Hallo zusammen,
Es ist glaube ich nicht nachvollziehbar wenn ich mich hier sehr kurz fasse, deswegen ist der Text ziemlich lang geraten. Danke falls ihr ihn trotzdem lest und versucht mir Tipps zu geben. Es geht um etwas, das mich schon länger verfolgt, was ich aber vor einer gewissen Zeit eigentlich schon überwunden hatte, um jetzt wieder in derselben schwierigen Lage zu stecken.
Aufgrund von vielen schlechten ersten sexuellen Erfahrungen hatte ich so meine Schwierigkeiten mich beim Sex zu entspannen was bei mir immer dazu führte, dass sich keine Erregung einstellen konnte und somit bei mir einfach nix ging.
Irgendwann (in meiner letzten Beziehung) hat es mich (und sie) einfach zu sehr belastet, ich war schon so weit zu denken, dass es für mich einfach unmöglich ist diese Sache so natürlich und unbefangen wie die meisten zu betreiben und musste mir Hilfe suchen. Also ging ich zu einem Therapeuten und fing eine Therapie an.
Diese half auch und zwar sogar recht schnell, allerdings kam es mir so vor als würde mir auch viel einfach nur die Tatsache helfen zu wissen, dass ich mir jetzt professionelle Hilfe geholt habe und gar nicht sooo sehr die Therapie an sich.
Gut, das ein oder andere was mir der Therapeut mitgegeben hatte war für mich denke ich schon eine Bereicherung, die mir vielleicht dabei helfen konnte mir selbst zu helfen. Z.B. dass es für mich darum geht entspannte Zustände herbeizuführen oder auch zu üben mir (in einem solchen entspannten Zustand) schöne Vorstellungen zu machen und mir vorzustellen wie es ist wenn alles gut funktioniert usw.
Jedenfalls funktionierte die Sache dann nach einiger Zeit sehr sehr gut (vor allem für meine Verhältnisse bis dahin) und ich fühlte mich diesbezüglich auf einmal sehr selbstbewusst. In der gleichen Zeit passierten jedoch Dinge in der Beziehung (was genau ist unwichtig) so dass diese allmählich in die Brüche ging und letztendlich habe ich dann etwas getan was ich selbst auch nicht schön von mir finde und ich weiß, dass man sowas nicht machen soll aber hab es trotzdem getan. Und zwar habe ich etwas mit einer Anderen angefangen. Die alte Beziehung war kurz danach beendet weil ich mich wirklich sehr in das neue Mädchen verliebt hatte und von meiner bisherigen Freundin entliebt hatte.
Komischerweise begann das alte Problem mit der neuen Liebe wieder von Neuem und diesmal war es jedoch eine schwierigere Situation (subjektiv) aus mehrerlei Gründen. Erstens war ich noch mit meiner vorherigen Freundin zusammen als wir es das erste mal probierten und vielleicht habe ich mich deswegen einfach schlecht gefühlt und es ging wieder nichts. Das vielleicht noch größere Problem war dann wahrscheinlich aber, dass ich wusste mir bleibt nicht viel Zeit das Problem wieder zu lösen. Ich wusste nämlich, dass meine (auch jetzt noch aktuelle) Freundin bald nicht mehr hier sein wird, da sie Erasmusstudentin war und bald wieder in ihr Land zurückkehren würde. Trotzdem bin ich eine Beziehung mit ihr eingangen. Und nach einigen gescheiterten Versuchen und vielen Diskussionen mit ihr hat es dann doch irgendwann noch so halbwegs geklappt, allerdings einfach nicht zufriedenstellend (zu viele störende Gedanken im Kopf, nach kurzer Zeit Erregung wieder weg und deshalb Abbruch). Weil für mich der Druck immer größer wurde hab ich dann irgendwann mich entschlossen mir einfach mal ein bißchen auf dem medizinischen Wege zu helfen (Cialis-Tabletten) was dann auch gleich sehr gut so für 3x funktionierte. Zum ersten mal seit langem konnte ich es wieder genießen.
Leider rannte uns dann auch schon die Zeit weg, beide waren wir im Stress und hatten danach keine Gelegenheit mehr es auszuleben und dann war sie auch schon weg.
Ich habe sie ca. 4 Wochen nach ihrer Abreise gleich bei ihr zu Hause besucht, mir jedoch schon die ganze Zeit vorher die falschen Gedanken gemacht wie "was ist wenn es jetzt doch wieder nicht so gut funktioniert" uvm. Letztendlich ging es dann doch, jedoch hatten wir wieder nicht sehr viel Zeit und ich hatte irgendwie auch nicht mehr das Selbstvertrauen es wieder ohne die kleinen Helferchen zu probieren, außer einmal gleich ganz am Anfang, weil ich da nicht damit rechnetete dass es passiert (wir hatten kein Kondom) und quasi gar nicht genug Zeit zum negativen Nachdenken hatte. Das hat mir zumindest gezeigt, dass ich es ja eigentlich doch auch "alleine" schaffe. Wann immer ich jedoch vorher schon nachdenke wird es schwierig.
Nachdem ich wieder zurück war hab ich mir vorgenommen wieder das zu machen was ich schon aus meiner alten Therapie kannte also Entspannungsübungen, positive Vorstellungen etc. Es mischen sich aber einfach viel zu oft schlechte Gedanken ein, va. im Alltag wenn man eben nicht die Übungen macht oder eigentlich sich auf andere Dinge konzentrieren will. Inzwischen wird es mir schon wieder zu viel und die Zweifel fangen an stark zu werden. Ich gehe sie in nicht allzu ferner Zukunft wieder besuchen und möchte dass ich mich darauf einfach nur freuen kann und in der Lage bin mir nur die schönsten Gedanken darüber zu machen wie es werden könnte usw. Es kommt mir nur einfach so schwer vor wenn man dann weiß man hat wieder nur so begrenzt Zeit und dann versucht man natürlich um so mehr es gut zu machen. Ich könnte noch ziemlich viel weiter schreiben, aber das ist jetzt erst mal mehr als genug.
Noch mal mein Problem in aller Kürze zusammengefasst: Eigentlich weiß ich, dass ich in der Lage bin Sex zu haben und auch zu genießen, das hat mir meine Vergangenheit ja auch schon gezeigt. Aber im Moment kommt mir die Situation einfach so schwer vor, dass wie von ganz alleine sich ständig schlechte Gedanken/Zweifel einmischen die mir die Vorfreude vermiesen.
Wie meint ihr ist es mir möglich genau das zu erreichen, sich auf eine Sache nur zu freuen weil man doch weiß, dass es doch eigentlich so gut ist und nicht eben genau an das zu denken was man nicht will?
Vielen Dank für eure Hilfe


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