Guten Abend,
aller Anfang ist schwer, heißt es bekanntlich. Das stimmt wirklich so, egal, ob beim Einführungssatz, die Gewohnheiten ablegen oder die Einstellung zum Leben zu ändern. Genug davon
Nun zu mir und meiner Geschichte:
Ich versuche so alllmählich zu meinem Problem hinzuführen damit ihr versteht was mit mir los ist. (natürlich abgekürzt sonst bräuchte ich einen Buch schreiben
Also ich habe furchtbare Angst vor dem Alleine gelassen zu sein, niemanden zu haben der für mich da ist, der sich um mich kümmert, mich gerne hat, kurz gesagt der mich liebt so wie ich bin. Ich weiß das klingt ein wenig albern da ich ein Erwachsener junger Mann bin, nun schon 22 Jahre. Ich weiß nicht so recht vieleicht sind das auch Verlustängst. Das könnt ihr wohl besser beurteilen.
Bis ich 1 Jahr alt gewesen bin habe ich mit meinen Eltern und meinen Großeltern in einem Haus gelebt in Polen gelebt. Meine Eltern entschlossen sich zu dem Zeitpunkt als ich ein Jahr alt war nach Deutschland auszuwandern und hier ein neues Leben anzufangen. So haben meine Eltern mich im Alter von 1 JAhr bei meinen Großeltern in Polen gelassen um nach Deutschland zu gehen. Dort wollte sie gemeinsam alle Bürokratischen angelegenheiten regel und eine Wohnung suchen. So haben mich meine Eltern für 9 Monate bei meinen Großeltern gelassen um mit mir nicht unnötig mehr umstände zu haben und um mich keinen Stress auszusetzen (Wohnen im Asylheim oder in Turnhallen etc., das war nämlich Ende der 80er). Nun ja meine Oma ist eine Perfektionistin die sehr machbessesen ist, so musste alles nach ihr laufen. Das war für meine Entwicklung in dem Kindesalter schlecht, da sie mich so erzogen hat wie sie es gern hätte.. immer meine hände waschen, immer mich sofort umziehen wenn meine kleidung dreckig war, nicht rumalbern durfte wenn es ihr passt etc. (sie ist selbst ein wenig verückt).
Das meine Eltern weg waren und mich alleine gelassen haben hat mich so schrecklich Traumatisiert das ich selbst heute kein normales Leben führen kann. Nachdem meine eltern zurück kamen um mich zu holen und nach Dtl. mitzunehmen (nach 9 Mon.) war ich total zurückgezogen wollte kein kontak mit ihnen. Das ist glaub normal, wenn die eltern so lange fort waren. Aber selbst nach einigen Monaten in Deutschland bei meinen eltern war ich nie wirklich glücklich oder besser gesagt zufrieden, sagten meine eltern, ich war einfach voller Angst.
Ich habe selbst mit fast zwei Jahren kaum geredet und war im allgemeinen spät entwickelt. Meine Eltern wollten in deutschland alles für mich tun, nachdem sie mich geholt haben, aber ich hab so gut wie nicht gewollt (sagten sie).
Nun ja ich hatte von 4-5 ein Kindheitstottern von einem halben jahr. Als ich so etwa 4,5 jahre war hat mich jeden morgen meine damalige nachbarin zum kindergarten abgeholt und solte mich anziehen und hinbringen, da meine eltern seit da arbeiten gegeangen sind. aber ich stand jeden morgen angezogen fertig und habe auf meinen nachbarin gewartet. sehr verrückt in dem alter. weiter gehts. i
oh gott ich versuche jetzt zu kürzen:
war im alter von 6 über ein halbes jahr fast den ganzen tag alleine, da ich in der stadt wo ich hingezogen bin keinen kindergartenplatz bekommen habe. So habe ich jeden tag geweint und das gefühl gehabt das meine eltern nicht merh wiederkommen. Grundschulzeit war einigermaßen ok. Aber große deutschprobleme und so gehabt... halb so wild.
Insgesamt war das für meine 7 jahre zu viel.. das ich so oft allein war... das hat so viel kraft gekostet. anderseits bin ich heute so ein ungeheures organisationstalent und sehr selbstständig. wohl kein wunder bei der kindheit.
Ich war in meiner kindheit ein zurückhaltender und stiller typ. Heute gar nicht. Naja dann war ich in der weiterführenden schule, war alles in ordnung bis ich etwa 15 war. Ich begann ein wenig beim lesen zu stottern. Mir viel damals auf wenn ich richtig auf meine worte achte das ich stottere. so wurde es von jahr zu jahr schlimmer so das ich auch beim reden anfing zu stottern. erst ein ganz wenig und bis mittelstark. bis heute stottere ich, manachmal stark manchmal weniger.
