
Zitat von
dasLoch
Hmm... Tagebuch... Habe ich ehrlich gesagt immer noch nicht ausprobiert; dazu kann ich mich einfach nicht überwinden. Beim Schreiben ist es so, als ob ich durch eine Kamera auf mich herabschaue. Eigentlich ist das immer so, nicht nur beim Schreiben. Wobei ich mir deswegen lächerlich vorkomme; Grund? Keine Ahnung.
Kennst du den Unterschied zwischen dumm und blöd?
Der Dumme weiß nicht, wie er sich helfen kann. Der Blöde weiß es und lässt seine Chancen ständig verstreichen.
Informatik würde ich gerne studieren, wobei ich hier nicht weiss, ob es die Angst ist, anderes noch nicht wirklich zu kennen.
Da bist du nicht der einzige, der Angst hat, etwas zu verpassen oder die falsche Wahl zu treffen. Lies dir Bücher durch, mache Praktika, schau in Internetforen, usw. Wenn du weißt, dass du abstrakte Theorien aus dem mathematisch-technischen Bereich magst, dann bleibe bei Informatik, was im Übrigen... ein richtig cooles Fach ist. *Neid* Da hättest du dann auch viel mehr mit Zahlen zu tun und müsstest nicht ständig Sorgen haben, dass das keiner lesen kann.
Mein Mitschüler hatte damals - heute Webprogrammierer- ein Übungsheft, in dem er wie die Schreibanfänger Kalligrafie geübt hat. Irgendwann wurde er durch den Sport und diese Übungen ruhiger und seine Schrift ist zumindest leserlicher geworden. Danach bekam er deswegen auch keinen Notenabzug mehr. 
Gespräche lenken würde ganz gut funktionieren. Nur rede ich nicht gerne über meine Lieblingsthemen, was hauptsächlich alles, was den Computer betrifft, ist. Dabei komm ich mir so vor, als würde ich das Gegenüber ausnützen, um mich "emotional" oder geistig zu pushen, wenn du verstehst. [...] Ich bin eigentlich total ungern unter fremden Leuten. Geht wohl jedem so. Aber dadurch, dass ich kaum spreche mit den Fremden, entsteht hier auch nichts und deshalb bleiben sie Fremde. [...] Ich kann nicht für andere sprechen, aber was mich betrifft, da stiess ich auf viel Ablehnung, was Gespräche betrifft. Eigentlich ja immer noch. Also freiwillig kommt mit mir fast keiner ins Gespräch, da ist dann auch klar, dass ich mich sonst, was das Sprechen betrifft, eher zurückhalte.
Dann finde einen Weg! Irgendwann wirst du nicht mehr weglaufen können.
[...] dass ich dann auch eine schlechte Note verdient habe.
Schulzeit.
[...] Die Pflichten stehen bei mir eigentlich immer hinten an. Die Aufgaben kann ich auch am jeweiligen Morgen noch erledigen [...] merke ich, dass ich viel zu viel Zeit dafür brauche; sprich, gute vier Stunden, wenn nicht mehr.
1. Studienjahr.
Zum ersten: Schlechte Noten kann man fairerweise bekommen, aber das Wort "verdienen" kann in dir auslösen, dass du es eh nicht wert seist. Irgendwann geht dadurch auch die Motivation flöten. Nach einer Reihe von Dreien habe ich aufgehört, mich für die Schule zu interessieren.
Zum zweiten: Prokrastination gibt einem am Anfang das Gefühl, total flexibel zu sein. Nach einer Weile wird einem dann bewusst, wie die Zeit verstrichen ist und plötzlich erreicht uns die Panik und das schlechte Gewissen kommt hoch. Gerade beim Lernen sammelt sich etwas an, was man schwer wieder nachholen kann. Wenn du zu lange wartest, bist du aus dem Unterrichtsgeschehen raus! Vier Stunden Arbeit ist nicht viel. Im ersten Semester habe ich für Texte ewig lange gebraucht, z.T. mehrere Tage. Irgendwann habe ich mich dazu überwunden, mit Kommilitonen darüber zu reden (natürlich etwas dezenter) und erfuhr, dass ich eigentlich gar nicht so langsam bin. Zum Teil bin ich sogar schneller, kann es nur leider nicht sofort behalten, aber mit dem Vokabular kommt das nach einiger Zeit. Auch das Gehirn muss man trainieren und wenn es für irgendwas keine "Expertenschublade" gibt, darfst du deine grauen Zellen nicht mit so viel Material auf einmal belasten! Stück für Stück, mit Geduld und dann bekommt dein Gehirn eine "Expertenschublade", in dem es die Infos sicher verwahren kann. (Ich bespreche gerade mit einem Therapeuten, geduldig zu sein, also nicht wundern.
