psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 8 von 14

Thema: Selbstherapie ? (unspezifische Essstörung)

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    26.12.2009
    Beiträge
    7
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard Selbstherapie ? (unspezifische Essstörung)

    Hallo,

    ich bin im Moment ein wenig ratlos.

    Ich bin Jahre alt und leide an einer unspezifischen Esstörung. **

    Welche Therapieformen kommen da in Frage? Was gibt es über Selbsttherapie zu sagen?


    ** geändert und verkürzt
    Geändert von CJoy (29.12.2009 um 15:36 Uhr) Grund: Soll nicht weiter öffentlich bleiben

  2. #2
    Schreibkraft Avatar von LABBI
    Registriert seit
    10.11.2009
    Ort
    Oberfranken
    Beiträge
    248
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo,

    als ich deinen Beitrag gelesen habe, musste ich automatisch an meine Schwester denken. Sie ist zwar nicht so extrem in ihrem Essverhalten wie du es hier beschreibst, aber sie ist auch sehr "penibel" in ihrer Essensauswahl.

    Wie wurdest du denn essenstechnisch erzogen? Ich frage das, um mir ein Bild machen zu können, wie deine Esserziehung abgelaufen ist. Hast du nur bestimmte Nahrungsmittel bekommen, wurdest du ermuntert auszuprobieren usw. ?

    Deine Art der Essstörung (ehrlich gesagt finde ich das ein bißchen weit gegriffen, aber hab ja auch nur einen kleinen Einblick hier bekommen), ist nicht s populär, da es für viele keine Störung ist.

    Verhaltenstherapie funktioniert so ca. wie du es beschrieben hast. Man ändert im Grunde die Gedanken zu manchen Gefühlen. Flapsig gesagt, man kann sich umerziehen.

    Aber meine Frage an dich: warum ist es für dich ein Problem, nur gewisse Nahrungsmittel zu mögen? In wie weit behindert es dich.

    Meine das Ernst, da mich dein Thema sehr interessiert. Gerne auch privat Posten.

    Liebe Grüße erstmal.
    " Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen " - Goethe -

  3. #3
    Neuling
    Registriert seit
    26.12.2009
    Beiträge
    7
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hi,

    essenstechnisch erzogen? Gute Frage. Eine solche Erziehung war gar nicht richtig möglich, weil diese Essstörung schon dort eintrat, als ich als Baby von Brei auf "normales" Essen umgestellt wurde. Natürlich haben meine Eltern dann vieles versucht, auch, dass ich Sachen probiere. Erfolgreich war das aber zumeist nicht. Es ist eben nicht so, dass ich mich irgendwie anstelle oder so. Für mich ist sagen wir mal Kartoffelpüree wahrscheinlich so ekelhaft wie für Dich vielleicht Würmer zu essen.

    Ein Problem ist diese Störung für mich, weil ich nur eine sehr kleine Auswahl an Nahrungsmitteln habe, im Restaurante es meistens überhaupt nicht ein Gericht gibt, was ich mag. Es geht da für mich also vor allem um eine gesellschaftliche Komponente wenn man das so sagen kann. Nicht zu vergessen, dass Essen für mich zum großen Teil nur das Mittel zum Zweck ist und kein Genuss. Es ist aber eben auch einfach ein Hindernis auf Reisen zu gehen und zu merken, dass es für mich sehr schwierig ist mich zu ernähren, weil man eben so in den Imbiss oder in das Restaurant ist für mich nichts. Und das nervt.


    Zur Verhaltenstherapie: Umerziehen, ja. Da gibt es doch für Essstörung bestimmt Pläne oder Literatur oder sowas, oder? Oder ist eine Verhaltenstherapie dann vielleicht doch unabdingbar? Und weißt Du was zur Therapieform der Hypnotherapie?

    Vielen Dank und viele Grüße

  4. #4
    Verleger Avatar von :knuddel:
    Registriert seit
    26.11.2006
    Beiträge
    2.585
    Danke
    5
    6 mal in 2 Beiträgen bedankt

    Standard

    Mein Sohnemann ist auch nur sehr wenige Lebensmittel und ich hab alles versucht ihm beim Essen gut zuzureden und auszuprobieren.

    Ich hab es akzeptiert als gegeben. Mein Sohn hat es ja schliesslich auch so gemacht und tastet sich langsam an neue Geschmäcker ran.
    Sehr langsam halt..er ist 17 dünn und gesund.

