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Thema: Sich durchs Leben schlängeln

  1. #1
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    Standard Sich durchs Leben schlängeln

    Hallo zusammen,

    ich bekomme immer mehr das Gefühl, dass ich mein Leben Stück für Stück, Minute für Minute, mehr und mehr versaue und total in den Dreck ziehe.
    Ich habe das Gefühl, dass ich mit dem Druck und den Anforderungen des Lebens, innerhalb der Gesellschaft einfach nicht klarkomme.
    Ich habe das Gefühl, dass ich einfach nicht in die heutige Gesellschaft passe.

    Ich kann nicht mit anderen darüber sprechen und schreiben fällt mir gewissermassen auch schwer, wenn man ich zurückdenke, was ich alles bereits versaut habe.

    Aber ok; so wie ich das sehe, ist es aus folgendem Grund: Ab einer gewissen Klasse habe ich mich völlig dem Lernen entzogen (bis dorthin war ich allerdings immer fleissig). Die aufgebrachte Leistung entsprach wohl nicht mehr den Noten und da kamen noch einige andere Probleme aus dem Umfeld zusammen. Seit diesem Zeitpunkt überkamen mich immer mehr Schuldgefühle, weil ich nicht lerne, mich trotzdem aber immer so durchschlängeln konnte, sogar bis jetzt und in zwei Jahren ist mein Abi.

    Ich weiss nicht wie man lernt, ich weiss nur, wie man den Stoff für einen Tag in den Kopf bringt und einigermassen genügend bleibt. Meine Noten sind eine Berg- & Talfahrt von 5 bis 1 ist alles dabei.

    Ich vermute, dass mein mangelndes Interesse an allem mir enorm schadet und dass ich durch wahres Interesse schulisch wie auch sozial und gesellschaftlich mehr Erfolg haben könnte.

    Mein System droht zusammenzubrechen. Helft mir!

  2. #2
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    Idee

    Zwei Jahre bis zum Abitur ist noch viel Zeit! Mach dir keine Panik!!! Du hast sogar Ferien, die du nutzen kannst.

    Hast du eine Bibliothekskarte? Dort gibt es Anti-Paukbücher. Die enthalten sogar Diagnoseseiten, damit du sehen kannst, was du falsch machst. Ist kein psychologischer Test, aber hilfreich. Was dich interessieren könnte ist vor allem:

    • Lerntyp
    • Bist du eher praktisch oder theoretisch veranlagt?
    • Welche Fächer kannst du besonders gut, welche gar nicht?
    • An welchem Punkt verlierst du das Interesse?
    • Warum machst du mündlich so wenig mit?
    • Gibt es jemanden, der dich unterstützen kann?
    • Wie oft musst du wiederholen, damit du bestimmte Dinge behalten kannst?

    Ich nehme an, du hast an Pfingsten frei? Diese Zeit kannst du nutzen, um dir darüber Gedanken zu machen. Kriege erstmal einen Überblick über alle Sachen, die momentan in deinem Kopf herumgeistern! Das bedeutet: Nimm Zettel und Stift, schreibe dir Sorgen und Beobachtungen auf, erkenne den Zusammenhang!

    Was ist damals passiert, dass das alles so eingebrochen ist? Lag es an einer Person? Waren es zu viele Hausaufgaben? Gab es zu Hause Probleme? Wie hat sich das angekündigt und hättest du es verhindern können? Könntest du es jetzt verhindern, wenn es nochmal passieren würde?

    Lernen heißt nicht nur, auswendig lernen, sondern auch verstehen. Das Verstehen wird an der Schule geübt, aber auf eine Weise, die nur für bestimmte Schüler geeignet ist. Leider. Wenn du jetzt so weit gekommen bist, heißt das doch, dass du erstmal nicht so blöd bist wie du dir vielleicht gerade vorkommst. Und auch eine 5 heißt im Endeffekt nur: "Du hast den Lernstoff mangelhaft wieder gegeben.", aber wieder gegeben. Es bringt dir wenig, auf das zu schauen, was nicht geklappt hat. So würdest du auch nur schwer lernen, wie man lernt. Schau stattdessen auf alles, was gut klappt!

    Ich kenne viele Seiten, aber keiner wird sich vermutlich die Zeit nehmen, um das durchzuforsten. Wenn du Fragen zu konkreten Lernmethoden hast, dann schreibe mich einfach an. Ansosnten sind hier ein paar Klassiker:

    - Flashcards / Karteikartensystem: Damit kannst du viele Begriffe auf einmal lernen und sie lange behalten. Das ganze stammt von Herrman Ebbinghaus' Selbstversuch, bei dem er Nicht-Wörter auswenidg gelernt hat. Er hatte endeckt, dass es hilft auswendigzulernen, wenn schwere Vokabeln am Anfang und mittelschwere am Ende kommen. Eignung: Sprachen - Vokabeln (auch im Internet, z.B. www.vokker.net oder www.quizlet.com)

    - Texte lesen mit SQ3R-Methode: Das hilft beim Texte lesen, wenn du ein tiefes Verständnis brauchst. Du überfliegst zunächst den gesamten Text, liest die Überschriften und stellst dir dann Fragen. Erst dann kommt das Durchlesen. Zusätzlich, um nicht abzudriften, schreibst du dir Sachen heraus und gehst das dann so oft durch, wie du möchtest. Eignung: Texte mit Anspruch.

    - Mnemo-Techniken: Besonders bekannt sind Mnemotechniken wie die Loci-Methode. Bei der Methode gehst du im Geiste Wege entlang und verknüpfst markante Punkte mit einem Lerngegenstand. Eignung: vor allem für Reihenfolgen, z.B. historischer Verlauf.

    - Bewegung und gesunde Ernährung: Mache es nicht wie ich! Geh raus, an die frische Luft und iss regelmäßig und gesund! Es gibt Studien, bei denen immer belegt wird, wie gesund intelligente und erfolgreiche Menschen leben. Dein Gehirn muss nicht nur durch Lernstoff, sondern auch mit der Bewegung und Ernährung trainiert werden. Auch Koordinationsübungen können helfen, wie PC-Spiele, nähen, Schlagzeug oder einfach nur so mit den Händen Übungen machen. Eignung: jeden Tag.

