psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 8 von 14

Thema: Selbstzerstörung durch Analyse jeder möglichen Situation

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    20.10.2009
    Beiträge
    8
    Danke
    4
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard Selbstzerstörung durch Analyse jeder möglichen Situation

    Hallo,
    ich habe den Titel extra etwas kritisch benannt, denn meine Situation ist wirklich kritisch. Ich erzähle euch mal mein Problem mit einer kleinen Geschichte.
    Eine Ameise, sah vor sich den Tausendfüßler gehen und war verblüfft, wie er es denn überhaupt schaffen kann, mit so vielen Beinen zu gehen. Daraufhin fragt er ihn:,, Sag mal, du hast so viele Beine, das sieht so unglaublich schwierig aus diese alle koordiniert und geplant zu bewegen. Wie machst du das?'' Nach dieser Frage, konnte der Tausendfüßler nie wieder so gehen wie vorher.
    Das ist mein Problem! Wenn du hinterfragst wie eine Fähigkeit von dir funktioniert und wissen möchtest wie es denn klappt, wirst du sie nicht mehr können. Bei mir ist das Problem, dass sich diese Fragerei auf immer weitere Bereiche meines Lebens ausbreitet. Langsam kann ich schon keine Unterhaltungen mehr mit Menschen führen, weil ich alles was ich sage kontrollieren möchte, wissen möchte was ich sage, wie ich mich in einer Unterhaltung benehme, wann und wie ich lache, was meine Unterhaltungspartner für Feedback geben könnten (auch soziale Phobie) usw. Vor allem wird die Angst vor dem Feedback der anderen über mich, imens! Im Sport ist es katastrophal, wie ihr euch bestimmt denken könnt. Letztens habe ich Fußball gespielt, die erste halbe Stunde war perfekt, ich war absolut Klasse, schon fast im Flow. Doch langsam aber sicher, merkte ich, wie die Kontrolliererei immer mehr das Zepter in die Hand nahm. Von Sekunde zu Sekunde wurde ich schlechter, ich ,,wollte" alles, wirklich alles was ich auf dem Platz tue kontrollieren, wann ich meinen Kopf hochhalte, wann ich einen Meter nach links gehe alles Erdenkliche. Ich lerne z.B. eine neue Fähigkeit. Z.B. schaffe ich es gezielt in irgendeine Ecke des Tores zu schießen. Ohne Witz, es klappt einfach immer!, wenn ich genug geübt habe. Doch dann langsam aber sicher, verlerne ich es wieder, weil ich es versuche zu kontrolliere. Die Lernschritte sind soweit ich weiß so aufgeteilt:,,
    Bewusste Unkompetenz--> bewusste Kompetenz --> unbewusste Unkompetenz --> unbewusste Kompetenz. Ich komme zu dem letzten Schritt und müsste es eigentlich quasi abspeichern, einen Haken hinter machen und es zu meinem Fähigkeiten Repertoire ablegen. Aber nein, ich schaffe das unglaubliche und komme vom letzten Punkt des Prozesses des Lernens, wieder auf den Ersten zurück. Ich werde noch verrückt, das frustriert mich, am 1.Juli ist ein Fußballturnier, wenn sie mich annehmen, werde ich im Ausland spielen, aber ich kann es vergessen wenn ich weiter analysiere. Nicht nur das, ich kann im Grunde genommen mein Leben vergessen, denn das Leben besteht ja im Grunde genommen aus Aneignen von Fähigkeiten und Fertigkeiten, deswegen gehen wir in die Schule, arbeiten etc. Aber wenn ich ständig wieder von vorne anfangen muss, wie soll ich das psyschich bitte aushalten? Es macht mich verrückt, es deprimiert mich
    Nur als kleine Randinfo: Ich habe mein Glück bei einem Hypnotiseur versucht, aber er kam garnicht in mich ,,rein'', weil ich jede Sekunde analysiert und kontrolliert habe und deswegen niemals hypnotisiert wurde, denn mein Verstand und Bewustsein war dauerhaft aktiv.
    Mit der Zeit bin ich mir fast sicher, dass ich das bewusst und fast sogar gewollt mache. Wenn ich es bei irgendeiner Aktion vergessen habe, errinnere ich mich quasi selber daran und schon geht alles den Bach herunter. Ich bitte euch, helft mir aus dieser Lage rauszukommen, es macht mich fertig
    Wenn man von der Logik ausgehen würde, ist es eigentlich garkeine so schwierige Aufgabe. Wenn es ein ,,Mittel'' gibt deine Fähigkeiten zu sabotieren dann muss es doch auch ein ,,Gegenmittel'' geben. Etwas simples. Wie ein Gegengift wenn man von einer Schlange gebissen wird. Eine Technik, eine Anweisung, die man ausführen muss, wenn es wieder passiert. Denn im Grunde genommen ist meine Sabotage ja auch nur eine Technik. Du tust etwas unbewusst, hintefrage es, so einfach. Nach Newton muss es aber auf jede einwirkende Kraft eine Gegenkraft geben. Ich bin gerade mal 17 und es zerfrisst mich. Blind auf der Tastatur schreiben, jegliche Sportarten, allen voran mein über alles geliebter Fußball, Konzentration auf Schulaufgaben (es holt mich quasi sofort aus der Konzentration raus und ich kann keine Sekunde mehr etwas in meinem Gehirn abspeichern, Kommunikation mit Menschen.. Das sind so ein paar Sachen die mir gerade als Beispielfälle einfallen. Aber auch so ganz simple und banale Sachen wie z.B. dass Nachmachen eines Rytmus' oder so. Ich hoffe es ist ein bekanntes Problem in der Psychologie und die Antwort ist bekannt. Ich warte jede Sekunde auf eure Antworten, ich zähle auf euch.
    M.f.G
    Fußballfan

