Hi zusammen,
ich erzähl am besten zuerst etwas über meine Kindheit und mein Elternhaus.
Meine Mutter leidet an Schizophrenie die medikamentös behandelt wird. Sie hat ständige Launenwechsel und ich habe entweder ein Gefühl von tiefster Zuneigung oder purem Hass ihr gegenüber. 2002 war sie das 4. und letzte mal in der Klinik.
Mein Vater ist wirklich sehr liebevoll und hat immer versucht das beste für uns Kinder (mein Bruder ist 20) zu erreichen. Er hat seinen Job als Speditionskaufmann gekündigt um für uns Kinder da zu sein, weil er nicht wollte, dass wir ins Heim kommen (das Jugendamt war ein paar mal bei uns). Heute arbeitet er bei einem Sicherheitsdienst, weil er keine Stelle in seinem alten Beruf bekommt.
Meine Mutter "terrorisiert" die ganze Familie, sie denkt immer, dass ihr Herz stehenbleibt. Sie hat auch einen Tick und misst den ganzen Tag ihren Blutdruck und Puls und wenn er nur ein bisschen zu niedrig oder zu hoch ist bekommt sie Panik und ruft öfter mal den Notarzt. Das macht uns alle fertig. Es passiert fast täglich.
Aber ich wollte ja über mein Problem sprechen...
Ich bin mittlerweile 22 jahre und wohne noch bei meinen Eltern.
Ich denke, dass ich an einer sozialen Phobie leide. Ich wurde von der 6. bis 8. Klasse immer wieder mit Pausen gemobbt. Und das sogar von "Freunden", bei denen ich dachte es sind meine Freunde. In der 6. auf der Klassenfahrt war zu Anfang alles ok, ich kam in ein Zimmer mit meiner "Clique" am nächsten morgen haben sie mich plötzlich angefangen zu mobben, weil ich nicht duschen gegangen bin. Die ganze Woche wurde ich terorrisiert und als Schandfleck bezeichnet. Das hat sich dann einige Ziet in der Schule fortgesetzt. Später haben sie mich dann in Ruhe gelassen und waren wieder in Ordnung zu mir und ich war wieder teil der Clique in der Klasse.
Als ich dann auf die weiterführende Schule kam, war ich irgendwie total eingeschüchtert, ich hab zwar eine Freundschaft mit einem anderen Jungen aufgebaut, aber auch nur sporadisch. Ich hab die Schule geschwänzt, weil mir das einfach zu viel war. Ich konnte mich einfach in keine Gruppe richtig integrieren. Die Blicke der anderen was sie wohl über mich denken, hab ich nicht ausgehalten. Beim Melden oder Vortragen hab oft versucht mein Zittern zu unterdrücken. Bin dann sitzen geblieben.
Hab die Schule gewechselt, wieder das selbe. Ich konnte dem Unterricht nie folgen, weil ich einfach es als unangenehm empfand in eine Klasse mit so vielen Leuten zu sitzen. Ich wollte mich einfach am liebsten immer verstecken.
Bin auch dort sitzen geblieben. Zum Glück kamen dann 2 Nachbarn und ehemalige Schulkollgen von meinem Bruder, die ich auch kannte in die nächste Klasse. Ich hatte also jemanden, den ich kannte und hab mich nicht so alleine gefühlt. Hab dann mein Fachabitur geachafft, meinen Zivildeinst geleistet und studiere jetzt.
Im Studium fällt es mir aber auch schwer Kontakte zu knüpfen, schon einfache Gespräche sind für mich total unangenehm und demnächst muss ich eine Präsentation präsentieren.
Ne Freundin ist auch nicht in Sicht. Hatte einige Bekanntschaften aber die haben auch nur sehr kurz gehalten.
Ich ertänke meinen Kummer öfters mal mit Alkohol...
Ich weiß nicht ob ich das alles schaffe. Ich bin nicht dumm, sag ich malaber ich hab mir alles immer verbaut, weil ich einfach Angst vor Ablehung habe.
Gibt es da irgendwelche Tipps oder Therapien? Hoffe ihr könnt mir helfen
Bin wirklich verzweifelt.
Bis dann
falseb


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