    - Motivation steigern: Werde für irgendwas Experte und packe das in jedes Fach. Wenn du begeisterter Segler bist, dann finde heraus, ob Bismarck jemals auf See war und wie diese Erlebnisse die deutsche Marinepolitik beeinflusst haben. Wieso werden Segelboote langsamer, wenn die Boote aus altem Holz sind? Das wäre Chemie. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Segelgewinnern und nationaler Herkunft? Da können dir PW und Geo weiterhelfen, es geht schließlich um Wirtschaft und Geographie. Wenn du Experte bist, kannst du dadurch deine intrinsische Motivation steigern und die treibt dich voran. Auch aktive Mitarbeit hilft. Selbst wenn es dämliche Fragen sind, du bleibst dann einfach länger am Ball.

    Und das Schalfen und mit Freunden reden nicht vergessen!

  3. #3
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    Hallo Fernsehturm,

    erstmal danke für die Antwort.

    Zitat Zitat von Fernsehturm Beitrag anzeigen
    Zwei Jahre bis zum Abitur ist noch viel Zeit! Mach dir keine Panik!!! Du hast sogar Ferien, die du nutzen kannst.
    Soviel ist das auch nicht; wenn du nur wüsstest, wie sehr ich meine Zeit vertreibe/verschleudere.

    Hast du eine Bibliothekskarte? Dort gibt es Anti-Paukbücher. Die enthalten sogar Diagnoseseiten, damit du sehen kannst, was du falsch machst. Ist kein psychologischer Test, aber hilfreich. Was dich interessieren könnte ist vor allem:
    Habe ich, besuche aber lieber die Buchhandlung.

    • Lerntyp kinästhetisch mit photographischem Gedächtnis
    • Bist du eher praktisch oder theoretisch veranlagt? theoretisch (was für ein Widerspruch...)
    • Welche Fächer kannst du besonders gut, welche gar nicht? in mathematischen, naturwissenschaftlichen und sprachlichen Fächer gut, in historischen, gestalterischen schlecht
    • An welchem Punkt verlierst du das Interesse? sobald mein Gehirn denkt, es beherrsche den Stoff, weil beim Lesen alles klar ist. Geschieht meist nach 1x durchlesen.
    • Warum machst du mündlich so wenig mit? Angst, etwas total Falsches zu sagen.
    • Gibt es jemanden, der dich unterstützen kann? Naja, etwa 10 Jahre bei der Psychologin hätten reichen sollen; sonst das Forum hier? Unterstützung bekäme ich von allen Seiten, nur ist mir das viel zu unangenehm. (Meine Gefühle konserviere ich schön in einer Tiefkühltruhe.)
    • Wie oft musst du wiederholen, damit du bestimmte Dinge behalten kannst? Kommt auf das Fach an. Von einmal anschauen und drin bis 5x lesen inkl. Zusammenfassung (was ich eh nicht mehr mache) ist alles drin.

    Ich nehme an, du hast an Pfingsten frei?
    Ja

    Diese Zeit kannst du nutzen, um dir darüber Gedanken zu machen. Kriege erstmal einen Überblick über alle Sachen, die momentan in deinem Kopf herumgeistern! Das bedeutet: Nimm Zettel und Stift, schreibe dir Sorgen und Beobachtungen auf, erkenne den Zusammenhang!
    Das mache ich bereits seit Jahren. Mein halbes Leben, wobei das Negative herrscht, spukt in meinem Kopf rum. Zu einer Niederschreibung kam es nie, auch wenn es schon gewollt war meinerseits; da komm ich mir so vor, als ob ich mit nem Bienenkostüm in die Stadt renne...

    Was ist damals passiert, dass das alles so eingebrochen ist? Lag es an einer Person? Gewalttätiger Vater (mittlerweile nicht mehr), ihm untertane Mutter, Freund, der nach Italien zog, Mobbing durch eine Person, welche paar Jahre darauf etwa 6 Jahre mein bester Freund war. Waren es zu viele Hausaufgaben? Ich war schon immer der Typ, der eigentlich wenig Aufwand für eine solide Leistung erbringen musste. In der Sekundarschule betrug mein IQ ca. 122, was ich damals für schlecht hielt. Vor einigen Monaten erfuhr ich, dass das gar nicht mal so schlecht ist... Aber von den Hirnzellen sind eh nicht mehr viele vorhanden. Gab es zu Hause Probleme? Ja.Wie hat sich das angekündigt und hättest du es verhindern können? Gewalt durch Alkoholismus, wohl kaum zu verhindern als kleiner Junge.Könntest du es jetzt verhindern, wenn es nochmal passieren würde? Physisch ja, psychisch nein.
    Lernen heißt nicht nur, auswendig lernen, sondern auch verstehen.
    Das unterstütze ich voll und ganz. Auswendig lernen kann ich eigentlich gar nicht, da brauch ich zuviel Zeit für. Mein Motto ist: "Entweder verstehst du alles oder gar nichts."

    Das Verstehen wird an der Schule geübt, aber auf eine Weise, die nur für bestimmte Schüler geeignet ist. Leider. Wenn du jetzt so weit gekommen bist, heißt das doch, dass du erstmal nicht so blöd bist wie du dir vielleicht gerade vorkommst.
    Blöd, im Sinne von es mangele an Intelligenz, bin ich mir nie vorgekommen; ganz im Gegenteil halte ich mich eigentlich für klug, nur faul. (Hätte ich vielleicht nicht sagen sollen...)

    Und auch eine 5 heißt im Endeffekt nur: "Du hast den Lernstoff mangelhaft wieder gegeben.", aber wieder gegeben. Es bringt dir wenig, auf das zu schauen, was nicht geklappt hat. So würdest du auch nur schwer lernen, wie man lernt. Schau stattdessen auf alles, was gut klappt!
    Ich kenne viele Seiten, aber keiner wird sich vermutlich die Zeit nehmen, um das durchzuforsten. Wenn du Fragen zu konkreten Lernmethoden hast, dann schreibe mich einfach an. Ansosnten sind hier ein paar Klassiker:
    Ich schon. Was das Lernen angeht, kenn ich bestimmt schon 75% aller Homepages, es scheitert immer an der Umsetzung.

