Hallo,
ich bin neu hier. Es fällt mir ziemlich schwer dies öffentlich zu schreiben.... keine Ahnung wieso... Naja was soll's
Zu meiner Person;
Ich bin 18 Jahre alt, männlich, deutscher mit türkischen Wurzeln. Ich besuche zurzeit das berufliche Oberstufengymnasium Fachrichtung Wirtschaft.
Ich bin jemand, den man als den "lustigen/fröhlichen" Freund/Helfer/Zuhörer ansieht. Fakt ist niemand, kennt mich richtig, geschweige denn ich kenne mich nicht mal.
Ich hatte schon immer Probleme- denke ich -, aber sie waren nie so stark wie heute und jetzt.
In den letzten Jahren ging es mir sehr gut, gesundheitlich, psychisch und schulisch.
Ich war Hauptschüler, dann Handelsschüler, jetzt - dank eines super Zeugnisses - bin ich Gymnasiast. Ich wollte es unbedingt auf das Gymnasium schaffen, kaum habe ich es geschafft, geht es Berg ab u.a. ******* Noten usw...
Nur seit dem ich auf dem Gymnasium ( ich weiß nicht ob das irgendwie zusammenhängt) bin, bin ich seelisch - um es auf gut deutsch zu sagen - am *****. Keine Ahnung wieso oder weshalb. Die Schule läuft auch nicht gerade prickelnd, ich habe oft blau gemacht, weil ich mich nicht wohl fühle, obwohl ich mich mit jedem verstehe und viele Freunde hab.
Ich hatte schon immer Selbstmordgedanken, diese wurden von Tag zu Tag intensiver. Ich denke ich kann mit meinem Tod einigen Menschen helfen, da ich ja Organspender bin. Ich war sehr oft kurz davor es zu tuen, aber ich tat es nicht, mit der Hoffnung, dass alles doch noch gut wird. (Gut wird? Keine Ahnung was ich damit meine, denke, hoffe). Ich dachte an meine Mutter, wie es ihr gehen würde, wenn ich nicht da wäre... keine schöne Vorstellung, sie hatte es nicht verdient.
Ich ging jeden Tag auf den Bahnhof, stieg in Züge ein, merkte mir Wo und Wann sie am schnellsten fahren. Ich wollte vor den Zug springen, richtig.. Aber ich wollte den Menschen mit meinem Tod helfen, meine Organe spenden, nicht den Zugfahrer, die Helfer und andere traumatisieren.
Aufhängen kam auch nicht in Frage; was wenn es schief läuft? Pflegefall für immer, das Leben meine Mutter erschweren? Nein. Pillen einnehmen, klappt nicht richtig, ausserdem sind die Organe dann hinüber. Naja, ich versuche diese Gedanken zu unterdrücken, mehr oder weniger. Heute klappt es besser.
Ich merke in letzter Zeit, dass ich mir nichts merken kann. Ich vergesse alles ziemlich schnell, unheimlich schnell. Meine Konzentration hat nachgelassen, ich bin lustlos, müde, gelangweilt und gestresst. Mich hat jemand vor ein paar Tagen gefragt wie meine Name wäre, ich wusste nicht mehr wie ich heiße.
Ich habe Schlafstörungen. Wenn ich meine Augen schließe, höre ich alles doppelt, ich höre Menschen schreien..... Ich habe andauernd Kopfschmerzen, komische Träume und Gedanken.....
Ich kann meine Gefühle und Gedanken nicht mit anderen Teilen bzw. ich möchte Sie nicht "belästigen oder damit belasten". Ich bin eher der Ruhige Typ, bzw. der Verrückte, lustige, mit dem man alles machen kann. Ach keine Ahnung, ich kann mich nicht selbst beschreiben.
Ich weiß nicht, was mit mir los ist. Ich weiß einfach nicht weiter... ich bräuchte Ratschläge, wie ich das alles überwinden kann...
Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit nimmt und den Text durchlest...
Mit freundlichen Grüßen
GroundZer0


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