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Thema: Sozialphobie - aber irgendwie auch nicht

  1. #1
    Neuling
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    Standard Sozialphobie - aber irgendwie auch nicht

    Ich weiss wirklich nicht mehr weiter. Würde mich sehr freuen, wenn das jemand liest, auch wenn es vielleicht etwas länger dauert weil ich schon möglichst umfassend meine Situation beschreiben will. Ich erwarte auch keine aufbauenden Worte oder so, aber ... ich weiss nicht, ich hoffe irgendwie auf mein persönliches "Wunder".

    Kurz zu meinen Daten: Männlich, 27, Master-Student, Single, allein-wohnend (von Eltern finanziert)

    Ich fang mal irgendwie an:
    Vor einem Jahr ungefähr war ich bei einer Psychotherapeutin (Verhaltenspsychologin). Grund war, weil mir die Jahre davor ungefähr im Laufe der Oberstufe in der Schule zunehmend übel wurde in bestimmten Situation. Ganz besonders in Gegenwart von Frauen/bei Dates usw. Bei meiner damaligen Freundin hab ich regelmäßig erbrochen vor unseren Treffen. Die "Beziehung" hat nicht lang gehalten, ich war auch einfach nicht ich selbst. Total verunsichert. Sie ist mit ihrem dann Ex in den Urlaub gefahren und hat sich einfach nicht mehr gemeldet (jaja, Frauen können mies sein ). Aber die Geschichte meiner Verunsicherungen beginnt eigentlich schon viel früher. Ich war ein extrem stilles und anhängliches Baby/Kleinkind. Im Kindergarten war ich am liebsten allein und hab taggeträumt und recht schnell das lesen gelernt (Bücher geben mir sehr viel Befriedigung). Meine Eltern haben mich zu früh bekommen, sie waren zu jung und unreif. Meine damalige Psycholgin nannte sie "inkompetente Eltern", wie es wohl in der Fachsprache heisst. Sie kommen auch selber aus eher "kalten" Familien in der auch mütterlicherseits Depression verbreitet ist (auch Selbstmord). In dem Streben nach eigener gesellschaftlicher Anerkennung musste immer möglichst alles nach außen hin toll sein, aber "echte" Freundschaft und Gespräche gab es nicht. Ich wurde auch bestraft wenn ich mein Sport nicht gut war. Meine Eltern sind nicht schlecht. Sie kümmern sich um mich wenn ich Hilfe brauch. Aber mein Vater eher wie ein "Mentor" und Prediger, meine Mutter eher wie eine Krankenschwester. Heutzutage wo ich 27 bin, ist das alles nicht mehr so wichtig. Ich rede von meiner Jugend und Kindheit um ein wenig den Hintergrund zu erläutern. In meiner frühen Jugend hab cih gestottert, mir Haare rausgezogen bis ich kahle Stellen hatte, Fingernägel gekaut und konnte niemanden in die Augen schauen. Hab in der Schule stets provoziert und andere Kinder in meiner Position als Klassencown nieder gemacht (etwas wofür ich bis heute starke Schuldgefühle habe). Besonders mein Vater hat sich für mich geschämt. Würde er niemals zugeben, aber ich habs gespürt. Geholfen hat mir niemand. Es wurde besser als ich einen festen Freundeskreis fand, wir viel gesoffen und gekifft haben, ich nur noch draussen unterwegs war. Als ich dann wöhrend der Abizeit aufgehört hab mit dem Kiffen (und eineige Jahre später im Laufe des Studiums das Trinken stark reduziert hab) kamen "alte" Probleme wieder hoch. Und so langsam befinde ich mich in der Gegenwart.

