Wer ist noch Onlinespielesüchtig und welche Erfahrungen habt ihr mit Suchtberatung gemacht?
Es gibt zu dem Thema noch nicht so viele Anlaufstellen und es ist eine noch unerforschte Sucht.


Wer ist noch Onlinespielesüchtig und welche Erfahrungen habt ihr mit Suchtberatung gemacht?
Es gibt zu dem Thema noch nicht so viele Anlaufstellen und es ist eine noch unerforschte Sucht.
Ich hatte mal ein Seminar "Grundlagen der Persoenlichkeitspsychologie" besucht, und der Dozent war in der Suchtberatung taetig.
Der nannte als "Klassiker" Spielsucht, allerdings nicht online, sondern Leute, die real in Spielhoellen gingen.
Das alles sei ein Sex-Ersatz: das Fummeln am "einarmigen Banditen" sei der Ersatzsex, und wenn dann mal die Muenzen unten rauskaemen, sei das der Ersatzorgasmus.


AhaEtwas sehr einfach-hört sich doch sehr nach Küchenpsychologie an..Oder derjenige hat sich zuviel mit Freud beschäftigt. Suchterkrankungen sind nicht so pauschal und eindimensional zu erklären. Sind dann Zigaretten und die Flasche Penisersatz? Grusel....
LG, Natz
Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)
hallo Mini,
ich kenne aus einer Klinik das 12-Schritte-Programm, auf dem auf die AA beruhen. Das wurde inzwischen auf sehr viele Suchtproblematiken ausgeweitet. Guckst Du hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zw%C3%B...ritte-Programm
Gibts inzwischen auch für online süchtige, aber anscheinend noch nicht in Deutschland. (OLGA = online games aonymous)
Aber die 12 Punkte sind grundsätzlich ein Weg, der unabhängig vom Suchtmittel helfen kann. (Das ganze religiöse darf man nicht überinterpretieren. Für mich steht das für eine Art Respekt vor dem Leben. )


Es ist schon grundsätzlich so das Sucht immer ein Ersatz für etwas ist das im Leben fehlt.
Nur inwiefern stehen bestimmte süchte für bestimmte DInge die fehlen? oder wie kommt es das ein Mensch gerade eine bestimmte Sucht entwickelt? Und wie spielt da Kindheitserfahrung mit rein ?


Hallo @all
OT Anfang
Was den "Sex-Ersatz" betrifft ...
Vielleicht hat der gute Dozent auch "nur" nach zielgruppenorientierten "Vergleichen" gesucht, um die Wirkung suchtbedingten Verhaltens anschaulicher darstellen zu können ...
Dies sollte wohl eher nicht wörtlich genommen werden
Sind nicht vielleicht viele Suchtausprägungen ein Versuch, unterdrückte und vernachlässigte (bis hin zu tabuisierte) Bedürfnisse zu kompensieren?
Eine Art Ersatzbefriedigung ... aber doch nicht immer und ausschließlich im sexuellen Zusammenhang
Das Beispiel des Dozenten ist vielleicht etwas arg plakativ und vereinfachend - aber auch, was die Wirkketten betrifft, leicht nachvollziehbar (auch für Laien).
Da scheint mir wohl eher die Interpretation dieses Bildes "in die Hose" gegangen zu sein ...
OT Ende
@Mini
Sorry, bei dieser Suchtform kann ich Dir leider wirklich keine eigenen Erfahrungen schildern.
Vielleicht einige Gedanken zu Sucht und Suchttherapie allgemein (hat ja auch Berührungspunkte mit "allgemeinerer" Therapie)?
Oder würde das die Intention Deines Threads sprengen?
lg


Naja , inwiefern sind Süchte verschieden in ihrer Wirkung ( Körperlich / seelisch oder beides als abhängigkeit) und inwiefern bedient welche Sucht welches unbefridigte Bedürfniss. Würde mich schon interessieren ob da jemand die großen Unterschiede aus erster Hand kennt. und vlt mal von seinen eigenen Erfahrungen mit versch. Süchten erzählt. Kommentare zur Spielsucht wären schon super ( da der Thread ja darunter läuft ) aber ich nehm was ich kriegen kann![]()
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