 Jahren (+/- paar Jahre) in ganz miesen Depressionen landen kannst... Burn Out und was es noch so gibt. Falls Du nicht zum Teil diesen Kausalitäten unterliegst.


    Eine letzte Frage:
    wie stehst Du zu Gefühlen?
    Fühlst Du viel... intensiv... manchmal das Gefühl "zu viel" zu fühlen?
    Wenn ja, wie gehst Du mit dieser Eigenheit um?

  4. #4
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    Zur Therapie, was ich dort gemacht habe, möchte ich nicht ansprechen. Aber ja, ich hab mein Ziel erreicht.
    Und danach ging es mir auch besser, wesentlich. Diesen einen Bereich kann ich super ausmerzen.

    Dann Beziehungen...
    Erst kürzlich hatte ich jemand kennengelernt, die mich verstand, mit mir Freude teilte usw usw usw, also nicht persönlich, noch nicht, MONATElang übers Internet kannten wir uns.
    Erst auf so einer Seite, wir teilten Interessen, ja hatten sogar den gleichen Lieblingsfilm, in Facebook schrieben wir später bis seit vorgestern über 12.200 Nachrichten hin und her. Obwohl wir da nur seit ca. 3 Monaten befreundet waren.
    Nur, sie hatte zwar immer Lust, aber kein wie soll ich sagen, dennoch verweigerte sie strickt, dass ich sie mal persönlich kennenlernte. Sie wollte immer ewig eine "Pause" machen, um für mich genug Erfahrung zu sammeln -.-

    Ich erklärte ihr, dass ich ehh wieder ganz anders bin als wie Menschen, mit denen sie "Erfahrung" machen würde. Dann vorgestern hatten wir nen großen Streit, indem sie sich ganz anders darstellte, wie sie ist...
    Dann war Schluss. Seitdem bin ich noch mehr down.
    Es gab noch nen Hoffnungsschimmer, aber ihre Freundin erzählte mir, dass sie nichts bereue.
    Jetzt hänge ich da, hab wieder ein Mega-Verlangen nach der Klinge, die über meine Arme streift, einfach nur, weils brennt und edel aussieht.
    Nur, ich bin im Einzelhandel, da kann ich mir das nicht leisten und es gibt Narben, worauf ich gern verzichte. Der Grund, warum ich das nicht mache, obwohl ich ein so hohes Bedürfniss danach hab.

    ----------

    An anderen Menschen erwarte ich eig. so ziemlich garnichts, einfach nur, dass sie so sind, wie sie sind und ehrlich. Das misslingt aber immer wieder, was es mir so schwer macht.

    Und in Deppression verfallen, kann schon gut sein, dass ich mittendrin stecke... Das mit dem Denken hab ich, seit ich 12 oder 13 bin.
    Schon damals fing das alles an, ich weiß auch genau, dass ich mit 13 schon meinen 4er-Tick hatte.

    Im Moment steh ich dem Heulen nahe, weiß nicht, was ich tun soll. Hab weder Hunger, obwohl ich extra in einer Abnehmprozedur war, räum nicht auf, obwohl hier alles "versifft" und mag noch nicht einmal Musik hören.
    Ja selbst meinen Glauben fange ich an zu verlieren und daran zu zweifeln.

    Teilweise halte ich mich für "Verrückt". Entweder schätze ich mich als so "Hoch" ein, dass die anderen einfach zu weit von mir entfernt sind und ich deshalb alles "kleinlicher" sehe, was ich auch tatsächlich tue. Andererseits denke ich mir, die anderen regeln alles so einfach, wie sie mit Menschen umgehen, sind alleine aber nicht angeschlagen, wie die das machen...

    Nun, um zu der Frage zu kommen, wie ich fühle...
    In Sachen Liebe, die ich so heiß begehre, frag ich mich schon seit Jahren, ob es überhaupt normal sein kann.
    Wenn ich Dinge spiele oder Filme sehe, in der Liebesszenen vorkommen, dann schmerzt es mich, teilweise werd ich extrem neidisch auf imaginäre Charaktere, wütend, wenn die ihre Liebe wegwerfen und andererseits kann es sein, dass ich kurz vor dem Weinen stehe, weil ich selbst Liebe möchte.
    Einfach in den Arm genommen werden, jemand, wo für mich da ist. Ich hab so viel abzugeben...
    Trau mich nicht, ich trau mich nichteinmal in meinem Freundeskreis jemand ne ganz normale Begrüßungs- oder Verabschiedungsumarmung zu geben, weil es mich scheut. Ich hab so Angst, dass mein Gegenüber darauf Negativ reagiert oder dass ich mir zu viel daraus einbilde und mich ansatzweiße anfange zu verlieben.
    Verlieben ist auch so eine Sache, ich fasse so verdammt schnell Dinge auf. Nur, wenn mal jemand spezieller Nett zu mir ist, bin ich gedanklich sofort wieder so weit, dass ich mir vorstelle, wie sehr mein Gegenüber in mich gerade verliebt sein muss.
    Ich bau mir da also, ich weiß es, ein komplett perplexes und fehlerhaftes Bild auf.

    Ach mann, ich weiß einfach nicht, was ich machen soll...
    Nochmal lange in Therapie? Dann hab ich aber Angst, meinen Job und alles zu verlieren, meine Wohnung, meine Freunde meine jetzigen, dann hab ich auch Angst, dass ich da so lange bleib, dass das "Liebeslose" ewig weitergeht, da ich es ja nicht beheben kann.

