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Thema: Sind es "Verlustängste" die ich habe ?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Sind es "Verlustängste" die ich habe ?

    Hallo !

    Ich bin gerade auf dieses Forum aufmerksam geworden und hoffe hier einen Rat zu erhalten.
    Kurz etwas über mich: männlich,39 Jahre alt, glücklich verheiratet mit einem Mann 60 Jahre, Hund als Haustier, Beruf Flugbegleiter.

    Und jetzt zum Kern meines mittlerweile erdrückenden Problems.

    Da ich beruflich weltweit unterwegs bin telefoniere ich mit meinem Partner mindestens zweimal täglich, also einmal morgens und einmal Abends zum Gute Nacht sagen.

    Das praktizieren wir seit 14 Jahren so.

    Seit einigen Jahren überkommt mich die Frage was passieren würde wenn mein Mann verstirbt, insbesondere die große Sorge das so etwas passieren sollte wenn ich im Ausland bin.

    Anfangs konnte ich mit der Angst umgehen und mir einreden das es "Hirngespinste" sind, aber jetzt ist die Sorge bzw. die Angst davor so groß das sie mir fast die Luft zum Atmen raubt und mir übel wird wenn ich einmal damit anfange darüber nachzudenken. Noch musste ich mich nicht für eine Tour krank melden, aber ich warte auf den Tag an dem es so sein wird.

    Die Angst geht mittlerweile sogar auf den Hund über. Das heisst, das ich mir darüber hinaus Gedanken mache was mit dem Hund nach dem Ableben meines Mannes sein wird, da ich ihn allein nicht halten könnte. Ich liebe unseren Hund und mir würde es den Magen umdrehen wenn ich für diesen ein neues Zuhause suchen müsste. Darüber käme der Schmerz über den Verlust meines Partners der mich glaube ich in den Abgrund ziehen würde.

    Würde sich, theoretisch gesehen, mein Partner von mir aufgrund eines anderen trennen wollen wäre es glaube ich nicht ganz so schlimm als wenn er versterben sollte.

    Ich habe das Gefühl das ich diese Ängste von meiner Großmutter geerbt haben könnte, denn sie war eine Person die in meinen Augen auch krankhafte Ängte davor hatte was mit Ihren geliebten Menschen passieren KÖNNTE und so ist es auch bei mir.

    Ich habe keine gute Kindheit gehabt und auch eine leicht verkorkste Jugend, den Kontakt zu meinem Vater verloren (was ich für Gut empfinde). Zu meiner Mutter habe ich schon Kontakt, allerdings sind keinerlei Muttergefühle für sie vorhanden.

    Darum bin ich glücklich meine kleine "heile" Welt mit Mann und Hund um mich herum aufbauen zu können. Nach fast 14 Jahren kommt die Angst hoch das diese heile Welt irgendwann zerbrechen könnte.

    Es ist ein Teufelskreislauf aus dem ich wohl nicht mehr allein herausfinde, oder ? Bin ansonsten ein lebenslustiger Kerl, liebe die Natur, Tiere und meinen Partner.

    Diese Angst wird von Jahr zu Jahr erdrückender und schlimmer.

    Vielleicht hat ja jemand einen weisen Ratschlag für mich, wäre jedenfalls schön!
    Danke!
    Geändert von Winglets (14.07.2011 um 11:52 Uhr)

  2. #2
    Neuling
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    Hallo Winglets,

    das du die Kraft gefunden hast dir in dieser Hinsicht Hilfe/Ratschläge zu holen spricht dafür das du es schaffen kannst diese Ängste zu kontrollieren/auszuschalten.

    Du hast, denke ich, Angst das du nicht helfen kannst wenn deinem Mann etwas passiert, du kannst nicht da sein und hast keine "Kontrolle" über die Situation.
    Zudem ist der Tod etwas sehr absolutes, damit meine ich das man diese Person verliert, nicht für eine gewisse Zeit, sondern für immer und diese Sorge das mit Partnern, Freunden, Verwandten etwas passieren könnte beschäftigt viele, wenn nicht gar alle Menschen. Man kann gegen schlimme Dinge (Unfälle, Tod, etc.) nichts oder nicht viel machen, außer darüber zu reden, vor allem in deinem Fall auch mit deinem Mann.
    Eine Trennung ist auch ein Stück weit absolut, aber nicht so stark wie der komplette Verlust eines Menschen (Tod). Geerbt hast du das denke ich nicht, aber gewisse Verhaltensweisen abgeschaut, was ja völlig normal ist als Kind.

    Ich möchte dir raten dich mit deinen Ängsten auseinander zu setzen um diese kontrolleren zu können. Wenn du das alleine/zusammen mit deinem Partner nicht schaffst, hole dir Hilfe von außen.

    Viele Grüße,
    Aaron

  3. #3
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    Hallo Winglets, gab's eigentlich irgendwann einen Auslöser für deine Angst? Du schreibst, sie habe sich in den letzten Jahren erst entwickelt.

    Und: kannst du mit deinem Mann darüber sprechen bzw. war das schon einmal Thema zwischen euch?

    "Verkorkste Jugend" ist nicht so besonders aussagekräftig, auf dein Problem bezogen, meine ich. Wie sieht das aus, wenn du zu Hause bei deinem Mann bist - geht's dir dann auch so?

  4. #4
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    Hi Winglets,
    ich beziehe mich mal nur auf deine Hauptfrage, den Threadtitel.
    Ich selbst bezeichne solche Gedanken als Verlustangst, ja.
    Ich hatte dies jahrelang bei meiner Mutter und meinem Hund.
    Konsequenz: Meine Mutter sehe ich nur noch alle paar Monate, uns bleiben nur Telefonate und mein Hund ist mittlerweile verstorben.
    Ich habe im Laufe der Jahre die Ängste mindern können, jedoch nie ganz verloren. Ich möchte jetzt nicht näher darauf eingehen, weil Nichthundebesitzer jetzt aufschreien werden, "DAS kann man doch nicht vergleichen"...Ihnen sei verziehen ^^

    Ich konnte meine Ängste mit Rationalität mindern.
    Ich sagte mir, dass meine Mutter irgendwann nicht mehr für mich da sein kann und irgendwann diese Erde verlässt, daran kann ich nichts ändern.
    Das ist das Leben. Aber warum soll ich mir durch meine Ängste die Zeit die ich noch habe noch zusätzlich vermiesen? Nein, hab ich mir gesagt, ich geniesse die Zeit, die ich habe, denn Angst vor dem Unvermeidlichen zu haben erfüllt keinen Zweck.
    Mir hat diese Einstellung geholfen. Da hat ein Therapeut mal gute Arbeit geleistet ^^

    Alles Gute Anna

  5. #5
    katha
    Gast

    Standard

    Hallo,

    ähmm ich kenn mich nicht aus damit, aber mir ist irgendwie das stichwort midlife crisis in den kopf gekommen als ich deinen text gelesen hab.

    wie gesagt ich kenn mich damit gar nicht aus, aber ich dachte ich werf den begriff mal hierrein...vielleicht kennst du oder jem. anders hier sich damit aus und kann sagen ob es vielleicht hier reinpassn würde.

    lg, katha

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