Jetzt kommt die erklärung warum ich stotter:
Also ich wollte immer angesehen sein, cool sein um von allem leuten gemocht zu werden und gemocht bzw. geliebt somit nie verlassen zu werden. So begann ich mich mit den ober coolen leuten aus der klasse zu befreunden (im alter von 17 j.) die noch heut meinen freunde/kumpels sind - obwohl ich weiß es nicht -. Als ich dann dank meiner guten noten in s gymi kam (da hat ich mit den obercoolen wenig kontakt) fing ich gleichzeitig auch an mit meinen anscheinend collen und angesehen kumpels zu befreunden und begann dann zu kiffen.. aber exzessiv über 2 jahre.... war blöd ich weiß.... ich wollte immer dabei sein... und ich war in einer großen kiffer clique drin und habe meine ängst mit drogen versucht zu verdrängen. fehlanzeige. .. alles *******.. musste eine klasse im gymi wiederholen und habe danach fast mein abi vermasselt. irgendwann wollte ich das nicht mehr und hab aufgehört zu kiffen ganz alleine ohne rücksicht auf meinen kumpels. aber weiter den kontakt gehalten um ja nicht allein zu sien. So das ist der Punkt ich hab einfach angst in meinem leben alleine dran zu stehen ohne freunde bekannte besser gesagt ohne menschen die für mich da sind. Das ist so tief in meinem bewusstsein verankert das ist furchterregent. Naja habe meine abi geschafft, zwar schlecht aber immerhinNun studiere ich, kiffe nicht mehr, und wohne in eier anderen stadt(wegen studium) und bin relativ gut in der uni. Unglaublich!
Aber ich stottere und habe in mir eine riesen angst vor dem allein sein, vor ablehnung.
Das stottern kommt daher weil ich mein verhalten meine gedanke permanent kontolliere und hinterfrage ob das gut ankommt, ob ich nicht irgendwie komisch wirke, da ich bei egal wer es ist - selbst wenn ich die Person nicht mag, auch selbst wenn es ein wildfremder am telefon ist den ich nie wieder seh oder hör - gut ankommen möchte, damit er mich gern hat und ich nicht alleine bin wenn mich alles verlassen...
mein ganzer tag ist seit dem ich denken kann von der angst gefesselt.. jeder gedanke den ich in meinem leben denke ist damit zusammenhängend wie ich auf meine mitmenschen sozusagen auf andere menschen wirke und wie kann ich ihnen zeigen das ich etwas ganz tolles und besonderes bin. Ich versuche immer äußerst cool und intelligent zu wirken damit mich die leute als etwas besonderes ansehen und somit mit mir in kontak kommen wollen oder wenn sie das schon sind mich noch mehr wertschätzen...
Ich habe eigentlich so gut wie alles wovon viele leute träumen, ein studium, freunde und bekannt, eltern, eine eigene wohnung, sehe ganz gut aus, bin lustig, sehr gesprächig. Aber ich habe so eine riesen angst vor dem verlassen werden, das ich begonenn hab zu stottern. Ich beginnge zu schwitzen wenn ich mit meinen kumpels, freunden, eltern oder mit fremden rede. Also bei jedem kontakt mit menschen bekomme ich angstschweiß. Ich bin den ganzen tag angespnnt und gestresst. Und meine gedanke kreisen immer darum nicth als komsisch oder schlecht rüberzukommen. Aber durch das denken verstärker ich mein stottern und spanne meinen ganzen körper an. Mir fällt seit längermem auf das ich dadurch unnatürlich und ängstlich rüberkomme. ABer den Menschen um mich rum fällt das wohl kaum auf, da sie mich nicht anderst kenne, da ich die anspannung immer habe.
Nur ganz selten fühle ich mich sicher und selbstbewusst,also angstlos.... wenn das der fall ist fällt mir auf das ich so gute wie nie stotter eigentlich gar nicht, mich sehr gut fühle, anders rede, andere stimme habe, anderes auftreten, charismatisch wirke, noch viel lustig bin und viel viel besser mir sachen merken kann und bei normalen gesprächen viel bessere sachen einfallen und (paradoxerweise) viel besser bei menschen ankomme. Da ich authentisch wirke. Obwohl das ja mein eigentliches ziel ist. Das ist so unglaublich! Und mein Leben kostet mir jeden Tag so viel Kraft.
Das ist aber viel zu selten so.. früher habe ich den zhustand ansatzweise mit drogen versucht zu verschaffen.. aber das ist der falsche weg... ich meditiere nun seit 2 monaten und fühle mich ausgelichener.. auch wenn die angst imme rnoch da ist...
Ich war schon bei einem psychotherapeuten aber habe die Therpie abgebrochen da ich mich bei ihm nicht so wohl fühlte wie es sein muss. Half auch nur begrenzt.
ich weiß ich muss einen arzt aufsuchen... aber ich habe keine einfach keine zeit ... ohne witz...
ich habe so allmälich keine kraft mehr so weiter zu leben .. es ist so unfassbar mühsam. kennt jemand villt. außer jede woche zum therapeuten zu gehen andere hilfen .. vielleicht ein buch (kennt jmd. the work) oder telefontherapie ... selbst wenn nicht , dann sagt mir eure meinung zu meinem problem.
ich schaffe es nicht meine angst loszulassen, obwohl ich natürlich weiß das es nicht bringt sie zu haben und das damit das gegenteil erreicht wird. (da ich ja unnatürlich erscheine) Aber ich kann einfach nicht anderst.
Bitte hilft mir
vielen vielen vielen dank das ihr den langen text gelesen habt.
Beste grüße
alchemst


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