    - Flashcards / Karteikartensystem: Damit kannst du viele Begriffe auf einmal lernen und sie lange behalten. Das ganze stammt von Herrman Ebbinghaus' Selbstversuch, bei dem er Nicht-Wörter auswenidg gelernt hat. Er hatte endeckt, dass es hilft auswendigzulernen, wenn schwere Vokabeln am Anfang und mittelschwere am Ende kommen. Eignung: Sprachen - Vokabeln (auch im Internet, z.B. www.vokker.net oder www.quizlet.com)
    Vokker ist bei uns an der Schule sehr beliebt. Hab ich auch mal ausprobiert und dann wieder sein gelassen.

    - Texte lesen mit SQ3R-Methode: Das hilft beim Texte lesen, wenn du ein tiefes Verständnis brauchst. Du überfliegst zunächst den gesamten Text, liest die Überschriften und stellst dir dann Fragen. Erst dann kommt das Durchlesen. Zusätzlich, um nicht abzudriften, schreibst du dir Sachen heraus und gehst das dann so oft durch, wie du möchtest. Eignung: Texte mit Anspruch.
    Ich brauche im Schnitt, um eine A3 bzw. A4 Seite zu verstehen, etwa 2.5 Minuten. Jetzt weiss ich aber schon, dass, wenn ich schneller lese, das besser im Gedächtnis bleibt, allerdings hab ich dann immer das Gefühl, es fehle mir etwas und traue mich dann erst recht nicht, mitzumachen.

    - Mnemo-Techniken: Besonders bekannt sind Mnemotechniken wie die Loci-Methode. Bei der Methode gehst du im Geiste Wege entlang und verknüpfst markante Punkte mit einem Lerngegenstand. Eignung: vor allem für Reihenfolgen, z.B. historischer Verlauf.
    Kenn ich. Auch schon probiert, inkl. Karte aufgezeichnet. Klappte nicht (gut).

    - Bewegung und gesunde Ernährung: Mache es nicht wie ich! Geh raus, an die frische Luft und iss regelmäßig und gesund! Es gibt Studien, bei denen immer belegt wird, wie gesund intelligente und erfolgreiche Menschen leben. Dein Gehirn muss nicht nur durch Lernstoff, sondern auch mit der Bewegung und Ernährung trainiert werden. Auch Koordinationsübungen können helfen, wie PC-Spiele, nähen, Schlagzeug oder einfach nur so mit den Händen Übungen machen. Eignung: jeden Tag.
    Ist mir schon klar. Mir geht allerdings relativ schnell die Puste aus und Hitze mag ich überhaupt nicht. 15°C ist mir schon zu heiss. Was das Essen betrifft berücksichtige ich es eigentlich schon.

    - Motivation steigern: Werde für irgendwas Experte und packe das in jedes Fach. Wenn du begeisterter Segler bist, dann finde heraus, ob Bismarck jemals auf See war und wie diese Erlebnisse die deutsche Marinepolitik beeinflusst haben. Wieso werden Segelboote langsamer, wenn die Boote aus altem Holz sind? Das wäre Chemie. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Segelgewinnern und nationaler Herkunft? Da können dir PW und Geo weiterhelfen, es geht schließlich um Wirtschaft und Geographie. Wenn du Experte bist, kannst du dadurch deine intrinsische Motivation steigern und die treibt dich voran. Auch aktive Mitarbeit hilft. Selbst wenn es dämliche Fragen sind, du bleibst dann einfach länger am Ball.
    Wie soll ich denn für irgendwas Experte werden, wenn ich nicht weiss, was mich "wirklich" interessiert? Ich kann mich für sovieles Begeistern und beginne damit, damit dann nach ein paar Tagen wieder die Luft raus ist...

    Und das Schalfen und mit Freunden reden nicht vergessen!
    Schaue eigentlich, dass ich im Schnitt 8h die Nacht an Schlaf habe. Ich habe 3 gute Freunde, der Rest sind Schulkollegen. Mache, denke ich, schon genug oft etwas mit ihnen, wobei es von beiden Seiten kommt.


    Ich kann mich für alles begeistern und bin trotzdem immer desinteressiert. Es ist als ob mich die Vergangenheit, eben dieser Zeitraum kurz vor der Sekundarschule, physisch lähme und psychisch beeinträchtige. Ich kann die Dinge nie mehr vergessen, obwohl ich zu den Personen heute eine gute und starke Verbindung habe. Vielleicht will ich gar nicht, dass es mir gut geht? Gedanklich bin ich seit dem Zeitraum auch schon mindestens 5000 Male durch jegliche Arten gestorben.

    Was ich brauche, ist irgendeine extrem starke Motivation oder eine Technik, die mich vergessen lässt, die Bilder aus meinem Kopf löscht.

    Nun genug geschrieben und schonmal danke für die Antwort.

  4. #4
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    Ich kann mich für alles begeistern und bin trotzdem immer desinteressiert. Es ist als ob mich die Vergangenheit, eben dieser Zeitraum kurz vor der Sekundarschule, physisch lähme und psychisch beeinträchtige. Ich kann die Dinge nie mehr vergessen, obwohl ich zu den Personen heute eine gute und starke Verbindung habe. Vielleicht will ich gar nicht, dass es mir gut geht? Gedanklich bin ich seit dem Zeitraum auch schon mindestens 5000 Male durch jegliche Arten gestorben.