    Und zu dem Satz, dass irgendwann der richtige Zeitpunkt kommt, der Satz macht mich innerlich aggressiv... Weil ich pack diese Aufheiterung nicht.
    Das soll nicht böse gemeint sein, ich will das nurmal vorweg sagen.

  5. #5
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    Gibt es nicht noch jemand, der hier mal eine Antwort geben möchte?

  6. #6
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    Ich antworte jetzt mal auf ein paar Teile aus dem geschriebenen von dir:

    Verhasst, so fühle ich mich. Inakzeptiert und nur ausgenutzt.
    "No matter what you do, somebody hates you."
    Ziemlich allgemeingültig für alle Menschen.

    Ich habe Menschen, die kennen mich, akzeptieren mich, finden mich Toll, nur mit niemandem kann ich einfach mal Ich sein.
    Sei einfach du selbst. Wenn sie dann nicht bei dir bleiben, können dir diese Menschen gestohlen bleiben. Wenn sie dableiben, sind sie echte Freunde und du kannst endlich du selbst sein.

    Wenn jemand wohin wollte und mich einlud, gab es immer seltsame Fragestellungen wie z.B.:
    -Hey, ist ein Platz im Auto noch frei, hast du Lust? (So als Reserve?)
    -Hey, will da hin, aber nicht alleine, hast du Lust? (Hauptsache ich bin net alleine)
    Wieso siehst du das so negativ? Menschen sind egoistisch. Sie tun nur Dinge, die ihnen selbst helfen. Selbst Menschen die anderen Menschen helfen tun dies, weil sie sich selbst dann besser fühlen.

    Danach folgt extrem viel blabla (nicht negativ gemeint) von dir was immer wieder darauf hinausläuft wie dich irgendwer ausnutzt und wie sich irgendwer mies verhält. Ich mein wenn du schon soviele Erfahrungen gesammelt hast muss es bei dir doch langsam mal Klick machen und du müsstest verstehen, dass Menschen nunmal so sind. Lerne damit zu leben, nimm nicht alles so negativ. Setze dir ein konkretes Ziel, was du erreichen willst und erreichen kannst. Alle Menschen zu guten Menschen machen gehört jedenfalls nicht in den Bereich des Möglichen.

    Nur, sie hatte zwar immer Lust, aber kein wie soll ich sagen, dennoch verweigerte sie strickt, dass ich sie mal persönlich kennenlernte. Sie wollte immer ewig eine "Pause" machen, um für mich genug Erfahrung zu sammeln -.-
    Es gibt viele Menschen im Internet, die sich nie Real treffen würden. Sehr viele. Vor allem Frauen. Die sagen einem nicht direkt, dass sie es nicht wollen, viele sagen sogar, dass sie sich treffen wollen, aber du kannst ein Jahr warten oder zwei Jahre und es ändert sich nichts. Sie wollen einfach nur unverbindlich Spaß haben. Real treffen würde heißen sie müssten sich in gewisser Weise binden und das wollen sie nicht. Wenn du sie darauf zu oft ansprichst lenken sie es in einen Streit um und geben das dann als Grund an, wieso sie nicht mehr mit einem reden. Ist mir schon eine gazillionen Mal passiert.

    Du gehst komplett falsch an die Sache ran.

    Sagen wir mal dein Ziel ist eine Person zu treffen die dich akzeptiert so wie du bist, ohne dass du dich verstellen musst. Dann solltest du:

    1) Nicht länger als 3 Wochen warten, bis du dich mit ihr triffst. Personen entscheiden sehr schnell, ob sie sich mit jemanden treffen würden oder nicht. Schon meistens am ersten Tag. Wenn sie es nach 3 Wochen noch nicht wollen, dann werden sie es nie wollen. Solche Menschen sind dann nicht brauchbar für dein Ziel, also ignoriere sie einfach und beschäftige dich nicht länger mit ihnen, sie halten dich nur ab.

    2) Wenn du merkst, dass du mit einer Person nicht auf einer Wellenlänge bist gleich das ganze abbrechen. Nicht erst anfangen sich über das Verhalten der Person aufzuregen oder gar versuchen sich zu verstellen, damit die Person dann doch irgendwie auf einer Wellenlänge mit dir ist. Weg mit der Person!

    Mach das mal eine Weile. Lerne hunderte von Personen kennen. Irgendwann wird eine dabei sein die dir genau das gibt, was du brauchst. Dann hast du dein Ziel erreicht.

  7. #7
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    Ich hab nur so ungemeine Hemmungen bekommen, mich an Menschen heranzutrauen und einfach der zu sein, der ich bin.
    Ich versteh ja selber nicht, was an mir so anders sein soll...

    Es ist so das ewige Gefühl des "Alleinseins" und des "enttäuscht werdens". Kann sein, dass dies auch einfach nicht der richtige Ort für mich ist, nur bei einem Umzug hab ich so erbitterte Angst davor, erstmal NIEMAND mehr zu haben...

    Irgendwie ein seltsamer Kreislauf...

  8. #8
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    Tja was soll ich dazu sagen, ich leben einfach ohne andere Menschen und habe gelernt ohne sie trotzdem glücklich zu sein. ^^

    Das Gefühl des Alleinseins geht eigentlich nach einer Weile von selbst weg. Enttäuscht wird man nur wenn man sich an andere Menschen emotional bindet. Wenn man lernt ohne Menschen glücklich zu sein ist man nicht mehr länger abhängig von anderen und wird nicht mehr so schnell enttäuscht.

    Aller Anfang ist schwer, aber du wirst dich an jede Lebenssituation anpassen können. Auch das ist menschlich.

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