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Thema: Sozial Phobie? was ist nur aus mir geworden?!

  1. #1
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    Standard Sozial Phobie? was ist nur aus mir geworden?!

    Hey Leute,
    ich bin ein Neuling und das hier mein erster Versuch, Hilfe aus einem Forum zu bekommen, da ich an einen Punkt gelangt bin an dem ich alleine nicht mehr weiter weiss.
    Ich leide unter einer sozial phobie...ich war schon immer ein bisschen Schüchtern, aber dieses bedrängende Gefühl hat sich mit der Zeit so weit entwickelt, dass es jetzt schon kaum mehr zu ertragen ist... ich brauche HILFE
    Ich bin eine hübsche junge Frau und hab es früher total gemocht im Mittelpunkt zu stehen. MIt der zeit wurde deutlich das dadurch viele Probleme hervorgerufen werden, die Leute fangen an hinterm Rücken zu reden, es enstehen viele böse Gerüchte, man hat viele Feinde, alles wird höchst kritisch bewertet.
    Langsam aber sicher wurde mir das zu anstrengend und irgendwie auch deprimierend, ich habe angefangen an mir selbst zu zweifeln und versucht immer mehr in den Hintergrund zu geraten. Ich hab angefangen mich weniger zu schminken, andere Kleidung zu tragen und ja ich habe mir sogar meine überalles geliebten blonden Haare braun gefärbt um nicht mehr so aufzufallen. Ich dachte das Leben wird so einfacher, man hat nicht mehr mit so vielen Vorurteilen zu kämpfen und zieht nicht jeden blick auf sich.
    Aber irgendwie ist es nicht besser geworden, sondern irgendwie noch schlimmer.

    Ich bin auf Grund meines Studiums vor ca 2 Monaten umgezogen, natürlich hab ich für mich gedacht "Heey das wird der perfekte Neuanfang"...aber es ist nicht so perfekt gelaufen wir erhofft. Wir (meine freundin und ich) haben zwar schnell Leute kennengelernt aber irgendwie hatte ich große probleme mich einzubinden. Bei gemeinsamen aktivitäten hatte ich angst gespräche anzufangen, angst meinem gegenüber in die Augen zu schauen, angst emotionen zu zeigen, angst vor körperkontakten wie zb ne umarmung zum Abschied, zusammengefasst Angst vorm Versagen und Ablehnung in jeglicher form.

    Die Leute (es sind zu 90 % Mädchen) reagieren natürlich auch irgendwie dementsprechend auf mich, wenn ich was sage, wird das häufig nachgemacht und/oder drüber gelacht(kann sich jemand erklären, aus welchem Grund ?!) manche hören mir gar nicht zu, wieder andere können mir auch nicht in die augen gucken (meistens Jungs). Ich hab oft das gefühl das eine allgemeine Unsicherheit um mich herum herrscht, aber ich will doch bitte nicht der Auslöser dafür sein. Wenn die leute doch nur mal wüssten das nicht Ich sie einschüchtern will, sondern sie mich....

    Ich komm irgendwie nie gut an, ich kanns mir nicht erklären weil ich eigentlich meiner meinung nach n guter mensch bin. Emotionsgeladen...wenn schon denn schon....mit Haut und Haaren...zum Pferde stehlen...son Typ halt.
    Was mach ich falsch? Warum reagieren die Menschen so auf mich? liegt es an meiner selbsteinschätzung? Wie komm ich da wieder raus? brauch ich proffessionelle Hilfe? hat wer erfahrungen mit der Krankheit?
    Ich bitte um Gedankenaustausch

  2. #2
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    Hab mir schon gedacht , dass mir da keiner helfen kann -.-

  3. #3
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    Hallo,
    kann es sein, das deine Freundinen neidisch auf deine Schönheit sind, bzw. wie du auf Männer wirkst ?
    Männer meiden vielleicht deine Blicke, weil sie denken, Sie sieht zu gut aus, und ist arrogant.
    Sie deuten deine ruhige, (unbewuste) abweisende Art, als Dessinteresse !

    Das deine Freundinen dich nicht unterstützen, finde ich gemein

    Ich bin nun schon 33 Jahre, und war(bin)immer sehr schüchtern, und dachte z.B. schon in der Schule, Mädchen würden mich nicht mögen
    Sie meideten mich und jeden Blickkontakt. Ich war so still und unsicher, und eine Freundin oder gar Sex war undenkbar

    Erst viele Jahre später erfuhr ich, das die Mädchen sich tatsächlich sehr unsicher bei mir fühlten.
    Aber trotzdem war ich bei vielen, der heimliche Schwarm.

