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Thema: sozial unausgereift

  1. #1
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    Standard sozial unausgereift

    Hallo liebe Forumsnutzer,
    ich schreibe mal hier rein, in der Hoffnung, dass mich jemand versteht, dieses Problem auch hat oder gar einige Lösungsansätze hat. Ob der Thread "Angst" der richtige ist, weiss ich nicht so recht, aber die anderen sagten mir weniger zu dem Thema zu.
    (Angst vielleicht daher, Angst vorm Leben bzw Menschen k.A)
    Also ich beginne einmal direkt mit meinem(n) Problem(en). Eigentlich trifft die Überschrift im großen & ganzen den Nagel auf den Kopf.
    Also, ich m, Ende 20, früher viel alleine Drogen konsumiert und zum Einzelgänger geworden. Was ich im großen und ganzen auch genieße.
    Ich tue mich mit näherer Bindung sehr schwer. Ich meide meine Eltern so gut ich es kann, und bin auch im sozialen Umfeld von näheren Kontakten abgeneigt. In meinem Leben gab es wenige (3) gute Freunde. Dies hat sich durch meine Umzieherei aber auf die Dauer nicht gehalten. Ich ziehe im übrigen gerne um, da die Art an Job die ich mache überrall zu machen ist, und ich mir gerne die WElt ansehe bevor es zu spät ist/sein kann.
    Nun ja, oberflächlich betrachtet bin ich der coolste, immer einen lustigen Spruch auf der Fresse. Bin nicht hässlich (was eigentlich komplet unwichtig ist und habe eine gewisse Austrahlung (dies bekam ich unerwartet schon von einigen Menschen zu hören u zu spüren) Ich helfe auch gerne. Auch fremden Menschen. Aber immer nur soweit das man mich in Ruhe lässt.
    Ich habe generell eine starke Anziehungskraft auf Menschen, das ist keine Einbildung sondern eine gesunde Selbsteinschätzung, ich ernte Interesse von zig Frauen/Mädchen, kann eben in kürzester ZEit Gespräche aufbauen und führen, aber eben es nicht zu einer näheren Sache kommen lassen.
    Dies führte dann eben irgendwann mal soweit das ich seit Jahren nie eine richtige Beziehung zu einer Frau aufbauen kann (Mutterkomplex=tiefere Sache. k.A??) Und bevor man jetzt die Frage aufwirft ob ich vomn anderen Ufer bin, nein, das bin ich mit gewissheit nicht, konnte schon viel Spass im Rotlicht genißen und finde die Vorstellung mit männern einfach nur abstossend und ekelhaft.
    Um zum Thema Frau zurückzukehren; Ich habe mal wieder die Situation, das ein Mädchen sehr an mir interessiert ist,ich aber seit dem ich auch trocken bzw clean bin noch mehr Ängste habe auf Frauen zuzugehen. Ich verhalte fühle mich wie ein pubertierendes Kind und bin komplett überfordert, weil es ja etwas werden kann auf was es näher hinausläuft. Ich schreibe es mal so. Sie schaut mich immer an und ich weiss nicht was ich tun soll..ja ja und das von einem wie in meinem Alter. Komplett gestört, ich weiß...
    ICh fühle mich einfach isoliert. In einem unsichtbaren Käfig. Meine Gefühle bzw Ausdrücke nimmt keiner wirklich wahr. Weil es einfach nicht gewöhnlich menschlich ist..

    Hm. ich hoffe jemand hat die Geduld und Ausdauer sich evt mit mir auseinander zu setzten und mir zu antworten. Erkennt sich evt jemand in dem was ich schrieb?

    ansonsten

    verbleibe ich erst einmal

    mit freundlichen Grüßen

    Jumper

  2. #2
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    Standard

    Hi Jumper,

    ich erkenne mich in dir wieder.

    Mir geht es eigentlich genauso ich bin jetzt 28 Jahre alt und hab Beziehungstechnisch nix auf die Reihe bekommen.
    Immer wenn es erst werden könnte hab ich einen Rückzug gemacht.

    Mit anderen Menschen ist es genauso ich kann ohne Probleme auf Sie zugehen, aber wenn Sie mir zu nah kommen wird mir das schnell unangenehm!

    Fühl mich auch wie gefangen in einem Käfig der unsichbar ist und aus dem ich nicht rauskann.

    Ich denke ich werde bald mal einen Psychologen aufsuchen, weil so will ich auch nicht weitermachen.
    Geändert von blackdog (29.12.2011 um 19:04 Uhr)

  3. #3
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    hallo blackdog,
    wie würdest du sowas machen? gehst zum Arzt und sagst du hast ein Problem mit Menschen, oder..?
    ich mein der lacht mich doch aus, oder...