    Musstest Du schon mal zwangsernährt werden, weil du zuwenig gegessen hast oder zu untergewichtig warst?? Oder wovor hast du Angst, das die Lebensmittel nicht reichen, die du isst oder du krank wirst??

    Welche Lebensmittel hast denn zur Auswahl??

    Mein Sohn hat paniertes Fleisch, Pürree, Milchreis, Chicken Nuggets, Eis, Nudeln und Tomatensosse. Süsskram natürlich auch.
    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

  5. #5
    Neuling
    Registriert seit
    26.12.2009
    Beiträge
    7
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo,

    also erstmal danke für die Antworten, aber so richtig geht das nicht in die Richtung, in die ich gehen möchte, nämlich zu den Therapieformen oder zur Möglichkeit der Verhaltenstherapie.

    Und nein, ich habe deutlich geschrieben, ich leide nicht unter Magersucht, ich wurde nie zwangsernährt, ich wiege 75kg auf 1,81m.

    Aber: Es nervt mich. Das habe ich in meinem letzten Posting zum Ausdruck gebracht. Es nervt mich ins Restaurante zu gehen und nichts zu finden, was ich mag. Das mag als Störung lange nicht so gravierend sein, dass es irgendwie lebensbedrohlich ist wie bei Magersucht u.ä. aber man sieht ja daran dass die Krankenkasse meine Therapie bezahlt hat, dass sowas behandlungsbedürftig ist.

    Fleisch esse ich gar nicht. Ich mag Obst, alles was weitesgehend mit Brot / Brötchen oder was auch immer zu tun hat (meist ohne Beilagen), verschiedene Spaghetti (ohne Beilagen), Süßes sowieso, Milchprodukte, Salat (ohne Beilagen). Weiß allerdings nicht genau inwiefern das von Bedeutung ist, es reicht ja eigentlich wenn ich sage dass ich in der Auswahl sehr beschränkt bin und im Restaurant zumeist nichts habe was ich mag. Beispielsweise gibt es nichts bei McDonalds was ich mag mit Ausnahme vlt Eis und Apfeltasche. Nur als Beispiel.

  6. #6
    Verleger Avatar von :knuddel:
    Registriert seit
    26.11.2006
    Beiträge
    2.585
    Danke
    5
    6 mal in 2 Beiträgen bedankt

    Standard

    Du bist unzufrieden mit deinem Essverhalten...ok, aber es gibt genug Auswahl für dich...wenn es dir nicht ausreicht, dann wird dir nichts übrigbleiben als mal andere Dinge zu probieren, die du noch nicht in Erwägung gezogen hast.

    Essstörung würde ich das nicht nennen....eher kein Mut zur Lücke....Mit deiner Auswahl kannst doch zufrieden sein und ich kenne kein Restaurant, wo du nicht mit sowas glücklich wärst.

    Warum beneidest du die anderen, die alles essen können??? Hat das Vorteile, die ich noch nicht weiss??
    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

  7. #7
    Neuling
    Registriert seit
    26.12.2009
    Beiträge
    7
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo,

    ich suche eigentlich eher einen einigermaßen fachlichen Rat. Nichts für ungut.

    Andere Dinge zu probieren, die mir zusagen. Dazu habe ich etwas geschrieben. Das ich einen Ekel vor diesen Dingen habe. Das ich es auskotzen muss, weil ich es widerlich finde. Deswegen suche ich nach Wegen der Verhaltenstherapie, wie man sich "umgewöhnen" kann, wenn das überhaupt möglich ist, oder was für andere Heransgehensweisen es sonst noch gibt.

    Ist leider nicht wirklich erheblich wie man das nennen will. In der Literatur taucht es aber als "unspezifische Essstörung" auf, in amerikanischer, das schrieb ich ebenfalls im Eingangsposting, taucht es als "selective eating disorder" auf.

    Natürlich beneide ich andere. Essen kann für mich kein Genuss sein, ich brauche es nur um satt zu werden. Und nein, es gibt sehr viele Restaurants wo es NICHTS gibt. Von einem kleinen grünen Salat (den ich nicht gerne mag!...) ohne Souce werde ich nicht satt. Einfach Brot bestellt man dann doch eher nicht, zumindest nicht in den Restaurants die ich so kenne, vielleicht noch Spaghetti, die ich aber nur ohne Souce mag und ohne andere Beilagen (kein Fleisch etc.), was es so einfach nicht gibt. Außer der einfachen Pizza (die es dann doch eher nur beim Italiener gibt) gibts halt nichts, außer ich geh zum Österreicher, da bin ich meistens versorgt. Ich will eigentlich nicht darüber diskutieren, inwiefern es als Störung zu bezeichnen ist und inwiefern man darunter leidet, ich möchte es behandeln und suche Wege dafür. Ich habe übrigens tagtäglich nichts in der Mensa, was ich mag. Das nervt auch.