    Was ich brauche, ist irgendeine extrem starke Motivation oder eine Technik, die mich vergessen lässt, die Bilder aus meinem Kopf löscht.
    Also, wenn Papa en A***** war und Mutter nicht viel geholfen hat, gibt es nur eine Lösung: Besser machen! Blick in die Zukunft. Er kommt nicht mehr wieder und du kannst dein Leben jetzt selbst in die Hand nehmen. Bald ziehst du aus (?) und gründest eine eigene Familie, wenn du das möchtest. Aber Sorgen aufschreiben hilft zumindest, wenn es dir langsam wieder besser geht, du dann zurückblätterst und dir an den Kopf fässt, was du denn eigentlich alles so schlimm gefunden hast. Andere Variante: Nur aufschreiben, was positiv lief. Zum Teil noch effektiver. Wenn es spukt, dann muss es raus. Und Bienenkostüme sind ja wohl mal cooler als Superman-Umhänge. aber echt, ey!
    Andere Möglichkeit ist, Freiwilligenarbeit. Du könntest anderen helfen, um dich besser zu fühlen und anderen Tipps zu geben. Nachhilfe vielleicht besser nicht ^^, aber in einem Verein helfen oder so. Oft kommt man dann ins Gespräch und nutzt den Schulstoff endlich mal aktiv. AGs gehen natürlich auch.


    Mein Motto ist: "Entweder verstehst du alles oder gar nichts."
    Wer hat dir denn das beigebracht??? Da wundert es mich nicht, dass du dich mit dem Begriff "verstehen" so schwer tust. Ich glaube auch nicht, dass du faul bist. Es geht wohl eher darum, dass du den Sinn vom Üben nicht begreifst.

    Dasselbe Problem habe ich quasi seit Schuleintritt. Interessiert, begeisterungsfähig, lernwillig, aber irgendwie handlungsunfähig. Es fehlt an Beständigkeit. Das kriege ich wohl nur wieder hin, wenn ich das richtige Verhältnis zwischen Belohnung und Bestrafung bekomme, denn früher wurde ich oft ohne Grund belohnt.
    Wie kriegt man dieses Verhältnis? Durch äußeren Einfluss. Hast du Leute, mit denen du zusammen lernen kannst? Dann kannst du auch gleich abchecken, ob du es wirklich verstanden hast oder nicht. Einmal ausprobieren reicht eh nicht. Überwinde dich mal zu fragen!!!

    Vielleicht ist das auch nur eine Null-Bock-Phase. Ich kenne viele Jungs in deinem Alter, die zu echt nix Lust haben. Dann erst recht Hilfe suchen! Sonst fängst du an zu studieren und merkst, dass du gar nicht studieren kannst... *seufz*

    Lerntyp kinästhetisch mit photographischem Gedächtnis
    --> Habe gehört, eidetische Gedächtnisse gibt's eigentlich gar nicht. Wo hast du den Test gemacht bzw. was kam als zweites? Wenn du kinästhetisch veranlagt bist, gute visuelle Fähigkeiten hast und gut in MINT-Bereichen bist, dann führe Gedankenexperimente durch.


    Bist du eher praktisch oder theoretisch veranlagt? theoretisch (was für ein Widerspruch...)
    --> Wieso Widerspruch? Heißt doch nur, dass du abstrakt denkst.



    Welche Fächer kannst du besonders gut, welche gar nicht? in mathematischen, naturwissenschaftlichen und sprachlichen Fächer gut, in historischen, gestalterischen schlecht
    --> Du lernst echt nicht gerne auswendig! ^^ Na ja, gestalterische Fächer... Vielleicht Theater? Das hat selbst den Jungs Spaß gemacht.Du magst Logik, also bleibe dabei. Wenn du dich darauf spezialisierst, wo ist das Problem? Für genau diese Fächer braucht man keine Einsen zum Studieren. Außer für Gesellschaftswissenschaften vielleicht. Info und Ing weiß ich nicht, wie es da aussieht. Im Studium müsstest du dann allerdings richtig auswendig lernen...



    An welchem Punkt verlierst du das Interesse? sobald mein Gehirn denkt, es beherrsche den Stoff, weil beim Lesen alles klar ist. Geschieht meist nach 1x durchlesen.
    --> Höre auf, zu denken, liebes Gehirn!!! Das klappt nicht mit Denken! Du bist der Chef, nicht dein Körper. Mach dir eine Checkliste, bei der du dich an einen Plan halten musst. Sobald du einmal etwas durch hast, steht dann schon auf der Liste: "Nein, rausschreiben und wiederholen!". Das wäre deine erste Übung zu mehr Beständigkeit und etwas durchzuhalten ist ein echt tolles Gefühl! *heul*


    Warum machst du mündlich so wenig mit? Angst, etwas total Falsches zu sagen.
    --> Freunde, Lerngruppe

    Gibt es jemanden, der dich unterstützen kann? Naja, etwa 10 Jahre bei der Psychologin hätten reichen sollen; sonst das Forum hier? Unterstützung bekäme ich von allen Seiten, nur ist mir das viel zu unangenehm. (Meine Gefühle konserviere ich schön in einer Tiefkühltruhe.)
    --> Also an Unis gibt es psycho-soziale Beratungen. Wie es an den Schulen aussieht, musst du selbst schauen. Schulpsychologen gibt es nicht überall. Aber egal, beim Lernen helfen Psychologen nur bedingt. Da sind Beratungsstellen geeigneter, weil es in deinem Fall wohl eher um Motivation geht. Wenn du allerdings sagst, es liege an deinem Vater, könntest du bei einem Gruppentraining für Jugendliche mitmachen. Ich weiß auch nicht, ob ein männlicher Psychologe besser gewesen wäre. Die Tiefkühltruhe taut bald ab, wenn du etwas ändern willst. Es ist hart, aber die Leute sind sehr verständnisvoll und an dir interessiert. Es geht jedenfalls besser, wenn man sich öffnet.


    Wie oft musst du wiederholen, damit du bestimmte Dinge behalten kannst? Kommt auf das Fach an. Von einmal anschauen und drin bis 5x lesen inkl. Zusammenfassung (was ich eh nicht mehr mache) ist alles drin.
    --> Lesen hilft nicht allein. Übung ist hilfreicher. Du kannst dir die Sachen auch auf PPT schreiben oder eine Flshanimation draus machen. Ist egal, aber komme vom reinen Lesen weg! Stell dir selbst Fragen und beantworte sie. Wenn du einen Text liest, dann notiere dir gleich welche. Es gibt so ein paar Experimente zum Testing Effect, wo vorher abfragen sehr günstig bei schweren Sachen ist.
    Was hilft sind Pläne. Mach dir eine Checkliste, Hände weg von TV und PC, sorge für innere und äußere Ruhe und übe Beständigkeit. Von heute auf morgen kannst du dich nicht umkrempeln. Negative Dinge kann man leicht erlernen, andersherum ist es schwieriger. Und wenn es echt gar nicht geht, dann bereite dich halt auf etwas vor, was du beruflich machen willst.