  4. #4
    Schreibkraft Avatar von free 93
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    hey Jumper,

    ich könnte mir vorstellen, dass du dich einfach etwas unerfahren und mindewertig fühlst und du dich vllt auch etwas schämst und es deswegen nicht zulassen kannst dass dir jemand zu nahe kommt.

    die lösung wäre der mut zum anfang mit kleinen schritten und nur soweit zu gehen wie es dir dabei gut geht, aber es dir auch zuzutrauen und nicht zu sagen " ich bin anders und muss mich mit meinem schicksal abgeben" oder ähnlichem.

    Es passt auch dazu dass du gerne umziehst da du so gezwungen bis anfangs nur oberflächlich kontakte zu knüpfen und bevor es ernst wird ziehst du ja wieder weg (kenn ich leider).

    Vielleicht hast du auch eine art schlechtes gewissen, weil du so "cool" wirkst, und du vllt angst hast den erwartungen nicht gerecht zu werden??

    sehnst du dich nie nach einer tiefen freundschaft oder ähnlichem? jemand der dich wirklich versteht??

    lg free
    Der Sklave will nicht frei werden. Er will Sklavenaufseher werden.
    Gabriel Laub


    Bevor ich falle, falle ich lieber auf!!

  5. #5
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    genau das ist noch das Problem was ich habe

    ich weiss nicht genau wie ich das anstellen werde

    Ich werde wohl nicht zum Hausarzt damit gehen, sondern gleich einen Termin bei einem Psychologen machen.
    Ich denke ich sag ich hab ein Problem in meinem Leben und möchte gern einem Termin zu einem Gespräch machen.

    Aber egal wie du das machst, auslachen wird dich bestimmt kein Doc

  6. #6
    Roman Verfasser
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    Der Hausarzt ist ein Ansprechpatner, ein direkter Termin geht auch.

    Wobei ich mich immer frage, ob nur weil etwas anders ist, es auch behandelt werden muss.
    Sicher, wenn man selber das will, ist es ein Problem, aber an sich muss nicht jeder Nähe in dieser Form wünschen.

    LG, Kaja
    Jeder hat gesagt "das geht nicht", bis einer kam, der das nicht wusste und es einfach gemacht hat.

  7. #7
    Nachwuchs Autor Avatar von martinspin
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    Hi Jumper

    Typen wie du mögen eine gewisse Anonymität, weil das ihre Bindungsangst nicht berührt. Der schizoide Charakter hat einfach nur Angst vor Bindung und kennt viele Methode, sich Ersatzbefriedigungen zu verschaffen. Es ist nicht so, dass kein tiefer Wunsch nach Bindung vorhanden wäre, aber es will einfach nicht klappen.

    Eigentlich ist es eine gesunde Reaktion, dass du Ende 20 dein Defizit erkennst. Normal ist auch, dass du dich zu jüngeren bzw. älteren Frauen hingezogen fühlst.

    Der schizoide bzw. narzistische Typ braucht sehr viel Freiraum, um zu überleben. Ist der bedroht, ziehst du dich instinktiv zurück. Darum suchst du entweder Frauen, die in der emotionalen Entwicklung noch weit zurück liegen oder Frauen, die sehr viel Verständnis für deinen Charakter aufbringen können.

    Du brauchst oberflächlich betrachtet eine Partnerin, die dir diesen Freiraum erlaubt. Nur frag ich mich, ob dir das weiterhilft. Das alles spielt auf der Überlebens-Ebene statt und ist ziemlich weit von einem wirklich aufregenden Leben entfernt.

    Im Leben der schizoiden Persönlichkeit schleicht sich sehr bald Routine und Berechnung ein, weil du ein guter Beobachter bist. Die Leute, die dir näher kommen sind in Wirklichkeit bald einmal verunsichert und ziehen sich zurück. Wie du wohl richtig wahrnimmst, hat das was mit dir zu tun. Nur was ist denn das?

    Ich wage zu behaupten, dass es früheste Verletzungen in der Kindheit sind, wo deine Mutter entweder gut oder böse war, je nach dem deine Bedürfnisse befriedigt wurden oder nicht. In der Psychologie spricht man von Objektbeziehungen. Diese unverarbeiteten Erfahrungen führen dazu, dass du dein Leben lang zwar sehr genau hinschaust bei deinen Mitmenschen, aber auch sehr emotionslos reagieren kannst, wenn es dein unbefriedigtes Ich tangiert. Der Zustand gleicht einem Gefängnis, denn ein normaler Mensch ist nicht nur gut oder schlecht, er ist beides. Eine zukünftige Partnerin ist nicht deine Mutter und der ganze Druck, den du in einer möglichen Beziehung aufbauen würdest, ist zuviel des Guten.