    Die Psychologin konnte mir nicht wirklich helfen. Okay, es war schön mir mal alles von der Seele zu reden und diverse Dinge mal zu erzählen (die ich hier jetzt nicht erzähle an dieser Stelle). Aber es hatte mehr eine befreiende Wirkung. Das wars. Möchte nicht arrogant klingen, aber das ganze wirkte fast schon wie eine Farce. Ich kam mir ihr gegenüber etwas beleidigt vor; sie konnte mir nichts sagen, was nicht jeder Hobbypsychologe nach 3 Wochen sagen könnte. Letztendlich war halt die Zauberformel: Werde Selbstbewusster, dann wird dir auch nicht mehr übel in bestimmten sozialen Situationen.

    Aber hier ist mein Hauptproblem. "Selbstbewusstsein" ist eben keine Sache die man hat oder eben nicht hat. Ich mag mein Leben, ich mag auch mich (im großen und ganzen jedenfalls), ich hab Ziele und Pläne. Abgesehen davon, dass ich etwas einsam bin und gern eine Freundin hätte die mich liebt, ist alles in Ordnung. Und das mit der Freundin wird auch schon. Hatte ja schon ein paar Beziehungen und viele Frauen mögen mich. Bin halt nur irgendwie... ja, so eigen?! keine ahnung, innerlich eben aus irgendeinen Grund trotzdem so verunsichert.

    Gestern beispielsweise bei einer Party spricht mich eine Frau an, ich antworte ihr und merke dabei wie ich nach rechts unten schaue. Als ich hochgucke, dreht sie sich wieder weg. Total verunsichert. Dabei bin ich anderen Menschen gegenüber wiederum auch manchmal sehr sicher und schaue sie direkt an. Es kommt auf die Tagesform und auf die Person an. Ein auf und ab.

    In letzter Zeit - komischerweise in dieser Zeit, wo ich mehr das Gefühl hab "zu mir selbst" zu finden, oder es zumindest zu hoffen; wo ich mich wirklich spürbar weiter entwickel in meinem Master-Studium durch mehr Vorträge und mehr Expertise - häufen sich meine leichte Stotterei (mir bleibt dann plötzlich die Luft im Halse stecken), Herzraserei, Übelkeit...
    ich hab auch schon diverse Bücher gelesen und auch die - jetzt ist mir der Name entfallen, sry^^, diese Atem-methode wo man durch den Bauch atmet - etwas angelernt (zugegebenermaßen nicht sehr regelmäßig durchgezogen). Aber unerm Strich find ich einfach nicht den richtigen Zugang.
    Es wird schlimmer. Ich will nicht stottern, ich will den Menschen in die Augen gucken. Mir soll nicht übel werden vor einem Vortrag oder wenn mich eine schöne Frau anspricht. Es NERVT mich langsam. Es begleitet mich seit Jahren und ich hab Bücher gewälzt, war bei einer Verhaltenspsychologin, stürze mich ins Leben (ich suche ja auch die Situationen. Habe ja den Master gemacht, besuche darüber hinaus einen Sprachkurs, mache Vorträge, treffe mich mit "neuen" Menschen auch wenn ich da eigentlich keien Lust drauf hab).

    Irgendwie hab ich anscheinend eine Sozialphobie, kann schon sein, dass meine damalige Psychologin recht hatte. Aber irgendwie würden die meisten Menschen das nicht unterschreiben. Und oftmals bin ich ja auch wirklich das genaue Gegenteil, sogar der Mittelpunkt einer Runde mitsamt Unterhaltungsgarantie. Mangelndes Selbstwertgefühl? Kann sein, ich sehe immer sehr neidisch auf die Körper gutaussehender Männer, aber andererseits finde ich mich halt auch nicht hässlich und ziehe mich auch vor Frauen die ich das erste mal bei mir habe aus. Mangelndes Selbstewusstsein? Kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen. Ich mag mein Leben und ich bin überzeugt davon, dass ich Qualitäten habe.
    Andererseits habe ich so oft ein schlechtes Gewissen wegen allem, so eine Art diffuse Schuld. Und ich fühle mich so oft so "bewertet" und beurteilt und denke, alle würden nur über mich nachdenken/auf mich achten. Neige dazu immer einen guten Eindruck vermitteln zu wollen. Das spricht wiederum gegen ein Selbstbewusstsein. Habe auch so einen "Tick" unbedingt ein "guter Mensch" sein zu wollen, vielleicht bzw wahrscheinlich aus schlechtem Gewissen heraus. Spende und versuche zu helfen wo ich kann und vor allem immer fair zu sein. Will einfach ein guter Mensch sein. Dann merke ich manchmal das ein Besuch beim Tierheim beispielsweise mich stolz macht und cih schäme mich dafür, dass ich stolz darauf bin und ich frage mich ob ich es tue weil ich wirklich so bin oder weil ich "Punkte im Himmel" sammeln will?!
    Ach ich weiss einfach gar nichts mehr.