    In den Pfingsferien kannst du dich mit Freunden unterhalten und fragen, wie die sich so motivieren. Manchmal hilft es zu wissen, dass andere doch nicht so extrem gut sind wie sie vor einem erscheinen.

  5. #5
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    Hallo Fernsehturm,

    erneut danke ich für die Antwort!

    Zitat Zitat von Fernsehturm Beitrag anzeigen
    Also, wenn Papa en A***** war und Mutter nicht viel geholfen hat, gibt es nur eine Lösung: Besser machen! Blick in die Zukunft. Er kommt nicht mehr wieder und du kannst dein Leben jetzt selbst in die Hand nehmen. Bald ziehst du aus (?) und gründest eine eigene Familie, wenn du das möchtest. Aber Sorgen aufschreiben hilft zumindest, wenn es dir langsam wieder besser geht, du dann zurückblätterst und dir an den Kopf fässt, was du denn eigentlich alles so schlimm gefunden hast. Andere Variante: Nur aufschreiben, was positiv lief. Zum Teil noch effektiver. Wenn es spukt, dann muss es raus. Und Bienenkostüme sind ja wohl mal cooler als Superman-Umhänge. aber echt, ey!
    Andere Möglichkeit ist, Freiwilligenarbeit. Du könntest anderen helfen, um dich besser zu fühlen und anderen Tipps zu geben. Nachhilfe vielleicht besser nicht ^^, aber in einem Verein helfen oder so. Oft kommt man dann ins Gespräch und nutzt den Schulstoff endlich mal aktiv. AGs gehen natürlich auch.
    Ich fühl mich nicht gerade sehr verantwortungsbewusst, als dass ich die Pflichten einer Familie unterstützen könnte. Dafür bin ich auch noch zu jung und als Schüler funktioniert das erst recht nicht; darauf folgt noch ein Studium.
    Da muss ich mich mal echt dran setzen, ans Schreiben...
    Ne, also Freiwilligenarbeit möcht ich nicht unbedingt tätigen. Dabei würde ich mich auch nicht wirklich besser fühlen. Stichwort "Gespräch", da kommt auch schon das nächste Problem. Sobald ich mit jemandem rede, geht das links rein und rechts raus, weil es mich schlichtweg (meistens) nicht ineressiert, was der andere sagt. Wie man den Schulstoff in ein Gespräch einbinden kann, weiss ich auch nicht.


    Wer hat dir denn das beigebracht??? Da wundert es mich nicht, dass du dich mit dem Begriff "verstehen" so schwer tust. Ich glaube auch nicht, dass du faul bist. Es geht wohl eher darum, dass du den Sinn vom Üben nicht begreifst.
    Keine Ahnung woher das kommt. Scheint für mich eine Entschuldigung für alles zu sein. Eine Ausrede. Eine Flucht, um die Arbeit, die getan werden muss, nicht zu machen?!
    Naja, ich kenn die Vergessenskurve von Ebbinghaus, die relativ deutlich zeigt, dass Üben erforderlich ist; aber irgendwie tu ich mich schwer, dieses Üben praktisch zu machen.

    Dasselbe Problem habe ich quasi seit Schuleintritt. Interessiert, begeisterungsfähig, lernwillig, aber irgendwie handlungsunfähig. Es fehlt an Beständigkeit. Das kriege ich wohl nur wieder hin, wenn ich das richtige Verhältnis zwischen Belohnung und Bestrafung bekomme, denn früher wurde ich oft ohne Grund belohnt.
    Wie kriegt man dieses Verhältnis? Durch äußeren Einfluss. Hast du Leute, mit denen du zusammen lernen kannst? Dann kannst du auch gleich abchecken, ob du es wirklich verstanden hast oder nicht. Einmal ausprobieren reicht eh nicht. Überwinde dich mal zu fragen!!!
    Bei mir war es wohl eher das Gegenteil: die Bestrafung. Vielleicht sehne ich mich deshalb in der Gegenwart nach Belohnung? Trotzdem, es soll keine Ausrede sein.
    Ne, ich "lerne" meist allein. Habe schon etliche Kameraden gefragt, ob sie doch lernen wollen, aber da haben die anderen Vorrang. Mit meinen Freunden kann ich auch nicht lernen, weil der Stoff zu unterschiedlich ist. Meist habe ich es sowieso nicht gut genug verstanden, als dass ich darüber sprechen könnte; schon, aber halt nur stockend.
    Gefragt habe ich auch schon allzu oft. Die einzige Möglichkeit ist eigentlich die, wenn jemand vergessen hat zu lernen und wir über Mittag Zeit haben dafür, aber das, was dann betrieben wird, nenn ich nicht lernen.

    Vielleicht ist das auch nur eine Null-Bock-Phase. Ich kenne viele Jungs in deinem Alter, die zu echt nix Lust haben. Dann erst recht Hilfe suchen! Sonst fängst du an zu studieren und merkst, dass du gar nicht studieren kannst... *seufz*
    Möglich. Aber hält die über soviele Jahre lang an? Wären schon gut 6 Jahre. Es ist ja nicht so, dass ich überhaupt gar keine Lust hätte; es ist viel mehr so, dass ich für alles etwas Besseres zu tun habe. Obwohl ich doch ganz gerne z.B. den Chemie-Stoff lernen würde, der ist nämlich noch echt interessant.
    Das Studieren wird einem wohl auch leichter fallen, sobald man in einem Gebiet ist, für das man sich auch wirklich stark interessiert. Die Richtung weiss ich eigentlich auch schon.