  8. #8
    Schreibkraft Avatar von LABBI
    Registriert seit
    10.11.2009
    Ort
    Oberfranken
    Beiträge
    248
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo, entschuldige war ein paar Tage unterwegs.

    Ich kann nachvollziehen, das diese Situation sehr belastend ist, wenn man am gesellschaftlichen Leben nur bedingt teilnehmen kann.

    So hier erstmal ein Link mit Literaturtipps zur Hypnotherapie:

    * Bongartz W., Bongartz B.: Hypnosetherapie. Hogrefe-Verlag, Göttingen 2000, ISBN 3-8017-1321-0
    * Gilligan S.G.: Therapeutische Trance. Carl-Auer-Verlag, Heidelberg 2005, ISBN 3-927809-05-5
    * Langen, Dietrich, Die gestufte Aktivhypnose, Eine Anleitung zur Methodik und Klinik, Georg Thieme Verlag Stuttgart 1979, ISBN 3-13-368805-7
    * Milzner, Georg: Die Poesie der Psychosen. Zur Hypnotherapie des Verrücktseins. Psychiatrie-Verlag, Bonn 2001, ISBN 978-3-88414-270-7
    * Peter, B.: Einführung in die Hypnotherapie. Carl-Auer-Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 3-89670-467-2
    * Revenstorf D., Peter B.: Hypnose in Psychotherapie, Psychosomatik und Medizin. Springer-Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-540-67480-2
    * Revenstorf et al.: Expertise zur wissenschaftlichen Evidenz der Hypnotherapie 2003. Expertise für den Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie. Online verfügbar
    * Schmidt G.: Einführung in die hypnosystemische Therapie und Beratung. Carl-Auer-Verlag, Heidelberg 2005, ISBN 3-89670-470-2
    * Walker, Wolfgang: Abenteuer Kommunikation – Bateson, Perls, Satir, Erickson und die Anfänge des Neurolinguistischen Programmierens.

    Dann noch eine Idee, die du mal probieren könntest:

    http://www.amazon.de/Klopfen-Sie-sic...1996667&sr=1-2

    Mit der MRT-Sache kann ich dir auch eine Adresse geben, eine Kollegin von mir arbeitet mit dieser Methode und mit Hypnose. www.beratungspraxis-ertl.de, für Infos.

    Zur Verhaltenstherapie: diese Therapieform ist eigentlich für alle "Störungen" im Sinne von Verhalten oder nicht-Verhalten, Angst, Phobie (vielleicht auch eine Idee in deine Richtung? ). Bei Wikipedia gibt es da einen ganz guten Bericht zur Übersicht. Verhaltenstherapie ist das fast meistverwendete Therapiemedium, da es relativ schnell Erfolge bringt. Kommt natürlich darauf an, inwieweit du mitarbeitest. D.h. für dich üben, üben, üben. Du kannst z.B. damit anfangen, dich auf eine bestimmte Lieblingsmusik zu konditionieren. Und dann verbindest du ein Lebensmittel, das du nicht magst (nicht gleich das absolute Hass-Essen!!! etwas das du nicht magst, aber nicht gleich k...) mit diesem Lieblingslied. Somit verbindet dein Gehirn etwas angenehmes (Musik) mit etwas, das du nicht magst. Und irgendwann kannst du dieses Lebensmittel essen, ohne Musik, weil dein Gehirn mit diesem Essen etwas angenehmes verbindet. So (in vereinfachter Form) funktioniert das im Groben Sinn.


    Hoffe, das dir das erstmal weiterhilft.

    Liebe Grüße
    Labbi
    " Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen " - Goethe -

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Essstörung???
    Von Lucy2783 im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 18.09.2009, 15:28
  2. Essstörung => Depression?
    Von Fairy im Forum Sucht
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 13.07.2009, 08:24
  3. Essstörung und Depression
    Von claraclara im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 23.07.2007, 20:17

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!