Ich habe mich gefragt, wie man Selbstironie einschätzen sollte oder die Aktion, über sich selbst zu lachen.
Es gibt diverse Situationen, in denen man mit anderen verrückte Dinge erlebt und sich nicht mehr einkriegt. Dazu können peinliche Dinge gehören, die man selbst gestartet hat. Auch das Kabarett, besonders das politische, ist für mich eine Gelegenheit, in der man herzlich über seine eigene Dummheit und die eigenen Marotten lachen kann. Nicht zu vergessen Feiertage oder Familienfeste.
Mir sind Leute bekannt, die nach einer langen depressiven Phase auf diese zurückblicken und sich leicht erheitert an den Kopf fassen. Sei es wegen Liebeskummer, Ärger auf der Arbeit oder Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation, es ist immer so ein: "Meine Güte, dass ich damals so blöd war..." und es folgen irgendwann Witze auf die eigenen Kosten.
Wie ist das bei Leuten, die aktuell eine Krise durchmachen?
Ich habe öfter mal gehört, dass Selbstironie eine Form von verletzendem Verhalten sein soll oder zumindest beobachtet werden sollte.
Ich sehe das eher als Eigenchaft der Persönlichkeit, wenn jemand gut über sich selbst lachen kann. Wenn Witze über mich gemacht werden, dann stammen die besten definitiv von mir. "Objektiv" gesehen sind sie vielleicht nicht so lustig strukturiert, aber ich lache herzlicher über mich, wenn ich diese Witze mache.
Mich persönlich stört das überhaupt nicht, bin ja auch manchmal echt unterhaltsam. Allerdings hat Humor an gewissen Stellen eine aufrüttelnde und ernste Botschaft. Sarkasmus und Zynismus sind ja für ihre Bissigkeit bekannt und Ironie irgendwo für die Entwertung.
Habt ihr Erfahrung damit, wenn Menschen in einer Krisensituation über sich selbst witzeln? Ist das bei euren Bekannten eher durch die Persönlichkeit geprägt oder geht das auf die Situation zurück?
P.S.: Zum Zweck der Biographiearbeit.


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