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Thema: Sehr stake Angst vor dem Alleine sein *nur lesen wenn ihr Zeit habt*

  1. #1
    Neuling
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    Lächeln Sehr stake Angst vor dem Alleine sein *nur lesen wenn ihr Zeit habt*

    Guten Abend,

    aller Anfang ist schwer, heißt es bekanntlich. Das stimmt wirklich so, egal, ob beim Einführungssatz, die Gewohnheiten ablegen oder die Einstellung zum Leben zu ändern. Genug davon

    Nun zu mir und meiner Geschichte:
    Ich versuche so alllmählich zu meinem Problem hinzuführen damit ihr versteht was mit mir los ist. (natürlich abgekürzt sonst bräuchte ich einen Buch schreiben

    Also ich habe furchtbare Angst vor dem Alleine gelassen zu sein, niemanden zu haben der für mich da ist, der sich um mich kümmert, mich gerne hat, kurz gesagt der mich liebt so wie ich bin. Ich weiß das klingt ein wenig albern da ich ein Erwachsener junger Mann bin, nun schon 22 Jahre. Ich weiß nicht so recht vieleicht sind das auch Verlustängst. Das könnt ihr wohl besser beurteilen.

    Bis ich 1 Jahr alt gewesen bin habe ich mit meinen Eltern und meinen Großeltern in einem Haus gelebt in Polen gelebt. Meine Eltern entschlossen sich zu dem Zeitpunkt als ich ein Jahr alt war nach Deutschland auszuwandern und hier ein neues Leben anzufangen. So haben meine Eltern mich im Alter von 1 JAhr bei meinen Großeltern in Polen gelassen um nach Deutschland zu gehen. Dort wollte sie gemeinsam alle Bürokratischen angelegenheiten regel und eine Wohnung suchen. So haben mich meine Eltern für 9 Monate bei meinen Großeltern gelassen um mit mir nicht unnötig mehr umstände zu haben und um mich keinen Stress auszusetzen (Wohnen im Asylheim oder in Turnhallen etc., das war nämlich Ende der 80er). Nun ja meine Oma ist eine Perfektionistin die sehr machbessesen ist, so musste alles nach ihr laufen. Das war für meine Entwicklung in dem Kindesalter schlecht, da sie mich so erzogen hat wie sie es gern hätte.. immer meine hände waschen, immer mich sofort umziehen wenn meine kleidung dreckig war, nicht rumalbern durfte wenn es ihr passt etc. (sie ist selbst ein wenig verückt).
    Das meine Eltern weg waren und mich alleine gelassen haben hat mich so schrecklich Traumatisiert das ich selbst heute kein normales Leben führen kann. Nachdem meine eltern zurück kamen um mich zu holen und nach Dtl. mitzunehmen (nach 9 Mon.) war ich total zurückgezogen wollte kein kontak mit ihnen. Das ist glaub normal, wenn die eltern so lange fort waren. Aber selbst nach einigen Monaten in Deutschland bei meinen eltern war ich nie wirklich glücklich oder besser gesagt zufrieden, sagten meine eltern, ich war einfach voller Angst.
    Ich habe selbst mit fast zwei Jahren kaum geredet und war im allgemeinen spät entwickelt. Meine Eltern wollten in deutschland alles für mich tun, nachdem sie mich geholt haben, aber ich hab so gut wie nicht gewollt (sagten sie).
    Nun ja ich hatte von 4-5 ein Kindheitstottern von einem halben jahr. Als ich so etwa 4,5 jahre war hat mich jeden morgen meine damalige nachbarin zum kindergarten abgeholt und solte mich anziehen und hinbringen, da meine eltern seit da arbeiten gegeangen sind. aber ich stand jeden morgen angezogen fertig und habe auf meinen nachbarin gewartet. sehr verrückt in dem alter. weiter gehts. i
    oh gott ich versuche jetzt zu kürzen:
    war im alter von 6 über ein halbes jahr fast den ganzen tag alleine, da ich in der stadt wo ich hingezogen bin keinen kindergartenplatz bekommen habe. So habe ich jeden tag geweint und das gefühl gehabt das meine eltern nicht merh wiederkommen. Grundschulzeit war einigermaßen ok. Aber große deutschprobleme und so gehabt... halb so wild.
    Insgesamt war das für meine 7 jahre zu viel.. das ich so oft allein war... das hat so viel kraft gekostet. anderseits bin ich heute so ein ungeheures organisationstalent und sehr selbstständig. wohl kein wunder bei der kindheit.
    Ich war in meiner kindheit ein zurückhaltender und stiller typ. Heute gar nicht. Naja dann war ich in der weiterführenden schule, war alles in ordnung bis ich etwa 15 war. Ich begann ein wenig beim lesen zu stottern. Mir viel damals auf wenn ich richtig auf meine worte achte das ich stottere. so wurde es von jahr zu jahr schlimmer so das ich auch beim reden anfing zu stottern. erst ein ganz wenig und bis mittelstark. bis heute stottere ich, manachmal stark manchmal weniger.
