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Thema: Selbstheilung

  1. #1
    Neuling
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    Standard Selbstheilung

    Hallo an alle, zunächst einmal finde ich es gut, dass es so ein Forum gibt. Ich denke, dass es vielen Menschen in finsteren Zeiten schon geholfen hat!

    Ich habe mich angemeldet und verfasse jetzt das Thema, weil ich mich nicht im reinen mit mir fühle, etwas ist falsch - für mich, nicht so wie es sein soll.

    Ich bin mittlerweile 26 Jahre alt, und habe die letzen zwei Jahre damit begonnen viel über die Seele, Psyche, Psychologie etc. zu lesen. Der Grund wieso ich das gemacht habe ist weil ich mich heilen möchte. Ich möchte frei sein von all den Zwängen und Ängsten, von all den Konditionen die man als Kind zugesteckt bekommen hat.

    Ich habe mich erst die letzen 2 Jahre sehr mit mir selber beschäftigt, davor war ich sehr "blind". Hab meine "innere Stimme" nie gehört, die gab es für mich nicht.

    Jetzt werde ich bald in Therapie sein, ich habe bis jetzt nur einen Termin bei einem Psychotherapeuten. Ich merke sehr oft, dass wenn ich mit jemanden über meine Probleme rede, dass es mir danach meist viel besser geht. Mir fehlt dann immer so ein Stein vom Herzen, so eine Last die man immer mit sich trägt und man ist dann garnichtt mehr angespannt im Kopf und auch der Körper.

    Ich habe mich, soweit ich das beurteilen kann, schon sehr detailliert analysiert und kann mittlerweile von mir behaupten woher die ganzen Probleme kommen.

    Ich denke alles beginnt mit Selbstliebe und da ist meiner Meinung nach die Quelle des Übels, ich denke meine Selbstliebe ist nicht sondern ausgeprägt. Manchmal muss ich mich dazu zwingen, mit Gedanken, mich selbst zu lieben. So sollte es nicht sein.

    Durch die wenige Selbstliebe kamen mehrer Probleme für mich, quasi Aufeinanderfolgende Schäden, wenn man das so nennen kann.

    Ich konnte meine innere Stimme nie hören, weil ich nicht den Mut besitze sie sprechen zu lassen. Ich höre sie nicht weil sie mittlerweile ganz ganz leise spricht. Ich habe dadurch leicht soziale Kontakt Schwierigkeiten, d. h. am Anfang wenn ich jemanden kennen lernen bin ich sehr offen und derjenige der das Gespräch führt, sobald es aber länger wird werde ich sehr unsicher und möchte fliehen. Ich habe dann Angst, dass der gegenüber mein "wahres Inneres" kennen lernt und dieses möchte ich instinktiv Verstecken...weil ich eben denke, dass es von Grund auf schlecht sei.

    Mein Kopf ist nicht frei, ich bin in meinen Gedanken angespannt, nicht frei. Zumindest wenn ich mit Menschen zusammen bin, nicht mit allen Mensche aber mit den meisten. Manchmal bin ich auch "frei" manchmal "gefangen" im Kopf. Es ist eine Art Ohnmacht, das eigene Denken funktioniert dann nicht mehr, man konsumiert nur noch dem gegenüber seine Worte. Achtet mehr darauf wie mach sich verhält, hört garnicht mehr aktiv zu und wenn man an der Reihe ist was zu sagen weiß man natürlich nicht was man sagen soll, da man garnicht auf den Dialog geachtet hat.
    Es geht dann mehr darum über dem anderen mit Argumenten und "aber...." zu stehen. Kein Miteinander sondern eher ein Konkurenzkampf. Dieser entsteht nur weil ich mich gegenüber den anderen schlechter fühle und versuche damit dann aufzusteigen. Ich möchte weg von diesem Gedanken kommen, nicht mit jemanden "kämpfen" sondern einfach frei, unabhängig was danach kommt, meine Gedanken ausdrücken.