    Was hilft sind Pläne. Mach dir eine Checkliste, Hände weg von TV und PC, sorge für innere und äußere Ruhe und übe Beständigkeit. Von heute auf morgen kannst du dich nicht umkrempeln. Negative Dinge kann man leicht erlernen, andersherum ist es schwieriger. Und wenn es echt gar nicht geht, dann bereite dich halt auf etwas vor, was du beruflich machen willst.
    Wenn Du meine Handschrift sehen könntest und meine Gestaltung, argh. Da ermuntert einen die Liste nicht gerade.
    Wie übst Du denn Beständigkeit? Entweder ich lerne gerade etwas und vergesse die Zeit oder ich lerne überhaupt nicht, wobei Letzteres doch eher vorkommt.
    Es ist nicht so, als ob ich das Gefühl hätte, ich könne es nicht. Ganz im Gegenteil. Und ich will auch wirklich das Studium erreichen. Aber ich kann nicht hinsitzen und Stunde für Stunde lernen; und auch nicht mit kleinen Lernintervallen, da verlier ich gerade ganz das Interesse, erneut mit dem Lernen zu beginnen.

    In den Pfingsferien kannst du dich mit Freunden unterhalten und fragen, wie die sich so motivieren. Manchmal hilft es zu wissen, dass andere doch nicht so extrem gut sind wie sie vor einem erscheinen.
    Das ist ne Option, kann ich mal fragen.

    Seit seinem Auszug ist es so, dass hier nur noch Chaos herrscht. Das Lernen, wie ich es früher tat, war eigentlich nur das Lernen unter Druck und die Noten waren auch nur etwa in dem Rahmen. Wobei ich mir auch sage, dass die Noten egal sind, Noten sind subjektiv gesetzt.

    Vielleicht verrätst Du mir, wie Du Beständigkeit förderst?
    Geändert von dasLoch (15.05.2011 um 22:57 Uhr)

  6. #6
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    Nachtrag:

    Lerntyp kinästhetisch mit photographischem Gedächtnis
    --> Habe gehört, eidetische Gedächtnisse gibt's eigentlich gar nicht. Wo hast du den Test gemacht bzw. was kam als zweites? Wenn du kinästhetisch veranlagt bist, gute visuelle Fähigkeiten hast und gut in MINT-Bereichen bist, dann führe Gedankenexperimente durch.


    Bist du eher praktisch oder theoretisch veranlagt? theoretisch (was für ein Widerspruch...)
    --> Wieso Widerspruch? Heißt doch nur, dass du abstrakt denkst.



    Welche Fächer kannst du besonders gut, welche gar nicht? in mathematischen, naturwissenschaftlichen und sprachlichen Fächer gut, in historischen, gestalterischen schlecht
    --> Du lernst echt nicht gerne auswendig! ^^ Na ja, gestalterische Fächer... Vielleicht Theater? Das hat selbst den Jungs Spaß gemacht.Du magst Logik, also bleibe dabei. Wenn du dich darauf spezialisierst, wo ist das Problem? Für genau diese Fächer braucht man keine Einsen zum Studieren. Außer für Gesellschaftswissenschaften vielleicht. Info und Ing weiß ich nicht, wie es da aussieht. Im Studium müsstest du dann allerdings richtig auswendig lernen...



    An welchem Punkt verlierst du das Interesse? sobald mein Gehirn denkt, es beherrsche den Stoff, weil beim Lesen alles klar ist. Geschieht meist nach 1x durchlesen.
    --> Höre auf, zu denken, liebes Gehirn!!! Das klappt nicht mit Denken! Du bist der Chef, nicht dein Körper. Mach dir eine Checkliste, bei der du dich an einen Plan halten musst. Sobald du einmal etwas durch hast, steht dann schon auf der Liste: "Nein, rausschreiben und wiederholen!". Das wäre deine erste Übung zu mehr Beständigkeit und etwas durchzuhalten ist ein echt tolles Gefühl! *heul*


    Warum machst du mündlich so wenig mit? Angst, etwas total Falsches zu sagen.
    --> Freunde, Lerngruppe

    Gibt es jemanden, der dich unterstützen kann? Naja, etwa 10 Jahre bei der Psychologin hätten reichen sollen; sonst das Forum hier? Unterstützung bekäme ich von allen Seiten, nur ist mir das viel zu unangenehm. (Meine Gefühle konserviere ich schön in einer Tiefkühltruhe.)
    --> Also an Unis gibt es psycho-soziale Beratungen. Wie es an den Schulen aussieht, musst du selbst schauen. Schulpsychologen gibt es nicht überall. Aber egal, beim Lernen helfen Psychologen nur bedingt. Da sind Beratungsstellen geeigneter, weil es in deinem Fall wohl eher um Motivation geht. Wenn du allerdings sagst, es liege an deinem Vater, könntest du bei einem Gruppentraining für Jugendliche mitmachen. Ich weiß auch nicht, ob ein männlicher Psychologe besser gewesen wäre. Die Tiefkühltruhe taut bald ab, wenn du etwas ändern willst. Es ist hart, aber die Leute sind sehr verständnisvoll und an dir interessiert. Es geht jedenfalls besser, wenn man sich öffnet.


    Wie oft musst du wiederholen, damit du bestimmte Dinge behalten kannst? Kommt auf das Fach an. Von einmal anschauen und drin bis 5x lesen inkl. Zusammenfassung (was ich eh nicht mehr mache) ist alles drin.
    --> Lesen hilft nicht allein. Übung ist hilfreicher. Du kannst dir die Sachen auch auf PPT schreiben oder eine Flshanimation draus machen. Ist egal, aber komme vom reinen Lesen weg! Stell dir selbst Fragen und beantworte sie. Wenn du einen Text liest, dann notiere dir gleich welche. Es gibt so ein paar Experimente zum Testing Effect, wo vorher abfragen sehr günstig bei schweren Sachen ist.
    Was sind eidetische Gedächtnisse? Und was bedeutet "MINT"? Die Tests habe ich vor paar Monaten gemacht, halt im Internet. Vielleicht teste ich es doch mal erneut.

    Momentan muss man das Ungenügende aufholen, da ist das Problem, wenn ich nur logisch denken kann.

    Ah hier haben wir es, die erste Übung. Was genau soll ich "rausschreiben" und woher?

    Mit Lerngruppen wird's nix, wie schon gesagt.