    Jetzt kommt die erklärung warum ich stotter:
    Also ich wollte immer angesehen sein, cool sein um von allem leuten gemocht zu werden und gemocht bzw. geliebt somit nie verlassen zu werden. So begann ich mich mit den ober coolen leuten aus der klasse zu befreunden (im alter von 17 j.) die noch heut meinen freunde/kumpels sind - obwohl ich weiß es nicht -. Als ich dann dank meiner guten noten in s gymi kam (da hat ich mit den obercoolen wenig kontakt) fing ich gleichzeitig auch an mit meinen anscheinend collen und angesehen kumpels zu befreunden und begann dann zu kiffen.. aber exzessiv über 2 jahre.... war blöd ich weiß.... ich wollte immer dabei sein... und ich war in einer großen kiffer clique drin und habe meine ängst mit drogen versucht zu verdrängen. fehlanzeige. .. alles *******.. musste eine klasse im gymi wiederholen und habe danach fast mein abi vermasselt. irgendwann wollte ich das nicht mehr und hab aufgehört zu kiffen ganz alleine ohne rücksicht auf meinen kumpels. aber weiter den kontakt gehalten um ja nicht allein zu sien. So das ist der Punkt ich hab einfach angst in meinem leben alleine dran zu stehen ohne freunde bekannte besser gesagt ohne menschen die für mich da sind. Das ist so tief in meinem bewusstsein verankert das ist furchterregent. Naja habe meine abi geschafft, zwar schlecht aber immerhin Nun studiere ich, kiffe nicht mehr, und wohne in eier anderen stadt(wegen studium) und bin relativ gut in der uni. Unglaublich!
    Aber ich stottere und habe in mir eine riesen angst vor dem allein sein, vor ablehnung.
    Das stottern kommt daher weil ich mein verhalten meine gedanke permanent kontolliere und hinterfrage ob das gut ankommt, ob ich nicht irgendwie komisch wirke, da ich bei egal wer es ist - selbst wenn ich die Person nicht mag, auch selbst wenn es ein wildfremder am telefon ist den ich nie wieder seh oder hör - gut ankommen möchte, damit er mich gern hat und ich nicht alleine bin wenn mich alles verlassen...
    mein ganzer tag ist seit dem ich denken kann von der angst gefesselt.. jeder gedanke den ich in meinem leben denke ist damit zusammenhängend wie ich auf meine mitmenschen sozusagen auf andere menschen wirke und wie kann ich ihnen zeigen das ich etwas ganz tolles und besonderes bin. Ich versuche immer äußerst cool und intelligent zu wirken damit mich die leute als etwas besonderes ansehen und somit mit mir in kontak kommen wollen oder wenn sie das schon sind mich noch mehr wertschätzen...
    Ich habe eigentlich so gut wie alles wovon viele leute träumen, ein studium, freunde und bekannt, eltern, eine eigene wohnung, sehe ganz gut aus, bin lustig, sehr gesprächig. Aber ich habe so eine riesen angst vor dem verlassen werden, das ich begonenn hab zu stottern. Ich beginnge zu schwitzen wenn ich mit meinen kumpels, freunden, eltern oder mit fremden rede. Also bei jedem kontakt mit menschen bekomme ich angstschweiß. Ich bin den ganzen tag angespnnt und gestresst. Und meine gedanke kreisen immer darum nicth als komsisch oder schlecht rüberzukommen. Aber durch das denken verstärker ich mein stottern und spanne meinen ganzen körper an. Mir fällt seit längermem auf das ich dadurch unnatürlich und ängstlich rüberkomme. ABer den Menschen um mich rum fällt das wohl kaum auf, da sie mich nicht anderst kenne, da ich die anspannung immer habe.
    Nur ganz selten fühle ich mich sicher und selbstbewusst,also angstlos.... wenn das der fall ist fällt mir auf das ich so gute wie nie stotter eigentlich gar nicht, mich sehr gut fühle, anders rede, andere stimme habe, anderes auftreten, charismatisch wirke, noch viel lustig bin und viel viel besser mir sachen merken kann und bei normalen gesprächen viel bessere sachen einfallen und (paradoxerweise) viel besser bei menschen ankomme. Da ich authentisch wirke. Obwohl das ja mein eigentliches ziel ist. Das ist so unglaublich! Und mein Leben kostet mir jeden Tag so viel Kraft.
    Das ist aber viel zu selten so.. früher habe ich den zhustand ansatzweise mit drogen versucht zu verschaffen.. aber das ist der falsche weg... ich meditiere nun seit 2 monaten und fühle mich ausgelichener.. auch wenn die angst imme rnoch da ist...
    Ich war schon bei einem psychotherapeuten aber habe die Therpie abgebrochen da ich mich bei ihm nicht so wohl fühlte wie es sein muss. Half auch nur begrenzt.
    ich weiß ich muss einen arzt aufsuchen... aber ich habe keine einfach keine zeit ... ohne witz...

