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Thema: Seit den Medis ...

  1. #1
    Schreibkraft Avatar von Dantius
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    Frage Seit den Medis ...

    Hallo,

    ich nehme seit August letzten Jahres nun Antidepressiva und Neuroleptika, genauergesagt 90mg Cymbalta und 200mg Seroquel pro Tag. Die Seroquel vor dem Schlafengehen.

    Leider hat sich mein Schlafverhalten extrem verschlechtert, was vorallem das Träumen angeht. Ich träume wirre Sachen, oft verbunden mit Gewaltszenarien und Sachen aus meiner Vergangenheit.

    In letzter Zeit ist dies recht extrem und begleitet mich oft in den Tag hinein.

    Klar, dies sind Nebenwirkungen der Medis... aber was kann man dagegen tun? Nichts vermute ich.

    Wie ist das bei euch? Erfahrungen?

    Grüsse

  2. #2
    Gast784
    Gast

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    hallo Dantius,

    hab keine Erfahrungen. Aber mich interessiert, wie Du Dich nach dem Aufwachen fühlst? Wie meinst Du das, dass die Dich in den Tag begleiten? Setzt Du Dich damit auseinander, belasten sie Dich, oder haben sie so eine Art Ventilwirkung? Was setzen sie bei Dir frei?

    Kann es sein, dass es Dir vll jetzt gut genug geht, dass diese alten Dinge hochkommen können? Vll hat Dein Unterbewusstes die Vergangenheit bisher zu sehr als Schutz abblocken müssen und das löst sich jetzt etwas. Könntest Du Dir so was in der Art vorstellen?

    Wg Schlaf würd ich mal die allgemeinen Hausmittelchen probieren: heisse Milch mit Honig, nicht zu spät essen, keine Reizüberflutung (PC, Glotze u.ä.) am späten Abend. Tag ruhig ausklingen lassen. Vll hilft das ein bißchen.

    lg Gaby

  3. #3
    Schreiberling Avatar von daysleeper82
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    Jo, Dantius ich stimme dir zu, das sind die Nebenwirkungen von den Medikamenten, ich denke es kommt wohl eher von dem Neuroleptikum... In letzter Zeit Träume ich auch wieder verstärkt, gerade Gewaltsachen, in denen ehemalige Freunde und Bekannte vorkommen, die ich schon Jahre nicht mehr gesehen habe...
    Ganz schlimm war es zu Anfang bei mir, als ich auf Neuroleptika eingestellt wurde, ich habe zu erst Zeldox bekommen... Aber unter dem Antidepressivum habe ich keine Unterschiede gemerkt...
    Es war eine zeitlang auch nicht mehr so schlimm, aber jetzt seit einigen Wochen ist es wieder vermehrt aufgetaucht... Keine Ahnung wieso...

    LG daysleeper
    LG daysleeper

    „Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.“ (Mutter Teresa)

  4. #4
    Gast784
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    warum besprecht ihr solche Nebenwirkungen eigentlich nicht mit euren Ärzten?

  5. #5
    Schreiberling Avatar von daysleeper82
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    Also ich habe es gemacht Gabi... Aber solche Nebenwirkungen muss man hinnehmen und es besteht die Regel sofern sie noch erträglich sind und einen nicht allzu daran hindern ein relativ normales Leben zu führen, sind sie vertretbar... So habe ich es zumindest in der Psychoedukation gelernt... Hauptsache die Hauptsymptome, die um ein vielfaches beeinträchtigender sind, gehen weg... So sehe ich es auch mittlerweile... Ich kann mit ein paar Nebenwirkungen ganz gut leben... Weil ich weiß, wie es vorher war...
    LG daysleeper

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  6. #6
    Schreibkraft Avatar von Dantius
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    @ Gabiannarele

    Mehr als einmal habe ich dieses Thema mit meinem Psychiater besprochen. Er sagt, diese Träume sind klare Nebenwirkungen, wie auch im Beipackzettel beschrieben. Ist halt so.

    Ich wollte einfach nur mal "hören", ob es anderen auch so geht.

  7. #7
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Hallo Ihr Lieben,

    ich klug*******er mal ein bisschen rum....

    Die chaotischen Träume sind ein Verarbeitungsprogramm im Hirn, was die Probleme des Alltags in Hirntaugliche Schrift und Bildformate übersetzt.
    Wenn einige Dinge dich vom Träumen inspirieren und du drüber nachdenkst am Tag, hast auch wieder neue Verarbeitungsträume in der nächsten Nacht über deine Gedanken.
    Solange du im Thema bist, hören die Träume erst auf, wenn du dich beruhigt hast und die Dinge nicht mehr analysierst sondern dein Hirn übersetzten lässt.
    Die Gewalt kommt nicht wieder aus den Träumen. Sie sind HororVideos und die werden in Kindercomics verpackt und Märchen, damit deine Seele keinen Schaden nimmt.

    Neuroleptika haben damit nichts zu tun. Sie sind für Tagträume und Hallozinationen im Alltag und da vermindern sie. Zumindest Seroquel bewirkt nach einem gewissen Spiegel im Blut, das man mehr im Hier und Jetzt ist.

    Solange ihr wirr und chaotisch und wild träumt seid ihr mitten in der Verarbeitung und wenn dazu parallel eine Therapie stattfindet ist es ein gutes Zeichen, das es vorwärts geht. Keine Träume oder immer die selben Träume zeigt ein stehen auf der Stelle.
    Selber zu therapieren und zu verarbeiten ist sehr gefährlich und kann in totaler Hilflosigkeit und Depression führen und ist wie als würde ein Computeranalphabet versuchen ein Maschinenprogramm für die Industrie zu schreiben und zu installieren. Das kann nur im Chaos enden oder????

    Lass die Träume einfach träume sein und sprech mit einem Profi über diese und über die jetzigen Gedanken am Tag. Stoppen kannst träumen nicht. Du kannst nur tagsüber für viele schöne Dinge sorgen, die nicht so problembelastet sind, damit auch mal schöne Dinge übersetzt werden.


    Mit 3 Hut-Klugscheis serauszeichnung
    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

  8. #8
    Neuling Avatar von Black Sheep
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    Hallo!

    @knuddel: Du hast mit deiner "Klug*******rei" zu 90%, aber...

    Zitat Zitat von :knuddel: Beitrag anzeigen
    Neuroleptika haben damit nichts zu tun. Sie sind für Tagträume und Hallozinationen im Alltag und da vermindern sie. Zumindest Seroquel bewirkt nach einem gewissen Spiegel im Blut, das man mehr im Hier und Jetzt ist.
    ...das ist schlicht und ergreifend falsch. Wie schon von daysleeper recht gut geschildert, sind diese Alpträume Nebenwirkungen der Neuroleptika. Nicht jeder bekommt sie, aber selten sind sie auch nicht. Neuroleptika verändern die Art und Weise wie das Gehirn funktionerit und sagar teilweise die Struktur des Gehirns. Warum sollten diese Veränderungen nur am Tag zubeobachten sein? Das Gehrin befindet sich NIE komplett im Ruhezustand, es sind immer gewisse Areale aktiv und im REM sogar recht viele. Die Inhalte der Träume sind sogar bei denjenigen, die diese Nebenwirkungen haben, oft ähnlich.

    VG.
    Monique
    "As You can see, context is everything."

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