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Thema: Selbsthass...

  1. #1
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    Standard Selbsthass...

    Hallo zusammen,

    ich muss hier mal was loswerden - ich glaube nämlich ich bin nicht normal. Nein, ich weiß es!

    Bin jetzt gerade 27 geworden und irgendwie in ein sehr tiefes Loch gefallen. Dabei habe ich mehrfach etwas gemacht, das eigentlich dafür sorgen sollte, dass es mir besser geht.

    Aber ich will mal etwas weiter ausholen. Ich glaube der Ursprung von der ganzen Misere ist, dass ich früher fett war. Früher, das war so von der 8. Klasse an bis vor 3 Jahren. Dann habe ich über 35 Kilo abgenommen, bewege mich nun in der Unteren Hälfte des Idealgewichts.

    Leider hat mir das fett-sein und die damit einhergehenden Dinge (so nenn ich das jetzt mal ganz allgemein) wie Mobbing - nicht so doll ausgeprägt, aber richtig akzeptiert war ich bei den wenigsten damals in der Schule - anscheinend so zugesetzt, dass jetzt alles zu spät ist.

    Ich habe dann 6 Jahre lang studiert - an der Uni. Die dort herschende Anonymität habe ich genutzt um möglichst mit niemandem dort irgend etwas zu tun haben zu müssen. Ich habe zwar einige Freunde, aber keinen, den ich mir selbst zu verdanken habe, also manche aus der Verwandschaft, andere durch Freunde meiner Eltern usw. Mit denen komme ich auch gut klar. Neue Menschen lerne ich auch ab und an kennen, aber ich habe erst gar kein Interesse, Freundschaften zu schließen - obwohl ich Freunde haben will.

    Vielleicht weiß ich auch nur nicht mehr, wie man das macht. Ich bin eigentlich ein total unternehmungslustiger Mensch, aber ich traue mich nicht jemanden - nichtmal Freunde - drauf anzusprechen ob wir irgendwas machen sollen, da ich Angst habe sie könnten nein sagen. Alle Initiative zu gemeinsamen Unternehmungen geht immer nur von denen aus.

    Auch mit Frauen hatte ich es noch nie so. Noch nie um ehrlich zu sein. Hab noch nicht 1 mal im Leben eine Frau angesprochen. Und das könnte ich wohl auch nicht. Ich bin wohl so labil, dass mir eine Abfuhr einfach den Rest geben würde.

    Jedenfalls, irgendwann habe ich beschlossen das zu ändern. Ich wollte das Übel an der Wurzel packen und beschloss abzunehmen. Das habe ich durchgezogen und geschafft. Kann das Gewicht auch halten, machte Sport (exzessiv teilweise!). Was war passiert? Ich bekam eine Fettschürze. Hab mich in meiner Haut noch weniger wohl gefühlt als vorher, habe noch exzessiver Sport getrieben, da ich dachte damit kann ich daran mit Sport auch noch was ändern kann, war Zeitweise - über Monate - jeden Tag im Fitnesstudio und noch laufen.

    Dann habe ich gemerkt, dass mir das auch nicht hilft und das auf ein normales Maß reduziert. Ich war total unglücklich mit meinem Leben, habe oft darüber nachgedacht einen Schlusstrich zu ziehen (und denke heute noch bzw. wieder viel daran) - Keine Angst, ihr braucht jetzt wenn ihr das lest nicht gleich jdm. zu alarmieren, ich bin sowieso zu feige. Ausserdem könnte ich das meiner Famiele nicht antun. Das komische ist, ich will diese Gedanken gar nicht haben, und ich weiß, dass es nicht gut ist, solche Gedanken zu haben - aber ich habe sie, sie begleiten mich. Ständig male ich mir aus, wie es wohl wäre, wenn... wie man das wohl am besten anstellen würde, usw...

    Andererseits - irgendwo gibts ja auch noch nen kleinen Funken Hoffnung, dass ich irgendwann mal normal werde. Sonst würde ich hier nichts schreiben. Diese Hoffnung ist das einzige, was mich am Leben hält und ich werde sie auch nie aufgeben.

    Ich habe viel darüber nachgedacht, wie ich mir meinen Körper durch die Fresserrei so kaputtmachen konnte. Wie blöd muss man denn sein?

    Naja - gegen die Überschüssige Haut kann man ja was machen dachte ich mir. Also ließ ich das vor einem Jahr operativ korrigieren. Es hat auch gut geklappt, das meiste ist weg und in Kleidern kann ich meinen Anblick wieder halbwegs ertragen. Dafür hab ich jetzt halt ne riesen Narbe - war ein Tauschgeschäft, war mir vorher bewusst.

    Die Zeit danach war sehr hart. Die Situation das gemacht zu haben, und das alle das jetzt wissen und vielleicht hinter meinem Rücken dadrüber sprechen habe ich als sehr schlimm empfunden. Dementsprechend ging es mir auch nicht unmittelbar danach besser wie ich erhofft hatte. Ich habe mich dann noch mehr zurückgezogen.