    ich habe so allmälich keine kraft mehr so weiter zu leben .. es ist so unfassbar mühsam. kennt jemand villt. außer jede woche zum therapeuten zu gehen andere hilfen .. vielleicht ein buch (kennt jmd. the work) oder telefontherapie ... selbst wenn nicht , dann sagt mir eure meinung zu meinem problem.

    ich schaffe es nicht meine angst loszulassen, obwohl ich natürlich weiß das es nicht bringt sie zu haben und das damit das gegenteil erreicht wird. (da ich ja unnatürlich erscheine) Aber ich kann einfach nicht anderst.

    Bitte hilft mir

    vielen vielen vielen dank das ihr den langen text gelesen habt.

    Beste grüße
    alchemst

  2. #2
    Neuling Avatar von melantheia
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    Hallo Du
    Also erstmal ganz grossen Respekt, dass Du Deine Kindheitserlebnisse so relativ gut verarbeitet hast.
    Sicher, Du kämpfst mit Verlassensängsten - finde ich in diesem Fall auch vollkommen normal. Aber es gibt sicher Menschen, deren Vertrauen da weitaus angeknackster ist.
    Würde mich mal interessieren, wie Dein Verhältnis zu Deinen Eltern so im Allgemeinen ist. Kommt Ihr im Grossen und Ganzen gut aus oder wirfst Du es ihnen in gewisser Weise vor, dass sie Dich damals verlassen haben ?

    Dieses Gefühl, alles richtig machen zu wollen und immer zu kontrollieren, ob man gut ankommt und was die Leute über einen denken, kenne ich zu gut.
    Meine noch lebende Oma ist auch so ein Mensch und hat uns das von klein auf immer wieder runtergebetet, wie wichtig es ist, bei anderen Menschen gut anzukommen und möglichst überall einen guten Eindruck zu hinterlassen. Die Leute sollen nicht schlecht über einen denken können.
    Das verinnerlicht man irgendwann so, dass man danach lebt. So wie Du.
    Man muss wirklich ein Stück weit eine Schei*egal-Haltung einnehmen und sich klarmachen, dass man eben nicht von jedem gemocht werden kann. So, wie man selbst ja auch nicht jeden mag.

