Hallo zusammen,
mein folgender Beitrag ist vielleicht ungewöhnlich, aber so ist das Leben.
Ich bin 27 Jahre alt, studiere und stehe mit beiden Beinen im Leben.
Ich habe nun seit 4 Jahren keine Freundin mehr, da ich vor dieser Zeit einmal sehr verletzt wurde und das ersteinmal rückstandslos verdauen wollte, bevor ich "belastet" eine neue Person mit den Marotten der letzten Beziehung belaste. Es ging mir vor Allem darum nicht Eifersüchtig zu sein oder zu werden.

Ich habe nun eine nette Frau (26) kennengelernt, die sehr fleißig, sehr zielstrebig und sehr süß ist.
Ich erwische mich immer wieder bei dem Gedanken im Kopf schon 48 Schritte weiter zu sein...

Wir haben schon viel miteinander unternommen, küssen uns und haben unsere gemeinsame Stunden ( )
Allerdings weiß ich, dass Sie eine schwierige Zeit hinter sich, die ich nicht einfach so ausblenden kann. Zum Einen hat Sie eine sehr traumatische Kindheit samt Scheidung hinter sich, und zum anderen musste Sie mitansehen, wie eine Ihr nahestehende Person misshandelt wurde.
Deshalb ist Sie sehr passiv, sowohl im sexuellen, als auch im emotionalen Bereich. Sie redet nicht gerne über Ihre Gefühle und zeigt diese fast nie.
Sie hat allerdings sehr sehr viele männliche Freunde, was an und für sich kein Problem darstellt, für mich im Kontext zu Ihrer Vorgeschichte aber ein Anhaltspunkt ist, der mir sagt "sei vorsichtig!".

Sie kann nie zuhause rumsitzen, und will nie kuscheln. Letzteres ist für mich allerdings ein realer Bestandteil jeder Beziehung. Sowie Sex, Vertrauen, Freiheit, Ehrlichkeit.

Ich denke gesund wäre es, wenn jeder sein Leben weiterleben kann, mit all seinen Dingen, wie er es vorher schon tat, aber einige Dinge sollten von nun an im Plural geschehen.

Da ich es mittlerweile als sehr belastend empfinde Ihr Emotionen, Reaktionen und viele beziehungstypische Dinge zu entlocken, weiß ich nicht weiter, denn ich will Sie auf der einen Seite nicht verurteilen und mich dann um andere Dinge als um Sie kümmern, auf der anderen Seite will ich aber nicht meine Prinzipien und eigenen Wege aufgeben: denn aufopfern sollte sich niemand.

Ich würde nun gerne wissen, ob Ihre Vorgeschichte etwas mit dem heutigen Verhalten zutun haben kann, oder ob das, bedingt durch den Wandel der Gesellschaft; einfach so entsteht.
Ich weiß daher nicht ob ich es mit ihr wirklich versuchen soll, oder ob ich vom Zug springen sollte, bevor er zu schnell wird.
Ich mache meine Entscheidung nicht von euren Antworten abhängig, würde nur gerne noch weitere Meinungen hören, denn es ist etwas Neues und Ungewohntes für mich.

Liebe Grüße aus London,
Gordon