    Was soll ich verdammt nochmal noch tun???
    Ich kann doch nicht zu nem Stotterseminar, Anti-Übelkeits-Nervositätsseminar, am besten noch parallel ein Anti-Minderwertigkeitsgefühl-Seminar und dann noch nen "Wie baue ich mein Selbstbewusstsein nebenbei auf"-Zusatzkurs -.-

    Zum Glück sind Stottern und Übelkeit und alles nicht alles-beherrschend und allgegenwärtig. Es kommt und geht. Aber es ist Bestandteil meines Lebens und es schränkt mich ein.
    Es isoliert mich auch zum Teil, besonders gegenüber Frauen. Aber auch bezüglich eventueller Zukunftspläne. Zum Beispiel meide ich Job-Pläne, in denen ich viel Vorträge halten müsste.

    Ich weiss, es gibt nicht DIE Antwort. Wahrscheinlich gibst keine Antwort. Aber... es kann doch nicht sein, dass ich so hilfslos dem gegenüber bin?!

    Was kann ich noch tun?

    Vielen Dank fürs lesen!

    PS: Entschuldigt bitte diverse Tipp- und Rechtschreibfehler. Hab ein wenig Kopfweh
    Geändert von Mäander (26.12.2010 um 22:52 Uhr)

  2. #2
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    Hi Mäander,

    so wie ich es gelesen habe, gibt es Situationen, in denen du Selbstbewusst bist und nicht. Das Beispiel, dass du kein Problem damit hast, dich vor einer Frau auszuziehen, die du das erste Mal bei dir hast, wiederum aber den Blickkontakt meidest, wenn du dich mit einer Frau unterhälts.

    Versuche mal bitte zu erklären, wie du dich in den jeweiligen Situationen gefühlt hast.

  3. #3
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    Also das Hauptproblem (das kam im Text nicht so ganz rüber) ist glaube ich die Übelkeit. Ich meide auch teilweise Gespräche weil ich Angst hab, dass mir währenddessen schlecht wird.

    Bei der Situation wo ich weggeschaut habe (bzw. allgemein diesen Situationen) fühle ich mich glaub ich so, dass ich mich selbst aus der Sicht des anderen sehe und mir denke, dass ich blöd/dumm/lustig gucke (was wiederum gegenüber Frauen atürlich besonders unerwünscht ist).
    Außerdem bin ich auch nicht der größte Freund des Small-Talks und vielleicht ist das weggucken auch so eine Art Abwehrhaltung, weil ich mich gar nicht auf das Gespräch/die Person einlassen will (oder Angst hab mich darauf einzulassen).

    Keine Ahnung, glaub das sind so die Gefühle dabei. Dabei kommt dann halt häufig das stottern bzw. verhaspeln/Luft wegbleiben.