    Schulpsychologen haben wir auch. Ich war ja früher beim Psychologen nicht des Lernens wegen, sondern der familiären Problemen wegen und sonstigem Schwachsinn in meinem Kopf.

    Was meinst Du damit, dass ich mir die Texte notieren soll, die ich lese? Titel oder Textart oder wovon sprichst Du? Was ist der Testing Effect? Ich wüsste nicht mal, was ich mir für Fragen stellen sollte...

  7. #7
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    Standard Beständigkeit

    Familie kriegt man im Idealfall, wenn man andere und sich versorgen kann. Wenn du dein Studium bereits vor Augen siehst, dann konzentriere dich darauf. Ich habe nicht verlangt, dass du das nächstbeste Mädchen begattest und Arbeitslosenhilfe bekommst. Dieses Ziel zum Beispiel - also das Studium!!! ^^ - wäre Thema für einen Tagebucheintrag, finde ich. Wenn du das Fach sogar schon benennen kannst, hast du mehr Energie, die du bündeln kannst. Orientiere dich an dem Stoff, den du für später brauchst! Was möchtest du denn studieren?
    Alles, was du zu Papier bringst, ist nur für DICH. Du hast doch ein Privatleben, oder? Wie das aussieht, ist shitegal. Meine Notizen kann auch keiner entziffern, aber schreibe ich für die anderen oder für mich?

    Zitat Zitat von dasLoch Beitrag anzeigen
    Stichwort "Gespräch", da kommt auch schon das nächste Problem. Sobald ich mit jemandem rede, geht das links rein und rechts raus, weil es mich schlichtweg (meistens) nicht ineressiert, was der andere sagt. Wie man den Schulstoff in ein Gespräch einbinden kann, weiss ich auch nicht.
    Cool, ich kann gar nicht abschalten. Ich sauge alles auf, unfreiwillig, aber nie Lernstoff. Aber da hast du vielleicht schon die Lösung gefunden: Wer nicht zuhören kann, muss mehr zuhören. Kennst du zum Beispiel Wege, um das Gespräch immer so zu lenken, dass deine Lieblingsthemen besprochen werden? Stell dir vor, du wärst in einer Prüfungssituation und hast keinen Plan. Wie kriegst du die Zeit rum? Du könntest schweigen oder rausrennen oder "äh?" sagen oder... du beginnst auf die Frage zu antworten und lenkst dann zu einem Thema über, dass du sehr gut kannst: "Ja, das mit der französischen Revolution war ja so eine Sache. Wissen Sie, das erinnert mich an das Endspiel der letzten WM. Beim Fußball ist das ja so...".
    Ganz ehrlich, man muss sich nicht immer für die anderen interessieren, aber wenn dir dadurch der Stoff flöten geht, übe doch einfach mal, "Interesse zeigen" bei deinen Mitmenschen... oder Gespräche lenken, damit du eine Brücke zwischen Interessantes und Pflichtteil schlagen kannst! (In meinen Beiträgen rede ich zum Beispiel meist von mir selbst. )

    Bei der Freiwilligenarbeit trifft man übrigens auch neue Leute, die in interessanten Berufen arbeiten. Es muss ja auch nicht "Brot für die Welt" sein oder "Greenpeace". Vielleicht eine AG in der Schule, zur Nachhaltigkeit oder Ideenwettbewerbe.


    Naja, ich kenn die Vergessenskurve von Ebbinghaus, die relativ deutlich zeigt, dass Üben erforderlich ist; aber irgendwie tu ich mich schwer, dieses Üben praktisch zu machen. [...] Bei mir war es wohl eher das Gegenteil: die Bestrafung. Vielleicht sehne ich mich deshalb in der Gegenwart nach Belohnung? Trotzdem, es soll keine Ausrede sein. [...] Wie übst Du denn Beständigkeit? Entweder ich lerne gerade etwas und vergesse die Zeit oder ich lerne überhaupt nicht, wobei Letzteres doch eher vorkommt.
    Es ist nicht so, als ob ich das Gefühl hätte, ich könne es nicht. Ganz im Gegenteil. Und ich will auch wirklich das Studium erreichen. Aber ich kann nicht hinsitzen und Stunde für Stunde lernen; und auch nicht mit kleinen Lernintervallen, da verlier ich gerade ganz das Interesse, erneut mit dem Lernen zu beginnen. [...] Seit seinem Auszug ist es so, dass hier nur noch Chaos herrscht. Das Lernen, wie ich es früher tat, war eigentlich nur das Lernen unter Druck und die Noten waren auch nur etwa in dem Rahmen. Wobei ich mir auch sage, dass die Noten egal sind, Noten sind subjektiv gesetzt.
    Zunächst, gute Beobachtung: Noten sind subjektiv! Das darfst du nicht vergessen. Natürlich kann man dann wieder ankommen und dem Lehrer die Schuld geben, aber wer gute Noten hat, ist nicht immer ein Genie.

    Zweitens, die Erkenntnis über die Notwendigkeit des Übens ist da und du hast auch gesehen, dass du, egal was du tust, nicht vorankommst. Glaubst du dann echt, dass du die ultimative Motivationstechnik verwenden wirst? Wenn du sagst, der Wille ist da, aber der Körper macht nicht mit, kann das bedeuten, dass entweder körperlich etwas nicht funktioniert oder dass du deine Motivation noch etwas managen musst. Das Ding mit der Zeit vergessen und der Unlust in Lernintervallen spricht für zu viel Energie, die nicht richtig gelenkt wird. Deshalb rede nicht von "Ausreden", du bist nicht faul, du lernst nur nicht effektiv!
    Trennst du zwischen Pflicht- und Freizeit-Programm? So schön es ist, die Zeit zu vergessen, aber du brauchst die Energie doch eigentlich für alle Fächer, in denen du Hausaufgaben hast, oder? Dann kannst du dich nicht stundenlang mit Chemie beschäftigen und am Ende feststellen, dass dir Mathe und Englisch gerade nicht so zusagen. Andersherum, immer unterbrechen, dann wenn es gerade spannend wird, ist nicht mal gut fürs Gehirn, schätze ich. An sich arbeitet dein Gehirn immer weiter in den Pausen und beim Schlafen, aber ein bisschen Sinngehalt braucht es schon. Wenn du eine durchschnittliche Konzentrationsspanne hast, dann reicht eine halbe bis dreiviertel Stunde, um dich mit einer Sache zu beschäftigen. Dann kommt Bewegung, Lüften und ein kleiner Snack, von dem man nicht müde wird. Danach kurze Wiederholung/ eigene Fragen beantworten und weiter geht's. Dementsprechend wirken Pausen auch als Belohnung, nur zu viel darf es net sein.