  2. #2
    Neuling
    Registriert seit
    20.10.2009
    Beiträge
    8
    Danke
    4
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    bitte um Antworten :/

  3. #3
    Schreiberling
    Registriert seit
    08.02.2011
    Beiträge
    556
    Danke
    43
    91 mal in 77 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo,

    vielleicht kannst du ein paar mehr absätze in deinen Beitrag rein schmuggeln?
    Dann könnte man es besser lesen und du würdest bestimmt mehr antworten bekommen.

    Liebe grüße licht

  4. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei lichthand12345 für den sinnvollen Beitrag:


  5. #4
    Neuling
    Registriert seit
    20.10.2009
    Beiträge
    8
    Danke
    4
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    oh, daran hatte ich nicht wirklich gedacht. Kann es nicht mehr ändern, naja danke für den Rat
    hoffe weiterhin auf antworten.

  6. #5
    Schreibkraft
    Registriert seit
    16.06.2011
    Beiträge
    124
    Danke
    26
    18 mal in 14 Beiträgen bedankt

    Standard

    HI Fußballfan,

    Zitat Zitat von Fußballfan Beitrag anzeigen
    Wenn es ein ,,Mittel'' gibt deine Fähigkeiten zu sabotieren dann muss es doch auch ein ,,Gegenmittel'' geben. Etwas simples. Wie ein Gegengift wenn man von einer Schlange gebissen wird. Eine Technik, eine Anweisung, die man ausführen muss, wenn es wieder passiert.
    Hast du es vielleicht schon einmal mit Autosuggestion versucht oder mit geleiteten Suggestionen? Gibts individuell beim Therapeuten, allgemeiner auf CDs und im Internet.
    Soetwas wie "ich lasse alles fileßen, ich lasse alles fließen" oder "ich bin gut, ich bin gut ich bin gut..." Am Besten mit positivem Anker setzen (Faust ballen etc) - die Technik wird häufige angewandt, letzteres ist von einem sehr erfolgreichen Motivationstrainer.

    Ich hoffe du findest einen Weg, vielleicht probierst du es einfach mal aus?

    Lg Anna

  7. #6
    Schreiberling
    Registriert seit
    25.03.2011
    Beiträge
    334
    Danke
    38
    89 mal in 69 Beiträgen bedankt

    Standard

    Das hört sich meiner Meinung nach alles schon fast nach einer Zwangsstörung an (vielleicht auch in Mischung mit einem Grübelzwang). Eine Hypnose würde ich streichen. Wie wäre es mit einem Psychologen?
    Geändert von Exot (19.06.2011 um 14:24 Uhr)

  8. #7
    Neuling
    Registriert seit
    20.10.2009
    Beiträge
    8
    Danke
    4
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Ja das Wort Zwangsstörung, beschreibt eigentlich ziemlich genau die Lage.
    Ja dieHypnose kann leider gestichen werden, traurig, weil diese oft sehr schnelle Lösungen hervorbingt...
    Ja einen Psychologen aufzufinden ist echt ein hartes Stück Arbeit! Ich habe in letzter Zeit locker bei 20 Psychologen angerufen, zwei haben zurück gerufen und beide waren nicht für gesetztliche Bezahlung befugt. Wenn ihr selber Psychologen kennt ( am aller besten aus Düsseldorf) mit denen ich einmal darüber reden könnte ,wäre absolute Spitze! Danke für den Tipp der Autosuggestion. An sich kenne ich das Prinzip, aber das mit dem Anker scheint interssant zu sein. Ich werds auf jeden Fall versuchen!
    Danke dafür, noch weitere Ideen, Vorschläge ?

  9. #8
    Gast9159
    Gast

    Standard

    Da du erst 17 bist, frage doch erstmal deine Eltern, ob sie dir helfen können.

    Um das erstmal abzuklären, geh doch erstmal zu einem Psychiater, erzähl im dein Problem und er wird dir helfen und sagen können, ob und wie dieses Phänomen behandlungsfähig ist. Vielleicht rät er dir zu einem Therapeuten, macht gleich Vorschläge, welche für dich am besten geeignet ist. Vielleicht kennt er auch Psychotherapeuten (nicht Psychologen), die er dir empfehlen kann, oder aber du kannst mit ihm selbst etwas reden und er kann dir helfen.

    Ob und welche Therapie genau also durchgeführt werden muss, kann man sicher erst nach einer Untersuchung/einem Gespräch festlegen. Das sollte ein Psychiater oder ein Arzt mit psychotherapeutischer Ausbildung tun.

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 07.04.2011, 06:21
  2. Hilfe bei der Analyse der Vergangenheit eines Menschen
    Von TobiasL im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 10.12.2010, 13:07
  3. situation heute... was ist das??
    Von Yullivee im Forum Depression
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 22.07.2010, 20:40
  4. Fragen zum möglichen Klinikaufenthalt
    Von Tentakel im Forum Zwänge
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 17.11.2009, 19:49
  5. Situation innerhalb der Familie
    Von Meli2 im Forum Selbstbewußtsein
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 28.03.2009, 12:38

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!