    Auf fremde Menschen zugehen ist für die meisten Menschen nicht einfach und sie sind gehemmt.
    Dass Du in diesen Fällen stotterst, finde ich in Deinem Fall normal. Immerhin möchtest Du gut ankommen und kannst die fremden Menschen nicht einschätzen, wie sie so drauf sind.
    Familie, Freunde und Bekannte kennst Du jedoch und solltest versuchen, Vertrauen in sie zu setzen. Sie mögen Dich so, wie Du bist. Sie sind bei Dir, jederzeit. Vielleicht fällt es Dir bei ihnen zunächst leichter, die Gedanken an Deine Wirkung auf andere loszulassen und zu wissen, dass Du ihnen nichts beweisen musst.
    Oder übe zunächst vor dem Spiegel: Sieh Dir fest in die Augen und sage Dir, dass Du ein toller Typ bist. Witzig, charmant, selbstbewusst. Das, was DU siehst, sehen auch Deine Gesprächspartner.
    Vor allem die, mit denen Du schon länger zu tun hast. Schau, ... Wenn die Dich irgendwie komisch finden würden, dann würden sie Dir das doch sagen. Oder sich abwenden.
    Das geht nicht von heute auf morgen, dass Du plötzlich Selbstvertrauen für 10 hast. Aber das lässt sich ausbauen. Und Du hast ja auch schliesslich schon erlebt, dass Du Dich viel besser und lockerer fühlst ohne diese Anspannung.

    Ich wünsch Dir alles Gute
    Liebe Grüsse, melantheia
    Liebe mich, wenn ich es am wenigsten verdiene, denn dann brauche ich es am meisten !

  3. #3
    EFG
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    Halllo!!!

    Ich bin bei gott kein psychologe, sondern einfach nur eine Person wie du die
    hier ist und Rat sucht, behalte das bitte im hinterkopf

    Jedenfalls, ich denke nicht das du Angst hast, oder irgendwie einen hinter
    der binde hast
    Aus lebenserfahrung kann ich sagen das du einfach nur bestimme Charaktereigenschaften
    stark unterentwickelt hast, daran sind warscheinlich deine "traumatischen erlebnisse"
    schuld.
    Ich denke du hast ein stark mangelndes Selbstbewusstsein oder selbstwertgefühl
    und keine Angst.
    http://www.palverlag.de/Psychotests.html
    du kannst dir das mal anschauen um dich da selber näher kennenzulernen.

  4. Der folgende Benutzer bedankte sich bei EFG für den sinnvollen Beitrag:

    Finja (11.06.2010)

  5. #4
    EFG
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    Zitat Zitat von melantheia Beitrag anzeigen
    Hallo Du
    Dieses Gefühl, alles richtig machen zu wollen und immer zu kontrollieren, ob man gut ankommt und was die Leute über einen denken, kenne ich zu gut.
    Meine noch lebende Oma ist auch so ein Mensch und hat uns das von klein auf immer wieder runtergebetet, wie wichtig es ist, bei anderen Menschen gut anzukommen und möglichst überall einen guten Eindruck zu hinterlassen. Die Leute sollen nicht schlecht über einen denken können.
    Das verinnerlicht man irgendwann so, dass man danach lebt. So wie Du.
    Man muss wirklich ein Stück weit eine Schei*egal-Haltung einnehmen und sich klarmachen, dass man eben nicht von jedem gemocht werden kann. So, wie man selbst ja auch nicht jeden mag.
    Klassiker - mangelndes Selbstbewusstsein.
    Ich denk was sowas betrifft seid ihr echt im falschen Forum, das hat nichts mit Angst oder psychischen Problemen zu tun.

  6. #5
    Schreiberling Avatar von Osterinsel
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    Hallo Alchemist und willkommen im Forum!

