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Thema: Sich zu viele Gedanken machen.

  1. #1
    Neuling
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    Standard Sich zu viele Gedanken machen.

    Hallo!
    Ich weiß nicht, ob das wirklich in dieses Forum reingehört, könnte auch zu "Ängst" oder zu "Depressionen" gehören, aber da es irgendwie 'ne Mischung ist, schreib ich's mal hier rein... zur Not muss halt ein Moderator eingreifen und mich verschieben

    Also, ich denke, dass der Titel eigentlich das Hauptthema schon sagt - ich mache mir um alles zu viele Gedanken. Ich denke, dass es normal ist sich in gewissem maße Gedanken und Sorgen zu machen, aber bei mir habe ich das Gefühl, dass es Überhand nimmt.
    Ein paar Beispiele vielleicht:
    Ich bin jetzt knapp 3 Montae mit meinem Freund (meinem ersten) zusammen. Das ist keine lange Zeit, aber trotzdem. Seit dem ersten Tag frage ich mich, was er an mir findet, hinterfrage ob ich ihn wirklich liebe, ob das alles richtig ist. Aber nur solange ich alleine bin, wenn ich bei ihm bin, bin ich mir sicher, dass die ganze Beziehung "richtig" ist. Aber wenn ich dann alleie bin, grübel ich da so sehr drüber nach, dass meine Laune in den keller geht, ich das Gefühl habe gleich heulen zu können und irgendwie hat es etwas von dem Gefühl, das auch Überforderung erzeugt.
    Dann bei einer Gewohnheit meines Freundes - er kifft. Ab und an. Ich merke selbst, wie ich mich von mal zu Mal mehr da rein steigere, dass ich, sobald ich einmal anfange darüber nachdenken, was er vom Kiffen hat, wieso er das macht, wie gefährlich das ist.... nicht mehr aufhören kann zu dneken, mir Sorgen zu machen und davon bekomme ich dann Bauchweh und irgendwie "verschlossen", ich lasse niemanden mehr an mich rankommen, meinen Freund nicht, keine gemeinesamen Freunde. Ich sitz dann da und laut meinem Freund sieht man meinem Gesicht an, dass ich innerlich "dicht" gemacht habe und sich in mir ein wahnsinnig schnelles Gedankenkarussell dreht.
    AUch schulisch mache ich mir in einem solchen maß Gedanken, ob ich das Abi wohl schaffe, was ich danach mache und so, dass ich irgendwie keinen klaren Gedanken mehr fassen kann, wenn ich anfange für Klausuren zu lernen und die versemmel ich dann und die Sorge um meine Zukunft geht wieder hoch.

    Es ist irgendwie ein teufelskreis... Es ist eine Sache, eine meist ganz banale, über die es sich gar nicht lohnt sich Sorgen zu machen. Über die ich dann nachdenke und irgendwie ganz viele negative Dinge darin sehe, über die ich mir dann wieder Gedanken mache. Die Gedanken werden zu Sorgen und ich komme nicht davon los weiter nachzudenken. Ich steigere mich da in was rein und mache mich selbst unglücklich damit.
    Mein Freund meinte neuklich mal "Du bist ein mensch, der nie mit irgendwas richtig zufrieden ist, oder? Und wirklich glücklich bist du auch nie..." und da ist mir aufgefallen, dass er irgendwie recht hat... So ein beklemmendes gefühl habe ich fast immer...

    Wie kann ich das zu viele Denken stoppen, alles einfacher, "positiver" sehen? Ich will ja selbst nicht so weiter machen, wie es im Moment ist! :<

  2. #2
    Bestseller Autor Avatar von glasheuler
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    Standard Hi Green Dream,

    In dem letzten Abschnitt Deines Kommentares gibst Du Dir schon annähernd
    selbst die Antwort wie sich Deine Unruhe verflüchtigen könnte. Eine
    gute Basis dafür ist immer eine innere Zufriedenheit und Ausgeglichenheit.
    Ist schnell gesagt und ebenso schnell geschrieben. Bestimmte Probleme
    einfach nur untern Teppich zu kehren oder sich schmollend in eine Ecke zu
    verkrümmeln bringe Probleme nicht zum Stillstand.

    Dass Dein Freund sich Drogen reinpfeifft belastet Dich, das ist nicht zu
    übersehen. Versuch doch einmal ein Gespräch darüber zu beginnen um
    mehr über die Gründe seiner Flucht zu erfahren, vielleicht kannst Du sogar
    die Lücke füllen. Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.