    Bevor du lernst, gibt es Dinge, die abgecheckt werden müssen. Das sollte dir ja bekannt sein, z.B. Ruhe, Müdigkeit, Essen, usw. Eine Sache sind die Sorgen. Dein Vater ist nicht mehr da. Der hat weder etwas in eurer Wohnung noch in deinem Kopf zu suchen! Wenn du Sorgen hast, weg damit, denn sonst erschwert es dir das Lernen. Eine Möglichkeit ist das innere Beruhigen, indem du beispielweise etwas zu dir selbst sagst oder eine Entspannungstechnik anwendest. Was du auch probieren kannst, ist Externalisieren, also nach außen tragen. Du könntest dich an etwas abreagieren, etwas sprechen (z.B. "Jetzt lerne ich und es gibt nur den Lernstoff und mich."), schreiben und dann zerknüllen oder anderes. Viel Glück dabei, denn Lernen scheint dir eigentlich viel Freude zu bereiten!


    Ne, ich "lerne" meist allein. Habe schon etliche Kameraden gefragt, ob sie doch lernen wollen, aber da haben die anderen Vorrang. Mit meinen Freunden kann ich auch nicht lernen, weil der Stoff zu unterschiedlich ist. Meist habe ich es sowieso nicht gut genug verstanden, als dass ich darüber sprechen könnte; schon, aber halt nur stockend.
    Gefragt habe ich auch schon allzu oft. Die einzige Möglichkeit ist eigentlich die, wenn jemand vergessen hat zu lernen und wir über Mittag Zeit haben dafür, aber das, was dann betrieben wird, nenn ich nicht lernen.
    Ich sehe hier nicht das Problem, das du hier entdeckt hast... Fragen kostet nichts und wenn sie dir blöde kommen, kannst du ja immer noch sagen: "So seht ihr halt, ob IHR es könnt!". Warum sind Jungs immer so schüchtern, wenn es ums Sprechen geht???


    Möglich. Aber hält die über soviele Jahre lang an? Wären schon gut 6 Jahre. Es ist ja nicht so, dass ich überhaupt gar keine Lust hätte; es ist viel mehr so, dass ich für alles etwas Besseres zu tun habe. [...] Das Studieren wird einem wohl auch leichter fallen, sobald man in einem Gebiet ist, für das man sich auch wirklich stark interessiert. Die Richtung weiss ich eigentlich auch schon.
    Kein Bock kann in dem Fall auch Prokrastination sein und bevor du wieder mich fragst, frage Tante Wiki! Mit Interesse studieren reicht leider nicht, dazu gehört eine gehörige Portion Neugier. Wenn du neugierig bist und nicht lernen kannst, dann suche eine Beratungsstelle auf!

  8. #8
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    Was sind eidetische Gedächtnisse? Und was bedeutet "MINT"? Die Tests habe ich vor paar Monaten gemacht, halt im Internet. Vielleicht teste ich es doch mal erneut. --> ja, mehrmals Testen erhöht die Reliabilität. Frage Tante Wiki!

    Momentan muss man das Ungenügende aufholen, da ist das Problem, wenn ich nur logisch denken kann. --> "Nur" logisch denken können, ist schon die halbe Miete, mein Freund! Wenn es nur um Fakten geht, dann mache einen auf Ebbinghaus und lerne mit Vokabelkärtchen. Oder frage andere, ob sie kurz mal ein paar Dinge mit dir durchgehen können, was meinst du wie oft ich schon mit dieser Bitte genervt wurde und ich habe es trotzdem immer getan. Keiner reißt dir den Kopf ab!!!

    Ah hier haben wir es, die erste Übung. Was genau soll ich "rausschreiben" und woher? --> Aus Texten gewinnst du Informationen. Diese Informationen werden in immer größeren Einheiten gebündelt, solange bis dein Arbeitsspeicher zu etwa 70% ausgelastet ist. Füge die Einheiten in wenige Speicherdateien zusammen, damit dein Arbeitsplatz übersichtlich bleibt, obgleich die Dateigröße nicht an Information verliert. Heißt: schreibe dir die wichtigsten Infos heraus, die im Text waren!

    Mit Lerngruppen wird's nix, wie schon gesagt. --> Hat bei mir auch erst im 5. Semester funktioniert. Und es hat sich gelohnt.

    Was ist der Testing Effect? Ich wüsste nicht mal, was ich mir für Fragen stellen sollte... --> Tante Wiki erklärt's oder jemand von Onkel Google. Stell dir Fragen zum Text, die dich brennend interessieren oder Fragen, die zur Wiederholung = Abfragen geeignet sind, Verständnisfragen sind auch erlaubt.
    Beständigkeit übt man in kleinen, kontinuierlichen Schritten. Von heut auf morgen geht das selten, deswegen wirst du die ultimative Motivationstechnik wahrscheinlich nicht finden. Beständigkeit erfordert Disziplin und das kann durch Pläne unterstützt werden, Sport und gesunde Ernährung, ein sorgenfreies und ruhiges Leben, Lerntechniken oder Zugang zu Nachschlagewerken oder Commitment wie in der Freiwilligenarbeit oder Religion. Du hast das Wissen zu fast allen Punkten, nur was in dir passiert, lässt dich nicht los und da würde ich mal überlegen, ob du es weiter so probierst oder ob du deine Sorgen mal langsam ablegst...

    (Deine Geschichte kann ich sehr gut nachvollziehen, weil ich vieles von mir kenne und deswegen gebe ich dir Ratschläge, damit du nicht "enden" musst wie ich.)

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