    Ich mach mir zu viele Gedanken wie andere über mich denken, das kostet auf die Dauer sehr viel Zeit und vorallem sehr viel Kraft. Einige kennen das sicherlich, dass wenn man zu viel in seinem Kopf ist dass man danach sehr müde ist obwohl man nicht sonderlich viel getan hat, zumindest körperlich. Man macht sicher selber müde, krank und nimmt sich selbst die Kraft. Statt sich zu stärken schwächt man sich.

    Das Leben könnte ohne all diese Gedanken oder eher durch das Gefühl viel einfacher und vor allem selbstzufriedenen sein.

    Mein Selbstwert hängt sehr stark davon ab, wie meine Leistung gegenüber anderen sind. Mit Leistungen meine ich alles was den anderen zufrieden stellt. In der Uni dann bei guten Noten, bei der Arbeit wie zufrieden der Chef ist, bei Freunden wie sehr ich andere unterhalte.

    Dieser Blickwinkel auf das Leben ist total falsch, ich weiß es selber, und jetzt wo ich es wieder aufschreibe merke ich es wieder und wieder. Aber dennoch, trotz all dem Wissen, werde ich wieder in so eine Situation geraten wo ich nicht meiner Selbst bin. Ich werde fremdbestimmt, schaffe es nicht mich auszuleben. Bin ich zu schwach für das Leben ? Sind die anderen zu Stark ? ....oder soll ich mich auch von diesem Gedanken trenne, es gibt kein stark und schwach mit anderen. Jeder kann und soll so sein wie er sein möchte.

    Das ganze führte letztendlich zu starken Depressionen. Depressionen die phasenweise kommen, in den Zeiten bin ich, soweit ich beurteilen kann, stark depressiv. Suizid Gedanken kommen auf, vor zwei Wochen war es sehr schlimm, so schlimm, dass ich nach was brauchbares zum Suizid gesucht habe. Zum Glück wurde ich gerade als ich das tat angerufen.

    Jetzt hab ich noch einen Termin wahrzunehmen, ich hoffe ich falle nicht wieder negativ auf und kann einfach mal mein gutes Innere ausleben.

    Würde mich freuen wenn jemand was dazu schreibt,

    liebe Grüße

  2. Der folgende Benutzer bedankte sich bei DasDritteAuge für den sinnvollen Beitrag:

    Rainer-JGS (17.12.2016)

  3. #2
    Berndchensfrau
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    Es ist schon heftig, wie sehr die Kindheit bzw. die dortigen Erfahrungen eines heutigen Erwachsenen beeinflussen können. Ich hadere derzeit auch mit mir und suche eine Lösung, sodass meine Kindheit keine Auswirkungen auf mein heutiges Leben hat. Selbstreflektion, Annahme und Therapie sind das eine, aber eben auch ein langer Prozess. Ich suche nach etwas, das mir jetzt hilft.

  4. #3
    Neuling
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    Hallo Berndchensfrau,

    kennst du auch bei dir persönlich Dinge die ich geschrieben habe, kannst du dich mit etwas was ich geschrieben habe identifizieren ?

    Die Probleme haben sich über Tage, Monate oder sogar Jahre in einen festgesetzt, ich denke es ist kaum machbar von jetzt auf gleich sein "altes Schema" mit einem neuen zu ersetzten. Ich denke, es dauert je Stärkegrad der Festsetzung der Probleme seine Zeit, dass man sich davon löst.

    Mit was haderst du denn, was ist dein Problem für das du eine Lösung suchst ?

    liebe Grüße

  5. #4
    Berndchensfrau
    Gast

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    Mit Sicherheit treffen einige Punkte auch auf mich zu . Aber die Dinge, die persönliche Einstellung, verändern/t sich mit der Zeit. Ich meine auch aktuell in mir Veränderungen bzw. Weiterentwicklungen zu erkennen. Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht und wo ich am Ende stehe.

  6. #5
    Neuling
    Themenstarter

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    Welche Veränderungen erkennst du denn gerade? - Das interessiert mich gerade sehr.