    Liebe Grüße
    glasi
    Das Wort "Glück" würde seine Bedeutung verlieren hätte es nicht
    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

  3. #3
    Neuling
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    Hallo glasheuler!
    ich habe schon einige Gespräche mit meinem Freund geführt zu dem Thema. Es ist nicht so, dass er vor irgendwas flüchtet, sondern, dass er einfach das gefühl mag. Er sagt, er erlebt dann alles viel intensiver. Ich glaube ihm das auch, denn wer sich in der Disco betrinkt (nicht bis zur Besinnungslosigkeit!) will ja auch nicht vor etwas fliehen, sondern macht das, weil das angeheiterte Gefühl irgendwie angenehm ist. Nur dass mein Freund Alkohol nicht wirklich mag und auch nicht so übermäßig gut verträgt. Und er eine Abneigung gegen wirklich betrunkene Leute hat ("Alkohol macht einfach nur dumm, das will ich von mir nicht sagen müssen. Wenn ich breit bin, werde ich nicht dumm, sondern denke schneller, philosophiere gern rum...")
    Ich neige nur leider dazu, gerade in Bezug auf Drogen, mehr zu sehen als vielleicht tatsächlich da ist. Ich denke dann schnell an irgendwelche probleme, mögliche Abhängigkeit und will "helfen", merke nur häufig nicht, dass gar nicht geholfen werden muss.
    Dass ich diese Einsicht hatte, ist auch nur auf ein Gespräch mit ihm zurück zu führen, er versucht auch mir das zu dem Thema so einfach wie möglich zu machen, aber er sagt auch gleichzeitig, dass ich mich daran zumindest in gewissem Rahmen gewöhnen muss, weil das eben auch eine Seite seiner Persönlichkeit ist. Was ich auch richtig finde, dass er das so sagt, denn ein "Verbot" würde uns auch nicht weiterhelfen.
    Neulich hat er dann was geraucht, was quasi abgesprochen war, es waren noch zwei gemeinsame Freunde da und ich bin mit dem Vorsatz daran gegangen, dass ich dieses Mal das Gedankenkarusell gar nicht erst starten lasse. Es war schwierig, aber letzlich hab ich es geschafft (Gott, wie das klingt! :O), jedoch weiß ich nicht, ob mir das immer gelingen wird. Und wenn ich erstmal anfange zu viel zu denken, dann kann ich nicht aufhören.
    Bei dem einen Mal, bei dem ich gegen das Nachdenken angekämpft habe, hab ich dann auch gemerkt, dass er sich gar nicht so sehr verändert, sondern nur auf meine Veränderung (abweisend, völliges Ignorieren und so) reagiert hat, indem er dann auch abweisend wurde, irgendwie gar nicht mehr wirklich der war, den ich liebe. Was mich zusätzlich zu den vielen Sorgen und Gedanken eben ziemlich fertig gemacht hat.

    Wie kann ich denn ändern, dass ich so viel denke, mich dann in Sorgen (unberechtigte) reinsteigere und schlechte Laune kriege, Bauchweh, Kopfschmerzen und so (ich hab jetzt vom Schreiben dieses Textes schon ein komisches Gefühl im Magen...)?
    Und die Angst vor der Zukunft, was wohl nach dem Abi ist, ob ich das Abi wohl überhaupt schaffe und so, dass die mich quasi "lähmt", sodass ich keine neuen Sachen, die ich lernen muss mehr aufnehmen kann, wie krieg ich meinen Kopf für sowas wieder frei?

    Hat irgendwer dazu noch Ideen?

  4. #4
    Neuling Avatar von elfe
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    oje.. das mit dem vielen Denken, das kenn ich auch! Vor allem wenn ich in der Nacht wach werde dann kreisen oft die Gedanken und die wird man so schnell nicht los.
    Was mir aber an deinem Posting aufgefallen ist- du machst dir so viele Sorgen um deinen Freund . Denkst du auch mal an DICH und womit es DIR gut geht?
    Ich denke , ich habe dir einiges an Lebenserfahrung voraus- du stehst doch noch ganz am Anfang deines Lebens- das wundervoll werden kann.
    Bitte mache nicht den gleichen Fehler wie ich- immer nur für andere da sein.
    ( für den Freund, den Mann, die Kinder, die Enkel, die Vereinskameraden, Freunde.....) Denn ich habe erst kürzlich wieder erfahren, wie schnell man vom Freund zum Feind wird und schnell man am Boden liegt. ( und dann noch nachgetreten wird!)
    Überlege was dich GLÜCKLICH macht- und womit es DIR gut geht!
    Du bist noch so jung- geniesse dein Leben! Und versuche auch mal "egoistisch" zu sein! Ich wünschte, ich würde das jetzt noch schaffen!
    Leider kann ich nur selten "NEIN" sagen und fühle mich dadurch so oft ausgenutzt. Tja.. und wer ist da, wenn ich mal jemanden brauche???
    Aber es ist nie zu spät was zu ändern- wenn es auch ein schwieriger Prozeß ist.


