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Alt 24.05.2010, 18:00   #1 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 08.05.2010
Beiträge: 1
Standard Soziale Phobie

Hallo allerseits,

das Thema beschäftigt mich schon so lange. Da ich ein recht geringes Minderwertigkeitsgefühl habe, leide ich schon sehr sehr lange unter wahnsinnigen Hemmungen. Ich habe alles versucht dagegen anzugehen, Therapien, Medikamente etc. ich weiß auch, dass ich vieles gut kann, trotzdem fühle ich eine gewisse Beklemmung, wenn ich in einer Raum komme, und Leute sehe, die ich nicht mag. Ich bilde mir immer ein, dass die über mich lästern (was sie auch oft tun!!!) Das sehe ich auch, wenn sie zu mir herüberstarren und rumtuscheln. So habe ich oft keine Lust mehr auf irgendeine Feier u.ä. zu gehen, weil ich mich total unwohl fühle und verletzt.
Ich fühle mich wie doll ausgegrenzt, weil sich auch keiner mit mir beschäftigt.
Leider habe ich auch gemerkt, dass ich oft ausgenutzt wurde. Sobald ich das merke ziehe ich mich zurück und rede nicht mehr mit der Person. Wie gesagt ich habe alles mögliche probiert, nichts nützt. Wie geht ihr mit sowas um?

Schmetterling64 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.05.2010, 12:49   #2 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 24.05.2010
Beiträge: 1
Standard

Hallo Schmetterling,

eine soziale Phobie ist gar nicht so einfach.... Hast Du es schon einmal mit Gruppentherapie Soziales Kompetenztraining versucht???

Es gibt auch sowas wie eine sich selbsterfüllende Prophezeihung d. h. wenn ich immer wieder denke die anderen reden schlecht über mich ziehe ich diese Dinge auch an und die anderen reden auch schlecht weil ich schon eine entsprechende Ausstrahlung habe.

Denke ich aber oh wie schön neue Menschen möchte ich gerne kennenlernen wirst Du diese Menschen auch kennenlernen.... versuche es mal oder gehe mal mit einer guten Freundin aus aber ganz bewusst um neue menschen kennen zulernen ohne vorurteile..... wirst sehen es geht.

lg susanne
Susanne0206 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.05.2010, 13:32   #3 (permalink)
Moderator
 
Benutzerbild von Tänzerin
 
Registriert seit: 20.03.2010
Beiträge: 353
Standard

Hallo Schmetterling,
ich weiß nicht, ob das schon eine soziale Phobie ist - ich antworte dir jedenfalls auf der laienhaften Ebene
Solche Problematiken entstehen aus meiner Sicht meist aus einen geringen Selbstwertgefühl (das du an dir ja selbst siehst), aus unschönen äußeren Umständen (es gibt nunmal fiese und doofe Menschen) und dem, was der Kopf dann daraus macht.

Zitat:
Da ich ein recht geringes Minderwertigkeitsgefühl habe
Woher kommt denn dein Minderwertigkeitsgefühl? Inwiefern fühlst du dich minderwertig? Versuche, dir das klar zu machen.