  4. #4
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    Hallo Mäander,

    ich glaube, dass die Übelkeit bei dir eine psychosomatische Reaktion auf die Ungewissheit ist, wie sich eine bestimmte Situation entwickelt. Tritt diese Übelkeit bei spontanen Reden auf, oder auch dann, wenn du dich intensiv darauf vorbereitet hast? (Präsentation)

    Wenn dich eine schöne Frau anspricht, dann hast du ja quasi schon "gewonnen". Vielleicht hilft es ein wenig, wenn du dir bewusst bist, dass es der Frau ebenfalls u. U. Überwindung gekostet haben muss, auf dich zuzugehen. Versuch doch ihre "Schönheit" außen vor zu lassen und die Person als Mensch zu betrachten. (Ich will dir nicht unterstellen, dass du Frauen nicht als Menschen ansiehst, aber ich meine, du sollst versuchen ihren Charakter und ihre Persönlichkeit vorrangig gegegenüber ihrem Äußeren zu betrachten)

    Hast du schon einmal eine Situation erlebt, in der ein Gespräch von deiner Seite aus deiner Meinung nach "mies" verlaufen ist, oder in der du denkst, dass deine Reaktion, z. B. den Blickkontakt zu meiden, gerechtfertigt war?

  5. #5
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    Hi!

    Also es kann auch bei spontanen Situationen auftreten (Beispiel Frau spricht mich an), aber in der Regel ist es eher bei Situationen wo ich vorher ausreichend Zeit hab. Bei Präsentationen zum Beispiel; da mach ich mich vorher wirklich verrückt. Muss aufs Klo und übergebe mich fast. Daddurch, dass ich mich möglichst gut vorbereite verschwindet das dann in dem Moment, wo ich anfange meistens wieder (leider auch nicht immer). Aber die Zeit davor ist schrecklich.


    Ja, wenn ich mir so Dinge sage, wie "Ist doch egal was draus wird und wie sie dich findet, sie einfach du selbst und freundlich. Wenn sie dich mag, wirds schon irgendwie laufen, wenn nicht, solls eh nicht so sein". Aber irgendwie ist das einfach nicht so in mir "drin". "Drin" ist eher das Gefühl "Um ihr zu gefallen solltest du jetzt möglichst souverän sein und gut drein schauen. Sei selbstbewusst und einnehmend."
    Den Blickkontakt zu meinen empfinde ich eigentlich nie als gerechtfertigt. Kann mich nicht daran erinnern, wo es sinnvoll war, das zu tun. Aber ich hatte natürlich schon Gespräche die mies gelaufen sind (häufig wegen der Übelkeit, weil ich dann plötzlich neben mir stehe und mich konzentrieren muss oder aber einfach nix sage bzw. den Moment abwarte wo ich gehen kann). Außerdem habe ich auch schon Situationen gehabt, in denen ich gemerkt habe, dass die Frau "enttäuscht" von mir war. Vielleicht mehr erwartet hatte. Einfach das sie halt vorher die Nähe gesucht hat und dann nach nem ersten Gespräch nicht mehr.
    Mein Verstand sagt mir natürlich, dass das in Ordnung ist. Es kann mich ja nicht jeder Mensch sympathisch
    finden. So ist das halt. Aber andererseits verunsichert es mich auch irgendwie.


    PS: Deine Vermutung zur Übelkeit könnte wohl den Kern treffen. Wenn ich mir einrede "Ich habe Selbstkontrolle. Ich bin der Herr in meinem Haus" dann hab ich son bißchen das Gefühl, dass es besser ist. Aber leider nicht so, dass ich wirlich darauf bauen kann. Es ist wirklich die Angst die Kontrolle zu verlieren (die Angst das mir übel wird) und die Ungewissheit wie es in der Situation läuft.
    Und wenn ich mich weniger auf mich konzentriere wie ich auf sie wirke bzw. für sie wohl aussehen könnte aus ihrer Sicht, sondern mehr auf die mir gegenüberstehende Person (auf "den Menschen" wie du richtig sagst) dann würde es wohl auch besser sein. Allein schon als Ablenkung^^ Aber es ist so schwierig, weil wenn ich versuche meine Gedanken diesbezüglich zu lenken, wird es schon wieder unspontaner und ich werde angespannter.
    Entweder "es läuft" (und ich bin ohnehin gerade innerlich in einer slebstbewussten Stimmung) oder es läuft nicht (und ich bin verunsichert). Die Kontrolle darüber fehlt irgendwie völlig -.-
    Geändert von Mäander (29.12.2010 um 15:47 Uhr)