    Elfe
    "Belehrung findet man öfter in der Welt als Trost"
    G.C.Lichtenberg

  5. #5
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    Hi GreenDream, habe auch den Kommentar von Elfe gelesen. Sich nur auf seine
    eigenen Belange zu konzentrieren würde ich nicht ohne wenn und aber befürworten,
    eher den Mittelweg dazu. Warum ? Weil Du viel für Deinen Partner empfindest und
    ihn nicht verlieren möchtest. Seine eigenen Interessen nicht aus den Augen zu verlieren ist meiner Ansicht nach ok aber ganz am Partner vorbei zu leben ist nicht das gelbe vom Ei.
    Du bist trotzdem gefordert Deine innere Ruhe wieder zu finden. Du stürzt Dich auf auf alles und nichts worüber man sich Sorgen machen könnte.

    Gebe mal bei google das Stichwort "Generalisierte Angststörung" ein, hier könntest Du mehr über Dein Problem erfahren und wie man damit fertig wird.


    Liebe Grüße
    glasi
    Das Wort "Glück" würde seine Bedeutung verlieren hätte es nicht
    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

  6. #6
    Neuling Avatar von elfe
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    Klar sollte man nicht zum Egoisten werden.
    Für mich waren und sind Mitmenschen immer sehr wichtig( manchmal sogar zu wichtig)! Vielleicht ist es auch ein wenig falsch rüber gekommen.
    Aber ich bin an einem Punkt angekommen, wo ich schon auch mal nachdenke was von anderen zu mir rüber kommt!
    Vielleicht ist dies ja auch meine ganz persönliche Geschichte- bin ja im Moment auch dabei einen neuen Weg für mich zu finden. Und da gilt es erst einmal an er eigenen Person anzufangen. Denn andere können wir nicht ändern nur uns selbst.

    elfe
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  7. #7
    Neuling Avatar von RED WATER
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    Standard hallo

    hallo
    ich habe eure beiträge gelesen und kann euch sehr gut verstehen.
    mir ging es auch so.das mit den gedanken machen kenne ich zu gut,nach meiner sch....kindheit und jugend,sowie der gescheiterten ehe,ging es mir genaus so.gedanken bestimmten mein leben und ich wurde auch depressiv,nahm drastisch ab.ich selber merkte es kaum,nun meine freundinnen und die kinderärztin zu der ich mit meinen 2 kleinen gehe merkten es.auf gutes zureden stellte ich mein leben um,es war nicht einfach.es ist auch nicht immer leicht das gebe ich zu,aber besser als das vergangene leben.
    ich war auch jahrelang nur für andere da ,manchmal zu viel und mich selbst dabei total vergessen.
    ich war kein mensch mehr nur ein ding was funktionieren muß.nun versuche ich ein neues leben zu starten und auch nun mal mehr an mich zu denken.das soll jetzt nicht egozentrisch wirken,aber man kommt irgentwann mal an einem punkt wo es nicht mehr geht.
    wo man sich entscheiden muß,so weiter machen und versinken oder einen neuanfang zu starten.ich habe es getahn und bereue nichts.
    ich fange nun auch langsam an mich besser zu fühlen und zu leben,nicht nur zu funktionieren.

    lg red water
    Geändert von RED WATER (24.02.2010 um 08:42 Uhr)

  8. #8
    Bestseller Autor Avatar von glasheuler
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    Zitat Zitat von elfe Beitrag anzeigen
    Klar sollte man nicht zum Egoisten werden.
    Für mich waren und sind Mitmenschen immer sehr wichtig( manchmal sogar zu wichtig)! Vielleicht ist es auch ein wenig falsch rüber gekommen.
    Aber ich bin an einem Punkt angekommen, wo ich schon auch mal nachdenke was von anderen zu mir rüber kommt!
    Vielleicht ist dies ja auch meine ganz persönliche Geschichte- bin ja im Moment auch dabei einen neuen Weg für mich zu finden. Und da gilt es erst einmal an er eigenen Person anzufangen. Denn andere können wir nicht ändern nur uns selbst.

    elfe
    Hi elfe,
    mit Deiner Feststellung dass wir nur uns selbst und nicht andere ändern
    können bin ich nicht einverstanden. Ich schaue mir zum Beispiel ständig bei anderen etwas ab was ich für gut befinde pflechte ich in
    meine Lebensgewohnheiten ein, ähnlich Deiner Intension.

    Ob ich damit wissentlich einer Empfehlung gefolgt bin oder nicht ist,
    so meine ich, nicht relevant.
    Das Wort "Glück" würde seine Bedeutung verlieren hätte es nicht
    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

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