    Ich sehe nur eine wirkliche Perspektive, deine Bindungsprobleme zu lösen. Kläre mit oder ohne professionelle Hilfe die Beziehung zu deiner Mutter bzw. deinem Vater ab. Da scheint mir der Hund begraben zu sein. Ohne psychotherapeutische Hilfe kommst du nicht wirklich zu einem vernünftigen Zustand. Das ist so, weil diese frühesten Verletzungen während der Schwangerschaft und der erst Monate (Orale Phase) nicht in dein Bewusstsein gelangen und es nur mit therapeutischen Methoden möglich ist, diese Erfahrungen gefühlsmässig zu verarbeiten.
    Liebe Grüsse, Martin

    I Psychologieforum.de

    Es gibt ein Leben vor dem Tod - Nutze es!

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei martinspin für den sinnvollen Beitrag:

    scorpio (31.12.2011)

  9. #8
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    Standard

    @free93
    dass du dich einfach etwas unerfahren und mindewertig fühlst und du dich vllt auch etwas schämst
    hm, das bezweifel ich, ich habe gerade vor einigen Tagen mit einer Frau zu tun gehabt, mit welcher ich gezwungen war, ca. 2 h zusammen zu sein. Mit dieser habe ich mich ungezwungen und völlig frei ausgetauscht. Sie war sogar älter als ich und ich behaupte mal, sie war sehr an mir interessiert, nur hatte sie einen Freund, unabhängig davon ,wäre es aber eh wieder an dem gescheitert, was ich zu Beginn des Threads schilderte..

    weil du so "cool" wirkst, und du vllt angst hast den erwartungen nicht gerecht zu werden??
    da widerum ist, denke ich, einiges dran, irgendwie mag ich das Gefühl von unantasbarkeit und " ihr kommt eh nie an mich ran"...schräg, ich weiss..




    @martinspin

    Es ist nicht so, dass kein tiefer Wunsch nach Bindung vorhanden wäre, aber es will einfach nicht klappen.
    das trifft es irgendwie voll und ganz, es will einfach nicht klappen...Egal wie ich mich anstelle. Man versucht sich ja auch selbst irgendwie aus...
    Ich beobachte durchaus andere Pärchen, und frage mich einfach nur..hm, wie machen die das?, sind denn nicht alle irgendwie gestört von irgendwas, ich kann doch nihct der einzigste sein..

    Wie du wohl richtig wahrnimmst, hat das was mit dir zu tun. Nur was ist denn das?
    Ich hatte mal die Befürchtung, dass es von dem früheren Drogenkonsum kam. Ziemlich früh in der Pubertät angefangen, und da kann man durchaus das soziale miteinander gar nihct lernen bzw verlernen. Ich verbarikadierte mich gerne tage-wochenlang alleine in meiner Bude ein und ballerte mir die Birne zu, ohne überhaupt ein einziges Wort gesprochen zu haben. Aber. Ich erkenne in sponaten/seltenen Momenten, das ich auch anders kann, nur blitzen diese sehr selten auf...

    Ich wage zu behaupten, dass es früheste Verletzungen in der Kindheit sind, wo deine Mutter entweder gut oder böse war, je nach dem deine Bedürfnisse befriedigt wurden oder nicht.
    Meine Mutter schickte mich früher, als ich klein war, mal zu einem Kinderpsychologen, ich habe den Sinn nie verstanden. Als ich sie mal darauf ansprach, meinte sie, ich hätte sie sehr arg und unbewusst verletzt, und dies auch sehr oft. Muss wohl auf ihre Scheidung zurück zuführen sein. Auch gab es eine längere Phase, dass sie mich bei Zeiteltern unterbrachte, und ich mich da nie wohlfühlte. Es war eigentlich immer irgendwie schlimm, zumindest für mich.
    Mein Vater ist ein absoluter Ar... und das ist noch höflich ausgedrückt. Ich bin eigentlich ein sehr diplomatischer und rücksichtsvoller Mensch, aber auch ihm kehre ich den Rücken, obwohl er nicht locker lässt. Erst fallen gelassen, und dann nach Jahren so tun als wäre nichts gewesen...Er ist verlogen und absolut realitätsfremd,..bah

    Das mit der Bindungsangst, kann irgendwie nicht normal sein. Irgendwie dachte ich auch, liegt es an der ganzen anonymen Gesellschaft, aber wie schon mal beschrieben, ich kenne mich auch anders. Nur wenns eben "enger" wird, dann zieh ich die Notbremse...

    Ich muss es wohl wirklich mal mit einer psychotherapeutischen Hilfe probieren. mehr wie daraus lernen kann ich ja nicht.
    Bezahlt so etwas die KKasse?

    und vielen Dank erst mal für euer erstes Feedback!

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