    Nebenbei bin ich in den letzten Jahren Quartalstrinker und Kiffer geworden. Wenn ich was trinke ist es mittlerweile so, das es zum Kontrollverlust kommt. Man weiß erst warum man das so nennt, wenn man es erlebt hat - echt krass. Das Kiffen hab ich noch im Griff, ist auch nur gelegentlich.

    Irgendwie sind das die einzigen Sachen, die mir noch Spaß machen. Ich weiß das hört sich doof an...

    Ich weiß echt nicht mehr, was ich noch machen soll, um das alles in den Griff zu bekommen. Klar - erstmal aufhören mit den Drogen werdet ihr jetzt sagen. So ausgeprägt ist das beides nicht, man merkt mir das überhaupt nicht an, da das mit dem Saufen vielleicht einmal alle 3-4 Monate passiert - dazwischen trinke ich keinen Tropfen! Ich meide auch gezielt Situationen, in denen es zu sowas kommt aber manchmal "ergibt" sich das einfach.


    Naja - jedenfalls hatte ich mein Studium dann irgendwann beendet und einen Job gefunden. Das ist auch der einzige Bereich in meinem Leben, in dem ich weiß, das ich gut darin bin. Habe einen wirklich aussergewöhnlichen, sehr guten Studienabschluss und einen Super Job.

    Das Problem ist nur - und auch das mag verrückt klingen - ich hasse ihn! Genauso wie ich das Fach, das ich studiert habe mittlerweile hasse. Ich hasse mich selber, wie ich aussehe, wie ich Auftrete, einfach alles. Ich hab mehrfach versucht was dadran zu ändern aber immer wird es noch schlimmer.

    Was mich zur Zeit fertig macht ist, dass ich bemerkt habe, dass ich wohl nicht nur auf Frauen, sondern auch auf Männer stehe. Ist nichts schlimmes, das weiß ich. Dann durfte ich erfahren - obwohl ich das nicht bin, ich bin wie gesagt noch gar nichts momentan - als Homosexueller in unserer Gesellschaft diskriminiert wird. Ich war mit nem Kumpel unterwegs und wir sind mit dem Taxi gefahren. Der Taxifahrer hat sich wohl eingebildet wir wären eine Art Paar und hat wirklich sehr abfällige Bemerkungen gemacht, die ich mir dann natürlich mit meinen neu entdeckten Neigungen zu Herzen genommen habe.

    Ich habe das Gefühl, mein Leben ist ein rießiger Haufen voll ******* der weglaufen kann, und jedes Mal wenn jemand versucht ihn einzufangen fängt er noch mehr an nach ******* zu stinken. Und es ist ja nicht so, dass ich nicht versuchen würde den ******haufen zu erwischen - ich laufe ihm seit Jahren nach, aber mittlerweile stinkt er so dermaßen, dass ich es irgendwann nicht mehr hinter ihm aushalte...

    Was soll ich denn noch alles machen verdammt noch mal?

  2. #2
    Gast8578
    Gast

    Standard

    Hallo Bastard888

    Ich werde mal versuchen dir zu helfen.

    Mir geht es Ähnlich aufgrund meiner Behinderung hatte ich auch sehr wenige freunde.

    Frauen hatte ich auch noch nie und meine beruf mag ich auch nicht

    ich habe aufgrund eines Tumores ein riesen loch im gesicht und nur 1 Auge

    Irgendwann war mir eigentlich alles egal. und ich habe aufgehört zu versuchen es jedem recht zu machen und akzeptiert zu werden (das war mein Problem)

    Seit dem Lebe ich mit der Einstellung nach mir die sinnflut, und das hat mir sehr geholfen.

    Vielleicht weiß ich auch nur nicht mehr, wie man das macht. Ich bin eigentlich ein total unternehmungslustiger Mensch, aber ich traue mich nicht jemanden - nichtmal Freunde - drauf anzusprechen ob wir irgendwas machen sollen, da ich Angst habe sie könnten nein sagen. Alle Initiative zu gemeinsamen Unternehmungen geht immer nur von denen aus.
    Wenn es deine freunde sind werden sie auch auf deine Wünsche eingehen das musste ich mir damals auch klar machen

    Das Problem ist nur - und auch das mag verrückt klingen - ich hasse ihn! Genauso wie ich das Fach, das ich studiert habe mittlerweile hasse. Ich hasse mich selber, wie ich aussehe, wie ich Auftrete, einfach alles. Ich hab mehrfach versucht was dadran zu ändern aber immer wird es noch schlimmer.
    Du musst nicht immer als das arbeiten was du studiert hast ich habe einen freund der hat physik studiert und arbeitet jetzt als gärtner.

    Ich denke (Und ich hoffe ich trete dir nicht zu nahe) dass man sein Auftreten nicht ändern kann vielbesser ist es sich zu akzeptieren so wie man ist

    Ich hoffe wirklich ich konnte dir mit meiner Lebenserfahrung helfen

    schock

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