    Was will ich damit sagen ?
    Bei Männer braucht es nicht viel
    Etwas Natürlichkeit und Interesse signalisieren !
    Wenn ein Korb von dir zu wahrscheinlich ist, schreckt es die meisten ab.
    Also ein bischen mit dein Haaren spielen, und etwas Körpersprache, funktioniert schon bei vielen Männern, da braucht es manchmal nicht mal ein Lächeln.

    Ich bin zwar immer weggelaufen, aber meine Soziale Phobie, ist durch eine schreckliche Kindheit extrem geprägt, und nicht repräsentativ.

    Sorry, aber deine Freundinen gehen gar nicht, und es fällt mir auch nicht dazu ein, ausser mit den Kopf zu schütteln

    lg
    Ralf

  4. #4
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    Hallo,
    kann es sein, das deine Freundinen neidisch auf deine Schönheit sind, bzw. wie du auf Männer wirkst ?
    Männer meiden vielleicht deine Blicke, weil sie denken, Sie sieht zu gut aus, und ist arrogant.
    Sie deuten deine ruhige, (unbewuste) abweisende Art, als Dessinteresse !

    Das deine Freundinen dich nicht unterstützen, finde ich gemein

    Ich bin nun schon 33 Jahre, und war(bin)immer sehr schüchtern, und dachte z.B. schon in der Schule, Mädchen würden mich nicht mögen
    Sie meideten mich und jeden Blickkontakt. Ich war so still und unsicher, und eine Freundin oder gar Sex war undenkbar

    Erst viele Jahre später erfuhr ich, das die Mädchen sich tatsächlich sehr unsicher bei mir fühlten.
    Aber trotzdem war ich bei vielen, der heimliche Schwarm.

    Was will ich damit sagen ?
    Bei Männer braucht es nicht viel
    Etwas Natürlichkeit und Interesse signalisieren !
    Wenn ein Korb von dir zu wahrscheinlich ist, schreckt es die meisten ab.
    Also ein bischen mit dein Haaren spielen, und etwas Körpersprache, funktioniert schon bei vielen Männern, da braucht es manchmal nicht mal ein Lächeln.

    Ich bin zwar immer weggelaufen, aber meine Soziale Phobie, ist durch eine schreckliche Kindheit extrem geprägt, und nicht repräsentativ.

    Sorry, aber deine Freundinen gehen gar nicht, und es fällt mir auch nicht dazu ein, ausser mit den Kopf zu schütteln

    lg
    Ralf

  5. #5
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    Danke Ralf für deine Antwort,
    vieles von dem was du genannt hast hab ich mir selber schon gedacht, aber da auch wiederrum nicht dran glauben wollen, weil ich nicht diejenige sein will die von sich behauptet ...hey die leute sind doch bloss neidisch weil ich so gut aussehe.
    Aber wie kommt aus diesem Loch wieder raus? man kann doch nicht sein leben lang, im prinzip vor sich selber weglaufen?! Wie lernt man damit umzugehen?
    Je eigenständiger ich werden soll und je mehr erfahrungen auf mich zu kommen, worauf ich mich eigentlich freuen sollte, umso mehr verkriech ich mich.
    Du sagst du bist weggelaufen? Wo stehst du jetzt im leben? bestimmt diese "Krankheit dein leben"? Was denkst du hättest du anders machen können?
    Tut mir leid wenn ich so direkt frage, aber ich erhoffe dadurch einen besseren Plan zu bekommen, wie es in Zukunft mit mir weitergehen muss.

    Ich hab einen total netten Jungen hier kennengelernt und ich bin so ängstlich geworden, dass ich ein Date mit ihm vor mir herschiebe und mir immer wieder aufs neue Ausreden einfallen lasse warum ich keine Zeit hab.
    ( Ich war früher nicht soooo extrem schüchtern, zwar schon ..aber jetzt ist schon eher die rede von flüchten)
    Sowas ist doch viel stressiger als es einfach zu versuchen...Einfach mit viel lebensfreude und Mut an die dinge herangehen...
    Kann man das lernen? vllt durch Meditation?