    Auch ich kenne einige Deiner Probleme nur allzugut-frühe Elterntrennung-Ängste-coolseinwollen-bis auf das Stottern erkenne ich mich gut wieder...

    Arbeite dran, es lohnt sich! Ich hab das alles hinter mir- Gott sei Dank - zwar noch ein paar andere Macken, aber ich kann Dir meine Erfahrung mitgeben: Wenn Du dran bleibst, kannst Du es hinter Dir lassen.


    Zitat Zitat von EFG Beitrag anzeigen
    Klassiker - mangelndes Selbstbewusstsein.
    Ich denk was sowas betrifft seid ihr echt im falschen Forum, das hat nichts mit Angst oder psychischen Problemen zu tun.
    @EFG: Ich respektiere Deine Interpretation- auch wenn ich sie beileibe nicht teile- aber NIEMAND ist hier im falschen Forum!


    Liebe Grüße von der Osterinsel!
    "Life is intrinsically, well, boring and dangerous at the same time. At any given moment the floor may open up. Of course, it almost never does; that’s what makes it so boring.” ~Edward Gorey

  7. #6
    EFG
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    Hallo Osterinsel,

    Psychologieforum.de ist das "Board", dann gibt es einige "Foren" wie "Ängste" z.B. in welchem wir uns gerade befinden.
    Ich denke die geschilderten Probleme gehören eher ins "Selbstwusstseins"-Forum

  8. #7
    Schreibkraft Avatar von waiting
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    @ efg - das ist doch völlig Wurst! Viele sind froh, wenn sie ein Plätzchen finden für sich und manchmal vor Angst und Panik und innerem Druck gar nicht mehr in der Lage, richtig abzuwägen, in welchem Forumsteil sie nun richtig sind. Es ist überhaupt kein Problem, wenn es WIRKLICH völlig falsch ist, kann es mit ein paar Klicks von einem Moderator verschoben werden.

    @ alchimist - die Angst, die Du hast und beschreibst, ist für meine Begriffe einfach nur sehr gut nachvollziehbar. Ich empfinde es so, dass Du auch schon recht behinderst wird von ihr im Alltag. Ich denke, es sind zwei Angstschienen. Die eine, alles mit beeinflussende, ist die Verlustangst, die bei Dir so entstehen musste durch das, was Du erlebt und wie Du es empfunden hast. Es ist so früh passiert, dass da kein Verstand, keine Erfahrung hilfreich für Dich sein konnten und dieser tiefe Vertrauensverlust ist nicht so einfach rückgängig zu machen. Das braucht viel Mühe und immer wieder Vertrauen in die Menschen, die Dich umgeben. Verlassen werden ist für jeden schlimm. Aber so eine extreme Angst entwickelt nicht jeder davor. Ich weiß nicht, ob diese einschneidende Zeit, wo Du Dich verlassen fühltest, auch den Knacks im Selbstwertgefühl ausgelöst hat. Kann gut sein, dass man durch Angst, wieder verlassen zu werden, immer alles besonders gut machen will und dadurch einfach nur gehemmt wird, wie Du ja letzten Endes Deine Anspannung und Dein Stottern selbst interpretierst. Tja. Gesagt ist das jetzt einfach: Du musst loslassen. Je mehr man etwas festhalten will, desto eher wird man es verlieren. Du verkrampfst und bist nicht mehr Du selbst, weil Du nicht warten kannst, ob etwas von selbst zu Dir kommt und bleibt, Du willst sicher sein, dass jemand da ist.

    Ich glaube gar nicht, dass Du so unselbstständig bist und nicht allein klar kommen würdest. Du hast eben "nur" Angst. Und Angst allein aushalten ist nicht leicht. Was würde denn passieren, wenn Du allein wärst? Was wäre das Schlimmste, was Du Dir dabei vorstellst? Was brauchst Du so dringend von dem anderen, der da sein soll für Dich?

    Lieben Gruß, waiting
    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.

    Khalil Gibran

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