    Ich merke, dass das Schreiben bzw. das äußern der Probleme mir hilft und ich dadurch gedanklich wieder sortiert bin.

    Mich interessiert es sehr welche Punkte bei dir zutreffen, mich interessiert einfach ob es noch jemanden da draußen gibt der so fühlt wie ich und das kennt. Ich habe gemerkt ,dass seit ich hier geschrieben habe es mir besser geht. Ich fühle mich befreiter, befreit von den Ketten die ich mir selbst in meinem Leben angelegt habe.

    Immer diese Anspannung die man hatte, meist nur weil man die anderen Leute "zufrieden" stellen wollte.

  7. #6
    Berndchensfrau
    Gast

    Standard

    Ich denke, es gibt sehr viele, die genauso denken und fühlen wie du. Beispielsweise habe ich viele Fehlverhalten meinerseits herausgefunden. Ganz abstellen, kann ich alle noch nicht. Aber dies bedarf auch Zeit und Übung.

  8. #7
    Neuling
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    Ja, ich denke es braucht, wie du auch denkst, Zeit und Übung. Es ist ja schonmal ein guter Schritt es ändern zu wollen, es zu erkennen und damit zu arbeiten. Nur soll das Erkennen nicht dazu führen, dass es noch schlimmer wird. Ich denke, man sollte einfach locker flockig durch die Hose atmen und sich selbst nicht zu ernst nehmen. Seine "Fehler" für seine "Fehler" anerkennen und diese villeicht auch nicht zu ändern, weil es eben ein Teil der Persönlichkeit ist. Oft ist es ja so, dass man ein bestimmtes Muster vorgelebt oder vorgesagt bekommen hat und in dieses Muster möchte man unbewusst reinpassen. Ich denke man sollte sich einfach von den ganzen Erwartungen und Vorgaben der anderen, der Gesellschaft, lösen. Man sollte nicht in diesem "Spiel" mitspielen, sich so annehmen wie man ist und seine Fehler nicht als Fehler betrachten sondern einfach als Teil seiner Persönlichkeit.

    Du schreibst, dass du gespannt bist wie es weitergeht und wo du am Ende stehst. Ich entnehmen daraus, dass du nicht bewusst bist dein Leben so zu gestalten wie du es möchtest. Natrülich kann man nicht immer zu 100% die Kontrolle über sich und über sein Leben haben. Dennoch denke ich, dass man seine Richtung immer auswählen kann. Ein selbstbestimmtes Leben nenne ich das, und daran sollten wir alle festhalten und es haben.

    Danke für deine Antworten und liebe Grüße

  9. #8
    Verleger Avatar von mops
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    Zitat Zitat von DasDritteAuge Beitrag anzeigen
    Ich habe mich angemeldet und verfasse jetzt das Thema, weil ich mich nicht im reinen mit mir fühle, etwas ist falsch - für mich, nicht so wie es sein soll.

    Ich bin mittlerweile 26 Jahre alt, und habe die letzten zwei Jahre damit begonnen viel über die Seele, Psyche, Psychologie etc. zu lesen. Der Grund wieso ich das gemacht habe ist weil ich mich heilen möchte. Ich möchte frei sein von all den Zwängen und Ängsten, von all den Konditionen die man als Kind zugesteckt bekommen hat.

    liebe Grüße

    Hallo

    "Man kann nicht alles richtig machen!" - Aber ich kann auch nicht alles falsch machen!
    Es ist so: Ich muss eine Entscheidung treffen!
    Ist die Entscheidung falsch! -- dann habe ich einen Fehler gemacht!

    Was unbewusst ist: Wir treffen Entscheidungen
    Fast so wenn du Sagst: "So kann es nicht weitergehen! Ich gehe einen neuen Weg!"
    Oder: "Ich werde mal in die Stadt gehen!" - "Ich werde mal zwischendurch saugen" (Staubsaugen)

    Damit nimmst du dich bewusster wahr!
    Bewusster wahrnehmen: Jetzt kannst du auch anderen davon erzählen was du gemacht hast.


    gruss mops

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