Seitdem ich hier im Forum bin merke ich, wie ich mich jeden Tag ein Stück mehr verändere.
Mein Startthema hier im Forum war 'Der Klotz im Kopf' und seitdem hat sich vieles geändert. Nachdem ich auch mit meinen Freunden, Mann usw gesprochen hatte (über das Thema "Wer bin ich eigentlich? Und warum habe ich immer solche Angst?") ist mir bewusst geworden, dass ich das alles, ja wie solls auch anders sein, aus meiner Kindheit mir mir herumgeschleppt habe. Durch den Alkoholkonsum meines Vaters und die Unbeholfenheit meiner Mutter habe ich stets versucht lieb Kind zu spielen, um ja keinen Ärger in der Familie zu provozieren. Und das habe ich mit in die Gegenwart übertragen. Das offene Herz, mit dem ich jeden betrachtete und die Lasten der Anderen, die ich mir auflud, brachten das Fass schließlich zum Überlaufen. Angstzustände, nicht jedem gefallen zu können, Abhängigkeit von der Gunst des Anderen, das Bedürfnis, dass mich jeder lieb haben sollte, waren nur einige Konsequenzen meines Handelns. Ich wußte, dass ich für mich persönlich etwas anderes wollte, dass ich ein anderer Mensch war, aber das habe ich unterdrückt. Bis es nun vor gut einem Monat heraus kam und meine "heile" Welt völlig zerstörte. Ein Sturm kam auf, ein Umbruch stand bevor und er ließ sich nicht mehr aufhalten. Ich konnte nicht mehr so sein wie ich war... Eine harte Zeit, weil ich nun zu der Person stehen musste, die ich war, egal, ob ich andere verliere...
In den letzten Tagen war es als wären stetig Schleier von mir abgefallen, die etwas verhüllt haben, ohne die ich plötzlich besser sehen könnte. Und mit einem male war die Nervosität weg, die innere Stimme, die mich immer zurück hielt ich selbst zu sein, alles... Dinge, über die ich wahrscheinlich Nächte gegrübelt habe, wurden mir egal... Und es ist schön. Diese innere Ruhe. Mit einem Male traue ich mir Dinge zu, die ich vorher nie gewagt hätte. Zum Beispiel mich auf eine höhere Position bewerben, anderen die Meinung sagen, mich abgrenzen. Ich habe das Gefühl, dass ich die Dinge aus einer neuen Richtung betrachten kann. Ich kann mich von der weinerlichen, von Angst geplagten Person abgrenzen. Einfach so. Als stünde ich neben ihr und fragte sie, warum sie wegen einer bestimmten Sache herumheult oder Angst hat. Es klingt völlig gaga, aber so ist es momentan bei mir... Der innere Schweinehund ist auch tot, der mich zuzüglich von Sachen, die ich eigentlich gern tun wollte, abhielt. ER BELLT NICHT MEHR!Ich habe wirklich das Gefühl, dass ich im Leben alles machen kann, egal, was andere denken. Ohne mich verstecken zu müssen, ohne weg zu laufen...
Was hat sich verändert? Ich sehe viele Menschen nur noch als Durchgangsverkehr. Ganz einfach. Ich habe mich von ihnen unabhängig gemacht. Mein Herz von ihnen genommen. Einen Punkt gesetzt, an dem ich einfach aufhöre. Und ich habe es diesen Menschen gesagt. Ich höre auf meinen Bauch. Denn der hat ab und an auch mal recht. Ich habe mich von Situationen und Institutionen (Arbeitsplatz) unabhängig gemacht. Emotional. Was habe ich gelernt? Lebenserfahrung tut weh. Man kann nicht jeden mögen und es muss nicht jeder mich mögen. Ich darf 'Nein' sagen, ich darf 'ich will nicht' sagen und ich muss gar nichts! Ich muss nicht immer konstruktiv sein, ich kann auch mal schreien und mit der Faust auf den Tisch hauen. Ich habe immer versucht ruhig zu bleiben und die Situation für mich zu drehen. Aber das muss ich nicht. Und ich will auch nicht mehr...
Ich bin gespannt und freue mich darauf, welche Veränderungen in der nächsten Zeit auf mich zukommen... Und noch viel gespannter bin ich darauf, wie meine Umwelt reagiert. Meinen Freundeskreis habe ich jedenfalls schon mal vorgewarnt...![]()


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