Hallo Schmetterling,
ich weiß nicht, ob das schon eine soziale Phobie ist - ich antworte dir jedenfalls auf der laienhaften Ebene

Solche Problematiken entstehen aus meiner Sicht meist aus einen geringen Selbstwertgefühl (das du an dir ja selbst siehst), aus unschönen äußeren Umständen (es gibt nunmal fiese und doofe Menschen) und dem, was der Kopf dann daraus macht.
Zitat:
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Da ich ein recht geringes Minderwertigkeitsgefühl habe
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Woher kommt denn dein Minderwertigkeitsgefühl? Inwiefern fühlst du dich minderwertig? Versuche, dir das klar zu machen.
Zitat:
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Ich bilde mir immer ein, dass die über mich lästern (was sie auch oft tun!!!)
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Interessant

Auf der einen Seite erkennst du, dass du dir Dinge einbildest, und sofort danach widersprichst du dem, indem du konstatierst, dass sie ja doch lästern. Woher weißt du denn das? Ich wette, dass du im Großteil der Fälle dir das doch wieder nur denkst, oder bist du immer hingegangen und hast gefragt, ob sie gerade über dich geredet haben? Das Problem ist: wenn man einmal in dieser Schleife drin ist, dass die Leute oft über einen lästern, dann ist es leicht, aus jedem Blick und jedem Wort sowas zu schlussfolgern.
Ich habe in dem Zusammenhang mal einen Satz gehört, der was sehr Befreiendes hat, wenn man ihn richtig versteht: "So wichtig bist du nun nicht, dass alle sofort über dich reden." Damit ist nicht gemeint, dass man selbst nichts wert oder nichts Besonderes ist, sondern schlicht, dass die Leute anderes zu tun haben, als ständig über GENAU DICH herzuziehen. Ganz ehrlich: Bloß weil man den Raum betritt, steht man nicht sofort im Mittelpunkt aller Gespräche. Die Leute haben ihr eigenes Leben, führen grad ein Gespräch - und das unterbrechen sie, damit sich über dich herziehen können? Das ist sehr unwahrscheinlich.
D.h., immer, wenn dich jemand anschaut, weil du den Raum betrittst, danach was sagt oder lacht, kannst du davon ausgehen, dass es sich nicht auf dich bezog. (Wie gesagt, zieh dir jetzt nicht den anderen Schuh an und sag, dass dich alle für Luft halten - darum geht es nicht. Überleg einfach mal, wie sehr DU jemanden beachtest, der grad den Raum betritt. Nimmst du ihn mit allen Sinnen ganz intensiv wahr? Streifst du kurz seinen Blick? Und denkst du dann darüber nach, wie doof, hässlich oder ungebildet der ist? Nein, du siehst, es kommt irgendjemand, und schon bist du mit deinen Gedanken wieder ganz woanders. Genauso läuft es meistens.)
Klar, es gibt immer Menschen, die über andere herziehen - aber du bist diejenige, die diese Menschen als Maßstab nimmt, über alle anderen zu schlussfolgern - nimm doch dich als Maßstab oder die Leute in deinem Leben, die eben nicht so waren.
Zitat:
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Ich fühle mich wie doll ausgegrenzt, weil sich auch keiner mit mir beschäftigt.
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Das könnten die andern aber auch sagen

- "Du hast uns auch ausgegrenzt, schließlich hast du dich nicht mit uns beschäftigt". Das ist das Problem an so einer Geschichte, man neigt dazu, sich selbst in den Mittelpunkt der eigenen Betrachtung zu stellen und merkt es nicht mal. (Ich meine damit nicht, dass du egoistisch bist oder so; es hilft nur manchmal ein Perspektivwechsel

). Du erwartest von anderen, dass sie auf dich zugehen, aber DU gehst doch auch nicht auf die anderen zu? Du stellst damit an andere Ansprüche, die du selbst nicht bereit bist, zu erfüllen.
Was ich damit sagen will: Vieles von dem ist auch hausgemacht. Es passiert in deinem Kopf. Du wirst das nicht von heute auf morgen lösen können. Versuch, kleine Schritte zu gehen. Wenn du das nächste mal in einer unbekannten Gruppe bist, bringe dich von dir aus ein. Sag einen Satz. Beim nächsten Mal zwei. Sei stolz darauf, wenn du es geschafft hast und hadere nicht mit dir, weil du vieles Anderes hättest machen können. Setz dir kleine Ziele und versuche, diese zu erreichen. Und mach dir bewusst, dass du selbst dir viele Probleme machst, nicht die andern.
Geh einfach immer davon aus:
Die andern lästern nicht über dich.
Die andern finden dich nicht per se blöd.
Von diesen
Prämissen kannst du grundsätzlich ausgehen. Klar, es gibt immer Menschen, die dem widersprechen, aber wenn du daran glaubst, verschafft es eine positive Grundstimmung. Und das ist gar nicht so schlecht.