    Ich denke dass auch meine Kindheit, dazu beigetragen hat...Ich würde sagen ich hab wenig liebe und Zuneigung erfahren...Heutzutage hab ich ebenso meine probleme liebe und Zuneigung zu zeigen bzw zu geben.
    Mein familienkries ist dazu ziemlich klein, und der Freundeskreis um unsere Familie irgendwie auch...ich glaub wir sind ein kleines kaltes völkchen ...alle haben ihre Probleme...auch psychisch.

    Aber ich will raus aus diesem Loch, ich will lernen mein leben zu genießen, mich zu schätzen, kleinigkeiten zu schätzen und offener zu werden....ABER WIE??

  6. #6
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    Zitat Zitat von ladybugs Beitrag anzeigen
    Ich dachte das Leben wird so einfacher, man hat nicht mehr mit so vielen Vorurteilen zu kämpfen und zieht nicht jeden blick auf sich.
    Aber irgendwie ist es nicht besser geworden, sondern irgendwie noch schlimmer.
    Auf Anhieb würde ich mal sagen : Nicht "obwohl", sondern eben "gerade darum".

    Nein, es geht keineswegs darum in welcher Art man sich darstellt, resp welchen Typ man repräsentiert. Also ob blond, geschminkt, auf weche Art gekleidet usw.
    Auch wenn man's in einer solchen Situation kaum glauben mag, an diesem Problem sind die Mitmenschen ebenfalls beteiligt.

    Wir Menschen sind uns gegenseitig so eine Art Spiegel. Treffen wir auf einen Menschen der eine gewisse Eignschaft zeigt, die wir uns aber nur insgeheimn zugestehen, reagieren wir entsprechend.
    In der Regel folgen dann zwei Möglichkeiten :
    - passiv (ausweichen)
    - aktiv (übertrumpfen, Kontrolle übernehmen)

    Wir Menschen reagieren meist ziemlich sensibel auf unsere Mitmenschen. Selbst auf Anhieb sehr selbstsicher wirkenden Menschen können es sich aus Selbstschutz angeeignet haben, ausgeprägt "aktiv" zu reagieren. In Wirklichkeit verdrängen aber auch sie.

    Eben aufgrund dieses Bedürfnisses unsere Mitmenschen möglichst einschätzen zu können, sind wir auf deren Athenzität angewiesen.
    So wird Unsicherheit oftmals als Mangel an Authenzität missgedeutet. Denn es fällt schwerer, einen unsicheren Mitmenschen einzuschätzen als einen (auch nur vermeintlich) Selsbtsicheren.

    So paradox es klingen mag : du musst nicht dir helfen, sondern den anderen. Und zwar ihnen helfen, dich eben einzuschätzen.
    So sensibel Menschen sind, so lassen sich auch täuschen. Denn die tatsächliche Selbstsicherheit rsp Authenzität spielt viel weniger eine Rolle als jene auf Anhieb Wahrnehmbare.

  7. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei Genussdenker für den sinnvollen Beitrag:

    Ralf (14.10.2011),shoushou (23.10.2011),Vanilla (13.10.2011)

  8. #7
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    Mit meinen 33 Jahren, kann ich dir sagen, gib den netten Jungen, sehr bald ein Date.
    Und egal was dabei raus kommt, hinterher mußt du jubeln. ;-)
    Den die ausgeführte Übung(Date) ist das Ziel, UND nicht der erfolgreiche Abschluß.
    Wenn was geht,auch gut


    Ich hatte immer so starke Probleme im Zwischenmenschlichen,daß ich bis zum heutigen Tage, noch niemals eine Freundin hatte.

    Mein Ziel war immer in Schule und Beruf nicht aufzufallen, da ich besonders in Gruppen extreme Ängste entwickele. Ist mir auch recht gut gelungen :-)

    Leider kann man so keine Kariere machen, und so habe an Anfang niedere Bürotätigkeiten erledigt, und zum Schluß, bin ich nur noch irgendwo Stapler gefahren.
    Mich interessierte von 20-30 Jahre, sowieso nur eins, und dass Pokern.
    Erst im Hinterhof(und da waren Gruppen komischerweise kein Problem), und dann im Internet.
    Sex und körperliche Nähe, wurde einfach gekauft
    Bin dann aber körperlich (Zigaretten,Rückenschmerzen), und seelisch irgendwann am Ende gewesen.