  6. #6
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    Hallo Mäander,



    musste mich nach dem Lesen deines Textes nun auch registrieren

    Ich muss dir sagen das ich in einer so änhlichen Situation stecke das es mir beim Lesen z.t. unheimlich wurde. Vieles deckt sich bis ins Letzte.
    Auch ich hab immer das Gefühl mich übergeben zu müssen vor Vorträgen, Dates, Vorstellungsrunden etc. Bisher ist mir das aber nur einmal wirklich passiert und da war Alkohol im Spiel Da rede ich mir ein wenig ein das es davon kam.
    Ich habe über die Herkunft schon soviel gerätselt und bin auf keinen Grünen Zweig gekommen! ICh denke das es einfach fehlendes Selbstbewusstsein ist.

    Was mich fasziniert ist die Tatsache dass, ja nicht immer alles wovor man Angst hatte schlecht gelaufen ist. Es war ja nicht jeder Vortrag eine Blamage, nicht jeder Flirt wurde im Keim erstickt und trotzdem komme ich auch nicht von diesen Gedanken los, meine Taten, Worte etc. vorher zu analysieren und die Konsequenzen abzuwägen.

    Da das einzige was deine Geschichte von meiner Unterscheidet ist der Fakt dass das Familienleben doch grundverschieden war, von daher glaube ich nicht an irgendwas was in der kindheit vorgefallen ist.

    Keine Ahnung, was los ist mit uns
    Ich würde es gerne wissen und was dagegen tun.
    Was mich interessieren würde ist, hast du denn schon mehrmals "Mißerfolge" einstecken müssen in dingen vor denen du jetzt "Angst" hast???


    Wünsche einen schönen Abend und ein paar lockerere Gedanken.

    P.S. ich bin 25 Jahre Alt und M

    Gruß Mysterious Earl

  7. #7
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    Hey !

    Also "MIßerfolge" hab ich bis zu einem gewissen Grad schon gehabt. Bei meiner ersten "richtigen" Beziehung war mir ja dauernd schlecht. Hatte ich ja im ersten Post beschrieben. Ich denke, dass es auch daran gescheitert ist, weil ich mich echt nur noch darauf konzentriert hab, mich zusammen zu reissen und so gar nicht "ich selbst" sein konnte. So schlimm wie damals war es seitdem nie wieder. Hatte ca. 3 Jahre später wieder eine Beziehung und die hat ne Zeit gehalten und alles war total gut weil ich mich bei ihr einfach wohl gefühlt hab und "ich" sein konnte. Aber als die Beziehung langsam auseinander ging (hatte ganz andere Themen-unrelevante Gründe) wurde bei mir auch die Übelkeit wieder mehr weil ich zunehmend das Gefühl hatte, bei ihr "gut dastehen" zu müssen, um die Beziehung zu retten.

    Ansonsten hatte ich schon diverse male Schwindelgefühle und Übelkeit mitten im Gespräch oder eben vor Dates. Aber in der Regel haben diese bis auf ganz wenige male nie eine Rolle gespielt für den späteren Verlauf. Von daher hab cih eigentlich eher wenig Mißerfolge. Trotzdem ist der Gedanke daran allgegenwärtig.