Zitat:
Ich bilde mir immer ein, dass die über mich lästern (was sie auch oft tun!!!)
Interessant Auf der einen Seite erkennst du, dass du dir Dinge einbildest, und sofort danach widersprichst du dem, indem du konstatierst, dass sie ja doch lästern. Woher weißt du denn das? Ich wette, dass du im Großteil der Fälle dir das doch wieder nur denkst, oder bist du immer hingegangen und hast gefragt, ob sie gerade über dich geredet haben? Das Problem ist: wenn man einmal in dieser Schleife drin ist, dass die Leute oft über einen lästern, dann ist es leicht, aus jedem Blick und jedem Wort sowas zu schlussfolgern.
Ich habe in dem Zusammenhang mal einen Satz gehört, der was sehr Befreiendes hat, wenn man ihn richtig versteht: "So wichtig bist du nun nicht, dass alle sofort über dich reden." Damit ist nicht gemeint, dass man selbst nichts wert oder nichts Besonderes ist, sondern schlicht, dass die Leute anderes zu tun haben, als ständig über GENAU DICH herzuziehen. Ganz ehrlich: Bloß weil man den Raum betritt, steht man nicht sofort im Mittelpunkt aller Gespräche. Die Leute haben ihr eigenes Leben, führen grad ein Gespräch - und das unterbrechen sie, damit sich über dich herziehen können? Das ist sehr unwahrscheinlich.
D.h., immer, wenn dich jemand anschaut, weil du den Raum betrittst, danach was sagt oder lacht, kannst du davon ausgehen, dass es sich nicht auf dich bezog. (Wie gesagt, zieh dir jetzt nicht den anderen Schuh an und sag, dass dich alle für Luft halten - darum geht es nicht. Überleg einfach mal, wie sehr DU jemanden beachtest, der grad den Raum betritt. Nimmst du ihn mit allen Sinnen ganz intensiv wahr? Streifst du kurz seinen Blick? Und denkst du dann darüber nach, wie doof, hässlich oder ungebildet der ist? Nein, du siehst, es kommt irgendjemand, und schon bist du mit deinen Gedanken wieder ganz woanders. Genauso läuft es meistens.)
Klar, es gibt immer Menschen, die über andere herziehen - aber du bist diejenige, die diese Menschen als Maßstab nimmt, über alle anderen zu schlussfolgern - nimm doch dich als Maßstab oder die Leute in deinem Leben, die eben nicht so waren.

Zitat:
Ich fühle mich wie doll ausgegrenzt, weil sich auch keiner mit mir beschäftigt.
Das könnten die andern aber auch sagen - "Du hast uns auch ausgegrenzt, schließlich hast du dich nicht mit uns beschäftigt". Das ist das Problem an so einer Geschichte, man neigt dazu, sich selbst in den Mittelpunkt der eigenen Betrachtung zu stellen und merkt es nicht mal. (Ich meine damit nicht, dass du egoistisch bist oder so; es hilft nur manchmal ein Perspektivwechsel ). Du erwartest von anderen, dass sie auf dich zugehen, aber DU gehst doch auch nicht auf die anderen zu? Du stellst damit an andere Ansprüche, die du selbst nicht bereit bist, zu erfüllen.

Was ich damit sagen will: Vieles von dem ist auch hausgemacht. Es passiert in deinem Kopf. Du wirst das nicht von heute auf morgen lösen können. Versuch, kleine Schritte zu gehen. Wenn du das nächste mal in einer unbekannten Gruppe bist, bringe dich von dir aus ein. Sag einen Satz. Beim nächsten Mal zwei. Sei stolz darauf, wenn du es geschafft hast und hadere nicht mit dir, weil du vieles Anderes hättest machen können. Setz dir kleine Ziele und versuche, diese zu erreichen. Und mach dir bewusst, dass du selbst dir viele Probleme machst, nicht die andern.
Geh einfach immer davon aus:
Die andern lästern nicht über dich.
Die andern finden dich nicht per se blöd.
Von diesen Prämissen kannst du grundsätzlich ausgehen. Klar, es gibt immer Menschen, die dem widersprechen, aber wenn du daran glaubst, verschafft es eine positive Grundstimmung. Und das ist gar nicht so schlecht.
Tänzerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2010, 13:43   #4 (permalink)
Schreibkraft
 
Registriert seit: 01.06.2010
Beiträge: 104
Standard Kennst Du die Theorie des "kein wiederstand zu negative Gefühle"

Hallo Schmetterling,

hast Du mal versucht nicht gegen das negatives Gefühl von Beklemmung zu kämpfen, sondern ihn zu akzeptieren? Kennst Du diese Theorie?
Wenn nicht und möchstest gerne mehr davon wissen, sag es und ich erzähle Dir was drüber.
Bis dann
Rob
rob.tamtam73 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2010, 22:20   #5 (permalink)
Gesperrt
 
Registriert seit: 26.06.2010
Ort: in der nähe von duisburg
Beiträge: 61
Standard

hatten die medikamente deiner meinung nach einen positiven, keinen oder negativen einfluss ?
pelamis ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
phobie, soziale

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