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Thema: Sehr komplexes Thema...

  1. #1
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    Standard Sehr komplexes Thema...

    Ich hab hier ja schon des öfteren über meine schwierige Ehe/Beziehung geschrieben und nun, tja, nun kommt halt ein weiteres schwieriges Teilchen dazu...

    Es ist deshalb schwierig, weil es um unser (zur Zeit nicht stattfindenden) Sexualleben(s) geht... okay, echt schwierig, das Ganze...
    weil sehr intim eben.. und ich bitte euch einfach nur um Rücksicht, Nachsicht, was auch immer...

    Wir schlafen nur sehr selten miteinander, um ehrlich zu sein, es funktioniert überhaupt nicht zwischen uns, nix, nada, niente...

    Zu Beginn unserer Beziehung war alles schön und gut, die "Schmetterlinge" flogen nur so und alles war gut, bis... ja, bis wir eine/unsere "Drogenbeziehung" "starteten" (will damit sagen: durch ihn kam ich wieder auf Speed und wir zogen diese Chose 2 Jahre lange durch). Das Ganze lief von 2006 bis Anfang 2008 (damals machte ich die qualifizierte Entgiftung durch und von da ab an war Schluß mit Speed).

    Danach blieb ich clean und er kompensierte sein "Defizit" mit Gras (was jetzt aktuell nicht wirklich mein Thema ist)...
    mir geht es grad um ein ganz aktuelles Problem...
    unsere nicht vorhandene Intimität:

    In den letzten Monaten lief es bei uns folgendermaßen ab:

    Ich, mittlerweile 47, habe aufgrund diverser Problematiken innerhalb unserer Beziehung kaum noch Lust auf körperlicher, auf seine, Nähe.
    Er, mittlerweile erst 37, hat natürlich noch gewisse männliche Bedürfnisse.

    Wir haben so oft geredet, gestritten, diskutiert...

    Seit Monaten schon haben wir uns stillschweigend auf ein bestimmtes Ritual "geeinigt":
    Er sagt: "Ich gehe an den PC."
    Ich sage: "Ok, ist gut."

    Was er am PC macht?
    Ich weiß, er schaut sich "Filmchen" an und grade heute Abend habe ich ihn gefragt, ob er sich diese denn auch anschauen würde, wenn bei uns alles stimmen würde... Ja, würde er wohl....

    Ich hab zeit meines Lebens Probleme mit meiner eigenen Sexualität gehabt, der Mann, den ich mir als meinen "Ersten" ausgewählt habe, hat mich enttäuscht (mich benutzt) und auch meine Mutter tat dies, als ich ihr von meinem ersten Mal erzählte... seit fast 30 Jahren hab ich ein sehr differenziertes Verhältnis zu diesem Thema (das wollt ich eigentlich damit sagen )...

    Na ja, abgesehen davon ist es nicht schön, wenn der eigene Ehemann sich quartalsmäßig an seinen PC zurückzieht, um sich diverse Filmchen anzusehen (was er nach eigener Aussage auch tun würde, wenn bei uns alles ok wäre).

    Worum`s mir grade geht? Was mich beschäftigt?

    Nun ja, ich sitze hier im WZ, er drüben in seinem PC-Zimmer...
    ich werd morgen früh arbeiten gehen, er ausschlafen...
    wie war unser gemeinsamer Abend?
    Hm?

    Ich habe nicht die Nähe, die ich brauche, um Nähe zuzulassen,
    ich brauche mehr, viel viel mehr!

    Ich brauche Gespräche, Zuwendung, Mitgefühl,
    Wärme, Zuneigung, liebe Worte,
    eine Hand, die mich hält...

    Ich brauche jemanden,
    der mich liebt,
    so, wie ich bin.

    Ok, ich denke,
    ich habe meinen Thread soeben selbst beantwortet, oder so .

    Nachtrag:
    Ich fühle mich schuldig, ihm gegenüber
    und ich fühle mich grundsätzlich schuldig,
    mein ganzes Leben schon...
    meinen Eltern, meinen Kindern und auch mir selbst gegenüber,
    ein großer Teil meines Lebens basiert auf (meiner) Schuld.
    Dies ist mein Denken, mein Empfinden...
    ich frage mich manchmal halt,
    welche, wessen Schuld?
    Geändert von ullakind (29.12.2010 um 19:03 Uhr) Grund: allgemein

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    ich frage mich manchmal halt,
    welche, wessen Schuld?
    hallo Ullakind,

    ...womit mal wieder klar wäre, dass nichts so destruktiv ist, wie Schulddenken. Es hat einfach keine andere Folge, als dass sich immer irgendwer beschis.sen fühlt

    Vll erstmal da in andere Denkmuster kommen? Geht ganz gut, wenn man sich klar macht, woher dieses Schulddenken kommt (auch kulturell), was wohl der Zweck dieser "Erfindung" war, wer davon profitiert (hat) und wohin es mündet.

    Es gibt, Ursachen, Folgen, Konsequenzen, Verantwortungen. Unsere Sprache ist vielfältig genug, um dieses Schuldgedöns zu differenzieren und zu ersetzen durch eine konstruktivere Denk- und Handelsweise.

    Sry, ich finds einfach nur traurig, was ich allein dieses Jahr wieder alles hier an Elend gelesen habe, das auf Schuldgefühle basiert

    Aber zu Deinem eigentlichen Thema:
    Ich habe nicht die Nähe, die ich brauche, um Nähe zuzulassen,
    ich brauche mehr, viel viel mehr!

    Ich brauche Gespräche, Zuwendung, Mitgefühl,
    Wärme, Zuneigung, liebe Worte,
    eine Hand, die mich hält...

    Ich brauche jemanden,
    der mich liebt,
    so, wie ich bin
    hast Du ihm das schon mal in dieser Klarheit und Deutlichkeit gesagt oder geschrieben?

    Hab mir grade überlegt, wenn ich so einen Brief vom Partner kriegen würde, das würde mich schon aufrütteln und ins Nachdenken bringen. Und womöglich den Blick ganz neu öffnen für den Menschen, der da an meiner Seite ist

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