    Physisch bin ich wieder Top fit, aber die Psyche ist labil.
    Erst die letzten zwei Jahre, mache ich Fortschritte im Zwischenmenschlichen.
    Früher wäre ein Korb von einer Frau, ein Debakel. Jemanden um etwas bitten, unmöglich.

    Aber ich mußte lernen, das es auch Menschen gibt, die gerne helfen
    Das der Gegenüber, dann doch nicht so gehässig war, wie ich die Menschen grundsätzlich einschätze
    Hatte jetzt letztens eine halbjährige Affäre, die so erfrischend anders war.
    Sie zeigte gerne Ihren Körper und präsentierte sich, wo Sie nur konnte.
    Zuerst war ich irritiert, doch dann war es nur noch interessant und toll.
    Ist jetzt leider in Berlin

    Sie zeigte mir auch, dass sich blamieren relativ ist, je nach Sichtweise oder Erwartungen.
    z.B. Sex an Orten zu haben,wo man ertappt werden kann, kann nicht nur geil sein, sondern auch enorm das Selbstbewustsein steigern, egal ob man beobachtet wird, oder nicht

    Ich glaube, das eine andere Sichtweise(Perspektive), auch anderes Handeln bewirkt.

    Meine Kindheit und Erziehung, war von unschönen Ereignissen geprägt.
    Dadurch wurde ich sehr stark verletzbar, unsicher und ängstlich.
    Da diese Gefühle so stark waren, bin ich geflüchtet(Rückzug) in eine Sucht, wo mich niemand verletzen konnte.

    Bei dir ist es noch früh genug, eine andere Sichtweise zu bekommen.
    OK,Uni und Freundinen sind halt da, aber vielleicht hast du ja schon nach dem Date, eine etwas andere Sichtweise

    Ansonsten, alle Sachen die anders sind, wären gut.
    Wenn es dann nichts war, als Erfahrung positiv abhaken

    Gruß
    Ralf

  9. #8
    Neuling Avatar von Vanilla
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    Unglücklich

    Hey, ich bin auf diese Seite gestoßen und habe mich hier angemeldet, weil ich nun auch an einem Punkt bin, wo ich einfach keine Kurve mehr nach oben erkennen kann. Alles ist trostlos geworden. Ich denke mir, im Internet kann ich vielleicht noch ein paar Personen finden, die mich iwo verstehen. Es wäre auf jeden Fall besser, es zu versuchen, als sich die nächste Brücke runter zu werfen.
    Seit vielen Jahren schon versuche ich mich selbst zu verstehen. Ich kann es nicht. Demnach kann es auch kein anderer. Ich fühle mich allein auf dieser Welt. Es gibt zwar ein paar Leute, mit denen verbringt man so seine Zeit aber nur die wenigste und auch ungern. Weil jedes Wort iwo wehtut, wenn man Scherze auf meine Kosten macht, tu ich so als wär ich die Starke und unantastbar. Aber ich glaube, auf diese Masche fallen nur die dümmsten rein.
    Verlustängste kommen da scheinbar auch noch hinzu. In der Vergangenheit haben mich viele Menschen verlassen und derbe verletzt. Iwie sitzt das alles tiefer, als ich es die ganze Zeit wahrhaben wollte.
    Ich möchte einfach, dass auf mich eingegangen wird. Die wenigsten haben das versucht. Und niemand hat es geschafft. Ich stelle mir also stehts die selben Fragen... "Bin ich wirklich ein so schlechter Mensch?" ... "Wie kann es sein, dass ich ganz alleine dastehe??" ... "Wieso habe nur ich diese Probleme, während andere Menschen über alles lachen können und dabei so unsagbar sorglos aussehen?"
    Und dann komme ich zu dem Gedanken, dass ich da auch hin möchte. Nicht mehr rot werden, kein Zittern, keine Schweißausrüche mehr, keine Panikatacken...

    Wieso ich hier also reinschreibe ist der, dass ich euch verstehen kann. Ich habe das ein oder andere Medikament getestet, ich habs mit Sport versucht (was noch iwie am Besten funktioniert hat) aber nichts hat geholfen, sodass ich sagen würde, hey, es ist geschafft. Kommt man da also überhaupt wirklich heraus? Bzw. gibt es dafür eine Garantie?
    Geändert von Vanilla (13.10.2011 um 20:19 Uhr) Grund: ergänzung.

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