    Bei Vorträgen ist es weniger die Angst zu versagen (zum Teil natürlich auch etwas, ähnlich wie bei jedem halt, aber nicht so gegenwärtig, wenn dann unterbewusst)Ich finde sogar, dass ich eigentlich ganz gut Vorträge halten kann. Aber es ist die Angst, dass mir während des Vortrags übel wird. Vorher ist mir halt immer übel. Währendessen bis auf zweimal noch nie. Aber als mir dann mal übel wurde währenddessen, war es wirklich schlimm. Hab oberflächlich nur noch meinen Text runtergelesen, aber innerlich echt gekämpft. Ging aber auch nur wenige Sekunden, max. ne Minute.
    Also unterm Strich ist die Angst eigentlich vor allem bei den Vorträgen extrem irrational.
    Bei den dates/Frauen schon etwas naheliegender.

    Es schränkt einen halt ein. Vorträge muss ich regelmäßig halten und wenn die Anst davor nicht wäre, würde mir das ja sogar Spaß machen. Und Dates gehe ich in der Regel gar nicht mehr. Es nervt echt, dass ich auf die Art kaum Chancen habe, eine Frau mal ernsthaft kennen zu lernen. Mit ihr Essen gehen??? Niemals. Gerade Essen geht gar nicht.
    Zumindest meistens nicht. Wie gesagt, es kommt auch auf die Situation an. Und auf die Frau.
    Die Psychologin meinte damals auch, ich soll nicht versuchen, das zu verstecken, sondern einfach so sein wie es eben ist. Wenn mir übel ist, ist mir eben übel. Ich versuch das ja. Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass eine Frau sowas irgendwie attraktiv finden kann. Wenn eine Frau das hier liest, wird sie doch alles mögliche denken (von Mitleid über von mir aus noch max. Sympathie), aber ganz sicher nicht "Oh, der ist aber attraktiv. Na den muss ich mir merken. Wie ihm übel wurde nur weil er nervös war, richtig sexy so ein Mann" ^^ -.-


    Du hast es indirekt ja eigentlich schon gesagt, eigentlich sollte man einfach lockere Gedanken haben und sich nicht verrückt machen

    Aber ich hab noch kein Mittel dafür gefunden, außer älter werden und sich irgendwie anpassen, entwickeln und hoffen, dass es weg geht.

    Guten Rutsch !
    Geändert von Mäander (30.12.2010 um 21:23 Uhr)

  8. #8
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    Hi,


    ja man muss lockerer denken und einfach weniger auf die Meinung anderer geben. Das klingt ja wirklich blöd aber ich glaube das ist der Kern der Sache. Man kann ja nicht in allem perfekt sein und nicht immer alles richtig machen.

    Ich habe bisher auch noch keine Mißerfolge in den angesprochenen Situationen hinnehmen müssen und das wird wohl das Problem sein.

    Naja wie gesagt das wichtigste ist einfach diese Situationen suchen und durch Übung und steigende Gelassenheit das Problem über kurz oder lang abstellen.

    Ich glaube nicht dass du dich übergeben musst wenn du mit einer Dame was Essen gehst. Ich hatte vor 2 Wochen ein Date und war beim Essen. Ich trottel habe dann natürlich noch den Fehler gemacht und mir was schön exotisches bestellt D.h. nach dem ersten Bissen hatte ich bereits das Gefühl das ganze landet gleich wieder auf meiner frisch ausgebreiteten Serviette, aber da muss man einfach durch. Ja natürlich wird die Dame das vlt. nicht besonders anziehend finden wenn du ihr sagen würdest das dir Übel ist weil du so nervös bist, aber ganz ehrlich da gibt es soviele Probleme die andere Leute mit sich rumschleppen und ich behaupte einfach mal das ALLE Menschen ein gewisses Problem mit solchen "Selbstpräsentationen" haben. Dem einen sieht man das sogar an und einem anderen aber nicht. Ich würde es sehr sympathisch finden wenn mir ein Mädchen sowas sagen würde bei einem Date, nur jemand der Schwäche zeigen kann, hat wirklich Stärke würde ich mal sagen.

    Wünsche auch einen Guten Rutsch ins neue Jahr

    ME

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