)
Sprüche sind wie Mantras und das benutzt man bei der Meditation oder für Aufgaben, die aus welchen Gründen auch immer, viel Aufmerksamkeit und Konzentration fordern. Es gibt laut Psychoanalyse etwas Unbewusstes in dir und das wird dem Mantra angesprochen. Dann arbeitet nicht nur dein Bewusstsein, sondern auch dein Unterbewusstsein mit und das kann die sogennante "unbewusste Kompetenz" fördern. Andere würden vielleicht einfach schreien... 
Ich habe jetzt schon ein wenig die aufschreibe-und-durchstreich-Methode kennengelernt; sie hat mir bis jetzt schon ein wenig geholfen. Da geht bestimmt noch mehr!
Da geht bestimmt noch einiges. Ich habe noch einen Spruch: "Tschakka, du schaffst es!!!" XD
Eine Anleitung zum Sorgen Ablegen wird es wohl kaum geben. Aber vielleicht erläuterst du mir noch genau, wie du das machen würdest?! Mit dem Aufschreiben und Zerknüllen? Tagebuch?
Sorgen ablegen kann man auf vielfältige Weise. Wie bereits erwähnt, mach dich lieber über so etwas schlau. Da gibt es massig Techniken. Achtsamkeit und im Hier und Jetzt leben sind hilfreich. Kinder können das gut. Genieße deine Kindheit!
Du nimmst ein stück Papier, vielleicht ein Spezialpapier, und beschreibst es mit Sätzen zu einem Sorgenbereich.
Bsp.: Sorgenbereich Gespräche beginnen: "Ich mache mir Sorgen, dass ich mit anderen nicht ins Gespräch kommen kann. Ich mache mir Sorgen, dass ich es niemals schaffe, eine attraktive Person anzusprechen. Ich habe Angst, dass ich mal eine Chance deswegen verpasse. Andere sagen, ich bin zu still. Ich bin zu verschlossen, ich kann das nicht..."
Wenn du es dann betrachtest, frage dich, ob das ganze wirklich so extrem ist!
Bsp.: "Kann ich wirklich nie mit anderen ins Gespräch kommen? Habe ich überhaupt schon mal versucht, jemanden anzusprechen? Wie habe ich das gemacht? Wie funktioniert das bei anderen? Was kann ich mir davon abgucken? Kommen in dir Zukunft nicht noch tausende Möglichkeiten, jemanden kennen zu lernen? Muss ich super offen sein? Kann ich nicht auch mit meiner Art auf andere zugehen? Wer sagt, dass ich es überhaupt nicht kann?"
Wäre das nur ein Tagebuch, könntest du dann auf einem neuen Blatt, Lösungsvorschläge schreiben oder eine besondere Beobachtung (z.B. "Ich bin immer dann schüchtern, wenn..."). Wenn du zum Arbeiten schnell zur Ruhe kommen möchtest, versuche es halt mit Zerknüllen. Ich stelle mir das so vor, dass du dir die Sätze nochmal durchliest, dich fragst, ob es wirklich so ist und anschließend dir selbst sagst:
"Diese Sorge hält mich auf. Sie hält mich und ich bin abgelenkt. Ich werde eine Lösung finden, aber nun packe ich diese Sorge weg und kümmere mich um etwas anderes! Ab jetzt werde ich nicht mehr davon sprechen und versuchen, mich mit der neuen Aufgabe zu beschäftigen."
Und dann bewusst zerknüllen und in den Mülleimer oder wo auch immer hin. Danach auf die neue Aufgabe konzentrieren:
"Jetzt mache ich x und nehme mir so viel Zeit dafür, wie geplant. Es gibt nur noch x und alles ándere kann warten, bis die Zeit abgelaufen ist."
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